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Merkel zum Ende des Verbrennungsmotors: Den klaren Schnitt gescheut
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In einem Interview überraschte Angela Merkel mit der Aussage, sie halte ein Ende des Verbrennungsmotors für richtig. Nur wann das passieren soll, bleibt unklar. Damit hat sie Niemandem einen Gefallen getan.

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andrehe 15.08.2017, 19:41
130. Panik hilft nicht dabei, die Zukunft zu gestalten

Zitat von ulrich g
.... kann sich nur ein völlig Ahnungsloser ausdenken. Erstens besteht für die Gesundheit unserer Bürger keinerlei Gefahr. Die Autoabgase gehen seit Jahren spezifisch zurück. Zweitens ist es völlig unmöglich derart einschneidende Maßnahmen gegen die Infrastruktur und Mobilität unserer Industrienation zu verhängen. Es würde praktisch einem Stillstand unseres Lebens gleichkommen.
Ein richtiger Angsthase sind Sie. Erhöhen wir schrittweise die Mineralölsteuer bis auf 3.50 Euro pro Liter und schauen, ob sich etwas bewegt bei der Automobilindustrie und ihren Konsumenten. Es geht darum, dass ein Autokäufer sich für den Verbrauch und den Antrieb interessiert. Dazu muss der fossile Verbrauch signifikante Kosten haben. Das ist im Moment nicht der Fall. Klimawandel und Stickoxide und Feinstaub sind keine Gefahr? Sie sehen wohl eher die Gefahr, dass der Gewinn der Automobilindustrie sinkt, wenn sich etwas nach vorne bewegt. Ich glaube kaum, dass ein paar Fahrräder mehr auf der Straße unser Leben zum Stillstand bringen würden, im Gegenteil wäre es ein Beitrag zur Volksgesundheit. Für diejenigen, die größere Strecken zurücklegen wollen, gibt es hybride Antriebe auf Wasserstoff-Basis. Wasserstoff ist anorganisch und deshalb von der (erhöhten) Mineralölsteuer nicht betroffen. Problem gelöst :)

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tatsache2011 15.08.2017, 19:44
131. EU-Mahnung und die teuren Folgen

Zitat von pterodactylus
... Merkels Aussage ist somit gar nicht verunsichernd. Sie sagt der Industrie und Wirtschaft, macht was, denn es wird definitiv ein Ende geben. Und dieses Ende ist so nah, dass man es schon benennt, keine Schonzeit mehr. Forscht, damit ihr die Nase vorne habt, wenn der konkrete Termin kommt. Preist schonmal die Forschungsgelder ein.
Sie haben das richtig erkannt. Beispiel:
Das EU-Mahnschreiben muss beachtet werden, denn
[Zitat] "Falls Deutschland der Kommission nicht aufzeigen kann,
wie diese Ziele erreicht werden sollen, kann die Behörde Deutschland vor den Europäischen Gerichtshof bringen.

Zudem drohen auch Bußgelder.
Nach grober Schätzung könnten mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr auf Deutschland zukommen – Strafgelder,
...
Für Stuttgart, wo die NO2-Belastungen in der Vergangenheit noch höher waren als in der Hauptstadt, hatte die Deutsche Umwelthilfe im vergangenen Jahr eine Strafe von
bis zu einer Million Euro errechnet - pro Tag wohlgemerkt."

Zitat aus https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/02/EU-Kommission-droht-Strafen-Berliner-Luft-an.html

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godelboy 15.08.2017, 19:45
132. Ein Trauerspiel

Da hat Angela Merkel also den „klaren Schnitt gescheut“ – warum wohl? Weil sie klar denken kann und sich nicht von Voreingenommenheit leiten lässt. Und jetzt kommt´s: „Klar ist: Deutschland braucht ein Ende des Verbrennungsmotors“. Ein solcher Satz ist eine journalistische Bankrotterklärung. Wo ist der Nachweis, wo sind tragfähige Argumente? Wollen Sie sich mit ihrer Auto-Bild- und Spiegel-Karriere allen Ernstes anmaßen, das (be)urteilen zu können? Wie CO2-neutrale Mobilität realisiert wird, ist vollkommen schnuppe, dass flüssige Energieträger in der Effizienz haushoch überlegen sind, ist es allerdings nicht. Ich würde hier gerne Argumente von Menschen hören, die einigermaßen die technischen Zusammenhänge begreifen – selbst bei der der verzeihenden Gattung des Kommentars ist das hilfreich, um die Glaubwürdigkeit zu wahren. In aller Deutlichkeit: Sie begreifen offenkundig die technischen Zusammenhänge nicht, Sie haben keine Sachargumente, Sie machen sich stattdessen zum Büttel von Ideologen, aus welchem Grund auch immer.

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Stefan_G 15.08.2017, 19:46
133. zu #114

Zitat von RioTokio
Frau Merkel hat die Risiken der Kernenergie doch richtig eingeschätzt. Kurz nach Fukuhima wurde ihr endlich klar, dass Flutwellen ein großes Risiko sind für unser AKWs. Eine Ethikkomission, vor allem besetzt mit kompetenten Kirchenleuten, hat ihr dann ins Gewissen geredet und sie zur Abschaltung ermuntert. Dumm nur, dass alle anderen munter ihre Kernkraftwerke weiter betreiben. Derzeit sind dazu noch rd. 400 neue in Planung. Unser Gewissen muss das nicht mehr belasten. Die Planung kommt nun aus China.
Im Grunde genommen war es nur sekundär, dass die Kühlwasserpumpen in Fukushima wegen Überflutung ausgefallen sind, es hätte jeder andere Grund auch sein können.
Primär wichtig war, dass nach Tschernobyl 1986 drei weitere Reaktordruckbehälter explodiert sind, etwas, was nach Aussage der deutschen AKW-Betreiber nie nie nie passieren kann.

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Stefan_G 15.08.2017, 19:50
134. zu #112

Zitat von andrehe
Es ist seit langer Zeit bekannt, dass Stickoxide die Atemwege schädigen. Salpetersäure macht sich ganz schlecht in der Lunge. Niemand kann sich da herausreden. Ob es 100, 1000 oder 100 000 Menschen pro Jahr sind, ist egal, jeder einzelne ist einer zuviel. Es geht um Mord in vielen Fällen.
Es ist kein Mord, weil die im StGB zwingend nötigen Mordmerkmale fehlen. Es ist millionenfache Körperverletzung, vielfach verbunden mit Todesfolge.

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andrehe 15.08.2017, 19:54
135. bei Toyota ist man weiter...

Zitat von wallaceby
...haben denn bitteschön "E-Autos und Mobilitätskonzepte"? Was sie hier so verurteilen, ist doch der allgemeine Stand in der Autoindustrie weltweit! Ja klar, chinesische Billigsthersteller, die bei uns keinen Fuß in den Markt reinbringen würden, weil ihre schrottigen Kisten völlig unzureichend für unsere Verhältnisse konstruiert sind, müssen aufgrund einer rigiden chinesischen Autopolitik in großem Stil auf Elektro umsatteln, um einen vorher nie zu kompensierenden Rückstand auf die restliche Autowelt in einen Gleichstand oder sogar Vorsprung umzuwandeln. Und vor Allem um ihre skandalös luftverpesteten Städte für Menschen wieder halbwegs erträglich zu machen! Sie treten damit ja nur die Flucht vorwärts an. Vom Staat dazu gedrängt! Aber unsere Konzerne sollen ja auch noch Gewinne produzieren und weiterhin Millionen Arbeitsplätze sichern helfen. Das geht aber mit dem Umstieg auf Elektroautos in großem Stil in Rekordzeit nicht, lieber Spiegel! en kann!
Die Konzerne bestehen aus Menschen, die ein Gehirn zum Nachdenken haben. Jeder weiß, dass es mit der Verbrennung von Erdöl so nicht weitergehen kann. Wer den Kopf in den Sand steckt und nicht aktiv wird, verschwindet womöglich von der Bildfläche. Dann wird es neue Automobil-Konzerne geben, die es besser machen und nachhaltig Arbeitsplätze schaffen - auch bei uns. In China gibt es in den Ballungsräumen ganz dicke Luft. Die Politik muss reagieren, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Das hätte sie auch vorher absehen können, aber nun ist es offensichtlich und klar, ohne Zweifel. Der Staat muss drängen, denn die Automobilindustrie handelt nicht. Irgendwer muss das Problem lösen, und zwar schnell. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben - kennen Sie sicher. Ich traue der Automobil-Industrie zu, dass sie kalkulieren kann. Auch die Emissionen der ganzen Flotte über die Zeit. Wenn sie verstärkt SUVs bewirbt, dann kann es bei der Gesamt-Emission keinen Fortschritt geben. Das war jedem Manager klar, aber es war ihm scheißegal. Solche skrupellosen Verbrecher verteidigen Sie? Pfui Teufel!

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Europa! 15.08.2017, 19:55
136. Eine sinnlose, ideologiegeprägte Debatte

Ausgerechnet bei der Mobilität vom Verbrennungsmotor wegzugehen ist Quatsch, solange andere Techniken (speziell die sogenannte "Elektromobilität") völlig unausgereift sind. Warum bekämpft man nicht erst mal die Abgase von Kohlekraftwerken, die man ohne weiteres durch erneuerbare Energien ersetzen kann? Warum prüft man nicht abgasarme Kraftstoffe wie Erdgas etc.? Warum stoppt man nicht die sinnlosen Monstermotoren der großen Limousinen, der SUVs und der Sportwagen? Warum beschließt man kein Tempolimit (mit dem alle schneller vorankommen)? Warum schafft man die Pendlerpauschale und die "Dienstwagen"-Abschreibung nicht ab? Warum unterwirft man die Schiffahrt nicht strengeren Abgasnormen? Viele Motorboote stinken unglaublich. Es gäbe Dutzende von zweckmäßigen Maßnahmen, um den Ausstoß schädlicher Gase stark zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern, warum fängt man ausgerechnet beim technisch schwierigsten Thema an?

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dirk1962 15.08.2017, 20:00
137. Merkels Meinung ist nicht wichtig

Weil Erstens ist sie eh als Klima Kanzlerin gescheitert, weil Deutschland alle Ziele zur Edition von CO2 krachend verfehlt, Zweitens wird der Markt das viel schneller regeln, als die Politik auch nur Denken kann. Soll sie doch erzählen was sie will.

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kleverle 15.08.2017, 20:00
138. Ende des Verbrennungsmotors - ha, ha

Wenn man das hier so liest, könnte man glauben es gibt irgendwo einen Schalter an dem der Verbrennungsmotor aus- und der Elektromotor angeknipst werden könnte. Ich selbst besitze seit ca. 2 Jahren einen Elektro-Smart mit dem ich seither ca. 20.000 km gefahren bin, weit mehr als ich zunächst annahm. Ich bin zwar von dem Fahrzeug begeistert (für den Kurzstreckenbetrieb) aber fast alles was ich in den Medien gelesen habe, vor dem Kauf und auch heute noch, ist eigentlich völliger Unsinn/ Quatsch. Angefangen an den anscheinend fehlenden Ladesäulen, an denen, wenn Sie dann mal vorhanden sein werden niemand tanken will, weil das momentan viel zu lange dauert. Ich selbst habe in den 20.000 KM die ich zurückgelegt habe, noch nie eine andere als meine eignen Ladesäule gesehen. Es gibt und wird auch zukünftig geben Nutzungsprofile bei denen eine E-Fahrzeug sinnvoll ist und es wird Nutzungsprofile geben in denen eine E-Fahrzeug ungeeignet ist. Das wird auch auf sehr lange Zeit so bleiben. Was die Grünen sich z. B. anscheinend vorstellen ist m.E. völlig Irre und einfach auch nicht zu Ende gedacht. Ein Grüner, der Umweltminister (und neuerdings auch vorübergehend Autotester) Remmel aus NRW wollte es offenbar genau wissen, hat auf Steuerzahlerkosten einen 110.000 € teuren Tesla als Dienstwagen gekauft, den er zwischenzeitlich in die Ecke gestellt hat, weil er nicht alltagstauglich sei. Er fährt jetzt einen Mercedes. Was genau mit dem teuren Spielzeug passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Mich würde mal interessieren, wo die viele Mineralölsteuer herkommen soll, wenn kein Mineralöl, nach dem Umlegen des Schalters, mehr gebraucht wird. Ausserdem, wo soll denn der viele Strom auf einmal herkommen, wenn plötzlich alles elektrisch fährt, nachdem der Schalter von heute auf morgen umgelegt ist, wie von den Grünen geplant. Das geht alles nicht von heute auf morgen, Grüne sind anscheinend einfach Träumer. Ausserdem war die Umweltverschmutzung vor 20, 30, 40 und mehr Jahren viel höher als heute, das sollte auch mal bedacht werden. Die Medien sollten allesamt zuerst mal richtig nachdenken bevor sie einen solchen Mist verzapfen, wie sie das heute zu Thema Diesel, Benzin, Elektro tun und dadurch Verbraucher, Hersteller und viele Andere verunsichern und teilweise ins Unglück stürzen. Ich bin kein CDU Wähler, war ich noch nie, aber in diesem Punkt hat Frau Merkel RECHT, wenn sie ein wenig auf die Bremse tritt.

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Stefan_G 15.08.2017, 20:02
139. zu #124

Zitat von agtv
Zum Thema Stickoxide: bekanntlich macht die Dosis das Gift.
Genau: Und unsere Autoindustrie beschloss inihrer unendlichen Weisheit, unser aller Dosis zu erhöhen, ohne es uns zu sagen. Dafür gebührt ihr nicht nur tiefster Dank sondern auch innige Liebe.

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