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Merkel zum Ende des Verbrennungsmotors: Den klaren Schnitt gescheut
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In einem Interview überraschte Angela Merkel mit der Aussage, sie halte ein Ende des Verbrennungsmotors für richtig. Nur wann das passieren soll, bleibt unklar. Damit hat sie Niemandem einen Gefallen getan.

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isar56 15.08.2017, 16:28
10.

Zitat von sametime
Es würde schon viel bringen, wenn man die großen Autos von der Straße holt. Diese Spritschlucker namens SUV und große Limousinen. Kleine sparsame Autos wären eine gute Alternative. Dann den Güterverkehr zurück auf die Schiene bringen und Kurzstrecken mit E-LKWs bewältigen. DAS wäre mal ein Ansatz.
Plus Pleitefluglinien wie Air Berlin auch pleite gehen zu lassen. Statt dessen erhalten diese geldgeilen Bankrotteure 150 Mio Steuergelder für Ihren Pfusch und zur weiteren Luftverpestung. Wieder zig Mio Steuergelder in den Wind geschossen. Klar, da bleibt dann nicht mehr viel für Renten, Schulen, Kitas und Billiglöhner. Alle Macht der deutschen Wirtschaft und wie es aussieht läuft nach dem 24.09. der 4. Durchgang. Weiter so. Schuftet Euch für Millionäre und Milliardäre kaputt. Danach direkt ab in die Grube.

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tohali 15.08.2017, 16:30
11. Ökobilanzen

Das Heil im E-Auto zu suchen ist möglicherweise zu kurz gesprungen. Viele Ökobilanzen lassen bei der derzeitigen Energiegewinnung das E-Auto auch nur du optimal erscheinen. Wir brauchen Technologie-Offenheit und keine grünen Dogmen. E-Auto durch Kohlekraftwerke zu betreiben macht ebenso wenig Sinn wie mit dem EEG-Irrsinn die Wind- und die Solarindustrie zu subventionieren. Brennstoffzelle, Wasserstoff usw. muss gefördert werden bevor wir darüber sprechen, wann wir was abschalten. Der Wettbewerb schafft mehr Entwicklungsgeschwindigkeit als unkalkulierbare politische Vorgaben. Energiepolitik muss neben den ökonomischen und ökologischen Zielen auch die Versorgungssicherheit im Auge haben.

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enfield 15.08.2017, 16:32
12. Naja

die Aussage des Artikels halte ich generell für richtig. Nur ist es m.E. nicht Aufgabe der Kanzlerin dieses Thema zu lösen - bzw. war es bisher nicht. Ich denke, diese Aufgabe hätte zunächst (schon seit mindest. 2 Jahren) bei den Bundesressorts für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr/Infrastruktur gelegen, dass Thema jeweils aus deren Warte offensiv anzugehen. Spät aber immerhin ist bisher nur das Umweltministerium aktiv in die Debatte eingestiegen bzw. sie überhaupt angestoßen, während unser wirklich ganz schlimmer Verkehrsminister irgendwie scheint anzunehmen, er wäre Wirtschaftsminister und das Wirtschaftsministerium daher wohl annimmt, dass wenn Dobrindt sich schon um die Autoindustrie kümmert, sich erstmal wieder hinlegen zu können. Naja, und dann halt die Ministerpräsidenten der entsprechenden Bundesländer - aber die können erstmal auch nur die wirtschaftlichen Implikationen für ihre Länder versuchen zu beeinflussen. Ja, ich gestehe ein, dass das auch auf eine gewisse Führungsschwäche der Kanzlerin zurückzuführen ist. Allerdings sind ihre Möglichkeiten auch in der großen Koalition stark eingeschränkt und dann noch Dobrindt als Giftpäckchen von Seehofer ans Bein gehängt bekommen (ein anderes Ministerium wäre aber vermutlich noch schlimmer gewesen - bei Verkehr und Infrastruktur kann man in 4 Jahren nicht ganz so viel Schaden anrichten). Was bliebe ihr anderes als ein "Machtwort" zu sprechen - damit würde sie aber eben die Ministerien desavouiren. Vor der Wahl ist das heikel - kann aber sein, dass sie es trotzdem noch macht, sie fängt ja schon an ihre eigene Meinung zu streuen. Eigentlich kann erst was nach der Wahl passieren - da bin ich mir aber sicher (egal welche Regierung zustandekommt), dass zumindest Dobrindt nicht mehr mitspielt. Der kann dann ja irgendwas bei BER machen - da kann nix mehr kaputtgehen.

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zeebos 15.08.2017, 16:33
13. Mobilitätsverzicht als des Pudels Kern

Ob der Verbrennungsmotor seine Berechtigung verloren hat, ist schwer zu beurteilen.

Führt man die Diskussion allerdings ideologiefrei und ehrlich, stellt sich eher die Frage, ob wir bereit sind (oder sein müssen), Mobilitätsverzicht hinzunehmen.

Der Strom kommt NICHT aus der Steckdose. Nimmt man den heutigen (oder auch den mittelfristig erreichbaren) Energieträgermix sind die Umweltvorteile von Elektromobilität überschaubar.

Rechnet man den für die Batterieherstellung erforderlichen Energieeinsatz bzw. den mit ihm einhergehenden CO2-Ausstoss mit ein (Tesla Model S angeblich 17,5 TONNEN, das 1,75-fache des jährliche Pro-Kopf-Ausstoßes) hat sich das mit dem ruhigen E-Gewissen noch schneller erledigt.

E-Fahrzeuge sind NICHT emissionsfrei oder klimaneutral - ebensowenig wie herkömmliche Fahrzeuge.

Wenn man etwas fordern müsste, wäre es also ein Verbot individueller Mobilität (außer mit dem Fahrrad) oder Ausbau der Kernenergie als CO2-freiem Energieträger.

Alles andere liegt irgendwo zwischen selbstzerstörerischer Hexenjagd und Augenwischerei.

Aber letztere ist ja offensichtlich - Elektrofahrzeuge werden wider besseres Wissen als Zero Emission Vehicle angepriesen, obwohl sie nur den Ort der Emission verlagern - gewünscht...

Also gerne kritisieren, dann aber auch des Pudels Kern benennen...

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e.pudles 15.08.2017, 16:34
14. Das kommt mir doch bekannt vor

Da gabs doch mal den Film mit dem Murmeltier, wo sich die Geschichte immer wiederholte.So nun bei AM, da war doch mal die Sache wo sie Stein Bein auf die Atomenergie schwörte und Ruck zuck eine Kehrtwende machte. Und jetzt wiederholt sich die Geschichte eben, gestern war die Benziner und Diesel noch das A und O der Autoindustrie, und heute schon sind sie Vergangenheit. Ja auch so kann politisieren und versuchen sich beliebt zu machen. Ach gäbe es doch nur eine andere Möglichkeit bei der Wahl.

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_gimli_ 15.08.2017, 16:37
15.

Merkel ist im Gegensatz zu anderen Leuten rational genug um zu erkennen, dass man etwas Schlechteres nur durch etwas Besseres ablösen kann, wenn sich das Bessere als tragfähig erweist. Und diesen Beweis muss das E-Auto bzgl. der Ablösung von Verbrennungsmotoren halt noch erbringen.
Es streitet doch niemand ab, dass E-Autos das Potential haben, bei entsprechender Kosten/Nutzen-Relation die heute im Einsatz befindlichen Zweitwagen abzulösen. Das gilt aber nicht für die Szenarien, wo der Berliner nach Italien in den Urlaub fährt, der Bayer die Oma in Hamburg besucht, der Angler zum See in 100km Entfernung tourt, der Münchener rauf in die Berge zum Skifahren unterwegs ist etc. Vom Servicetechniker- und Liefereinsatz ganz zu schweigen.
Ich bleibe dabei: Das E-Auto löst den Verbrennungsmotor ab, wenn eine 4köpfige Familie mit einem Auto, das weniger als 30.000 € kostet, 500 km weit in Urlaub fahren und dann in 20 Minuten "auftanken" kann.

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kritik-fix 15.08.2017, 16:37
16. Irrungen und Wirrungen

Die aktuelle Äußerung der Bundeskanzlerin zum "Ende des Verbrennungsmotors" reiht sich ein in frühere Irrungen und Wirrungen. Angefangen hat alles mit dem Atomausstieg und der Energiewende. In nicht allzu ferner Zukunft die Historie über ein Richtig oder Falsch entscheiden. Dabei mehren sich die Zeichen für das Falsch, denn dem noch Wohlfahrtsstaat geht mehr und mehr seine Grundlage verloren.

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Tom20170804 15.08.2017, 16:38
17. Europäische Lösung nötig

Ein Alleingang deutscher Autofahrer wirkt nicht durchdacht: gibt es dann Fahrverbot für alle Europäer die trotzdem mit Verbrennungsmotoren auf deutschen Strassen fahren wollen? Muss ich mein Auto dann an der Grenze zu Frankreich oder der Schweiz oder irgendwo anders abstellen und per Mietauto weiterfahren? Und die Mineralölindustrie wird kaum ohne staatliche Zuschüsse ihre Tnkstellen umrüsten - wird da wieder der Steuerzahler ran müssen? Wo wird eigentlich die Energie erzeugt, mit der alternative Antriebe künftig fahren sollen? Nochmals eine Investition mit Hilfe des Steuerzahlers? Kann bitte mal jmd einen Gesamtentwurf aufzeigen statt halbherzigem Sommerlochgeschwafel?

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Hanz Gruber 15.08.2017, 16:40
18. Lustig

wie plötzlich der Diesel so schädlich ist. Ältere Dieselfahrzeuge sind gar nicht von dem aktuellen Skandal betroffen und dabei Umweltschädlicher als die neuen Modelle, selbst unter realen Bedingungen. All die Jahre hatten wir kein Problem damit das der Diesel auf der Straße fährt, aber jetzt ist das plötzlich ein Problem.
Der Verlierer ist am Ende nicht VW oder ein anderer Autobauer, sondern allein der Endkunde. Wer einen Diesel fährt, bzw. fahren muss (Verbrauch, Zuglast), steht bei einem überstürzten Fahrverbot durch die verblödete Masse, mit einem teuren Haufen Schrott dar und darf mal eben 20k - 40k Aufbringen um seinen Fahrverbot Schrotthaufen zu ersetzen. Der Verkauf wird dann nicht mal mehr einen Bruchteil der Kosten decken.
Ich bezweifel das die Kosten am Ende gedeckt werden, da bleibt dann nur eins, einfach weiter mit seinem Diesel fahren und auf Verbote schei....

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lucky.sailor 15.08.2017, 16:44
19. Merkel verbreitet nicht nur Unsicherheit ...

... sie duldet als Regierungschefin die millionenfache Täuschung von Kunden, Anlegern und Behörden durch die Bosse der Autoindustrie. Statt hier mit ihrer Richtlinienkompetenz und der ihr zur Verfügung stehenden Exekutivgewalt endlich namentlich die "mutmaßlichen" Verantwortlichen zu ermitteln und der Justiz zuzuführen, lässt sie "ihren" unfähigen Verkehrsminister weitermachen wie bisher. Statt die Konzerne für die längst zugegebenen Verstöße gegen die Zulassungsvorschriften mit den vorgesehenen Bußgeldern für jedes einzelne vom Rückruf betroffene Fahrzeug belegen zu lassen, unternimmt sie ... NICHTS!
Bis heute weiß das ihrer Regierung unterstellte KBA ja offensichtlich immer noch nicht, welche Fahrzeuge tatsächlich über einen Abschaltvorrichtung verfügen und wie man diese erkennen kann.
Diese "Regierungschefin" hat die wahre Dimension des millionenfachen Vertrauensbruchs nicht wirklich erkannt. Sie wird durch ihre UNTÄTIGKEIT am Ende der Autoindustrie mit den zigtausenden daran hängenden, gutbezahlten Arbeitsplätzen mehr schaden, als wenn sie sich an die Spitze der AUFRÄUMER stellte um der Misswirtschaft einiger weniger Spitzenmanager ein für alle Mal Einhalt zu gebieten. Meine Wählerstimme hat sie längst verwirkt.

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