Forum: Auto
Mobilitätsdienste: Warum Car2Go und Co. so wichtig für die Autokonzerne sind
Daimler

Autos verkaufen reicht nicht: Volkswagen, Daimler und Co. erfinden sich neu. Die Konzerne fahren Menschen selbst herum und erzeugen einen gigantischen Datenschatz. Car2Go, Moia und andere Dienste sind nur der Anfang.

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zensurgegner2017 16.02.2019, 10:40
20.

Zitat von legtsichauchwieder
Die benötigte Anzahl der Fahrzeuge und das Verkehrsaufkommen hängen nicht so simpel zusammen wie von Ihnen dargestellt. "Verkehr" ist die Anzahl Fahrzeuge, die GLEICHZEITIG fahren. Wenn halb soviele Fahrzeuge dreimal so stark genutzt werden, nimmt der Verkehr zu. Erste Erfahrungen in grossen Städten weisen genau in diese Richtung: Für San Francisco z.B. erweist sich die UBER-Konkurrenz verkehrstechnisch als Katastrophe...
Mit dieser Argumentation kann man allenfalls Stillstand erzeugen, und damit den Untergang

Die Anzahl der Fahrten ist alleine schon raumtechnisch begrenzt. Wenn es zu Zeiten XY teurer ist zu fahren, reguliert sich das

Zudem will in Städten keiner mehr Fahrzeuge haben, da schlicht zu teuer und zu zeitfressend

Allerdings, und da gebe ich Ihnen schon recht, wird es übergangsphasen geben, da "hakt" es. Ist aber nur zeitweilig

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Mike Baedeker 16.02.2019, 10:43
21. Siri am Steuer?

Der Artikel lässt leider einen wichtigen Aspekt außer Acht. Die Car-Sharing-Systeme kranken notorisch daran, dass die Fahrzeuge oft nicht dort sind wo sie benötigt werden, und sich dort häufen wo niemand sie braucht. Hier könnte eine automatische Rückführung leerer Fahrzeuge mit langsamer Geschwindigkeit Sinn machen. Einen automatischen Betrieb mit Passagieren sehe ich dagegen noch lange nicht. Wie unbeholfen Siri, Alexa und Co. sind, kann man schon auf dem Smartphone sehen. Einer solchen Software würde ich mich nicht im Straßenverkehr anvertrauen wollen, aber für die langsame Rückführung leerer Fahrzeuge dorthin wo sie benötigt werden, wäre sie evtl. geeignet.

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Tarminator 16.02.2019, 10:59
22. Wie eine Religion

Der Autor schreibt den Artikel so dass man das Gefühl hat der Himmel öffnet sich und wir Menschen marschieren hineien , oder besser werden hinein gefahren .
Mit welcher Verehrung er von den grossen autobauern spricht und ihren Zukunftsvisionen, beraten von McKinsey und Co. 100 Millionen Nutzer hier 500 dort... Wahnsinn... Es lebe der Journalismus. Und die Fakten. Und Carsharing wird der neue Jesus. Halleluja.

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pr8kerl 16.02.2019, 11:21
23. In Berlin oder München brauchts kein eigenes Auto!

Der öffentliche Verkehr ist sehr gut ausgebaut undd funktioniert. Ausnahme BVG-Streik. Wer dennoch ein eigenes Auto hat, sollte erkennen, dass es 22 von 24 Stunden steht, also eher Stehzeug als Fahrzeug ist. Dafür gibt man dann 20.000 bis 30.000 Euro aus? Und nach einem Jahr ist das Auto nur noch die Hälfte Wert? Ist das nicht bescheuert, so sein Geld zu vernichten? Wenn ich von Berlin nach München will nehme ich den ICE. Dauert 4 Stunden. In München miete ich einen DriveNow oder nehme die U-Bahn und den Bus. Für den Urlaub kann ich mir ein größeres Auto mieten. Unterm Strich alles günstiger als ein eigenes Auto. Aber die USA sind Waffennarren. Wir hier sind Autonarren.

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klaus. 16.02.2019, 11:37
24. einfach mal ein paar Texte zusammen kopiert?

"Für Autohersteller, die bislang vom Pkw-Verkauf lebten, könnten das alarmierende Nachrichten sein. Weniger verkaufte Autos bedeuten weniger Umsatz und wohl auch weniger Gewinn."

...

"Das werde der Autobranche helfen, ihren Jahresumsatz weltweit bis 2030 auf 6,6 Billionen Euro zu verdoppeln, prognostiziert die UnternehmensberatungMcKinsey. Ein Viertel des Zuwachses soll von Mobilitätsdiensten, der Elektrifizierung sowie der Automatisierung der Fahrzeuge kommen - der Rest indes aus dem klassischen Geschäft."


Also weniger verkaufte Autos = weniger Umsatz. Aber 75% Wachstum aus dem klassischen Geschäft.
Was denn nun?

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werner-brösel 16.02.2019, 12:12
25. Die nächste Sackgasse

Die Automobilindustrie will also in den nächsten gut 10 Jahren ihren Umsatz verdoppeln. Wohlgemerkt, den Umsatz - der Gewinn dürfte durch niedrigere Personalkosten und geringerer Flottenkosten (standardisierte Kleinwagen statt individualisierter Mittelklassewagen) nochmals um ein vielfaches höher ausfallen. Eine Weitergabe der Kostenreduzierung an den Endkunden ist laut Artikel nicht geplant. Das neue Konzept sieht als Maßzahl nicht mehr verkaufte Fahrzeuge, die dann gerne die meiste Zeit auch in einer Garage stehen dürfen, sondern Personenkilometer, also Verkehr auf den Straßen. Dieses Konzept funktioniert am besten auf kurzen innerstädtischen Wegen, weil hier die Versuchung viel besser verfängt, sich mal eben von Haustür zu Haustür bringen zu lassen, als zur nächsten Straßenbahn-Haltestelle zu latschen. Dieses Geschäftsmodell steht in direkter Konkurrenz zum ÖPNV. Statt weniger Verkehr auf innerstädtischen Straßen, werden wir also hauptsächlich mehr Raum auf ehemaligen Bahntrassen und Radwegen gewinnen. Diese Konzerne planen wie eingangs erwähnt eine Verdopplung ihres Umsatzes. Das heißt, jemand muß doppelt so viel bezahlen! Die Kostenersparnis von angeblich 30% rechnet sich gegen einen Jahreswagen der Mittelklasse und sie schwindet mit jedem Kilometer, den ich mehr mit diesem System fahre. Mein 10 Jahre altes Auto ist abbezahlt und kostet mich nur noch ein Bruchteil solcher Systeme. Zum Glück ist es ein Benziner. Diesel werden ja bereits aus Privatbesitz entfernt. Berücksichtigt man, daß auch die Baukosten seit Beginn der 2000er Jahre um ein Drittel gestiegen sind, so wird klar, daß Eigentum in Bürgerhand unerwünscht ist, da es den Bürgern zu viel Autonomie gegenüber Staat und Wirtschaft gewähren würde.

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zensurgegner2017 16.02.2019, 13:43
26.

Zitat von werner-brösel
Die Automobilindustrie will also in den nächsten gut 10 Jahren ihren Umsatz verdoppeln. Wohlgemerkt, den Umsatz - der Gewinn dürfte durch niedrigere Personalkosten und geringerer Flottenkosten (standardisierte Kleinwagen statt individualisierter Mittelklassewagen) nochmals um ein vielfaches höher ausfallen. Eine Weitergabe der Kostenreduzierung an den Endkunden ist laut Artikel nicht geplant. Das neue Konzept sieht als Maßzahl nicht mehr verkaufte Fahrzeuge, die dann gerne die meiste Zeit auch in einer Garage stehen dürfen, sondern Personenkilometer, also Verkehr auf den Straßen. Dieses Konzept funktioniert am besten auf kurzen innerstädtischen Wegen, weil hier die Versuchung viel besser verfängt, sich mal eben von Haustür zu Haustür bringen zu lassen, als zur nächsten Straßenbahn-Haltestelle zu latschen. Dieses Geschäftsmodell steht in direkter Konkurrenz zum ÖPNV. Statt weniger Verkehr auf innerstädtischen Straßen, werden wir also hauptsächlich mehr Raum auf ehemaligen Bahntrassen und Radwegen gewinnen. Diese Konzerne planen wie eingangs erwähnt eine Verdopplung ihres Umsatzes. Das heißt, jemand muß doppelt so viel bezahlen! Die Kostenersparnis von angeblich 30% rechnet sich gegen einen Jahreswagen der Mittelklasse und sie schwindet mit jedem Kilometer, den ich mehr mit diesem System fahre. Mein 10 Jahre altes Auto ist abbezahlt und kostet mich nur noch ein Bruchteil solcher Systeme. Zum Glück ist es ein Benziner. Diesel werden ja bereits aus Privatbesitz entfernt. Berücksichtigt man, daß auch die Baukosten seit Beginn der 2000er Jahre um ein Drittel gestiegen sind, so wird klar, daß Eigentum in Bürgerhand unerwünscht ist, da es den Bürgern zu viel Autonomie gegenüber Staat und Wirtschaft gewähren würde.
Na ja
Das sind gefühlte Faktoren, mit der Realität haben die nichts zu tun

Wieviel Geld sparen Sie dadurch, dass Bauvorschriften entrümpelt werden können?
Durch Nichtkauf/Miete einer Garage
Durch 1/3 weniger Infrastrukturinvestition des Staates via Steuerreduzierung?
Durch weniger zu fahrende km (1/3 Wegfall dank Parkplatz Suchen Wegfall

Das sind nur einige Beispiele

Und wenn Sie Ihr 10 Jahre altes Auto bzw dessen Gegenwert nehmen, dann fahren Sie im Schnitt bei Mittelklassen Jahresfahrzueg bis zu 1/3 billiger
Schnittwerte, sicherlich

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radler2 16.02.2019, 14:07
27.

Zitat von acbu
wird ein weiterer Sargnagel der demokratischen Gesellschaft sein. Wie Frau Merkel, wenn ich mich recht entsinne, einmal in Chile geäußert hat, wird das System des autonomen Fahrens nur bei gleichzeitiger Einschränkung des Individualverkehrs funktionieren, da der "individuelle Fahrer" eben nicht berechenbar ist. Fehlerquelle Mensch.
Frau Merkel hat zwar tatsächlich mal etwas in dieser Richtung gesagt, das wird aber so nicht kommen können.
Mit "so" meine ich, dass der Einsatz von autonomen Fahrzeugen zwingend bedingt, dass von Menschen bediente Fahrzeuge nicht mehr auf den bisherigen öffentlichen Straßen fahren dürfen.
Das wäre zum einen logistisch unmöglich. Wir haben in Deutschland aktuell 45 Mio PKW, sollen die alle an einem Tag stillgelegt werden und durch 10 Mio autonome Autos ersetzt werden? Wie soll das gehen?
Zum anderen bewegen sich die fürchterlich unberechenbaren Menschen heute zu Fuß, mit dem Fahrrad, seit neuestem auch mit Elektrorollern, auf denselben Straßen, die dann autonome Autos benützen - dürfen wir das dann noch? Dürfen wir dann ohne Transponderjacke noch das Haus verlassen? Nein, so wird das nich kommen.
Wenn autonome Fahrzeuge zugelassen werden, dann nur wenn sie mit den aktuell herrschenden Bedingungen klar kommen. Nur dann. Und wenn die das bei Einführung können, dann auch dauerhaft - ein Verbot von nicht autonomen Fahrzeugen braucht es nicht.

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radler2 16.02.2019, 14:24
28.

Zitat von anna_nass
Leider gibts beim Car-Scharing immer mehr elektrische Autos. Damit produzieren wir den Sondermüll von Morgen, Die Akkus werden bei diesen Scharing-Autos innerhalb sehr kurzer Zeit kaputt sein. Außerdem kann man ja überall lesen, dass die Dinger nicht weit kommen, und im Winter sollte man auf keinen Fall die Heizung anstellen. Da ist das Liegenbleiben in den Städten schon vorprogramiert!
Ich bin durchaus skeptisch, was E-Autos angeht, aber gerade für den Einsatz als Car-Sharing-Fahrzeug (wie DriveNow / CarToGo) sehe ich da durchaus Sinn.
Die Fahrzeuge werden im wesentlichen auf recht kurzen Strecken genutzt, da geht Elektrisch gut.
Die Akkus altern sowohl über die Zeit als auch über die Ladezyklen. Ein recht wenig genutztes privates E-Auto ist nicht rentabel, da nach vermutlich 8 Jahren (= weniger als die halbe Lebensdauer unserer PKW) der Akku wegen der zeitlich Alterung gewechselt werden muss.
Bei einem Car-Sharing Fahrzeug, welches in dieser Zeit ein mehrfaches an Strecke zurückgelegt hat, ist der Ersatz des Akkus nicht so dramatisch.
Wo Sie recht haben: Es bleiben durchaus E-Autos mit leerem Akku liegen, BMW hat dafür extra Lade-Fahrzeuge, durfte ich schon mehrfach in Aktion beobachten. Und auf der Autobahn zum Münchener Flughafen stehen auch öfter mal DriveNow, bei denen der Fahrer wohl nicht berücksichtigt hat, dass ein E-Auto auf der AB weniger Reichweite hat als in der Stadt...

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radler2 16.02.2019, 14:36
29.

Zitat von zensurgegner2017
UND: Laut allen Studien ist Fahren nach "Bestellung" um gut 1/3 pro km billiger als selber Fahren, gerechnet auf einen gebrauchten 1 Jahres Mittelklassewagen
Was sollen denn das bitte für Studien sein, der Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen wird ja nicht zum Selbstkostenpreis anbieten, sondern zum höchstmöglichen Preis, und der liegt unterhalb des heutigen Taxis, aber sicher deutlich über den Kosten eines eigenen Fahrzeugs.

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