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Mikromobilität: E-Tretroller werden bald erlaubt
DPA

Viele kleinere E-Tretroller flitzen bereits durch deutsche Städte - bisher allerdings illegal. Das soll sich dank einer neuen Verordnung ändern. Die ist aber leider typisch deutsch geraten.

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moev 26.10.2018, 19:48
80.

Zitat von biglewbowski
So wird effektiv das Vorantreiben der Elektromobilität verhindert. Ich schraube sicher keinen Blinker und einen Rückspiegel an meinen Xiaomi - Roller. Und noch weniger ein Kennzeichen. Einen Mittelfinger für den neuen deutschen Oberunsinn.
Solange Sie den nur auf ihren Umzäunten Privatgrundstück fahren auch kein Problem. Ansonsten sind die Xiaomi-Roller (und die der anderen Hersteller) derzeit in Deutschland im öffentlichen Raum verboten.

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neurobi 26.10.2018, 20:50
81.

Ich hatte mir schon 500 Euro zurückgelegt. Vergebens.
Mit diesen Regeln keine Option. Warum muss man es so unattraktiv machen? Von jedem 24er Kinderrad geht eine größere Gefahr aus. Jeder 10jährige schafft damit 20 auf dem Fußweg.

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nikoniac 26.10.2018, 21:37
82. @farm123

Ich kann wirklich nur den Kopf schütteln über Ihren Beitrag. Wie kann man nur so blind durch die Gegend laufen. Die Städte platzen fast vor lauter Autos, aber wenn mal ein paar Fahrräder oder Roller irgendwo blöd abgestellt werden, wird groß darüber berichtet. Von "Schwemme" und "Flut" ist dann die Rede. Das sind rein Lobby-gesteuerte Beiträge, auch die auf youtube. Der Verkehr ist in den Städten an die Grenze der erträglichen gekommen, das gesamte Stadtbild wird ausschließlich durch Autos geprägt. Aktuell kommt dieser unsägliche SUV-Trend noch hinzu. Sowas sollte eher verboten oder stärker reglementiert werden. Dadurch wird Raum schlecht genutzt, werden Menschen getötet oder schwer verletzt (extrem hohe Stoßstangen und Kühler), Luft belastet, Straßen unnötig mit hoher Masse belastet. Kommen innovative Ideen wie 8-12 kg leichte, weitgehend harmlose Roller, die man sich unter den Arm klemmen kann, werden diese noch vor Freigabe quasi kaputt-reguliert. Diese könnten wie in fast allen anderen europäischen Ländern einfach freigegeben werden, auch für Gehwege. Dort kann ich selbst mit Inlinern 30km/h fahren. Wenn etwas passiert, werde ich dafür aufkommen. Jeder ist auch jenseits aller Gesetze für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich. Roller würden auch (sofern sie keine Kraftfahrzeuge sind) den ÖPNV sehr aufwerten, da sie perfekte Last-Mile-Vehikel sind.
Einfach nur traurig, wenn man einerseits sieht, wie millionenfacher Betrug seit drei Jahren nicht geahndet wird, jetzt aber schon der neue Bußgeldkatalog erstellt wurde, um Rollerfahrer entsprechend zu kriminalisieren zu sanktionieren. Deutschland fährt auch in diesem Bereich wieder mal anderen Ländern hinterher - wörtlich genommen.
Wenn das die beispielhafte Umsetzung einer neuen Mobilität sein soll, dann gute Nacht.

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hexenbesen.65 26.10.2018, 21:50
83.

Zitat von farm123
Die Dinger braucht kein Mensch. In Berlin ist sowieso schon alles vollgemüllt von den zigtausenden von Leihrädern mit denen unsichere Touristen die Straßen verstopfen, für die wertvolle Stellflächen bereitgestellt wurden und die dennoch - so asozial wie möglich - auf Gehwegen abgestellt werden. Touristen gehören in die BVG und Leihfahrräder gibts beim Fahrradhändler um die Ecke - stattdessen unterstützt der Senat die Profitinteressen der Finanzkapitalisten à la Deezer. In den USA formiert sich bereits die Gegenbewegung - auf Instagram zB mal nach "Bird Graveyard" suchen.
Naja, ich bin am überlegen, ob ich mir so ein Teil nicht anschaffe. Wäre für mich optimal. Da ich leicht "gehbehindert" (5 Schrauben im Knie) bin und ich nicht lange laufen kann, wäre das ein geniales Hilfsmittel für mich. Morgens 2 Minuten bis zur Straßenbahn, 15 Minuten mit der Straßenbahn in die Nachbarstadt und von dort aus 4 Minuten zur Arbeit. (komme da auf 21 Minuten "sauberer Weg"---sonst würde ich nur 10 Minuten mit dem Auto über ne Bundesstraße brauchen)
Und meinen täglichen "Kleineinkauf" mit Rucksack könnte ich auch erledigen, und müsste nicht ewig einen Parkplatz fürs Auto suchen.
Wo ich allerdings bedenken habe....viele würden wie Rambo über die Gehwege rasen..wie die Skateboarder oder Inliner...oder Radfahrer.. Bei VERNÜNFTIGEN Gebrauch hätte JEDER was davon ! (Umwelt weil weniger Abgase, Anwohner wegen weniger Lärm, Einkäufer, die doch mal das Auto brauchen usw...) Und das Teil könnte ich zuhause in die Diele stellen--wird dann auch nicht geklaut.

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Cephalotus 26.10.2018, 22:26
84. Oh mei

"...Das Fahren mit einem Kraftfahrzeug ohne Zulassung ist eine Ordnungswidrigkeit, die 70 Euro kostet...."

Gut und schön. Das wirkliche Problem ist aber Fahren ohne Versicherungsschutz. Das ist eine Straftat und kostet einen ganzen Batzen mehr Geld, theoretisch(!) bis hin zu 12 Monaten Haft bei Vorsatz.
Bei einem Unfall zahlt die Privathaftpflicht nicht, sondern man zahlt ALLES aus eigener Tasche, ggf. bis zum Lebensende. Privatinsolvenz gibt es bei Schulden aus Straftaten nicht.

Was das neue Gesetz betrifft hege ich wenig Hoffnung. schon bei den s-Pedelec hat es das Verkehrsministerium völlig vergeigt. Ganz offensichtlich ist niemals einer derjenigen, die diese Gesetze verfasst mit so einem Gefährt im Alltag gefahren und bei der neuen Mikromobilität wird es ganz ähnlich sein.

Die Leute dort sind halt Autofahrer und das wahrscheinlich seit Jahrzehnten. Vielleicht gibt es noch ein oder zwei Radler und zwar mit irgendwelchen Fixies für den Berliner Hippster, die alles mit einem e-Motor für uncooles Teufelszeug hält.

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niesie 27.10.2018, 00:29
85. Viel Meinung, wenig Ahnung!

Zitat von j.vantast
Es gibt doch schon seit Jahren legale E-Roller. Warum benutzen Sie nicht einen legalen Roller? Geiz ist geil, ja, da nimmt man so einen gemeingefährlichen China-Roller für 300,- Euro aus dem Netz bei dem man froh sein kann dass der nicht schon auiseinanderfällt wenn man ihn das erste mal benutzt. Und wenn Sie schon Erfahrung mit E-Rollern haben wissen Sie auch dass die Dinger nicht übel beschleunigen und in ungeübter Hand nicht ohne sind.
Schon mitbekommen, daß die Fahrzeugflotte sämtliche Anbieter von e-Scootern (z.B. Bird oder LimeBike) aus eben genau den "gemeingefährlichen China-Roller für 300,- Euro" (z.B. dem Xiaomi M365 oder dem Ninebot ES2) bestehen?
Aber was weltweit funktioniert, kann und darf in Deutschland ja auf gar keinen Fall sein!
Übrigens - Auch Pedelecs beschleunigen nicht übel und sind mit ihrem Kampfgewicht von über 20 Kg in ungeübter Hand sicherlich auch nicht ohne.
Also am besten auch die so weit überregulieren, daß niemand mehr damit fahren kann und wir endlich wieder sicher sind!

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nite_fly 27.10.2018, 01:46
86. Deutsche Regulierungswut halt...

1980, oder 81, war ich in der Berufsschule. Zu der Zeit waren die Roller-Scater (nicht die Inline-Scater) noch so richtig in Mode. Da hatte sich ein Schüler der angegliederten Maschinenbauschule einen solchen Rollschuh in der Form umgebaut, indem er da einen 6,5 ccm Modellbau-Motor für Modell-Flugzeuge mit Kettenantrieb an die Hinterachse des Rollschuhs montiert hat. Gesteuert wurde das mit einem Handgriff, der über Bowdenzüge mit dem Motörchen verbunden war. Das Teil ging ab, wie sonstwas...
Doch auf die perfide Idee, dass es sich da um ein versicherungs-pflichtiges Fahrzeug handeln könnte, wäre damals noch niemand gekommen. Jeder, der das sah, hat sich erstmal gewundert, und es dann genial gefunden.
Welchen Schaden soll denn so ein Roller anrichten können, den ein Radfahrer, oder sogar ein Fußgänger nicht auch anrichten kann? Das berühmte Beispiel mit dem Tanklaster im Trinkwasser-Schutzgebiet vielleicht?
Für den Roller braucht man also eine Haftpflicht-Versicherung, aber für ein Fahrrad, mit dem man auch eine steile Straße mal eben mit 80 runterrasen kann, nicht???
Wenn der Radfahrer mit 80 Sachen irgendwo einschlägt, ist der Schaden sicherlich ungleich höher, wie bei einem Elektro-Roller, der 20 fährt, und, wahrscheinlich auch bergab, nicht mehr, wegen dem Getriebe!
Aber wir Deutschen wollen halt immer irgendetwas regeln...
Aber schon Bertha Benz hatte für den Benz Motorwagen 3 schon einen Führerschein (den zweiten, den es in Deutschland bis dahin gab, bevor sie ihre historische Fahrt damit unternahm)...

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w650 27.10.2018, 07:30
87. einfach mal

zu Fuß gehen, Ein paar gute Trekkingschuhe gibts bereits ab ca. 120€ . Selbige benötigen weder Strom, noch Bremsen oder Blinker. Macht ein Pedelec echt Sinn, um damit 10km in die Arbeit zu radeln, sollte man meiner Meinung nach 1-2 km zum Bus, U-Bahn oder zum Hundespaziergang auch ohne solch ein „Spielzeug für Yuppies“ schaffen können. schönen Gruß

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apfelmännchen 27.10.2018, 10:47
88.

Zitat von Ruck Ruck Taubenmensch
sind nicht nur für Roller holprig, sondern auch für Fahrräder. Während tonnen schwere Fahrzeuge mit modernsten Fahrwerken über spiegelglatten Asphalt schweben dürfen, rappelt man mit seinem Fahrrad über Steinkanten, Gullydeckel und abgesenkte Bordsteinkanten. Ampel- und Schildermasten, Begrünungen usw. sorgen für einen lustigen Slalomkurs. Ein asphaltiertes und gut ausgebautes Radwegenetz und eine liberale Behandlung der Kleinst-Elektrofahrzeuge würde viele aus ihren Autos locken. Ja, auch aus den bösen Dieseln.
Die "spiegelglatten Straßen" - die leider in Wirklichkeit in einem eher maroden Zustand sind, werden von den Autofahrern durch Mineralösteuer, Maut, KFZ-Steuer, Parkgebühren und Knöllchen finanziert - und sie könnten wirklich spiegelglatt sein, würde der Staat von diesen Mitteln nicht 2/3 für andere Dinge verschwenden. Leider meist auch nicht für bessere Radwege...

Sind sie bereit, als Radfahrer für bessere Radwege einen entsprechenden Obulus zu entrichten?

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kraus_adam 27.10.2018, 11:11
89.

Zitat von w650
zu Fuß gehen, Ein paar gute Trekkingschuhe gibts bereits ab ca. 120€ . Selbige benötigen weder Strom, noch Bremsen oder Blinker. Macht ein Pedelec echt Sinn, um damit 10km in die Arbeit zu radeln, sollte man meiner Meinung nach 1-2 km zum Bus, U-Bahn oder zum Hundespaziergang auch ohne solch ein „Spielzeug für Yuppies“ schaffen können. schönen Gruß
Täglich 2km zur Ubahn und zurück sind auf die 5-Tage-Arbeitswoche gesehen 20km(!!) unnötiges Gelatsche. Das sind locker drei Stunden vertane Lebenszeit.

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