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Mikromobilität: E-Tretroller werden bald erlaubt
DPA

Viele kleinere E-Tretroller flitzen bereits durch deutsche Städte - bisher allerdings illegal. Das soll sich dank einer neuen Verordnung ändern. Die ist aber leider typisch deutsch geraten.

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Klimagas 30.10.2018, 05:00
140. Es sind ja auch

Zitat von tempus fugit
..ohne Bremsen.... geredet? Es geht um Nummernschilder, um Führerschein, um Versicherung. Und was für ein Fahrrad nicht gilt, sollte für so ein noch simpleres Kleingerät auch nicht gelten. Das war/ist der Diskussionspunkt!
keine Fahrräder, sondern motorisierte Fahrzeuge, die ohne Beteiligung der Muskelkraft des Fahrers weiterfahren, wenn dieser nicht "das Gas" wegnimmt. Auch für Fahrräder, die über einen "Gasgriff" gesteuert werden ohne dass man treten muss oder für Rollstühle mit E-Antrieb, die schneller als 6 km/h fahren können braucht man ein Mindestalter, einen Führerschein und ein Versicherungskennzeichen, also eine Haftpflichtversicherung.
Der "Bürokatismus" ist nur zu begrüßen, verhindern die Vorschriften ja auch, dass jemand ungestraft durch die Fußgängerzonen fährt und Fußgänger in Gefahr bringt. Da muss man keine Verschwörung herbeireden, wie Sie es getan haben.

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marc_burger 30.10.2018, 10:32
141. Regulierung ist notwendig - aber mit Maß!

Grundsätzlich können Fahrzeuge wie z. B. die tragbaren elektrisch betriebenen Stehroller eine interessante Ergänzung zum Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs darstellen. Der tragische Fall des verunglückten STINT Kindertransporters (Zulassungsfrei, Führerscheinfrei, Vesicherungsfrei) in den Niederlanden zeigt aber: völlige Gesetzlosigkeit Bereich der neuen Elektromobilität funktioniert nicht. Einheitliche verbindliche Regelungen zum Betrieb dieser Kraftfahrzeuge sind aber daher nicht nur aus Gründen der Verkehrssicherheit, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Förderung der Elektromobilität und der Nutzung innovativer Mobilitätskonzepte erforderlich. Stehend gefahrene oder selbstbalancierende Fahrzeuge sind grundsätzlich vom Anwendungsbereich der ab Januar 2016 geltenden Verordnung (EU) 168/2013-18 ausgenommen. Es dürfen daher nationale Re-
gelungen zum Betrieb dieser Fahrzeuge getroffen werden. Am Beispiel des SEGWYAs kann man sehen: dieses Fahrzeug ist zulassungfrei, muss jedoch versichert werden. Es darf im Rahmen der Mobilitäts-Verordnung (MobVH) auch im öffentlichen Personennahverkehr mitgenommen werden. Der Redakteur hat also schlecht recherchiert oder zeichnet bewusst ein negatives Bild einer notwendigen gesetzlichen Regulierung der Kleinst-Elektromobilität. Ich möchte ein weiteres Beispiel anführen, dem das Fehlen jeglcher Bestimmungen zum Verhängnis wurde: die Mofa und Mopeds bildeten einmal einen prosperierenden Wirtschaftszweig. Laxe Gesetze ließen den Markt überborden - worauf hin der Gesetzgeber dann diese Fahrzeugkategorie überregulierte. Ein ganzer Markt starb damit aus - darunter auch Namen wie Zündapp, Horex, Kreidler, Hercules, etc. Das ist vermeidbar, wenn von Anfang an die Spielregeln klar sind. Denkbar ist, dass man eine Zwansversicherungspflicht für Kleinst-Elektromobilität einführt. Eine Zulassungfreiheit in Sinne der Mobilitätsverordnung ist sinnvoll. Und die Beleuchtungsregelung darf sich gerne ein Beispiel an den Gesetzen für Fahräder nehmen, wonach eine Lichtanlage mehr zwingend vorgeschrieben ist. Mit solch einer Regelung würgt man den Markt nicht ab - vermeidet aber "Wild-West".

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