Forum: Auto
Modellpolitik von Mercedes-Benz: Keine Klasse
Daimler

Mit dem Maybach G 650 Landaulet steht bullig der Beweis im Raum, dass Mercedes-Benz bei der Markenausrichtung eine neue Richtung einschlägt. Zurückhaltung ist passé, unverhohlen wird dem prassende Geldadel gehuldigt.

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Pless1 22.02.2017, 12:52
30.

Zitat von sosume
MB beschädigt hier den Markenkern, oder will den so positionieren wie es der Autor völlig zutreffend formuliert. Ich weiß nicht welche Variante bedenklicher ist. Luxus sollte mit Qualität, Klasse und Zurückhaltung und einer Zukunftsvision einhergehen. Hier herrscht nur pubertierender Protz.
Ich sehe das genauso wie Sie und der Autor des Artikels, bin mir aber unsicher in der nüchternen Bewertung dieser Entwicklung. Denn wenn ich mir die gesellschaftliche Entwicklung anschaue und dabei die Brille des Deutschen einmal abnehme sehe ich, dass es so etwas wie vornehme Zurückhaltung kaum noch gibt, oder diese zumindest weit zurück gedrängt wurde.

Mercedes lebt davon, Autos zu verkaufen und wird sich gesellschaftlichen Entwicklungen nicht entziehen können.

Zu meines Vaters Zeiten trug man selbstredend einen Anzug, wenn man ins Autohaus mit dem Stern fuhr um sein Auto zu kaufen oder abzuholen. Manche bestellten bei der Abholung ihres /8 gleich das zukünftige Modell vor, um in 6 Jahren pünktlich beliefert zu werden. Ja, so etwas gab es nicht nur beim Wartburg ;-)

"Kunden" in Jeans wurden freundlich zum Gebrauchtwagenhändler gegenüber verwiesen: Bitte nichts berühren!

Heute ist das anders, es wird der schwülstig parfümierte und mit Goldkette behängte Interessent intensiver bedient als der "Kunde mit Niveau". Der Bling-Bling-Kunde fragt eher nach Features als nach dem Preis. Und es gibt vor allem viel mehr von denen.

Der Autor hat Recht: so mancher Kunde, der auf ein Mindestmaß an Stil wert legt wandert wohl ab, aber das werden wohl bedeutend weniger sein als die, die man dazugewinnt.

Ein wenig haben dadurch seit den Achtzigern Mercedes und BMW die Kundenschwerpunkte getauscht. Damals war BMW die Marke der Aufsteiger, Mercedes des Establishments. Heute wirkt das irgendwie zunehmend anders herum.

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dunham 22.02.2017, 12:55
31. Nicht zu empfehlen

Abgesehen davon, dass das Auto von außen eher wie ein Gefährt für den Hausmeister wirkt, empfehle ich niemandem, mit einem 12-Zylinder und 650 PS z. B. durch die Wüste oder den Dschungel zu fahren. Der Motor ist viel zu schwer für Geländefahrten. Besonders mit diesen Alurädern im Vorstadt-Design dürften Ausflüge in die Savanne kurze Vergnügen sein. Außerdem fehlen dem Wagen wichtige Dinge wie Seilwinde oder Außenluftfilter. Auch das Stoffverdeck dürfte bei wilden Tieren zur Mittagszeit für Freude sorgen.

Dort, wo die Frage des Autos eine Frage des Überlebens sein kann, fährt niemand SUV. Dort vertraut man seit Jahrzehnten auf z. B. Toyota-Geländewagen oder ISUZU-Vans. Selbst in den VAE sieht man kaum BMW X- oder Audi Q-Modelle. Man fährt halt gern mal in oder durch die Wüste zur nächsten Stadt und möchte auch vollständig ankommen.

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Mr Bounz 22.02.2017, 12:58
32. kein Profit!!

Zitat von zeichenkette
Wer regt sich hier eigentlich auf? Natürlich ist es gerade in, in diese Kerbe zu schlagen, aber was ist verkehrt daran, den Superreichen eine halbe Million für ein Auto abzunehmen, das kein Mensch braucht? Wenn überhaupt, gibt es noch viel zu wenig von sowas, bis die alles ausgegeben haben. Und besser sie geben es für einen protzigen Mercedes aus als für so manche andere und weniger harmlose Dinge. Wer auf sowas steht, mag zwar keinen Geschmack haben, ist aber offenbar für weltliche Dinge noch nicht verloren. Mir ist diese Aufregung über sowas wirklich zu billig. Kommt aber garantiert gut an, und darum geht es ja, oder?
Das wiklich Verwerfliche ist folgendes:
Superreichen 500.000,- € für ein Auto abzunehmen und dann nicht mal den Willen zu haben damit etwas zu verdienen.
Die Zahlen auch 700.000,-€ ohne mit der Wimper zu zucken!!

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dertorsten 22.02.2017, 12:59
33. Beschussklasse

Welche Beschussklasse hat denn das Verdeck, bitte? Dürfte für die angestrebte Klientel nicht ganz unwichtig sein. Die Angst fährt da immer mit.

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teddy10 22.02.2017, 13:03
34. Na Na

Immerhin ermöglichen die Gelder, die dieses exzellente KFZ einspielt, auch für den deutschen Nimmersattstaat, die Finanzierung vieler "Migranten" !

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Hartholzkopf 22.02.2017, 13:18
35. Gl 650

Gemach gemach! Die Karre ist doch hauptsächlich für den US Markt und China gedacht. Für die ist der Wagen der Renner.

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Hirschbrunft 22.02.2017, 13:25
36. ohne

Was soll die Frage Zum Kofferraum ? Die Domestiken ,Bodygards & Kofferträger folgen im Konvoi den hohen Herrschaften.

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tom_2030 22.02.2017, 13:34
37. Pures Understatement - aber auf keinen Fall protzig!

Entgegen der meisten hier geposteten Einträge finde ich das Auto alles andere als protzig. Die Formsprache ist traditionell und zurückhaltend - gerade eben kein Bling Bling. Auf den ersten Blick sieht das Fahrzeug eher nach einem geländegängigen Nutzfahrzeug aus und ich denke, dass man damit sicherlich auch prima abseits der normalen Strasse unterwegs sein kann (im Gegensatz zu 80% aller SUVs, die aufgrund lackierter Stoßfänger schon auf Schotterwegen ihre Probleme haben). Hätte ich aber das notwendige Kleingeld, so würde meine Wahl sicher auf dieses wirklich robuste Fahrzeug fallen.
Das Einzige, was man MB vorwerfen könnte, ist der überdimensionierte Motor. Was bringt mir ein Motor mit 600 PS, wenn die Elektronik bei 180 km/h abriegelt. Von 0 auf 100 km/h in 6 Sekunden ist jetzt auch nicht wirklich beeindruckend. Der G-Klasse Benz in der AMG Version (G 65) schaft den Sprint in 5,3 Sekunden und kostet weniger als die Hälfte (230.000).

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bernie_witzbold 22.02.2017, 13:35
38. Unglaublich

Zitat von Pless1
Ich sehe das genauso wie Sie und der Autor des Artikels, bin mir aber unsicher in der nüchternen Bewertung dieser Entwicklung. Denn wenn ich mir die gesellschaftliche Entwicklung anschaue und dabei die Brille des Deutschen einmal abnehme sehe ich, dass es so etwas wie vornehme Zurückhaltung kaum noch gibt, oder diese zumindest weit zurück ... Ein wenig haben dadurch seit den Achtzigern Mercedes und BMW die Kundenschwerpunkte getauscht. Damals war BMW die Marke der Aufsteiger, Mercedes des Establishments. Heute wirkt das irgendwie zunehmend anders herum.
Dass es Leute wie Sie tatsächlich noch gibt, hätte ich nicht für möglich gehalten. "Zu meines Vaters Zeiten trug man selbstredend einen Anzug, wenn man ins Autohaus mit dem Stern fuhr um sein Auto zu kaufen oder abzuholen."

Der Präsident des multinationalen Unternehmens, für das ich arbeite, trägt nicht einmal einen Anzug, wenn er beim Wirtschaftsminister vorspricht, geschweige denn, wenn er seinen Mercedes abholt. Was hat die Firma früher wohl geglaubt, was sie ist? Die Mailänder Scala?

Auch wenn ich schon etwas älter bin: Gut, dass die alten Zeiten vorbei sind!

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lies.das 22.02.2017, 13:35
39. Dieser Kommentar fördert den Verkauf.

Der scheinbar ablehnende SPON-Kommentar fördert genau das Image, das Mercedes mit dem neuen Maybach G 650 anstrebt: Dass "alle" Mercedes-Käufer erfolgreich sind, reich sind. Negative Bemerkungen? Vergiss es! Es ist ein Kommentar, wie ihn jede PR-Firma nur wünschen kann. Und das im führenden Online-Nachrichtenmagazin der Entscheidungsträger...Je mehr, umso besser. Mercedes dankt!

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