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Merkel zum Ende des Verbrennungsmotors: Den klaren Schnitt gescheut
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In einem Interview überraschte Angela Merkel mit der Aussage, sie halte ein Ende des Verbrennungsmotors für richtig. Nur wann das passieren soll, bleibt unklar. Damit hat sie Niemandem einen Gefallen getan.

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nochnbier 15.08.2017, 18:36
100. Überrascht mich nicht!

Die Frau hat noch nie irgendwelche Visionen für Deutschland entwickelt. Herr Seehofer hat mal
von "Manövrieren auf Sicht"gesprochen. Genauso gut könnte man von "Stochern im Nebel" sprechen.
Besser nix sagen als möglicherweise das Falsche. Diese Taktik wird und kann nicht aufgehen.

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Claes Elfszoon 15.08.2017, 18:37
101. Was für ...

... eine Industrie haben wir eigentlich in Deutschland? Sie kann ohne eine Vorgabe der Politik nicht planen?
Innovationen, Verbesserungen, Kundenwünsche, Umweltschonung, Leistungswerte und Design, das sind alles Parameter, die in eine erfolgversprechende Produktplanung einfließen können. Dazu braucht man ein Minimum an politischer Rahmensetzung. Was für ein politischer Rahmen sind eigentlich Verbote? Eine Industrie, die erst darauf warten muss, dass ihr Ausstoß (mehr ist es dann ja wohl nicht)
durch Verbote, Abschaffung, steuerliche Hürden etc. "gesteuert" wird, ist erstarrt und am Ende.

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andrehe 15.08.2017, 18:38
102. Nachdenken beim Einkaufen hilft

Zitat von Hanz Gruber
Wer einen Diesel fährt, bzw. fahren muss (Verbrauch, Zuglast), steht bei einem überstürzten Fahrverbot durch die verblödete Masse, mit einem teuren Haufen Schrott dar und darf mal eben 20k - 40k Aufbringen um seinen Fahrverbot Schrotthaufen zu ersetzen. Der Verkauf wird dann nicht mal mehr einen Bruchteil der Kosten decken. Ich bezweifel das die Kosten am Ende gedeckt werden, da bleibt dann nur eins, einfach weiter mit seinem Diesel fahren und auf Verbote schei....
Es geht um Diesel-PKWs, die keine ausreichende Abgas-Reinigung haben im Gegensatz zu LKWs. Ich nehme an, Sie besitzen ein solches Fahrzeug.

Jeder Autokäufer weiß, dass ein Auto mit Verbrennungsmotor nicht umweltfreundlich ist, mindestens seit den 80er Jahren. Aber ich finde trotzdem, dass die Automobilhersteller zur Kasse gebeten werden müssen, weil sie für ihre Produkte verantwortlich sind. Lügen und Betrügen geht gar nicht! D.h. Umrüstung der Abgasreinigung auf Kosten der Hersteller, wo auf der Straße(!) erhöhte NOx-Werte gemessen werden (> 100%, nicht >200%) oder alternativ Rückkauf unter Anrechnung der Abschreibung und Recycling. Eigenanteil des Autokäufers: 10%, da er wissen musste, dass er ein umweltschädliches Produkt erwirbt. Das Geld geht aber nicht an die Automobil-Industrie, sondern in einen Fördertopf für öffentliche, universitäre und patentfreie Forschung zum Thema "nachhaltige Antriebe". Eigentum verpflichtet!

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pterodactylus 15.08.2017, 18:39
103. Mhm

Die FED agiert vorsichtig mit Aussagen, weil sie eine komplizierte Balance zu halten hat. Die EZB agiert vorsichtig mit Aussagen, weil sie eine komplizierte Balance zu halten hat. Merkel agiert vorsichtig mit Aussagen, weil sie eine komplizierte Balance zu halten hat. Jemand der Wirtschaftsartikel und -kommentare schreibt sollte so langsam gelernt haben, dass man mit großen Aussagen vorsichtig hantiert, vor allem, wenn man die Folgen noch nicht abschätzen kann. Merkel agiert, sobald dieses klarer wird und somit Mehrheiten entstehen, weil auch die Konsequenzen geringer werden. Das hat sie bereits mehrfach gezeigt und war dann entsprechend pragmatisch in der Umsetzung. Kanten wollen immer nur diejenigen, die ohnehin dagegen sein wollen, weil man dann die Argumente zerpflücken kann.
Merkels Aussage ist somit gar nicht verunsichernd. Sie sagt der Industrie und Wirtschaft, macht was, denn es wird definitiv ein Ende geben. Und dieses Ende ist so nah, dass man es schon benennt, keine Schonzeit mehr. Forscht, damit ihr die Nase vorne habt, wenn der konkrete Termin kommt. Preist schonmal die Forschungsgelder ein.

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Thomas Mayer 15.08.2017, 18:42
104. ... was hinten rauskommt

Die Politik sollte sich eigentlich nicht darauf festlegen, welche Technik am Ende sich durchsetzt, vielleicht wird es ja auch ein Mix aus unterschiedlichen Konzepten, je nach Bedarfsfall. Wer weiß, vielleicht setzen sich Biokraftstoffe der 2. Generation durch, hier würde ja auch ein Verbrennungsmotor wirken, nur wäre die Verbrennung schadstoffneutral. Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, so wie sie das mit den bisherigen Normen ja auch schon getan hat. Entscheidend ist, was hinten rauskommt - und wenn ein Verbrennungsmotor Euro 2050 erfüllen kann, warum nicht einsetzen? Frau Merkel hat vollkommen recht, sich jetzt nicht auf ein Jahr oder eine Technik festzusetzen. Der richtige Ansatz ist eine ausgeglichene Energie- und Schadstoffbilanz und nicht die Festlegung auf irgendeine Technik, die das ermöglicht.

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agtv 15.08.2017, 18:44
105. leider ist es nicht so einfach

Zitat von andrehe
Wenn der Liter Mineralöl 3.50 Euro kostet, dann überlegen sich auch die Besucher, womit sie anreisen und was sie tanken. Da die anderen Länder ebenso ihren CO2-Ausstoß reduzieren müssen, werden sie sich wahrscheinlich von uns inspirieren lassen. Was die Mineralöl-Industrie tut, ist nicht von Belang. Im Zweifelsfall werden neue Tankstellen aufgebaut oder die bestehenden Tankstellen von der Mineralöl-Industrie gekauft und umgerüstet. Die Energie kann zu 100% durch die Sonne gewonnen werden. In Form von Wasserstoff wird sie dann zu den Abnehmern transportiert. Dieser kann nach neuen Verfahren direkt aus Sonnenenergie gewonnen werden - ohne Umweg über Elektrolyse. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Mineralöl-Steuer sollten in die Forschung für regenerative Energien gesteckt werden. Die arabischen Länder sind prädestiniert für die Wasserstoff-Produktion, da sie weitläufige Wüstengegenden haben. Ein Monopol darauf haben sie allerdings nicht, so dass es beim Thema unabhängig von Entscheidungen vorangeht. Kfz-Steuern sollten abgeschafft werden. Wer nicht fährt, zahlt auch nicht. Gemäß dem Verursacher-Prinzip. Da braucht man keine Maut, wirklich nicht. So schwer ist die Logik nicht, dass wir noch immer auf geeignete Regulierungen warten müssen. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?
Glauben Sie eigentlich wirklich, dass es so einfach wäre? Zuerst einmal reden Sie von Mineralöl. Meinen Sie wirklich Öl, oder eher weiterverarbeitetes Öl wie Diesel oder Ottokraftstoffe? Wenn Öl nämlich so teuer wäre, dann hätten wir sehr schnell eine horrende Inflation, quer durch alle Branchen, da Logistikkosten explodieren und auch diverse Vorprodukte und Verpackungen sich erheblich verteuern. Genauso wie beim Atom-Ausstieg wird sich auch von Ihren Ideen niemand "inspirieren" lassen, man würde sich einfach freuen, dass Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit freiwillig aufgibt. Ihre Vorschläge sind der Masterplan für ein deindustrialisiertes Deutschland mit 20% Arbeitslosenquote. Und wenn man Wasserstoff so easy herstellen und transportieren kann, dann würde ich an Ihrer Stelle damit Milliarden verdienen. Ich habe gehört, dabei gäbe es derzeit noch Probleme mit dem Wirkungsgrad, der Kühlung beim Transport und der Lagerung. Aber ich möchte Sie ja nicht aus Ihrer Traumwelt holen, ich kann mir vorstellen, dass Sie da sehr glücklich sind.

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f_eu 15.08.2017, 18:44
106.

Zitat von Hänneschen
Ein Freund von mir ist in seinem Sommerurlaub dieses Jahr von Grimstad in Norwegen nach Split in Kroatien und zurück mit seinem E-Auto gefahren. Reicht ein solcher Beweis, oder wie viele brauchen Sie, bevor Sie die Alltagstauglichkeit bescheinigen? Hunderttausend norwegische E-Autos - in einem Land, wo die Abstände groß sind und viele auf das Auto angewiesen sind - zeigen täglich, dass diese Autos alltagstauglich sind. Im Übrigen ist der größte Antreiber zum Kauf eines E-Autos in Norwegen die Mundpropaganda. Die meisten kaufen sich ein E-Auto weil sie über Freunde und Bekannte von den Vorteilen des E-Autos haben überzeugen lassen.
Ich bin letztes Jahr von Bodo nach Dortmund gefahren um den Wagen meines erkrankten Vaters zurück zu holen. Rd. 2500 km überwiegend in Schweden weil es in Norwegen auf den kurvigen Straße ein Albtraum ist. Man benötigt über 30 Stunden reine Fahrzeit wobei das Tempolimit dort dem eAuto noch entgegen kommt.

Ob das was Sie schreiben denn stimmt?

Im übrigen sind 5,3 Millionen Norweger, die im Geld schwimmen weil sie Erdöl und Erdgas verkaufen können, genau so wenig der Maßstab wie 30 Cent für den Liter Super in Kuwait.

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schwaebischehausfrau 15.08.2017, 18:45
107. Disruptive Technologien..

Wirklich "disruptive Technologien" und Innovationen brauchen weder staatliche Subventionen noch Zwangs-Quoten, um sich durchzusetzen. Disquptive Technologien bieten ihren Nutzern nämlich so viel klare Technologien, dass sie sich von alleine verkaufen wie geschnitten Brot. Verbrennungsmotor-Autos haben ebenso wenig Zwangsquoten und Subventionen gebraucht, um sich gegen Pferdekutschen durchzusetzen wie Mobiltelefone gegen Festnetz-Telefonie oder ein Jahrzehnt später Smartphones dann gegen herkömmliche Mobil-Telefone. E-Autos verkaufen sich nur dort in größeren Stückzahlen, wo sie mit Steuergeldern massivst subventioniert werden (in Kalifornien mit 7.500 Dollar) Und schlimmer noch: Wo mit den Steuergeldern von Normalverdienern dann 150.000 Euro teure E-Auto-Gadgets für Reiche als Zweit- oder Drittwagen subventioniert werden. Denn mit einer realistischen Reichweite von max. 300 KM kommt man noch nicht mal morgens von München nach Nürnberg (sicher keine "Langstrecke") für einen Geschäfts-Termin und am gleichen Nachmittag zurück - ohne eine lange Zwangs-Ladepause einlegen zu müssen. Was ist daran "alltags-tauglich"???? Alltagstauglich sind E-Autos für Kurzstrecke und Stadtfahrten - und damit primär als Zweitwagen. Und dass in Deutschland über 80% aller für private Nutzung angeschaffte E-Autos als Zweitwagen gekauft werden, belegen alle Statistiken. Nur: Der Stau , der in Großstädten durch 100.000 E-Autos verursacht wird, ist keinen einzigen Meter kürzer als der Stau von 100.000 Benzinern. Was Deutschland wirklich braucht, sind innovative Mobilitäts-Konzepte im Nahverkehr wie Ausbau von Bahn, öffentl. Nahverkehr, Förderung von Car-Sharing Diensten und wegen mir sogar Taxis. Aber ganz sicher keine E-Autos.

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t.drewes 15.08.2017, 18:47
108. Und die Hexenjagd geht weiter....

Wir Deutschen haben das Talent uns mehr Steine in den Weg zu legen, als wir uns wirtschaftlich leisten können. Der überhastete Atomausstieg sollte da als mahnendes Beispiel dienen. Zahlen tut der kleine Mann, während Industrie, Handel und Dienstleister die gestiegen Kosten zum Teil weiterberechnen oder steuerlich absetzen.

Jetzt soll es das Auto bzw. der Verbrennungsmotor sein. Als erstes wird dafür eine Statistik verbogen, damit anschließend griffige Argumente leicht verdaulich den ahnungslosen Bürger serviert werden können.

Das fängt mit Feinstaub an, geht weiter mit NOx und endet bei CO2.
Dabei werden die Argumente durch einen Mixer gedreht und entsprechend serviert.

Feinstaub entsteht auch beim E-Auto. Es ist ein Problem des wachsenden Verkehrs und der örtlichen Lage. Beides lässt sich nur bedingt lösen. CO2 und NOx betreffen alle Verbrennungsmotoren und, wie sagt man so schön, man kann nur einen Tod sterben. Entweder reduziere ich das eine oder das andere. Der Lösungsansatz der Industrie sah vor, das CO2 durch den Diesel zu verringern und das dadurch auftretende NOx mit Adblue zu eliminieren. Bei kleineren Motoren wurde darauf verzichtet. Ob das ein Fehler war? Ich glaube nicht, da die Fahrzeuge auch bezahlbar bleiben sollten und weiterhin sollen. Auch die Abgasvorschriften ließen dieses Vorgehen zu.

Da sich die Technik weiterentwickelt, ist es konsequent, die Schadstoffgrenzen im Rahmen des technisch möglich anzupassen. Dabei sollte man bei der Berechnung der Schadstoffgrenzen innerhalb einer Stadt, z.B. Stuttgart, berücksichtigen, dass der Ausstoß an Schadstoffen pro Verkehrsteilnehmer sinkt, der Gesamtausstoß aber nicht so sinkt, bzw. sogar steigen kann, da der Verkehr im allgemeinen ansteigt.

Da diese Argumente alle, bei nüchterner Betrachtung, nicht für ein Verkaufsverbot ab Jahr 20xx ausreichen, wird noch die Zahl von 10.000 Toten pro Jahr in die Diskussion geworfen. Es sind sicherlich 10.000 Zuviel, aber ob diese durch den Verbrennungsmotor gestorben sind, darf stark bezweifelt werden. Hierfür braucht man nur die entsprechenden Raumluftverordnungen hinzu ziehen und man merkt schnell, das sich da die Katze im eigenen Schwanz beißt. Nicht berücksichtigt werden dabei persönlich Lebensumstände, z.B. rauchen.

Es gibt sicherlich noch mehr Argumente, dafür oder dagegen, aber wir haben unser Sommertheater für dieses Jahr gefunden.

Für eine verantwortungsvolle Politik gehört, sich mit sachlichen, wissenschaftlich fundierten Argumenten auseinander zu setzen. Dabei müssen auch wirtschaftliche Interessen und das technisch Machbare berücksichtigt werden. Dabei muss die Industrie mit in die Verantwortung genommen. Das funktioniert, wenn am Ende ein Produkt steht, welches beim Kunden ankommt und akzeptiert wird.

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andrehe 15.08.2017, 18:50
109. Stickoxide sind giftig, Herr Verharmloser

Zitat von Master GG
"Alleine durch Stickoxide sterben jedes Jahr 10.000 Menschen vorzeitig in Deutschland" Diese Aussage ist nicht belegbar und wie geschrieben Computerhochrechnungen. Im übrigen wird die Luft in unseren Städten nicht schlechter sonder seit Jahren immer besser. Das Ende des Verbrennungsmotors darauf zu gründen ist ideologischer unverantwortlicher Quatsch, weil die Alternativen nicht besser, teurer und schlicht durch fehlende Energie undurchführbar ist.
Es ist seit langer Zeit bekannt, dass Stickoxide die Atemwege schädigen. Salpetersäure macht sich ganz schlecht in der Lunge. Niemand kann sich da herausreden. Ob es 100, 1000 oder 100 000 Menschen pro Jahr sind, ist egal, jeder einzelne ist einer zuviel. Es geht um Mord in vielen Fällen. Wer chemische Waffen produziert, ist auch ein Mörder, da der typische Einsatz zu Todesopfern führt. Genauso ist es beim Diesel-PKW derzeitiger Bauart. Sie werden gekauft, um gefahren zu werden, was zu der Vergiftung der Atemluft führt. Ist schlimm, wie hier im Forum immer wieder verharmlost wird ("schummeln" & Co.). Das wird wahrscheinlich gut bezahlt von interessierter Seite. Zum Glück wurde ein VW-Manager in den USA festgesetzt und sitzt ein. Nur so lernen die skrupellosen Manager, dass Geld nicht alles ist. Organisierte Kriminalität nennt sich das. Bei den Terroristen wird ein Riesen-Theater gemacht, obwohl viel mehr Menschen durch Abgase und Verkehrsunfälle sterben. Liegt wohl an den vielen Mit-Tätern in der Bevölkerung - weil es so schön bequem ist.

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