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Mehr Verkehrsopfer in Deutschland: "Die Leute fahren immer aggressiver"
DPA

Schon wieder ist die Zahl der Verkehrstoten gestiegen. Für den Fahrlehrer Jörg Holtmann ist diese Entwicklung zwangsläufig: Die größte Gefahr auf der Straße ist schwer zu entschärfen.

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fritzstark 15.02.2016, 12:24
220. Schnellfahren ist leichter

Früher bin ich gern schnell gefahren, in ca3.5 Stunden München-Düsseldorf. Seit Jahren fahre ich auf der Autobahn gern Tempo 100, bemerke aber dabei dass mehr Aufmerksamkeit dazugehört, vor dem nächsten LKW wieder nach links rauszukommen. Das hält mich besser wach als einfach links so schnell wie die Karre kann mit wenig Spurwechsel dahin zu rasen.

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brunellot 15.02.2016, 12:25
221. In der Fahrschule offensichtlich nicht aufgepasst...

Zitat von moritz1989
Das Problem ist nicht derjenige der zu schnell fährt, es sind die Momente in denen schnell auf langsam trifft. Kurzes Beispiel: Der Fahrer auf der linken Spur, der mit 210 km/h über die Autobahn rast ist per se kein Sicherheitsrisiko. Es wird erst zur Gefahr, wenn der mit 120 km/h fahrende völlig unbedacht auf die linke Spur zieht. Am Ende heißt es der eine wäre gerast und aggressiv gefahren. Völliger Schwachsinn, weil gerade die Trödler oftmals nicht mehr merken, das sie nicht alleine auf der Straße sind!
sonst würden Sie wissen, dass Sie verpflichtet sind so zu fahren, dass Sie jederzeit einem Hindernis ausweichen können oder Ihren Wagen sicher abbremsen können müssen. Wenn Sie das nicht schaffen, haben Sie offensichtlich etwas falsch gemacht...
Mann, mann, mann

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exHotelmanager 15.02.2016, 12:26
222.

Zitat von Amadís
Das ist ja lieb, das Sie den dann vorbei lassen. Wie lange hängen Sie dann hinter dem LKW? Die ganze Strecke? Es kommt nämlich IMMER einer, der schneller ist. Wenn sich die Möglichkeit bietet, dann schere ich aus, auch WENN ein schnelleres Fahrzeug von hinten kommt, selbstverständlich unter Berücksichtigung eines angemessenen Abstandes. Denn dem nachfolgenden muss zugemutet werden, die Geschwindigkeit ggf. nach unten anzupassen, so wie ich ja auch meine Geschwindigkeit nach oben anpasse.
Auf welchen Rechtsgrundsatz berufen Sie sich denn, wenn es knallt? Selbstverständlich wird ein guter Autofahrer, der auf der linken Spur unterwegs ist und ihre Situation erkennt, ihnen möglicherweise die Möglichkeit geben, links einzufädeln, soweit er dazu nicht Bremsharakiri begehen muss. Ich mache das, so oft es geht, wenn ich sehe, dass Rechtsfahrer auf LKW auflaufen. Wer aber einfach zwischen zwei LKW steckt, der hat einfach Pech und muss auf eine Gelegenheit warten. So ist das - wie beim Trecker auf der Landstraße.

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tpro 15.02.2016, 12:27
223.

Zitat von infam
... weitere Verbesserung der Situation ist absehbar: selbstfahrende Autos kommen sehr bald und die deutsche Autoindustrie verschläft es ebenso wie die Elektromobilität. Tesla, Google und Apple Autos wird der Markt überlassen - die Zeit läuft !
Zahlen Tesla, Google oder Apple dann auch bei Massenkarambolagen, wenn ihre Technik ausfällt?

Ich weiß nicht, warum man so technikgläubig sein kann. Ich bin Techniker und für Fortschritt, kann aber unterscheiden, welch ein Schaden entsteht, wenn das Betriebssystem eines Smartphones verrückt spielt, oder das Betriebssystem eines selbstfahrenden Autos. Dabei rede ich noch nicht einmal von Software, die nur halbgar an den Mann, bzw. ins Auto gebracht wird.

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buck_danny 15.02.2016, 12:28
224. Drei Dinge...

1) Das ist unsere Gesellschaft...großer Termindruck, höchste Ansprüche an die Arbeitnehmer, Konkurrenzdruck, gleichzeitig immer größerer Egoismus, Ellenbogenmentalität und Durchsetzungsdrang (=Erfolg!?). Schön zu sehen daran, dass heutzutage keiner mehr blinkt. Denn blinken tut man für andere.

2) Zuwenig Verkehrsüberwachung. Bestenfalls automatische Überwachung mit Momentaufnahmen. Besser wäre eine enorm ausgebaute zivile Verkehrspolizei, die unerkannt im Verkehr mit schwimmt und sehr flexibel und nahe an den Problemen die Verursacher herausfischen kann.

3) Und dann gehört das Fehlverhalten ordentlich sanktioniert. Siehe Schweiz; dort fahren auch unsere Raser sehr brav, weil sie genau wissen, wie teuer es sein kann. Verkehrsdisziplin funktioniert sehr gut - wenn sie über den Geldbeutel und den Punkten in Flensburg geregelt wird!!!

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Havel Pavel 15.02.2016, 12:28
225. Lernen muss jeder schon selber

Zitat von P.T.
Kein Hinweis darauf, dass evtl die Fahrschulausbildung auf neue Standards angepasst werden sollte. Nix außer "das haben wir schon immer so gemacht", dumpfe Pflichtstunden und Vermittlung von legalistischer Verhaltensweise. Ohne jeden innovativen Ansatz und ohne Anpassung an neue Herausforderungen. Schuld ist die Aggresivität der anderen... Der Führerschein ab 17 ist ein Segen, um das Unvermögen der Fahrlehrer zu kompensieren.
Fahren muss jeder selber lernen, das kann kein Fahrlehrer der Welt jemand abnehmen, allenfalls dabei unterstützend einwirken. Zum PKW-Führerschein habe ich in grauer Vorzeit nur eben mal 2 Fahrstunden absolviert, damit der Fahrlehrer sich davon überzeugen konnte, dass ich fahren konnte und danach gings zur Prüfung und alles war ok. Seitdem über die Jahre hinweg habe ich schätzungweise mit allen möglichen Strassen-Fahrzeugen, PKW, LKW, Motorrad, etc. schätzungweise weit über 4 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei noch niemals einen Unfall verursacht, dagegen aber unzählige verhindert, die durch Fahrfehler anderer entstanden wären. So würde es mir z.B. niemals in den Sinn kommen an einer mit etwa 120km/h fahrende Autokolonne auf der Überholspur mit 220 km/h vorbeizubrettern. So ein Verhalten grenzt schon an Schwachsinn, es ist dabei doch nur eine Frage der Zeit bis irgendein Hansel plötzlich ausschert und schon ist der Auffahrunfall da. Man hat sich im Laufe der Jahre halt gewisse Erfahrungswerte eingeprägt und rechnet so schon instinktiv in bestimmten Fahrsituationen mit Fehlern oder Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer.
Die grösste Verkehrssicherheit lässt sich wohl durch eine harmonische Anpassung der Fahrweise aller Verkehrsteilnehmer erreichen, also auch insbesondere hinsichtlich der Fahrgeschwindigkeit. Auch ein Langsamfahrer kann so zur Unfallgefahr werden oder zumindest dadurch begünstigen, weil er die überwiegende Anzahl der Autofahrer zum Überholen animiert. Wenn sich jeder Vrkehrsteilnehmer an die Verkehrsvorschriften hält und seine Sinne alle noch beisammen hat dürfte es theoretisch so gut wie gar keine Verkehrsunfälle mehr geben. Technische Mängel treten mittlerweile aufgrund ausgereifter Sicherheitstechniken wohl kaum noch in Erscheinung.

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thorsten35037 15.02.2016, 12:28
226.

Nichtblinken, auch bei Linksabbiegen, ist ja fast schon salonfähig geworden. Ebenso rücksichtloses Parken. Gleichzeitig werden übermotorisierte Fahrzeuge schon jungen und unreifen Fahrern über Teilzahlungsmodelle angeboten. Die allgemeine Arbeitsverdichtung und der weiter wachsende Individualverkehr tragen ein Übriges zu der Verlotterung der Verkehrssitten bei. Eine kaputtgesparte Polizei und Verwaltung wird dem Problem nicht mehr Herr. Ich kann dem Autor nur beipflichten, dass sich Fahrer von großen, schwarzen, abgedunkelten SUVs scheinbar für unangreifbar halten. Ich bin für eine harte Extrasteuer für große und schwere PKWs. Übrigens habe ich Herrn Ramsauer vor 2-3 Jahren eine langen Brief zur Wiedereinführung des "7. Sinnes" geschrieben. Ich wäre stolz darauf, wenn ich ihn damit inspiriert haben sollte. Frauenfeindlich muss er ja nicht sein. An den Kosten sollte auch die Automobilindustrie beteiligt werden, sind sie doch die Hauptgewinner des Autowahnsinns

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Eine Frau 15.02.2016, 12:28
227. Es ist doch überall schlimm

Ich fahre in meinem relativ kleinen Wagen um die 30.000km im Jahr, einen Großteil davon über die Autobahn. Ich wohne in einer Reihenhaussiedlung einer norddeutschen Kleinstadt in der eigentlich, da hier sowohl ein Kindergarten als auch eine Grundschule anliegen, 30kmh vorgeschrieben sind - knapp drüber wäre schon toll, nur leider fahren sowohl die Muttis (gerne unangeschnallt, mit Kippe im Hals und ohne Kindersitz) als auch die testosterongesteuerten Jungsspunde mindestens 60..
Mein täglicher Arbeitsweg führt über die Autobahn, meine Strecke beinhaltet nur 2 Spuren, Tempolimit 130 und Überholverbot für LKW, Bus, PKW mit Anhänger - soweit ok, nur leider läuft der Verkehr dennoch nicht flüssig. Wenn nicht die Rentner im Wohnmobil mit 95 die linke Spur blockieren, Handwerker mit Hänger meinen das Verbot gelte nicht für sie oder osteuropäische LKW-Fahrer im Leben niemals darauf hingewiesen wurden was manche Straßenschilder bedeuten, kommen von hinten die dicken AUDIs und BMWs angerauscht und versuchen herauszufinden welchen Radiosender man denn an hat - wobei ich wohlgemerkt zugeben muss um die 140 auf dem Tacho zu haben... Ohne Chance nach rechts zwischen die LKW (Mindestabstand??!) auszuweichen, habe ich mir angewöhnt freundlich zu winken und den Blitz einer alten Kamera die ich dafür inzwischen immer im Auto habe zu nutzen... Es hilft!
Meine Idee für die Mitarbeiter der Polizei ist, sich mal mit einem Kleinwagen (mit großem Motor) auf der Autobahn zu bewegen, das ließe die Kasse ordentlich klingeln!

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kayakclc 15.02.2016, 12:28
228. Statistiken und ihre Aussagekraft

Hier wird nur die Absolutzahl von Verkehrstoten genannt. Über die natürliche statistische Schwankungen lesen wir nichts. Wenn man die Angaben des Artikels ernst nimmt, ist das Risiko zu Sterben sogar gesunken. Da die anzahl der Verkehrtsunfälle zugenommen hat, sollten wir eigentlich 3507 Verkehrstote 2015 verzeichen, wenn das Sterberisiko pro Verkehrsunfall gleich geblieben wäre, es sind aber 57 Tote weniger registiert. Also hätte man die Schlagzeile "Trotz mehr Verkehrsunfälle sankt das Sterberisiko" schreiben können. Wir wissen aber nichts über die Anzahl der Verkehrsteilnehmen und den gefahrenen Kilometer. Wenn die gefahrenen Kilometer steigen, steigen auch die Unfallzahlen bei gleicher Fahrweise. Darüber lernen wir nichts. Also sind die Schlussfolgerungen, die der Herr Fahrlehrer zieht reine persönliche Empfindungen, die durch Fakten nicht untermauert sind.

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susanb 15.02.2016, 12:30
229. Komisch eigentlich...

... dass in dem Artikel überhaupt nicht die Gefahr erwähnt wird, die durch Mobiltelefone und den ganzen elektronischen Schnickschnack, der inzwischen in Autos verbaut wird, erwähnt wird. Es gibt mehr als genug Leute, die bei Tempo 80 verzweifelt auf dem Computer-Dashboard ihres Autos die Radiofunktion suchen, die zwischen 200 weiteren, komplett überflüssigen Anwendungen, versteckt ist. Oder die simsen. Oder lesen.

Und dass die Deutschen ihr Schnellfahren auf der Autobahn so lieben, kotzt mich schon lange an. Ich hasse es, wenn irgendwelche Drängler hinter mir mit der Lichthupe den Weg freiräumen wollen und auf die Stoßstange auffahren, obwohl vorne alles durch LKWs verstopft ist.

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