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Mobilität der Zukunft: "Die Politik muss Autofahren teurer machen"
DPA

"Volk ohne Wagen" heißt das neue Buch des Zukunftsforscher Stephan Rammler. Er sagt: Ändert die Autoindustrie nicht radikal ihr Geschäftsmodell, geht sie zugrunde. Seine Thesen betreffen Millionen Pendler.

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FrüherAllesBesser 10.11.2017, 22:39
320.

Zitat von vliege
schönen neue Feudalwelt. Auto fahren dann nur noch für finanziell Unabhängige mit "Sondererlaubnis", das wäre die Konsequenz. Wer glaubt denn tatsächlich, das sich ein Spitzen Manager/Politiker/Sportler. Sich ein Auto mit Hinz und Kuntz teilt geschweige denn Bus oder Bahn fährt.
das wird eh passieren, spätestens wenn das öl knapp wird- da können hier Leute protestieren wie sie wollen

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im_ernst_56 10.11.2017, 22:50
321. Bitte das Interview auf Englisch

Vielleicht hätte Herr Rammler erwähnen sollen, dass sein Konzept ökologisch nur dann Sinn macht, wenn es nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, also auch in den USA, Kanada, Russland, China, Brasilien (um mal einige Staaten zu erwähnen, die "etwas" größer sind als Deutschland) umgesetzt wird. Vielleicht sollte man das Interview mal ins Englische übersetzen, damit ich es meinen kanadischen Freunden schicken kann. Die werden sehr beeindruckt sein, was für Zukunftsforscher (kann man eigentlich die Zukunft "erforschen"?) Deutschland hat.

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ObeeWahn 10.11.2017, 22:53
322.

Zitat von Langkieler
Die beste und einfachste Methode wäre doch, den Zugang zur Fahrerlaubnis zu erschweren. Führerschein nur noch für Leute, die auch wirklich fahren können und die Regeln beherrschen. Und das regelmäßig überprüfen.
Noch besser wäre es, den Führerschein zu verteuern. Dann kann das normale Volk in den öffentlichen Viehtransportern fahren, und die Straßen wären frei für die "wirklich wichtigen Leute" mit Geld.

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ulrich g 10.11.2017, 22:54
323. Diese Generation der Besserwisser...

... wird langsam unerträglich. Keine Ahnung aber große Klappe in einem Wettbewerb sich in abstrusen Forderungen zu überbieten. Leute ihr seid die Generation die täglich von Mami im Auto zur Schule gefahren wurde. Ihr seid daran schuld, dass jeder Haushalt heute mindestens 2 Autos hat weil ihr zu faul wart mit dem Fahrrad ins Schwimmbad oder den Tennisclub zu fahren.

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BBirke 10.11.2017, 22:56
324. Endlich Schluss mit Verzichts- und Verschlechterungs-Forderungen!

Diese ständigen Forderungen nach Verzicht, Askese, Verteuerung und dem Rückfall in frühere Jahrhunderte sind in keiner Weise akzeptabel. Leider sind es nicht nur Extrempositionen, sondern vielerorts wird tatsächlich eine systematsche Abzock- und Schikanepolitik gegen Autofahrer betrieben. Das genannte Dänemark ist ein Land, wo man Autos immer noch als Luxus betrachtet, und wo beim Kauf eines Neuwagens noch mal locker derselbe Betrag an Sondersteuern fällig wird. Sowas kann kein Vorbild für Mobilität der Zukunft sein!

Schon zu Zeiten des Waldsterbens, in den 1980ern, war die richtige Antwort nicht Tempo 100 auf Autobahnen, sondern Katalysator. Viele Probleme der Automobilität wurden in der Vergangenheit gelöst, weitere werden gelöst. Irrwege gibt es auch immer wieder, wie den Dieselskandal, oder wenn sich die Industrie durch Hochtreiben der Wartungskosten und forcierte "politische Alterung" von Autos langfristig selbst das Wasser abgräbt.

Ich will in der Zukunft mehr und billiger mobil sein, vielleicht mit fliegenden Autos oder privaten Kleinflugzeugen, vielleicht per Teleporter täglich zwischen Zuhause, L.A., Tokyo und Afrika hin- und herpendeln. Aber nicht wieder wie anno 1900 auf Fahrrad und Eisenbahn reduziert werden, oder noch frühere Fortbewegungsmethoden. Die Technik entwickelt sich weiter: wenn Fusion und Solarenergie aus dem Weltraum verfügbar sind, wird vieles davon ohne großen Umweltschaden möglich.

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Thilo_Knows 10.11.2017, 22:57
325. Ernsthaft?

Ist das hier Ernst gemeint oder will SPON testen, ob die Leute in diesen Zeiten auf jeden noch so großen Unfug anspringen?! Ich empfehle dem Herren eine Fahrradtour zur Arbeit im norddeutschen Herbst. Mir fehlte noch der Hinweis, dass man auf dem Weg ja auch Einhörner und Mammuts am Wegesrand beobachten könnte. Das würde die Ausführungen abrunden.

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Freedom of Seech 10.11.2017, 23:00
326.

Zitat von Bernd.Brincken
Brillante Glosse, aber etwas deutlicher könnte es sein. Irgendwas mit Japan und Tsunami dazu - oder wär das wieder zu grob?
Gerne. Vielen Dank für das Kompliment. Öffnen Sie ihre Gedanken einfach mal. Es kommt jetzt eine ungewöhnliche Argumentskette - zumindest für deutsche Artgenossen. Fangen wir mal bei Tschernobyl an. Der dortige Reaktor Typ war ein sogenannter Graphit-moderierter Reaktor. Ähnliche Reaktoren wurden auch in den 50iger und 60iger Jahren in Westeuropa gebaut aber diese wurden überwiegend (noch vor Tschernobyl) wieder abgeschaltet da zu unsicher - es gab auch einige ernsthafte Störfälle in Europa (am Anfang der Technologie Entwicklung war das Risiko dieses Reaktortyps noch nicht so klar). Das Ergebnis derTschernobyl war laut WHO einige Hundert Tote durch Verstrahung (und nicht Tausende wie dies gelegentlich behauptet wird). Außerdem ist die Gegend in einem Umkreis von 50km ist bis auf weiteres unbewohnbar. Wölfe fühlen sich da zwar ganz wohl, aber die Mutationsrate ist erhöht (Totgeburten), außerdem werden Wölfe nicht so alt wie Menschen sodass Karzinome (z.B. Schilddrüse, Leukämie) nicht so ein Problem darstellen wie dies bei Menschen der Fall wäre. Also alles im allem keine schöne Sache, kann man durchaus als Katastrophe bezeichnen. Andererseits muss man aber auch sehen, dass durch die Fossilen Energieträger (v.a. Kohle) Hundertausende im Laufe der Jahre zu Tode gekommen und weitere Hunderttausende erkrankt sind und der Flächenverbrauch war weit höher (v.a. Braunkohle). Der Unterschied zwischen Kohle und Kernkraft ist also: Ersteres hat einen enormen Schaden angerichtet - allerdings nicht zum selben Zeitpunkt und auch nicht an einem einzigen Ort. Tschernobyl war dagegen ein singuläres Ereignis welches vergleichseweise sehr viel Aufmerksamkeit erhielt aber letztlich mit einem um Größenordnungen geringeren Schaden. Jetzt zu Fukushima: Fukushima war der Beweis dafür, dass bei moderneren Reaktortyp (Siedewasser Reaktor) selbst bei einem Tsunami lediglich ein überschaubarer Schaden entsteht. Bis heute ist nicht bewiesen, dass es einen einizigen Toten durch Verstrahlung gab (manche glauben aber ohne zu wissen, dass es doch etwa 200 Personen gewesen sein könnten die wegen Verstrahlung an Krebs erkrnakten: Konjunktiv). Der Flächenverbrauch durch Verstrahlung beschränkt auf einen Radius von 25 km um das Kraftwerk. Alles auch nicht schön aber immer noch wesentlich besser als Tschernobly und das was die fossilen Energieträger anrichten. Übrigens explodierte bei dem Tsunami nicht weit entfernt von Fukushima eine Ölraffinerie. Dabei starben 15 Menschen - kein Schwein hat sich dafür interessiert. Wenn man sich also etwas zurücklehnt, ruhig atmet und den Verstand einschaltet, dann ist eigentlich klar, dass hier in Deutschland eine große Hysterie wegen Kernkraft (sorry: Atomkraft) existiert. Meine Ansicht dazu ist ganz einfach: lasst uns mit den Franzosen zusammensetzen, wir bauen mit ihnen 20 Kernkraftwerke in Deutschland, schalten die alten fossilen Kraftwerke ab, den Rest der Energie die wir brauchen liefern die Erneuerbaren und wir könne unseren Wohlstand erhalten. Wo ist das Problem?

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pittiken 10.11.2017, 23:04
327.

Zitat von Schlaukeks
Berlin sollte eine Stadtmaut für Autos machen und mit dem Geld den OPNV finanzieren. Dann kann der ÖPNV kostenlos sein und einfach die Innenstadt zu großen Teilen sperren für die Autos. Zumindest solange wie die die Innenstadt vergasen mit ihren Giften. :) Eigentlich ein Unding dass die Menschen die dort leben das hinnehmen. :p
Watt denn nun, Innenstadt sperren oder Maut kassiere. Und die Innenstädter sollen mal nicht so jammern, sind ja nicht zwangsumgesiedelt worden. In der Innenstadt wie auf dem Dorf Leben, kann nur von den jwd-Zugezogenen kommen.

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helmut_s 10.11.2017, 23:17
328.

Zitat von im_ernst_56
Schon mal auf die Idee gekommen, dass eine Volkswirtschaft, die ausschließlich digitale Dienstleistungen erbringt, wohl nicht funktioniert? Es soll Menschen geben, die arbeiten tatsächlich nicht im Büro, sondern in einer Fabrik, in einem Geschäft, in einer Arztpraxis oder sonst einem Arbeitsplatz, wo sie Kontakt mit echten Menschen in der analogen Welt haben müssen. Unter anderem auch bei den Unternehmen, wo Sie wahrscheinlich Ihr ganzes Zeug im Internet ordern. Echte Menschen, die mit echten Menschen zusammenarbeiten müssen. Unglaublich. Sowas gibt es. Und das wird auch nicht so schnell verschwinden.
Schon. Aber es gibt sie eben auch, die Büroarbeiter, und zwar nicht so wenige.
Der Beitrag zur täglichen Blechlawine, den diese Leute leisten, könnte recht leicht reduziert werden - das einzige, was an vielen Orten dagegen spricht, ist der Unwille, es zu tun. An anderen fehlt Netzinfrastruktur, aber selbst da, wo die schwach ist, sollte vieles gehen ... nicht jede Tätigkeit erfordert Nonstop-Kommunikation (es soll sogar Tätigkeiten geben, bei denen das stört ... hab schon davon gehört ;) ).

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der_weisse_wal 10.11.2017, 23:17
329. Die Hölle, das sind die anderen.

Solche Vorschläge kommen immer nur von Heuchlern oder Menschen, die nie ein richtiges Leben gelebt haben.
Es gibt kaum etwas ekligeres als Car-Sharing und dem öffentlichen Personennahverkehr. Um nur einen Faktor zu nennen.
Für mich bietet das Auto den Freiraum anderen Menschen auszuweichen. Angenehme, erholsame Ruhe und Isolation. Müsste ich jeden Tag mit Öffis zur Arbeit wären keine 100% mehr für meinen Arbeitgeber drin. Und nach dem Heimweg nach Feierabend wäre nur noch Stupor angesagt. Ein Leben wäre nicht mehr möglich.

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