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Moia startet in Hamburg: So funktioniert VWs Volks-Fahrdienst
Moia

Elektrobusse, Buchung per App, 10.000 Haltepunkte: Montag startet Volkswagen seinen Fahrdienst Moia in Hamburg - und will so den Stadtverkehr entlasten. Es ist aber auch möglich, dass das Gegenteil eintritt.

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Stäffelesrutscher 13.04.2019, 22:49
40.

Zitat von intercooler61
Wie groß ist denn deren Geschäftsgebiet? Sind da auch Rand- und Problemviertel exkludiert, wie bei den anderen "Sharing"-Anbietern? Ich finde ja, HH sollte es zur Auflage machen, wenigstens das ganze Stadtgebiet zu bedienen. Sonst ist es Rosinenpickerei, wettbewerbswidrig zu Lasten des Taxigewerbes. (Nein, ich bin kein Taxifahrer, nur -nutzer.)
Steht auf deren Website. Erweiterte Innenstadt, bis zum Flughafen und Elbvororte. Rahlstedt, Poppenbüttel, Bergedorf, Harburg: Nein.

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Stäffelesrutscher 13.04.2019, 22:52
41.

Zitat von grete56
Moia macht den gleichen Denkfehler wie alle anderen Carsharing Dienste auch. Sie beschränken sich auf das Innen-Stadtgebiet (alles innerhalb des Ring2). Hier fahren die meisten Menschen mit dem Fahrrad oder benutzen die Öffis. Sie (die Carsharingdienste) kanebalisieren sich also alle untereinander. Alle die von außerhalb des Ring 2 kommen, nutzen die Öffis bis in die Innenstadt oder das eigene Auto. Lediglich Car2go und Drive Now haben einzelne Inseln außerhalb des Stadtkerns. Der Speckgürtel von Hamburg profitiert von den Carsharingdiensten überhaupt nicht. Ab 23 uhr fährt da nicht mal mehr ein Bus. Ich als Speckgürtelbewohner fahre immer mit dem eigenen Auto in die Stadt. Die S- Bahn hat permanent Ausfälle, ist überfüllt und oft dreckig - von den Vollidioten ab 22 Uhr ganz zu schweigen. Mein Vorschlag: Jeder der in Hamburg eine Lizenz für Carsharing erwerben will, muss zwangsweise das gesamte Hamburger Stadtgebiet bedienen - wie die Taxifahrer auch.
Man kann es gar nicht oft genug betonen: Echte Car-Sharing-Anbieter wie Greenwheels sind im gesamten Stadtgebiet präsent. Auch in den Randgebieten. Die Marketing-Fahrzeuge der Autokonzerne hingegen sind nur in der Innenzone vorgesehen, wo andauernd der ÖPNV kommt.

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shardan 13.04.2019, 23:12
42. Nehm ich sofort....

Wenn ich damit statt Auto zur Arbeit und zurück komme, würde ich das gern in Anspruch nehmen. Die Fahrerei zum Job artet hier mittlerweile in Parken mit gelegentlichen Unterbrechungen aus, Parkplätze sind knapp und oft genug teuer, eine Lademöglichkeit für ein Elektrofahrzeug gibt es weder beim Arbeitgeber noch in meinem Wohnumfeld... Mal her mit dem Ding. Wenn so eine Lösung funktioniert, kann ich endlich aufs Auto verzichten. Mit allen Kosten wie Anschaffunbg bzw Abschreibung, Wertverlust, Werkstatt, Versicherung usw ist ein Auto heute ganz schön teuer, das könnte sich sogar rechnen.

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o210367 13.04.2019, 23:15
43. Unglaublich kreativ was VW da macht.

https://en.wikipedia.org/wiki/Jeepney

Das Geschaeftsmodel der Dritten Welt fuer die Drittwelt Deutschland. Die ueberbevoelkerte Zukunft wird schoen.
Die Krise ist also schon da:
https://i.pinimg.com/originals/56/5e/54/565e54f059dbcf6a1294bb33a5a7fe05.jpg

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at.engel 13.04.2019, 23:20
44.

Die Geschichte ist relativ simpel: Diejenigen, die eh nich tselber fahren, steigen bestensfalls um - das wiederum hängt vom Service oder vom Preis ab. Das ândert aber grundsätzlich überhaupt nichts am Verkehraufkommen. Für alle, die sowieso einen Wagen brauchen, ist es in jedem Fall eine Zusatzausgabe. Die rentiert sich natürlich speziell im Innenstadtbereich - aber gerade da gibt es ja auch öffentliche Verkehrsmittel.
Ein wirklicher Fortschritt wäre, wenn Leute komplett auf ihren Wagen verzichten könnten; und dazu bräuchte es aber ein variables Angebot: Ich muss eben auch mal größere Dinge transportieren können - oder auch mal im Ausland mit einem Wagen weiterfahren können... Das Problem ist wahrscheinlich, dass 80% der Benutzer genau den gleichen Wagen zur gleich Zeit brauchen (wenn die Kinder in der Schule sind, alle erst mal in der Arbeit sind, stehen wahrscheinlich die meisten Wagen ungenutzt herum), weshalb das auch nie rentabel sein wird.

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upalatus 13.04.2019, 23:41
45.

Ob eigenes Fahrzeug oder Eintausch durch temporär/mehrmals täglich (mit)benutzes Transportmodul : ich erwerbe das Produkt Mobilität.

Es handelt sich auch beim Moia-Mobilitätsangebot schlicht um ein neues Produkt, bei dem natürlich auch die Verpackung nebst damit angebotenem/erreichbarem Image stimmen muss. Das Produkt muss deutlichen Unikatscharakter aufweisen, eine eigene deutliche Charakteristik, eine eigene Formensprache. VW hätte jetzt die Occasion, sich darüber fix bei den Kunden zu definieren und zu profilieren. Ein aufgehübschter Moia-Kastenbus aber signalisiert (ausser dem schönen Namen) nichts an Neuem, nichts an Beginnendem, weckt weder Lust noch Wunsch, schon gar nicht jenen nach Abschaffung der eigenen Kiste. Einigen Kunden sind diese Attribute sicherlich völlig egal und entscheiden sich tatsächlich nach praktischen/ökonomischen Erwägungen. Nur befinden die sich in der Minderheit, auch beim sonstigen Produktkaufentscheid. Mit welchem Riesenerfolg rollten denn solcherlei Transportformate bereits in längster Vergangenheit als Kleinbustransporter herum?

Angepeilter Erfolg und Start in das neue Geschäftfeld, Mobilität als temporäres Produkt zu verkaufen (und auch dringend notwendig um Verluste durch Emobi in anderen Bereichen wenigstens zu kompensieren), will VW ganz sicher nicht auf D beschränken. Kaum vorstellbar, dass das repräsentierende Gefährt in irgendeiner Großstadt dieser Welt gierig angenommen werden würde.

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flyte 13.04.2019, 23:46
46. Bleibe bei Clevershuttle

Hier in Hamburg fahre ich häufig mit Clevershuttle. Meine Erfahrung: es funktioniert einfach.
Man wird vom Wunschort abgeholt und zum Wunschziel gefahren, wie beim Taxi - nur eben viel günstiger (etwa 40%). Die Fahrzeuge sind leise, die Fahrer sind meist sehr freundlich und fahren - anders als mitunter Taxifahrer - sehr entspannt und ohne Zeitdruck.
In Hamburg fahren Wasserstoffautos von Toyota und keine Fahrzeuge wie bei Moia mit schmutzigen Batterien.
Warum sollte man sich zu Haltepunkten bewegen müssen, wenn es einen Dienst gibt, der direkt zum Abholort kommt?
Mehr Komfort, besserer Service und besser für die Umwelt. Moia hat am Markt nur eine Chance, wenn sie wirklich extrem billig sind - für mich sind sie keine Alternative.

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Ultradigger 14.04.2019, 00:29
47. Ist nur Vorbereitung für autonome Fahrzeuge

Das ganze würde mit hunderten von Fahrzeugen perfekt funktionieren. Es gibt nur keine hunderte von Fahrern.
Da VW aber auch gleichzeitg seine autonmen Fahrzeuge in Hamburg testet, gehe ich mal davon aus, dass die Moias in Zukunft autonom fahren sollen. Leider liegt VW ein paar Entwicklungsjahre hinter Waymo One zurück und wird das wohl nicht schaffen, bevor die Alphabet Tochter in Deutschland Fuß fasst.

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tomtom_kr2 14.04.2019, 00:44
48. BlaBlaCar...

...ist die beste Alternative!
Bundesweit, ja Länderübergreifend finden sich Leute um gemeinsam zu reisen, zu kommunizieren und gemeinsam Ziele zu erreichen. Ich habe schon dutzende wirklich sehr nette Menschen mitgenommen und ans Ziel gebracht. Die meisten Autos auf Autobahnen sind gerade mal mit dem Fahrer / der Fahrerin besetzt, ich habe stets ein gutes Gewissen zwei, manchmal drei Mitfahrer*innen ökologisch sinnvoll ans Ziel zu bringen. Win Win Win (Ich bekomme meine Spritkosten min. wieder ein, der Mensch der mitfährt hat ein quasi Taxi-Erlebnis, die Umwelt freut sich, da nur ein anstatt drei Fahrzeuge Sprit verbrennen....und Kommunikation mit Mitmenschen ist und wird in diesen Zeiten immer wichtiger - egal ob sie aus DE, Syrien, Türkei, Spanien oder sonstwo herkommen! BlaBlaCar!

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viwaldi 14.04.2019, 00:49
49. Bin schon mit MOIA gefahren, im Gegensatz zu den meisten hier

Es ist einfach und gut, deutlich billiger als ein Taxi. Kind muss quer durch die Stadt zum Punktspiel, Papa hat keine Zeit: Moja. Morgens schnell zu Zug, Zeit reicht nicht mehr für Öffis: Moja. Nicht für alles, aber für vieles brauchbar. In Hannover leider ohne Fahrt zum Flughafen, das wär ein echter Fortschritt gewesen.

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