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Merkel zum Ende des Verbrennungsmotors: Den klaren Schnitt gescheut
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In einem Interview überraschte Angela Merkel mit der Aussage, sie halte ein Ende des Verbrennungsmotors für richtig. Nur wann das passieren soll, bleibt unklar. Damit hat sie Niemandem einen Gefallen getan.

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Stefan_G 16.08.2017, 14:09
220. zu #218

Zitat von agtv
Allerdings kann die EU ja nicht viel laschere Grenzwerte als die Amis dulden und so kommt beim NOx Grenzwert bei Euro 6 halt absurd niedrige Werte heraus, die ein vielfaches unter dem am Arbeitsplatz zulässigem liegen. http://www.focus.de/finanzen/karriere/berufsleben/politik-ignoriert-zweifel-am-grenzwert-40-mikrogramm-dieselpanik-wegen-grenzwertluege-in-ihrem-buero-ist-20-mal-so-viel-stickstoff-erlaubt_id_7378545.html
Auch focus verbreitet hier Lügenmärchen.
Wohl ist an angemeldeten und der Gefahrstoffverordnung unterliegenden Räumen eine MAK von 950 µg/m3 erlaubt.
Das gilt aber eben nicht für Büroräume (was focus auch nur in der Schlagzeile, nicht aber im Text behauptet).
Natürlich stecken hinter der hohen MAK massive wirtschaftliche Interessen, ganze Branchen hätten keine Geschäftsgrundlage mehr, wenn es nicht diese Ausnahme gegenüber gewöhnlichen Innenräumen gäbe. Alle Betriebe, in denen geschweißt wird, müssten sich Schweißroboter oder eine separate Atemluftversorgung für ihre Mitarbeiter zulegen - für kleine Werkstätten nicht machbar.

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litholas 16.08.2017, 14:09
221.

Zitat von Andreas J.
... und die Verbrenner verbieten? Die ganzen Ausstiegsszenarien sind für die Katz, wenn die Infrastruktur nicht stimmt. Wenn wir erst einmal genug Wasserstofftankstellen haben, können sich Brennstoffzellen durchsetzen und die Teslas etc. sind hinfällig. Denn Brennstoffzellen sind die Energiequelle der Zukunft für die Automobilindustrie.
Brennstoffzellen arbeiten mit einem Wirkungsgrad von etwa 60%, und der Wasserstoff wird mit einem Wirkungsgrad von 50 bis 80% erzeugt. Ergibt zusammen einen 2- bis 3-fachen Energiebedarf gegenüber Akkumulator-E-PKW.

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Stefan_G 16.08.2017, 14:14
222.

Zitat von rennflosse
Zur Sachmängelhaftung: Der Kunde hat ein Fahrzeug gekauft und bezahlt, von dem der Hersteller behauptet hat, es würde gemäß EU-VO 715/2007 der Schadstoffeinstufung Euro 5 bzw. Euro 6 genügen. Das tut es auch. Zwar gibt es Temperaturfenster und ähnliches, aber im Prinzip genügt das Fahrzeug den Anforderungen. Wo ist denn der Sachmangel, wenn das Fahrzeug bei 10 Grad unter Null mehr Stickoxyd ausstößt?? Das ist genausowenig ein Mangel, als ein Mehrverbrauch über NEFZ bei hoher Geschwindigkeit.
Gemäß EU-VO 715/2007 sind Abschaltvorrichtungen für die Abgasreinigungsanlage illegal. Es werden auch etliche Meßgrößen (u.a. Temperatur und Fahrgeschwindigkeit) genannt, anhand deren sich die Betriebsparameter der Abgasreinigung nicht zum Zwecke der Abschaltung ändern dürfen.

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litholas 16.08.2017, 14:16
223.

Zitat von Racer77
Zeigen Sie mir bitte einmal das "emmissionsfreie Auto". Das ist auch kein hochgelobter Tesal. Denn die Herstellung des Fahrzeugs selbst ist einiges emmissionsreicher als ein Verbrenner und auch die Herstellung des Stroms ist nicht emissionsfrei, da man den jeweiligen Strommix des Landes zu Grunde legen muss. ...
Es gibt aber kein Gesetz, auch kein Naturgesetz, dass zum Laden oder der Produktion von E-PKW Kohlestrom oder Kernkraft vorschreibt.

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litholas 16.08.2017, 14:21
224.

Zitat von rennflosse
Sie drehen sich im Kreis. Es sind eben KEINE realen Opfer, sondern fiktive. Das ist nicht mehr diskutabel. Bei realen Opfern könnten Sie den Zusammenhang zwischen Tod oder wenigstens Erkrankung und Dieselabgasen zweifelsfrei belegen. Das kann keiner. Und es gibt auch keine wissenschaftliche Studie, die das kann. Das sind rechnerische Taschenspielertricks, die einen Wissenschaftler vor Scham zum Erröten bringen müßten. ...
Ganz und gar nicht. NOX bildet in der Lunge Salpetersäure, und die ist extrem schädlich. Die schädigt die Lunge in jedem Fall, selbst wenn man nicht daran stirbt so wird die Lebensqualität beeinträchtigt.

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litholas 16.08.2017, 14:22
225.

Zitat von rennflosse
... Wo ist denn der Sachmangel, wenn das Fahrzeug bei 10 Grad unter Null mehr Stickoxyd ausstößt?? Das ist genausowenig ein Mangel, als ein Mehrverbrauch über NEFZ bei hoher Geschwindigkeit.
Im Moment wird die Abgasreinigung unter 10 Grad PLUS abgestellt.

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Stefan_G 16.08.2017, 14:25
226. zu #222

Zitat von Racer77
Ich würde den Akkutausch nicht mit dem Tausch des Motors verbinden. Der Akku ist der Tank und nicht der Motor... Und einen Tank wechseln dauer nicht so extrem lange und die Entsorgung gestaltet sich auch einiges einfacher...
Na dann ist es ja gut, wenn das kritischste Bauteil bei einem Verbrenner-Auto der Tank ist. Der ist schnell gewechselt und kostet vergleichsweise wenig.

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rgsf 16.08.2017, 14:40
227. Kommentar Nr. 300

Oder so...

Warum so Wenige, die Autorin leider nicht eingeschlossen, Technologie und Paradigmenwechsel verstehen kapiere ich nicht. NUR wenn eine neue Technologie der alten haushoch überlegen ist, wird sie letztere in einer Marktwirtschaft, langfristig zu 100% ersetzen. Das Elektroauto ist als Stadtfahrzeug/Pendler dem Verbrenner ziemlich überlegen, als Langstreckenfahrzeug jedoch nicht. Also ist ein Nebeneinander, eine Marktteilung zu erwarten und von einem planwirtschaftlichen Verbot des Verbrenners abzuraten. Eine langsame Umstellung mit gerechterer Steuerpolitik (keine Dieselförderung mehr!), oder auch lokale Fahrverbote zum Schutz der Bürger erscheinen jedoch sinnvoll. Viele dt. Politiker treffen zu viele Panikentscheidungen bzw. wollen das Volk erziehen. Beides ist dumm und erklärt auch Frau Merkels Popularität. Sie tut weder das Eine noch das Andere.

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gerd0210 16.08.2017, 14:45
228.

Zitat von burlei
... lieber "Mein-Wagen-macht-250"-Protzer, lieber "E-Autos-sind-sch****e"-Wisser, wählt Merkel. Merkel ist die Garantin dafür, dass ihr alle auch nach 2050 noch mit 250 über die BAB brettern könnt, weiterhin viel zu große auf Leistung getrimmte Motore in immer größeren und sinnloseren Kisten ordern und E-Autos höchtens im Kuriositätenkabinett belächeln könnt. Merkel hat ja deutlich das Verbot des Verbrennungsmotors als "richtiger Ansatz" bezeichnet. Mit anderen Worten, das Verbot wird nie kommen, der "richtige Ansatz" dient zum Wildern in den Jagdgründen anderer Parteien. Merkel und was entscheiden? Sie doch nicht. Dabei wäre es dringend notwendig, die verstaubte deutsche Automobilindustrie mal mit einem kräftigen Schock aufzurütteln. Jahr für Jahrt Milliarden scheffeln und auf der faulen Haut liegen funktioniert nur eine kurze Zeit. Aber die haben schon viel zu lange gepennt, andere Firmen sind längst weiter. Und das nicht nur in der Entwicklung des E-Autos, auch des Brennstoffzellen-Fahrzeuges, von Hybrid-Fahrzeugen ganz zu schweigen. Die Automobilindustrie in Deutschland hat es verpennt und den letzten beißen die Hunde.
Warum haben Sie diese spezielle Angst, denn zu fürchten gibt es real wirklich nichts. Ist es die Angst, mal nicht erster zu sein? Und was heißt schon erster, erster von was?

Tesla baut Autos, die in der ganzen Welt verkauft werden müssen, weil der US Markt alleine zu klein ist.

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agtv 16.08.2017, 14:53
229. Quelle?

Zitat von Stefan_G
Auch focus verbreitet hier Lügenmärchen. Wohl ist an angemeldeten und der Gefahrstoffverordnung unterliegenden Räumen eine MAK von 950 µg/m3 erlaubt. Das gilt aber eben nicht für Büroräume (was focus auch nur in der Schlagzeile, nicht aber im Text behauptet). Natürlich stecken hinter der hohen MAK massive wirtschaftliche Interessen, ganze Branchen hätten keine Geschäftsgrundlage mehr, wenn es nicht diese Ausnahme gegenüber gewöhnlichen Innenräumen gäbe. Alle Betriebe, in denen geschweißt wird, müssten sich Schweißroboter oder eine separate Atemluftversorgung für ihre Mitarbeiter zulegen - für kleine Werkstätten nicht machbar.
vielen Dank, wie hoch ist denn der Grenzwert in Büroräumen und wo steht das?

Und zu den Grenzwerten: das sind EU-Verordnungen. Beim europäischen Gesetzgebungsverfahren ist jede Menge Raum für Aktionismus, Überreaktionen und Lobbyismus. Haben Sie noch eine andere Studie zum Thema NOx, außer der genannten (die zumindest die Bundesregierung als unzureichend ansieht?)? Oder kann man davon ausgehen, dass die Grenzwerte ohne wissenschaftlichen Unterbau erlassen wurden, damit mal etwas gemacht wurde? Passiert ja öfters, Fahrverbote für alte Diesel in Stuttgart würden weniger gegen Feinstaub helfen als regelmäßige Straßenreinigung, aber das ist eben nicht so schick, da kann man weniger zeigen, dass man es ernst meint, mit dem Umweltschutz. Evtl. wäre es schon gut gewesen keine Baugenehmigungen in der Frischluftschneise auszustellen, aber wenn die Grundstücke doch so schön teuer verkauft werden können....

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