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Mikromobilität: E-Tretroller werden bald erlaubt
DPA

Viele kleinere E-Tretroller flitzen bereits durch deutsche Städte - bisher allerdings illegal. Das soll sich dank einer neuen Verordnung ändern. Die ist aber leider typisch deutsch geraten.

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karl-felix 27.10.2018, 17:57
100. Vernünftig

Zitat von Flari
Was haben Sie gegen Blinker? Bei den schmalen und kleinen Rädern, dem geringen Achsstand und dem oft nur sehr schmalen Lenkern ist es in vielen Situationen äusserst gefährlich, eine Hand vom Lenker zu nehmen. Wie würden Sie ein Rechtsabbiegen anzeigen, wenn die rechte Hand den Gasgriff halten muss? Und was haben Sie gegen die 20km/h-Beschränkung im öffentlichen Verkehr bei diesen "fragilen Fahrzeugchen"? Für Leute, die schneller öffentlich (elektrisch) fahren wollen, gibt es jede Menge andere Fahrzeugtypen zu kaufen. Wer allerdings risikoreich/akrobatisch mit motorisierten Kleinstgeräten einem riskanten Sport oder Hobby nachgehen möchte, muss eben auf Privatgelände ausweichen.
Vernünftig .
Erinnern Sie sich an den Unfall in Holland mit dem E-Stint?
20 km/h sind eine Menge Holz . Kaum einer dieser "Spaßvögel"
schafft die auch nur eine halbe Stunde lang aus eigener Kraft, kaum einer fängt sich aus eigener Kraft bei 6 km/h frontal noch ab .
Da herrscht in den Gesichtern oft das blanke Entsetzen über die Wucht des Aufpralls. Da hört dann der Spaß sehr schnell auf.

Solange Kinder und Autos auf den Strassen sind, ist dort nur begrenzt Raum für " Spaß " . .

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CHANGE-WECHSEL 27.10.2018, 18:26
101. Ich sage NEIN !

Das braucht kein Mensch. Auf der einen Seite wird gegen Fettleibigkeit gekämpft, auf der anderen Seite wird mit solchen Rollern die Fettleibigkeit gefördert. Zum Wohle der Hersteller dieser Roller. Keine Klingel, kein Licht. Jetzt herrscht schon Anarchie auf den Straßen, Radwegen und Gehwegen in den Städten. Diese Streetanarchie wird mit diesen Rollern noch verstärkt. Welche PolitikerInnen hängen da an der Lobbyspritze?

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mcpoel 27.10.2018, 19:29
102. Gute Begründung, typisch deutsches Muster

Zitat von temp1
Ist das eine merkwürdige Begründung - anstatt einer sachlichen Diskussion, welche Regelung hier kritisiert wird. Sie werden halt zugelassen und behandelt wie die SEGY's ... wo ist das Problem?
Das Muster ist doch altbekannt, daher in der Tat typisch deutsch: versuchen Sie mal eine sinnvolle Veränderung an einem KFZ zuzulassen, wenn Sie die selbst entwickelt haben. Die Kosten übersteigen oft alles Andere und nur Großauflagen lohnen sich- also Großhersteller. Das setzt sich auf EU Ebene unter deutschem Einfluß fort.
Im Handwerk gibt es den Meisterzwang, der unter dem Vorwand der Ausbildungsleistung und Sicherheit Vielen (v.a. Arbeitslosen) den Zugang zur Selbstständigkeit erschwert- es sei denn, man hat Zeit und...Geld.
Jetzt sehen wir, daß Machbares, Sinnvolles wieder an Überregulierung scheitert und sicher auch Kleinentwickler durch eine Gutachtenflut „herausgepreist“ werden.
Es ist leider typisch deutsch... Aber Viele hacken lieber auf Themen wie Zuwanderung und Ausländer rum, statt diese Muster anzuprangern.
SPON sollte solche Muster deutlicher und öfter bloßstellen.
Dieser Artikel ist ein guter Anfang.

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Flari 27.10.2018, 20:00
103.

Zitat von karl-felix
Vernünftig . Erinnern Sie sich an den Unfall in Holland mit dem E-Stint? 20 km/h sind eine Menge Holz . Kaum einer dieser "Spaßvögel" schafft die auch nur eine halbe Stunde lang aus eigener Kraft, kaum einer fängt sich aus eigener Kraft bei 6 km/h frontal noch ab . Da herrscht in den Gesichtern oft das blanke Entsetzen über die Wucht des Aufpralls. Da hört dann der Spaß sehr schnell auf. Solange Kinder und Autos auf den Strassen sind, ist dort nur begrenzt Raum für " Spaß " . .
Prima, wenn wir bei einem Thema tatsächlich mal einer Meinung sind, bzw. ich Ihre Zustimmung mal als ehrlich ansehen kann.

Den Unfall mit dem Stint mag ich nicht beurteilen, da mir dazu bisher zuwenig bekannt ist, wie dieser tatsächlich zustande gekommen ist, bzw. was Auslöser war und damit verantwortlich.
Noch immer sind möglich: Mangelhafte Konstruktion, fehlende Wartung, einfach menschliches (Augenblicks-) Versagen uvm.
Es MUSS also nicht unbedingt etwas mit DIESEM Fahrzeug und seiner Verwendung zu tun haben.

Tatsache ist auf jeden Fall, dass es durch billige Fertiggeräte und Komponenten plus Internet immer mehr Menschen ermöglicht wird, für sich und andere gefährliche Gegenstände zu erwerben/verwenden, die körperlich und/oder geistig/ausbildungsmässig dafür nicht geeignet sind.
Gleichzeitig ist das Gefühl für Eigenverantwortlichkeit und Respekt vor anderen zurückgegangen, auch gegenüber der Obrigkeit.
Einmal gewährte Freiheiten werden immer rücksichtsloser ausgenutzt.
Leidtragende durch immer schärfere Regularien sind dadurch alle, die sich z.B. rücksichtsvoll in Grauzonen oder sogar Verbotszonen beweg(t)en, zu denen ich auch mich zähle.
Nur klage ich dafür nicht die Obrigkeit an (sondern verstehe sie total), sondern eben diejenigen, die meinen alles zu dürfen, was möglich ist.

Der Staat oder seine Vertreter lassen auch heute noch viele Dinge "durchgehen", bei denen sie nach Gesetzeslage einschreiten und teure Massnahmen ergreifen könnten.
Diverse persönliche Erfahrungen und Schilderungen in diesem Strang belegen das.
Auch der Artikelinhalt mit lediglich ~60 beschlagnahmten illegalen Kleinstfahrzeugen in Berlin in diesem Jahr, obwohl dort täglich abertausende rumfahren.
Nur gerade die Unverbesserlichen, Unbelehrbaren und Rücksichtslosensten lassen sich schwer erwischen.
Mit ein Grund, weswegen ich die Kennzeichenpflicht auch für Fahrräder befürworte.

Bei mir in der (Nachbar-) Grossstadt gibt es drei grosse Fussgängerzonen, früher mal alle für Fahrradfahrer erlaubt, aber mit "Langsamfahrtgebot".
Heute existiert noch eine mit dieser Erlaubnis und es wird auch dort über ein Verbot diskutiert.
Ausgelöst von denen, die sich keinen Regularien und einem ordentlichen MITeinander mit gegenseitiger Rücksichtsnahme unterordnen wollen.

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neurobi 27.10.2018, 23:15
104. @Flari und karl-felix

Also ich bin dafür, dass laufen (über 6km/h) verboten wird. Wer joggen will sollte erstmal eine Lauferlaubnis machen müssen, beim joggen eine Jacke tragen müssen, auf der vorn wie hinten ein Versicherungskennzeichen gut lesbar aufgedruckt ist. Selbstverständlich muss jeder der laufen will auch einen Helm tragen, denn es kann extrem gefährlich aus vollen Lauf ungebremst gegen eine Wand zu laufen.
Alternativ kann, wer laufen will, auf einem Sportplatz seinem Hobby nachgehen, da gefährdet er keine unbeteiligten.

Satire aus.
Von Fahrzeugen, die weniger als 20 km/h fahren können und weniger als 20kg schwer sind, geht keine große Gefahr aus. Was jetzt angedacht ist, ist absolut unverhältnismässig.
Das diiese Roller Licht und Bremsen haben sollten, okay, Blinker schon nein. Das diese erst ab einem bestimmten Alter gefahren werden dürfen auch okay (ein 15jähriger fährt locker 20km mit 15-20km/h). Aber Kennszeichnungs- und Versicherungspflicht? Führereschein?
Von welchem Planeten kommt jemand, der sich sowas ausdenkt?
Eine Einteilung in drei Klassen wäre Sinnvoll gewesen.
Bis 6 km/h ohne jede Einschränkung (wie heute).
Bis 12,5 km/h ab 6 Jahren und keine weiteren Einschränkungen.
Bis 20/25 und bis 20kg Gewicht ab 12 Jahre, funktionsfähiges Licht und Bremsen. Möglichst auf Radweg. Wenn nicht vorhanden, Fußweg. Auch in Fußgängerzone.

Solche Roller mit 15-20km Reichweite sind heute schon für 400-500 Euro zu kaufen, haben Licht, Bremse und recht breite, nicht zu kleine Reifen. Absolut sicher. 30km Reichweite gibt es für ein paar Hundert Euro mehr.

Ich habe mich schon gefreut mir so ein Teil zuzulegen und 80-100 mal im Jahr damit meine Autofahrt zum nächsten Bahnhof zu ersetzen.

So aber wird das nichts. Also weiter, auch bei schönstem Wetter mit dem Auto. Und ich denke viele, die so einen Roller gekaufte hätten, werden es jetzt nicht tun.

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karl-felix 28.10.2018, 00:15
105. Na,ja

Zitat von CHANGE-WECHSEL
Das braucht kein Mensch. Auf der einen Seite wird gegen Fettleibigkeit gekämpft, auf der anderen Seite wird mit solchen Rollern die Fettleibigkeit gefördert. Zum Wohle der Hersteller dieser Roller. Keine Klingel, kein Licht. Jetzt herrscht schon Anarchie auf den Straßen, Radwegen und Gehwegen in den Städten. Diese Streetanarchie wird mit diesen Rollern noch verstärkt. Welche PolitikerInnen hängen da an der Lobbyspritze?
egal wie Sie sich anstrengen , Sie werden mit diesen Rollern nie soviele Menschen umbringen können wie mit einem einzigen Auto .
Terroristen wissen das.
Letzte Woche nach dem Aufwachen : 320 km Stau , wir melden nur ab 10 km Lände.
Das wird Ihnen mit einem Tretroller nie gelingen .

Egal wie Sie es drehen und wenden , die Folgen der von Ihnen festgestellten Anarchie können Tretroller nicht vergrössern .
Entscheidend ist die Alternative. Der fettleibige Autofahrer wird durch Roller fahren nicht fetter. Der nimmt nur weniger Platz weg .
Im Prinzip ist jedes einspurige Fahrzeug ohne Erdöl basierten Verbrennungsmotor ein Fortschritt gegenüber Diesel oder Benzinern .
Es bringt Ihnen Lebenszeit und Qualität zurück, die das Auto Ihnen nimmt .
Kontraproduktiv ist der Ersatz des nicht motorisierten Verkehrs durch E-motoren egal in welchem Gefährt .

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karl-felix 28.10.2018, 00:27
106. Ich

Zitat von Flari
Prima, wenn wir bei einem Thema tatsächlich mal einer Meinung sind, bzw. ich Ihre Zustimmung mal als ehrlich ansehen kann. Den Unfall mit dem Stint mag ich nicht beurteilen, da mir dazu bisher zuwenig bekannt ist, wie dieser tatsächlich zustande gekommen ist, bzw. was Auslöser war und damit verantwortlich. Noch immer sind möglich: Mangelhafte Konstruktion, fehlende Wartung, einfach menschliches (Augenblicks-) Versagen uvm. Es MUSS also nicht unbedingt etwas mit DIESEM Fahrzeug und seiner Verwendung zu tun haben. Tatsache ist auf jeden Fall, dass es durch billige Fertiggeräte und Komponenten plus Internet immer mehr Menschen ermöglicht wird, für sich und andere gefährliche Gegenstände zu erwerben/verwenden, die körperlich und/oder geistig/ausbildungsmässig dafür nicht geeignet sind. Gleichzeitig ist das Gefühl für Eigenverantwortlichkeit und Respekt vor anderen zurückgegangen, auch gegenüber der Obrigkeit. Einmal gewährte Freiheiten werden immer rücksichtsloser ausgenutzt. Leidtragende durch immer schärfere Regularien sind dadurch alle, die sich z.B. rücksichtsvoll in Grauzonen oder sogar Verbotszonen beweg(t)en, zu denen ich auch mich zähle. Nur klage ich dafür nicht die Obrigkeit an (sondern verstehe sie total), sondern eben diejenigen, die meinen alles zu dürfen, was möglich ist. Der Staat oder seine Vertreter lassen auch heute noch viele Dinge "durchgehen", bei denen sie nach Gesetzeslage einschreiten und teure Massnahmen ergreifen könnten. Diverse persönliche Erfahrungen und Schilderungen in diesem Strang belegen das. Auch der Artikelinhalt mit lediglich ~60 beschlagnahmten illegalen Kleinstfahrzeugen in Berlin in diesem Jahr, obwohl dort täglich abertausende rumfahren. Nur gerade die Unverbesserlichen, Unbelehrbaren und Rücksichtslosensten lassen sich schwer erwischen. Mit ein Grund, weswegen ich die Kennzeichenpflicht auch für Fahrräder befürworte. Bei mir in der (Nachbar-) Grossstadt gibt es drei grosse Fussgängerzonen, früher mal alle für Fahrradfahrer erlaubt, aber mit "Langsamfahrtgebot". Heute existiert noch eine mit dieser Erlaubnis und es wird auch dort über ein Verbot diskutiert. Ausgelöst von denen, die sich keinen Regularien und einem ordentlichen MITeinander mit gegenseitiger Rücksichtsnahme unterordnen wollen.
las neulich an einer Fußgängerzone eine nettes, treffendes Ge/Verbotsschild :
"Radfahrer absitzen !
Fahren für Rowdys und Rücksichtslose verboten,
Vernünftige schieben "

.

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hohnspiegel 28.10.2018, 00:43
107.

Zitat von dummzeuch
Na toll, weitere motorisierte Fahrzeuge auf dem Radweg. Wo soll man denn dann als Radfahrer fahren?
na da wo die meisten von ihnen unterwegs sind, auf dem Fussweg

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hohnspiegel 28.10.2018, 00:48
108.

Zitat von kraus_adam
Täglich 2km zur Ubahn und zurück sind auf die 5-Tage-Arbeitswoche gesehen 20km(!!) unnötiges Gelatsche. Das sind locker drei Stunden vertane Lebenszeit.
Völlig richtig, die könnte man dann besser in der Muckibude aufm Laufband verbringen

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hohnspiegel 28.10.2018, 00:51
109.

Zitat von kraus_adam
Die Schweiz ist das PERFEKTE Beispiel dafür. In der Schweiz herrschen die rigorosesten Geschwindigkeitsbegrenzungen, es wurde sogar mit Nummernschildern für Fahrräder experimentiert, Gesetze werden rigoros durchgesetzt. Aber bei Monowheels, Hoverboards und anderen innovativen Transportmitteln werden fünfe gerade gelassen. In Zürich, Winterthur, Biel und Bern (das sind die Schweizer Großstädte die ich zuletzt besucht habe) gehören kleine Elektrotransportmittel wie selbstverständlich zum Straßenbild. NIEMAND stört sich daran.
Solange nichts passiert, wenn dann aber ein Unfall durch so ein Gefährt verursacht wird stellt sich die Frage wer den Schaden denn trägt wenn es keine Haftpflicht dafür gibt.

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