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Mindestgeschwindkeit beim Überholen: Schweiz macht Schluss mit Schneckentempo
DPA

Wer in der Schweiz künftig auf Autobahnen überholen will, sollte den Gasfuß drücken. Die Schweizer haben beschlossen, das Mindesttempo auf der linken Überholspur zu erhöhen.

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Justitia 25.06.2015, 00:36
110.

Zitat von _unwissender
Oh, ich bin oft in der Schweiz. Und ich kann Ihnen verraten, dass es dort bei weitem weniger Staus gibt als hier. Wenn hier der eine oder andere Autofahrer mal sein Hirn einschaltete, dann wüsste er, dass er bei einer langen Strecke nie mehr als etwa 130 km/h als absolutem Spitzenwert im Schnitt erreicht. Realistisch sind Schnittwerte von 100 bis 110 km/h. Wieso man dann kein Limit auf 130 km/h einsetzt, das ist nur der PS-Bomber-Lobby zu verdanken. Sachlich begründet ist das keineswegs. Denn wenn der Fluss auf der Autobahn gleichmäßiger wird, geht die Hektik zurück und geht die Stauanfälligkeit zurück. Aber wieso sollten wir es mit Hirn versuchen? Lieber kauft Michel den nächsten SUV mit 50 kW mehr ...
Wenn Sie es mal zur Abwechslung mit Hirn versuchen würden, dann würden Sie vielleicht auch bemerken, dass bei einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h eine Durchschnittsgeschwindigkeit von weit unter 130 km/h herauskommen würde. Wenn es sich sowieso staut oder das Verkehrsaufkommen sehr hoch ist, hätte die Geschwindigkeitsbeschränkung somit gar keinen Einfluß auf die Fahrweise und die erzielbare Durchschnittsgeschwindigkeit. Ist die Autobahn jedoch frei, wie es fast immer nachts der Fall ist, würde eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h die erzielbare Durchschnittsgeschwindigkeit massiv beschränken.

Sie können auch nicht oft in der Schweiz sein, zumindest nicht in den grösseren Städten wie Zürich oder Bern, wenn Sie behaupten, in der Schweiz gäbe es bei weitem weniger Staus als in Deutschland.

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ashkar532 25.06.2015, 00:36
111. Tja

Straßenverkehrsordnung §1 (2) sagt:
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Mir wurde das von meinem Fahrlehrer so erklärt: Wenn ich keine triftigen Gründe habe, warum ich langsamer fahre, als erlaubt, behindere und belästige ich schon. Wenn 100 erlaubt ist, darf ich also nicht 80 fahren, es sei denn, es gibt Umstände, die das erfordern (Wetter, etc).

Wer auf die Autobahn geht, sollte als PKW-Fahrer zumindest die 130 drauf haben - und keine Angst davor. Und wer in die linke Spur geht (oder auch mittlere) muss im Sinne der Rücksichtnahme seine Geschwindigkeit an den Verkehr anpassen und dann eben auch Gas geben... vor dem Spurenwechsel! Mit 110 km/h mal ganz gemütlich auf der linken Spur der 3-spurigen Autobahn vorbeizuzuckeln, das geht gar nicht.
Vielleicht sollte für die linke Spur auf zweispurigen Autobahnen 120 km/h vorgeschrieben sein (= generelles Überholverbot für LKW, Busse, Gespanne) und auf dreispurigen eine Mindestgeschwindigkeit von 130km/h. Mit dem Ansatz, Leute wegen versuchten Totschlags zu verknacken, die sich mit Tempo 130 in einen mit Tempo 170km/h fließenden Verkehr quetschen. DAS macht die Staus und die Unfälle, nicht die hohe Geschwindigkeit.

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lkknack 25.06.2015, 01:06
112. Versand via Internet

100% der LKW-Fahrer sind beruflich unterwegs,haben Liefertermine und halten die Wirtschaft am Laufen, während gefühlt 90% des PKW-Verkehrs unnötig sind.

Deshalb bin ich für die Aufhebung von LKW-Überholverboten und die Abschaffung von automatischen Tempobeschränkungen von LKW auf 80km/h. Wenigstens auf Autobahnen und solange die Bahn bei Transporten nichts auf die Reihe bekommt.

Solange wir Prosecco, Erdbeeren im Winter, Schrankwände u.ä. noch nicht online verschicken können(Achtung! Auch bei online-Bestellungen muss die Ware noch transportiert werden), muss man eben mit LKW leben.

Und ob jetzt irgendein Bürokrat wegen eines überholenden LKW 2 Minuten zur achso wichtigen Besprechung zu spät kommt, ist doch egal. Deswegen steht keine Produktion still.
Dafür gibt es heutzutage Videokonferenzen oder sogar Telefon.

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agt69 25.06.2015, 01:28
113. Die Schweiz ist kein Vorbild!

Die Schweiz sieht den Straßenverkehr mit ihren drakonischen, völlig übertriebenen Strafen selbst bei Minimaldelikten primär als Melkkuh, die man nach Lust und Laune ausquetschen kann. Die Zahl der Verkehrstoten ist trotz der krassen Strafen fast genauso hoch wie bei uns. Womit sich die Strafen, die ja auch hier im Forum immer wieder von einigen ängstlichen Hysterikern hochgejubelt werden, als wirkungsloser Aktionismus entlarven. Nein, die Schweiz sollte für uns nun wirklich kein Vorbild sein. Unsere Straßen gehören zu den sichersten der Welt und das auch mit Bußgeldern, die in einem absolut vernünftigen Rahmen liegen.

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nofreemen 25.06.2015, 02:08
114. schweizer Schlaumeierei

Super da kann ich wieder mit dem Sportwagen auf Reisen gehen. Aber wie ich die Schweizer kenne, hat das ganze sicher einen Hacken. Merke: für jedes Gesetz in der Schweiz gibt es mindestens zwei Ausnahmen. Das dumme ist, man komuniziert es nicht. Und wenn es passiert wird es teuer. Im übrigen sind die Autobahnen in der Schweiz oft zu eng und zu überlastet. Due Schweiz ist auch hier kein wirklicher Maßstab.

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lapetrovna 25.06.2015, 03:52
115. Was in DE, plus Europa vorgeht,

Ist mir ziemlich egal, verkehrsweise...Will aber hinweisen auf zig Kommentaren von deutschen Besuchern hier in USA, erstaunt, dass sie muehelos eine 5-Stunden-Fahrt fertig gebracht haben.......Sendeschluss, food for thought......

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mazzmazz 25.06.2015, 05:29
116. Genausowenig wie in Deutschland braucht man...

...im übrigen industrialisierten Europa generelle Tempolimits auf Autobahnen.
Von den Tempolimits auf Autobahnen in D sind 90% überflüssig.

Was wir brauchen, ist mehr Eigenverantwortung in allen Lebensbereichen. Ein mündiger Bürger trottelt dann auch nicht mit 100 Km/h bei Sonne auf der Linken Spur herum.

Die Vmin in der CH ist ein guter Ansatz.
Nun noch Strafen für Verstöße gegen Rechtsfahrgebot, Unterschreitung der vorgeschriebenen Delta-V bei Überholmanövern und Spurwechsel analog zu denen für Abstandsunterschreitungen und Geschw.-Übertretungen verhängen und dies auch kontrollieren.
Dann ginge es deutlich fixer und sicherer zu auf den deutschen Autobahnen.

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outsider-realist 25.06.2015, 06:00
117.

Zitat von _unwissender
Die Schweizer machen nicht nur ein vernünftiges Tempolimit, sie kümmern sich auch um einen soliden Verkehrsfluss. Irgendwie interessant, dass deren Intelligenz nicht auch die Berliner Politik befruchtet.
Seien sie doch mal ehrlich.......so eine Regelung wäre doch hier ziemlich überflüssig oder wie oft haben sie hierzulande erlebt, das ein PKW auf der linken Spur mit 80 überholt. Selbst mit 100 wäre man hier noch Schleicher.....
Das ist keine Frage der Intelligenz, sondern der gesunden Wahrnehmung.
Das ganze wäre falscher Aktionismus gepaart mit Populismus.

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deesdrei 25.06.2015, 07:09
118. Mal ehrlich,

am liebsten wäre es doch so manchem Zeitgenossen hierzulande, wenn die Benutzung der Fahrspuren nicht nach irgendwelchen Mindestgeschwindigkeiten, sondern doch besser nach dem Anschaffungs-/Kaufpreis des Autos geregelt wäre: rechte Spur die Kleinwagen bis 22.000 Euro, in der Mitte Astra, Golf & Co. und links alles ab 45.000 aufwärts. Sehr viele fahren nämlich so, als ob es eine solche Regelung bei uns bereits geben würde! Da ist für manchen selbst bei 190 km/h ein Kleinwagen auf der linken Spur die reinste Gotteslästerung! Und ich könnte wetten, so mancher Preeehmjumm-Marken- oder Essjuuhwiiiee-Fahrer, aber auch die Vertreter-TeeDeeIiiiees, hätte insgeheim gegen eine derartige Regelung überhaupt nichts einzuwenden.

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experiencedsailor 25.06.2015, 07:17
119. Auf der Strecke Hamburg - Dresden letztens waren

vielleeicht 100 der 500 Km ohne Geschwindigkeitsbegrenzung (lang-) streckenweise ohne ersichtlichen Grund. Jede Diskussion in Deutschland über Tempolimit oder ähnliches ist also Makulatur und befriedigt allenfalls die Gemüter von irgendwelchen Öko-Faschos und Verkehrserziehern. Von beiden haben wir ja mittlerweile reichlich im Lande.

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