Forum: Auto
Mobilitäts-Jahresrückblick 2018: Panne!
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Ein Assistenzsystem, das Autofahrer verblödet, der Verkehrsminister im "Heute Journal" und eine legendäre Wutrede: Nicht nur Autos haben unseren Mobilitätsredakteuren 2018 Verdruss beschert. Der Überblick.

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hegoat 28.12.2018, 11:07
1.

Ja, es ist herrlich, wie Autoindustrie, Autolobby (Herrn Scheuer schließe ich da ausdrücklich mit ein) und Petrol Heads reihenweise versuchen, Schuld und schwarzen Peter an andere abzugeben. Mal ist es die DUH, mal die Amis, mal die EU, Hauptsache ein anderer. Das erinnert schön an Max Frisch' Zitat vom Nestbeschmutzer.

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shila.witten 28.12.2018, 11:38
2. wie man Autofahrer "veräpppelt"

Die angebliche Sinnlosigkeit der Hardware-Nachrüstung von Diesel-
Fahrzeugen ist eine weitere Lüge der Automobilindustrie und meiner
Meinung nach der Politik.
Begründung : Ich fahre einen Daimler Benz 320 cdi , der seit Jahren in USA mit SCR-Katalysator ausgeliefert wird, je nach Modell seit 2006.
Gleiches gilt für Fahrzeuge der Fa. BMW. Diese Fahrzeuge müssen nämlich nach US-Abgasnormen mit derartigen Systemen ausgerüstet sein. Diese Teile müssen auch nicht "erfunden" werden, sondern sind in USA in jedem gutsortierten Ersatzteillager griffbereit. Warum sollte ich mir ein neues Auto kaufen ?? Ich verlange die Nachrüstung, mein Auto ist nämlich gut, es gegen ein "neues" Betrugsmodell einzutauschen wäre nicht nur ökonomisch sondern auch ökologisch extrem dumm und dient lediglich den Interessen der Hersteller und über Umsatzsteuer etc. dem Finanzmminister.

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elektrofachkraft 28.12.2018, 12:03
3. Frage von Herrn Pander

"Warum baut niemand ein wirklich leichtes, schlankes, sauberes Auto ohne Hokuspokus?"

Die korrekte Frage wäre doch: "Warum kauft niemand ein wirklich leichtes, schlankes, sauberes Auto ohne Hokuspokus?"

Hersteller bauen bereits jetzt Kleinstwagen, sogar mit CO2-neutralen Energieträgern wie Methan (Biogas). Aber solange es keine ernst zu nehmenden finanziellen Anreize gibt, werden solche kleinen, sparsamen Fahrzeuge auch kaum verkauft werden. Das liegt insbesondere auch am Markt für Geschäftsfahrzeuge, wo schlicht keine Notwendigkeit besteht, von den immer größer werdenden Fahrzeugen der deutschen Premiumhersteller umzusteigen. Vielleicht bringt die neue Besteuerungsregelung für Autos mit elektrischem Antrieb da mal frischen Wind rein. Am Ende liegt es eben doch beim Gesetzgeber und nicht bei den (selbstverständlich gewinnorientierten) Automobilherstellern, den Markt zu lenken.

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theanalyzer 28.12.2018, 14:25
4.

Ein Auto macht auch noch heutzutage etwas Dreck. Durch praxisferne Grenzwertvorgaben wird der Dreck nicht weniger. Es hilft nichts, über die Autos zu lamentieren. Statt dessen sind die Grenzwerte auf wirtschaftlich erreichbare Werte anzupassen.

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Softeis 28.12.2018, 14:32
5. Wir brauchen ENDLICH den MASSIVEN Ausbau des ÖPNVs

Die Politik muss sich endlich mal von Autolobbyismus lösen. Der VDA gehört wegen krimineller Machenschaften verboten. In den Bundestag gehört ein neutraler Lobbyverein. Ich bin für den Ferdinand Dudenhöfer. Der Mann kennt sich aus.

Wir brauchen endlich mal akzeptable Alternativen zur ach so tollen individuellen Mobilität. Welche Auswirkungen dieses Spinnengeflecht des sog. Individuellen Verkehrs hat, sieht man tagtäglich auf deutschen Straßen.

Ein gut ausgebautes Schienennetz, eine gute Taktung, saubere Bahnhöfe, viel Servicepersonal, keine wegrationalisierten Berufe (für Erhalt des Lokführerberufs!) ziehen mehr Menschen zum ÖPNV. Mittlerweile denken die Deutschen nur noch ans Auto. Auto hier, Auto da. So kann es nicht weiter gehen. Wir haben Klimaziele zu erfüllen. Und das können wir mit unserer pechschwarzen, faulen und untätigen Bundesregierung und mit dem kaputten Rückrad namens VDA nie und nimmer (rechtzeitig schaffen). Wir brauchen mehr Grün, mehr dunkelrot in der Bundesregierung (gerade auch in Hinblick auf das Bedingungslose Grundeinkommen - ein Automatisieren sämtlicher Berufe wird sich auf kurz oder lang ja leider nicht mehr verhindern lassen).

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Exilobereschemer 28.12.2018, 14:33
6. 95g/km

der Grenzwert bedeutet einen Verbrauch in der Größenordnung von 3,5l/100km. Das ist nicht illusorisch. Bereits mein 2er Golf von 1984 war unter 5l Diesel unterwegs und mein derzeitiger Punto von 05 ist ziemlich genau mit den 3,5l Diesel unterwegs. Aber der Diesel ist ja böse.

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kopi4 28.12.2018, 14:43
7.

Das jemand,der eine Rückfahrt-Assistenz benötigt seinen Führerschein abgeben sollte kann so natürlich für einige Assistenten behauptet werden.Warum Parkpiepser und PLA wenn man doch Einparken gelernt hat. Wer Verkehrszeichen nicht selbst sieht gehört nicht hinters Steuer. Wer lenken kann braucht keinen Spurhalte-Assistenten, wozu adaptiven Tempomat wenn es mit Gasfuß und selbstgewählt richtigem Abstand auch geht. Zu Ende gedacht landen wir irgendwann bei Vergaser und Zwischengas....

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k70-ingo 28.12.2018, 14:59
8.

Zitat von Softeis
Die Politik muss sich endlich mal von Autolobbyismus lösen. Der VDA gehört wegen krimineller Machenschaften verboten. In den Bundestag gehört ein neutraler Lobbyverein. Ich bin....
Sie beziehen sich nur auf urbane Regionen, hoffe ich mal.
Denn auf dem Land sind Ihre ÖPNV-Pläne nicht nur nicht bezahlbar, sondern würden auch schwere Umweltschäden zur Folge haben.

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cobaea 28.12.2018, 15:03
9.

Zitat von theanalyzer
Ein Auto macht auch noch heutzutage etwas Dreck. Durch praxisferne Grenzwertvorgaben wird der Dreck nicht weniger. Es hilft nichts, über die Autos zu lamentieren. Statt dessen sind die Grenzwerte auf wirtschaftlich erreichbare Werte anzupassen.
Nö. Die Autos sind so zu bauen, dass sie diese Grenzwerte erreichen. Es ist ja nicht so, dass diese Werte nicht erreichbar wären - es ist nur so, dass sich die deutsche Autoindustrie wieder einmal darauf verlassen hat, dass es für sie Ausnahmen geben wird. Hat halt dieses Mal nicht geklappt. Die gleiche Nummer hatte die Autoindustrie in Deutschland bereits bei der Einführung der Abgas-Katalysatoren abgezogen, als sie längst im Ausland Fahrzeuge mit Kat verkaufte, behauotete sie in Deutschland imme noch, das sei gar nicht möglich. Als es dann keine Ausnahmen mehr gab, gab's auch zügig Katalysatoren. Wenn man darauf warten würde, welche Werte die deutsche Autoindustrie "wirtschaftlich erreichbar" fände, wären die Autos heute nich die gleichen Dreckschleudern wie 1960.

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