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Mögliches Fahrverbot in München: "Der Diesel hat keine Zukunft"
DPA

Dürfen in München bald keine Dieselautos mehr fahren? Der Oberbürgermeister hat eine Diskussion in Gang gesetzt. Die Empörung ist groß - und der Zorn richtet sich nicht nur gegen ihn.

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maxgil 14.06.2017, 16:35
20. Nur

noch mal zum Verständnis: ich fahre eine großen Diesel, der brauch ca. 6,5l/100km. Sollte ich auf einen vergleichbaren Benziner umsteigen, braucht der ca. 5 l mehr pro 100 km, bei einer jährlichen Laufleistung von 50000 km (ich fahr beruflich viel) kommt da eine Mehrverbrauch von 2 Tonnen (!!!!!!) pro Jahr zusammen. Ich arbeite in einem kleinen Unternehmen mit 20 Firmenfahrzeugen, wäre für uns dann pro Jahr 40 Tonnen mehr Sprit. Hat Jemand Lust, das auf die gesamte deutsche Firmenfahrzeugflotte umzurechnen? Die Grünen etc. sind nicht ganz dicht! Hoffentlich fliegen die aus dem BT!

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auweia 14.06.2017, 16:35
21. Die HL. Gesundheit....

Die Leute werden immer gesünder und leben immer länger. Und jetzt muß auch noch das letzte Schadstoffmolekül gejagt werden, egal ob es nun ursächlich ist, ursächlich sein könnte oder nur für eine gefühlte Bedrohung steht. Leute, seid doch mal zufrieden...
Und abgesehen davon: Ist es nicht ziemlich schräg, in der *Stadt* zu wohnen und die Erwartung zu haben, dort müsse es eine Luft wie im Wald geben?
Was ist denn mit der möglicherweise gewonnenen Lebenszeit? Gibt es dann mehr Rente?

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rearranger 14.06.2017, 16:39
22. Fahrverbote dann aber auch für Benziner mit hohem Verbrauch

Es wird immer so getan, als ob Benziner überhaupt kein Abgas mehr produzieren. Dabei fahren viele Leute, die viel fahren müssen - wie Handwerker, Lieferanten und Taxen - bevorzugt Diesel nicht nur, weil der Kraftstoff steuerbegünstigt billiger ist, sondern weil man damit weiter kommt und es eine im Vergleich zum Ottomotor verschleißarme Antriebstechnik ist. Habe im Diesel-Kompendium des VDA folgendes gefunden, was zu denken gibt und von den Dieselgegnern erst einmal zu widerlegen wäre: "Ihr geringer CO2-Ausstoß macht Dieselfahrzeuge zu einem unverzichtbaren Baustein bei der Umsetzung der europäischen Klimaschutzziele. Das zeigt ein Rechenbeispiel: 2015 waren 48 Prozent der neu zugelassenen Pkw in Deutschland mit einem Dieselmotor ausgestattet. Mit diesem Anteil betrug der durchschnittliche Ausstoß pro Pkw 128 g
CO2/km. Würde man nun alle neu zugelassenen Diesel- durch entsprechende Benzin-Pkw
ersetzen, so ergäbe sich ein deutlich höherer Ausstoß von rund 134,7 g CO2/km.
Umgekehrt läge der Ausstoß bei gut 121 g CO2/km, wenn alle Benziner durch Diesel
ersetzt würden. Hier zeigt sich der Vorteil des Diesels: Bei einer durchschnittlichen
Fahrleistung von jährlich 15.000 km und einem Neuzulassungsvolumen von 3,2 Millionen
Pkw entspräche dies einer Einsparung von 634.000 t CO2 pro Jahr. Das ist so viel, wie eine
Kleinstadt mit 70.000 Einwohnern jedes Jahr emittiert."

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htapk 14.06.2017, 16:41
23.

Endlich nimmt der farblose Oberbürgermeister Gestalt an.

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Hyperboraeer 14.06.2017, 16:42
24. Nicht zu fassen!

Versagen der Politik, Versagen der Automobilwirtschaft und jetzt werden private und gewerbliche Dieselfahrer enteignet (zumindest unterhalb Euro6 oder max. Euro5).

Als Arbeitnehmer, der seit 2000 mit realer Einkommensstagnation, gar mit Rückgang des Reallohneinkommens zu kämpfen hat, mit steigenden Mieten innerstädtisch und ggf. auch deshalb in den Randbereich ausgewichen ist und nun mit eigenem KFZ und ÖPNV pendeln muss, werden die Belastungen immer größer.

Ich wünschte mir einen REALprotest, indem alle Betroffenen tatsächlich den ÖPNV etc. nutzen, der in seiner Kapazität und seinen Taktzeiten in Großstädten dann real zum Erliegen kommen dürfte, denn dann bekommen wir asiat. Verhältnisse (Tokyo, chin. Großstädte etc.), ohne organisatorisch im mind. darauf vorbereitet zu sein. Im Berufsverkehr sind schon heute die U- & S-Bahnen und Busse vielfach überfüllt...

Wie man mit dem ÖPNV oder der Bahn zu anderen als den derzeit angebotenen, eher wenigen Fahrzeiten in die City kommen soll (eher losfahren als alle anderen, siehe oben, geht wg. fehlender Fahrzeiten oft nicht), wird dann eine höchst spannende Frage werden.

Nicht umsonst ist München die Pendlerhauptstadt Deutschlands, bei den innerstädtischen Hochpreismieten.
Selbst im Umland arbeitet ein Partner allein für die Miete und darf keinesfalls ausfallen.

Tja dann...
Jetzt kann die Politik ja mal zeigen, dass sie nicht nur reden kann, sondern auch effiziente Lösungen umzusetzen in der Lage ist. Ich bin gespannt, befürchte aber große Enttäuschungen...

Alle haben es gewusst, alle haben es ausgesessen und die Zeche zahlt final jetzt der, der sie immer zahlt.

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W/Mutbürger 14.06.2017, 16:43
25. Volvo

hat schon die Konsequenzen gezogen und zieht sich teilweise aus der Dieseltechnologie zurück. Ich denke, die anderen Hersteller werden im Laufe der Zeit nachziehen.
http://www.nachrichten.at/anzeigen/motormarkt/motor/Volvo-rudert-beim-Diesel-Ausstieg-ein-Stueck-zurueck;art111,2584240

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rearranger 14.06.2017, 16:45
26. Fahrverbote dann aber auch für Benziner mit hohem Verbrauch

Es wird immer so getan, als ob Benziner überhaupt kein Abgas mehr produzieren. Dabei fahren viele Leute, die viel fahren müssen - wie Handwerker, Lieferanten und Taxen - bevorzugt Diesel nicht nur, weil der Kraftstoff steuerbegünstigt billiger ist, sondern weil man damit weiter kommt und es eine im Vergleich zum Ottomotor verschleißarme Antriebstechnik ist. Habe im Diesel-Kompendium des VDA folgendes gefunden, was zu denken gibt und von den Dieselgegnern erst einmal zu widerlegen wäre: "Ihr geringer CO2-Ausstoß macht Dieselfahrzeuge zu einem unverzichtbaren Baustein bei der Umsetzung der europäischen Klimaschutzziele. Das zeigt ein Rechenbeispiel: 2015 waren 48 Prozent der neu zugelassenen Pkw in Deutschland mit einem Dieselmotor ausgestattet. Mit diesem Anteil betrug der durchschnittliche Ausstoß pro Pkw 128 g
CO2/km. Würde man nun alle neu zugelassenen Diesel- durch entsprechende Benzin-Pkw
ersetzen, so ergäbe sich ein deutlich höherer Ausstoß von rund 134,7 g CO2/km.
Umgekehrt läge der Ausstoß bei gut 121 g CO2/km, wenn alle Benziner durch Diesel
ersetzt würden. Hier zeigt sich der Vorteil des Diesels: Bei einer durchschnittlichen
Fahrleistung von jährlich 15.000 km und einem Neuzulassungsvolumen von 3,2 Millionen
Pkw entspräche dies einer Einsparung von 634.000 t CO2 pro Jahr. Das ist so viel, wie eine
Kleinstadt mit 70.000 Einwohnern jedes Jahr emittiert."

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zTyphoon 14.06.2017, 16:45
27. Mal wieder Bild Niveau

Und darauf beziehe ich mich Wortwörtlich auf das Bild. Was soll der Schwachsinn? Soll das Bild suggerieren wie "dreckig" ein Diesel ist? Warum Bilder posten von Dieselautos die nicht mal einen Partikelfilter besitzen? Habt ihr es wirklich so nötig? Abgesehen davon, dass es nichtmal mehr die Diesel sind die so rußen, sondern unsere schönen modernen Benzin Direkteinspritzer. Aber was solls, Spiegel hat es sich ja zur Aufgabe gemacht den Diesel bis in alle Ewigkeit schlecht zu reden.

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nach-mir-die-springflut 14.06.2017, 16:45
28. Ans Eingemachte

Wäre gut, wenn der Artikel auf Zahlen einginge. Wie hoch liegt der Anteil der Pkw-Diesel im Vergleich zum Anteil der Lkw und Busse? Wenn die Auto-Industrie das E-Auto preist, muss sie gleichzeitig feststellen, dass das E-Auto nicht angenommen wird, die Nachfrage ist bescheiden, zumal das E-Auto die Braunkohle-Emission nur verlagert nach außerhalb der Stadt. Vielleicht ist dieses E-Auto auch nur eine Mode, und da ein Verbrennermotor auch mit Sonnenstrom-Benzin gefahren werden kann, stellt sich einmal mehr die Frage, warum aufs E-Auto umstellen? Es wird argumentiert, der Privat-Pkw steht 95 % der Zeit eh nur rum, gute alte Autos sollen also jetzt exportiert werden, damit ein neues E-Auto für 30.000 Euro aufwärts 1/20 seiner Zeit fahren darf? Kann es sein, dass im politischen Lager ein Aktionismus ausgebrochen ist wie ein Lager-Koller, man will was verändern, weiß aber nicht, wo, und man sucht sich was Leichtes, weil ans Schwere traut man sich, so tabubehaftet es ist, nicht ran? Vielleicht bekommt die Auto-Industrie bei einem gesättigten Markt auch einfach ihre Autos nicht mehr los, worüber keiner recht reden darf?

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mam71 14.06.2017, 16:48
29.

Es ist dringend die Politik (und natürlich die Autohersteller) gefordert, den Prozess des "Ausphasens" des Dieselmotors verträglich zu gestalten. Es ist dem Normalbürger, der auf sein Auto angewiesen ist, schlicht nicht möglich, von jetzt auf gleich ein neues Kfz zu kaufen.
Mit vernünftigen Übergangsfristen, die einer üblichen Finanzierungsdauer entsprechen, hätten wohl die wenigsten Probleme.
Gerade für Klein- und Geringverdiener ist es auch nötig, dass saubere Neufahrzeuge erstmal in ausreichender Zahl in den Gebrauchtwagenmarkt "einsickern" und sowas dauert nun mal.
Die Untätigkeit des Verkehrsministers (inkl. seiner Länderkollegen) ist mir unbegreiflich. Sich selbst ein neues Dienst-Kfz aus dem Leasing-Katalog mit dem Geld anderer Leute ordern, für den Behördenfuhrpark grosszügige Ausnahmeregelungen erlassen und Otto Normalbürger das Fahren verbieten - geht so vernünftige Politik?

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