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Merkel zum Ende des Verbrennungsmotors: Den klaren Schnitt gescheut
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In einem Interview überraschte Angela Merkel mit der Aussage, sie halte ein Ende des Verbrennungsmotors für richtig. Nur wann das passieren soll, bleibt unklar. Damit hat sie Niemandem einen Gefallen getan.

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Hänneschen 15.08.2017, 18:54
110. @schwaebischehausfrau

Die Frage war nach der Alltagstauglichkeit des E-Autos. Jetzt weiss ich nicht wie lange er für die Rückfahrt von Split nach Grimstad gebraucht hat, aber wenn die Alltagstauglichkeit abgesprochen wird, nur weil man 100 statt 130 fährt fehlt mir da jegliches Verständnis.

Da mag vielleicht auch der Wiederstand der Deutschen gegen das E-Auto liegen. In Norwegen darf man auf den Autobahnen nicht schneller als 100 fahren, während die Deutschen nicht darauf verzichten können mit 130 zu fahren.

Ich komme selber aus Nord-Norwegen und Bekannte von mir schaffen selbst im Winter mit einem Tesla P85 410 Kilometer auf eine Ladung zu fahren. Selbst dort ist das E-Auto alltagstauglich.

Was die Förderung von E-Autos betrifft, da ist nicht nur Tesla dagegen, sondern alle E-Auto Hersteller. Auch wenn in Norwegen die Gefahr besteht, dass die Förderung gestrichen wird, wurde im ersten Halbjahr diesen Jahres zum ersten Mal mehr E-Autos als Verbrenner verkauft. Die E-Autos haben 18% des Gesamtbestandes an Autos in Norwegen. Dies liegt nicht nur an der Förderung, sondern sehr viel an der Wartungsfreiheit von E-Autos und die Fahreigenschaften.

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RioTokio 15.08.2017, 18:55
111.

Zitat von f_eu
"Klar ist: Deutschland braucht ein Ende des Verbrennungsmotors. Viel zu schlecht ist die Luft in großen Städten." Genau, weil die ja fast 100/100 der Fläche Deutschlands belegen. Außer, dass diese ganze Diskussion nur unsinnig ist, ist nichts klar. Da muss man halt Fahrverbote in den betroffenen Städten setzen und sehen was passiert. Und diejenigen aus dem Bereich Politik, die die Fahrverbote zu verantworten haben, sollten schleunigst dafür sorgen, dass der betrogene Käufer nicht alleine vor Gericht und im Regen steht. Frau Dr. Merkel ist für mich aber nicht der Maßstab. Wer als Dr. der Physik und verantwortliche Ministerin die Asse genehmigt hat und jahrelang das Risiko der Kernenergie nicht richtig einschätzen konnte ist m.E eh nicht mehr in diesen Belangen für voll zu nehmen.
Frau Merkel hat die Risiken der Kernenergie doch richtig eingeschätzt.
Kurz nach Fukuhima wurde ihr endlich klar, dass Flutwellen ein großes Risiko sind für unser AKWs.
Eine Ethikkomission, vor allem besetzt mit kompetenten Kirchenleuten, hat ihr dann ins Gewissen geredet und sie zur Abschaltung ermuntert.
Dumm nur, dass alle anderen munter ihre Kernkraftwerke weiter betreiben. Derzeit sind dazu noch rd. 400 neue in Planung.
Unser Gewissen muss das nicht mehr belasten.
Die Planung kommt nun aus China.

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schwaebischehausfrau 15.08.2017, 18:57
112. @wallaceby: Schlimmer noch..

Zitat von wallaceby
...in Ehren. Aber die Realität in Norwegen sieht dann aber doch so aus, dass die reichen Norweger, die ironischerweise ihren Reichtum ja aus den Erdöl-Erlösen ihres Landes beziehen (ein Schelm, wer böses dabei denkt...), um dann "ganz vorbildlich" für Resteuropa beim Elektroauto eine "Vorreiterrolle" mit einer massenhaft betriebenen Luxus-Flotte von Teslas einzunehmen, fahren mit ihren Teslas auch nur ihre eher geringeren Distanzen, hauptsächlich in den Städten... genauso wie es die Amerikaner bzw. Kalifornier mit ihren Teslas praktizieren. Wenn es ans aber ans Eingemachte mit längeren Autofahrten in sämtliche Winkel ihres eigenen Landes geht, wo man auch mal ins Grüne fahren möchte wo eben keine Supercharger alle 30 Kilometer entlang der Strecke installiert sind, dann nimmt der feine Norweger plötzlich doch lieber seinen SUV oder Pickup mit Verbrennungsmotor, weil er sich nämlich das nervige Risiko dabei, sprich die Reichweitenangst dann auch mal gerne ersparen möchte! Das ist die Realität, und nicht ihre so vordergründig und plausibel wirkende Urlaubsgeschichte ihres Freundes! Es ist keine Kunst mehr, sich im Jahr 2017 am europäischen Autobahnnetz entlang, speziell vom infrastrukturell mitttlerweile gut mit Superchargern bestückten Nord-und Mitteleuropa, mit einem Tesla für über 150.000 Euro vorwärts zu bewegen! Wenn man die Zeit und das nötige Kleingeld dafür hat (wie ihr sicherlich nicht ärmlicher Bekannter) dann kann man damit sogar auch mal ins südliche Ausland fahren. Kritischer wird es aber leider für die vielen nicht ach so bewundernswert reichen Rest-Europäer, die ein Auto a la Golf ihr Eigen nennen, und die mit ihren darin zur Verfügung stehenden Batteriekapazitäten sich so eine Reise auf keinen Fall antun sollten und könnten! Ein Tesla mit seinen Superchargern ist bisher eine rein elitäre Angelegenheit für extrem gut betuchte Menschen! Und ihr Vergleich dazu ist einfach nur hanebüchen und lächerlich, weil er eben nicht der Lebenswirklichkeit von Millionen "einfacher" Bürger entspricht!
Sowohl in Kalifornien als auch in Norwegen - also den beiden "Vorzeige-Märkten" für den E-Auto-Erfolg, dürfen E-Autos als "Subvention" die Fahrbahn für Busse bzw. Pendler benutzen (in Kalifornien die sog. HOV Lane, die eigentlich PKW mit mehreren Insassen vorbehalten ist und dafür sorgen sollte, dass sich Pendler zu Fahrgemeinschaften zusammenschliessen und so den Verkehr entlasten) . Viele Reiche haben sich deshalb ein E-Auto als Zweit-, Dritt- oder Viertwagen angeschafft, um schön privilegiert dem Stau im Silicon Valley und in und um Oslo zu entgehen. Mit der Konsequenz, dass in Oslo jetzt die Bus-Spuren von E-Autos verstopft werden genauso wie die HOV-Lanes im Silicon Valley. Und sowohl in Kalifornien als auch in Norwegen basiert der sog. "Erfolg" von E-Autos daneben auf zusätzlichen gigantischen Subventionen in Form von Steuervorteilen.

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lafari 15.08.2017, 19:00
113.

Mein gott, was für ein kommentar. Da wird eine ausgereifte technologie dem tod geweiht und als alternative haben wir etwas, das nicht mal in den kinder-, sondern embryoschuhen steckt. Man könnte ne abwrackprämie für ältere diesel anbieten, der ottopartikelfilter ist eh auf dem weg, synthetische kraftstoffe, suv aus dem verkehr ziehen und das gewicht auf 1500kg limitieren und einfach mal etwas weniger das auto nutzen. Der konsum ist das co2 problem und indem man elektromobilität fördert, wirkt diese nur, wie ein pflaster auf eine entzündete wunde. Wir werden nie wach werden.

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andrehe 15.08.2017, 19:01
114. schon mal etwas von Hybriden gehört?

Zitat von uwe.strebel
Was bitte soll denn den "Verbrenner" ersetzen??? [...] Bei der Produktion jeder Kilowattstunde des AKKUs werden ca. 200 Kg CO 2 in die Atmosphäre geblasen - das sind 15 Tonnen CO 2 oder 15.000KG CO 2 die nur für die Herstellung des Akkus in die Luft geblasen werden! [...] Wer etwas gegen den Klimawandel tun möchte - der muss DIESEL kaufen und DIESEL fahren, da diese eine weitaus günstigere CO 2 Bilanz haben als jedes Elektroauto
Anorganische Brennstoffe erzeugen kein CO2, wenn sie nachhaltig erzeugt werden. Ein Wasserstoff-Auto hat einen E-Motor, aber keine große Batterie. Verbrenner sind nicht das Problem. Nur fossile Verbrenner, die Erdöl-Derivate tanken (Diesel & Co.). So etwas Antiquiertes muss man sich nicht mehr kaufen, oder? Ich habe mir in meinem ganzen Leben noch nie so einen Schrott gekauft. Das CO2-Thema, der Treibhauseffekt, ist seit den 80ern allgemein bekannt.

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birka12 15.08.2017, 19:02
115. Merkel muss was?

Soll Merkel der Industrie erklären wann der Verbrennungsmotor ausläuft? Das Wissen hat die Politik doch nicht. Ist sie der Supertechniker der jetzt die Richtlinien für die Autos der Zukunft festlegt? Verkehrte Welt.
Der jetzige Stand der Technik sagt aus dass Elektrofahrzeuge die Menge von Verbrennungsmotoren nicht ersetzen können. Das Material fehlt, ausserdem ersetzen wir die Stinkautos mit Batterieleichen die schwer zu entsorgen sind. 7-8 (sieben bis acht) Jahre muss man den Tesla fahren damit das Auto als umweltfreundlicher bezeichnet werden kann. Bitte, ist das die Lösung?
Ein Datum für das Ende des Verbrennungsmotors kann jeder sagen, gerne mehrere Jahrzehnte von heute entfernt, 2040, ein Witz, warum nicht 2035 oder 2060. Eine Absage für die Mülltonne.
Die Politik muss den Ramen setzen, sehr gut, allerdings muss die Alternative da sein!
Was wir brauchen ist eine umweltfreundliche Batterie, die aus Materialien besteht die auf der Erde in Mengen vorhanden ist!
Massnahmen die man sofort ergreifen kann sind erstens den Diesel zu verteuern. Eine Infrastruktur schaffen die dazu führt das weniger gefahren wird. PS Monster durch Steuern teurer machen. Es währe gut wenn man als Ziel ausruft, bis 2040 fahren wir 30% weniger mit dem Auto, das Elektroauto von heute löst nichts.

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kyon 15.08.2017, 19:07
116. Jenseits jeglicher Rationalität

Zitat von andrehe
Es ist seit langer Zeit bekannt, dass Stickoxide die Atemwege schädigen. Salpetersäure macht sich ganz schlecht in der Lunge. Niemand kann sich da herausreden. Ob es 100, 1000 oder 100 000 Menschen pro Jahr sind, ist egal, jeder einzelne ist einer zuviel. Es geht um Mord in vielen Fällen. Wer chemische Waffen produziert, ist auch ein Mörder, da der typische Einsatz zu Todesopfern führt. Genauso ist es beim Diesel-PKW derzeitiger Bauart. Sie werden gekauft, um gefahren zu werden, was zu der Vergiftung der Atemluft führt. Ist schlimm, wie hier im Forum immer wieder verharmlost wird ("schummeln" & Co.). Das wird wahrscheinlich gut bezahlt von interessierter Seite. Zum Glück wurde ein VW-Manager in den USA festgesetzt und sitzt ein. Nur so lernen die skrupellosen Manager, dass Geld nicht alles ist. Organisierte Kriminalität nennt sich das. Bei den Terroristen wird ein Riesen-Theater gemacht, obwohl viel mehr Menschen durch Abgase und Verkehrsunfälle sterben. Liegt wohl an den vielen Mit-Tätern in der Bevölkerung - weil es so schön bequem ist.
So, so, um Mord geht es also. Wievielen Ihrer 10.000 Mordopfer ist wohl eine nichtnatürliche Todesursache per gerichtmedizinischer Untersuchung als Folge einer Stickoxidbelstung durch Autofahrer bescheinigt worden? Die Aufklärungsquote bei Mord liegt doch recht hoch.

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Hänneschen 15.08.2017, 19:09
117. @wallaceby

Mein norwegischer Freund hat keinen Tesla. Leider weiss ich nicht genau welches Auto er fährt, ich weiss nur, dass es kein Tesla ist. Aber auch damit hat er es in den Urlaub durch Europa geschafft.

Jetzt weiss ich nicht, wie viele Norweger mit E-Autos Sie kennen, ich kenne einige und die meisten von denen fahren auch längere Strecken mit ihren E-Autos. Das Ladenetz in Norwegen ist m.W. ganz gut ausgebaut insofern ist das kein Problem.

Wo Sie sicherlich recht haben, ist dass in Norwegen die E-Autos verhältnismäßig günstig sind. Viele "einfache Bürger" kaufen sich in Norwegen E-Autos, weil sie nicht teurer, sondern teilweise günstiger sind als Verbrenner. Aber an der Alltagstauglichkeit der E-Autos ändert dies doch nichts. Ich stelle nur fest, dass man in Deutschland versucht das E-Auto schlecht zu machen, anstatt sich umzustellen auf die neuen Technologien.

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andrehe 15.08.2017, 19:10
118. aufsatteln und in die Pedalen treten

Zitat von DJToastbrot
... ist dann gleichzeitig auch für viele das Ende der individuellen Mobilität. Ich persönlich bin Familienvater und brauche viel Platz im Auto wenn ich mit meinem Kleinkind unterwegs bin. [...]
Wie wäre es mit Fahrrad fahren? Es gibt Anhänger für Kleinkinder. Das habe ich schon oft gesehen. Problem gelöst. Individualverkehr geht auch ohne Motor ;-)

Ich bin immer wieder erstaunt über solche Kommentare, als ob man sich zu zweit ohne Motor nicht bewegen kann. Das wäre schlimm für unsere Art. Wir sind die einzige Spezies auf dem Planeten Erde, die es tatsächlich schafft, das ganze Erdöl, das über Jahrmillionen entstanden ist, in kürzester Zeit zu verbrennen. Und dann? Und was ist mit den Folgen? Die Intelligenz wird offenbar nicht zum Nachdenken genutzt. Die Welt hört am Gartenzaun für viele auf.

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retterdernation 15.08.2017, 19:10
119. Am besten: alle Autos abschaffen

könnte man meinen, wenn man den Artikel ließt. Was vom Gedanken an die Gesundheit natürlich logisch ist. Keine Abgase, Feinstaub, Schwermetalle mehr oder deutlich weniger in der Luft in Deutschland. Dazu gerät ein ganzes Volk in Bewegung, durch Laufen und Fahrradfahren. Ähnliche wie noch vor ein paar Jahren in China, als Millionen Radler täglich das Straßenbild bestimmten. Alles super - wenn da nicht der wirtschaftliche Faktor wäre. Im persönlichen sowie im gesellschaftlichen Bereich wären die ökonomischen Auswirkungen dramatisch. Jetzt zur Technik: da kann man die E-Autos getrost vergessen, da erstens unzureichend in der Technik und gleichzeitig genau so umweltunverträglich wie herkömmliche Wagen. Das liegt natürlich oberster Linie an der Herstellung (Batterie) und natürlich auch an der speziellen Energie, die ja auch irgendwo herkommen muss. Mit Sonne und Wind wird man das bestimmt niemals stemmen können. Also - wenn schon Ausstieg aus der altenTechnik, dann doch bitte mit Gas oder Wasserstoff ... ob unsere Politiker so weit denken können, bestimmt nicht. Also bleibt der Populismus ...

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