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Moia startet in Hamburg: So funktioniert VWs Volks-Fahrdienst
Moia

Elektrobusse, Buchung per App, 10.000 Haltepunkte: Montag startet Volkswagen seinen Fahrdienst Moia in Hamburg - und will so den Stadtverkehr entlasten. Es ist aber auch möglich, dass das Gegenteil eintritt.

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DiggaAlla 14.04.2019, 01:22
50. Nix ist das...

Sämtliche neue Konzepte zielen doch nur darauf ab sich die Taschen voll zu machen. Mit Umweltschutz hat das wenig zu tun. Dank car sharing sieht man, wie voll bestimmte Gegenden in Hamburg geworden sind, denn es ist wohl nur ein Bruchteil, der sein Auto wirklich verkauft und auf e-scooter (viel Spaß im Winter), Fahrrad, MOIA oder car sharing umsteigt. Besonders kranke oder alte Leute werden das nicht tun. Ich werde es sicherlich auch nicht tun, denn ich habe zu viel Spaß am Autofahren, auch wenn ich nur 3 tkm/Jahr mit meinem Sportwagen zurücklege. MOIA ist ein Taxi/ÖPNV-Zwitter und eine Image-Waschanlage für VW, welches die Automobilwelt für immer zum negativen verändert hat. Allein deshalb gehört das gesamte ehem. VW-Management lebenslang hinter Gittern, denn seit Dieselgate sind sämtliche Hirne ausgeschaltet und wer am Lautesten ruft, setzt sich durch. Der amerikanische Durschnittsbürger muss sich mit seinem lifestyle über die Bemühungen eines kleinen Deutschlands kaputt lachen. Zumindest reicht es aus Freitags einige Kinder auf die Straßen zu schicken um Jobs in Gefahr zu bringen und eine ganze Industrie ins Wanken zu bringen. So hörig sind wir jedoch...Stanley Milgram würde sich im Grab umdrehen.

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rastlos2 14.04.2019, 01:33
51.

Zitat von fahrgast07
Der letzte Satz triffts: Erst wenn die Ptivat-PKW ihre Privilegien verlieren, wird neue Mobilität möglich. Moia könnte von Fahrgemeinschafts-Spuren profitieren, und eine Citymaut würde sowieso helfen. Leider ist die Politik mutlos: Man hofft immer noch, Verkehrsprobleme zu lösen, ohne die Privat-PKW zu beschränken. Daran scheiterts.
Sie vergessen eins, sobald Sie keine Auto mehr besitzen, weil sie glauben, es wird zu teuer, werden sie von den Konzernen ausgepresst, wie eine Orange. Sie haben dann keine Alternative mehr. VW bekommt nicht zu Lebzeiten nicht mehr als Kunde, auch nicht für seine Tochterunternehmen. Erst wenn dieser Konzern zerschlagen wird und die Marktmacht neu geordnet wird, kann man darüber nachdenken.

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rastlos2 14.04.2019, 01:35
52.

Zitat von Stäffelesrutscher
* Seufz * ... und wieder muss man falsche Angaben korrigieren. In Hamburg ist nicht nur die Hochbahn mit Bussen unterwegs, sondern es gibt auch die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein VHH. Da kommen also noch viele Bushaltestellen dazu ... Und: dieser Duz-Bus-Betrieb bedient bei weitem nicht ganz Hamburg. Ausgerechnet dort, wo der ÖPNV ausgedünnt ist, fährt der neue Bus nicht. Man merkt also: das ist nicht für Leute gedacht, die sonst ihr Auto nehmen würden, weil der Bus nur alle 40 Minuten kommt, sondern das wird dort auf die Straßen geschickt, wo der Bus alle 5 bis 10 Minuten fährt ...
Ist doch logisch, VW will Geld verdienen oder glauben Sie - der Dieselskandal und dessen "Aufarbeitung" sollten Beweis genug sein - dieser Konzern handelt altruistisch?

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zila 14.04.2019, 02:34
53. Uber Pool mit 'nem Büs-chen

Das ähnelt Uber-Pool und kostet jede Menge nerven, wenn die Fahrtroute sich ändert, wenn Leue zusteigen. Ich zahl lieber mehr ohw zwetraubende Umwege und Idioten,die nicht am Treffpunkt/Haltestelle erscheinen.
Im Pilot mir wenigen Passagieren fällt das noch nicht auf.

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az150 14.04.2019, 03:07
54. Fußgänger

Wenn man sich die Konkurrenzsysteme aus der Fotostrecke so ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass das wichtigste städtische Verkehrsmittel der Zukunft immer noch die eigenen Füße sind. Warum kapiert das keiner? Warum reden und schreiben und schreien immer nur alle: Fahrrad, Auto, Carsharing, Taxi, Uber, Bus und Bahn? Zukunftsorientierte Verkehrsplanung, ausreichend breite, durchgängige und zielführend, angenehme und sichere Fußgängerwege - denn die braucht JEDER täglich, sie sind für jeden nutzbar und sie sind oft und gerne genauso schnell und effizient wie der fahrende Verkehr. Noch dazu sind sie unschlagbar umweltfreundlich, sozial, entspannend und gesund. Also liebe SPON-Redaktion: Schlage doch mal ein neues Kapitel der Verkehrsmittelpropaganda auf, tritt den ADAC und den ADFC kräftig in den Hintern (sie haben's beide verdient) und führe mal eine ehrliche Recherche zum Thema umweltfreundliche, soziale und sichere Verkehrskonzepte durch - aber bitte: dazu gehört auch, dass man Fußwege als gleichwertige Alternative, und nicht nur als notwendiges Übel bewertet. Und ebenso, dass man beim Kostenvergleich den eigentlichen Preisvorteil des ÖPNV durch Zeitkarten wie Monatsabos und Jobtickets nicht einfach verschweigt, übersieht oder wegdiskutiert. Ihr werdet euch wundern, zu welch einfachen Ergebnissen ihr gelangt: Fußgänger und klassische ÖPNV sind unschlagbar!

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citi2010 14.04.2019, 03:54
55.

Erinnert mich an die Minibusse , die ich aus Asien kenne. Nur nicht so überfüllt.

Den Verkehr wird es belasten, nicht entlasten. Die car-sharing Welle in Berlin hat (so gut ich das Konzept finde) zu mehr Autos in der Stadt geführt, nicht zu weniger.

Uber oder dieses Monzept sind alles Vulture Konzepte. Sie bedienen keinen Bedarf, sondern kannibalisieren existierende gut funktionierende Systeme um Autokonzerne zu füttern. Bus und Bahn sind besser.

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citi2010 14.04.2019, 03:59
56.

Zitat von rosinenzuechterin
Wahnsinn, was sich so alles für Fahrdienste in einer Stadt mit funktionierendem Nahverkehr tummeln. Auf dem Land, wo nur zweimal am Tag ein Bus kommt, ist mal wieder tote Hose. Da kostet eine Taxianfahrt auch Unsummen, sodass man auf das eigene Auto weiterhin nicht verzichten kann. Aber das Spielchen kennen wir ja schon von der Breitbandversorgung: Die Stadt von 100 MBit/s auf 200 MBit/s hochpäppeln und die Dörfer in der "Metropolregion" mit 0,5 MBit/s vergammeln lassen. Und dann wundert man sich wieder, warum keiner den billigen Wohnraum auf dem Land haben will, während Angebot und insbesondere Nachfrage die Mieten in der Stadt so explodieren lassen, dass die Leute bald eine Revolution anzetteln.
Vernünftigste Analyse dieses Themas.

Einmal mehr ist eine Lesern smarter als ein Redakteur.

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citi2010 14.04.2019, 04:04
57.

Zitat von grete56
Moia macht den gleichen Denkfehler wie alle anderen Carsharing Dienste auch. Sie beschränken sich auf das Innen-Stadtgebiet (alles innerhalb des Ring2). Hier fahren die meisten Menschen mit dem Fahrrad oder benutzen die Öffis. Sie (die Carsharingdienste) kanebalisieren sich also alle untereinander. Alle die von außerhalb des Ring 2 kommen, nutzen die Öffis bis in die Innenstadt oder das eigene Auto. Lediglich Car2go und Drive Now haben einzelne Inseln außerhalb des Stadtkerns. Der Speckgürtel von Hamburg profitiert von den Carsharingdiensten überhaupt nicht. Ab 23 uhr fährt da nicht mal mehr ein Bus. Ich als Speckgürtelbewohner fahre immer mit dem eigenen Auto in die Stadt. Die S- Bahn hat permanent Ausfälle, ist überfüllt und oft dreckig - von den Vollidioten ab 22 Uhr ganz zu schweigen. Mein Vorschlag: Jeder der in Hamburg eine Lizenz für Carsharing erwerben will, muss zwangsweise das gesamte Hamburger Stadtgebiet bedienen - wie die Taxifahrer auch.
Auch ein sehr vernünftiger Ansatz.

Carsharng beweist übrigens, dass der Markt nicht alles regelt. Die Anbieter müssen täglich Fahrzeuge umsetzen um den Bedarf richtig zu regulieren. Sie schweigen dazu aber.

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der_rookie 14.04.2019, 04:45
58. Hm

Keine Ahnung ob das finanziell funktioniert. Aber es ist doch gut, dass auch hierzulande mal jemand versucht Verkehr neu zu denken, sich dabei an hiesige Sozialstandards hält und bereit ist finanziell etwas zu riskieren.

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dereuropaeer 14.04.2019, 04:57
59. Moi a von VW

In Hong Kong gibt es ein ähnliches System, allerdings ohne Internet. Es gibt Minibusse mit 16 Sitzplätzen, die verschieden Routen abfahren und etwa alle 10 Minuten fahren. Sehr preiswert und fast immer voll.
Diese Minibusse haben teilweise feste Haltestellen, aber, wenn gewünscht, halten sie auch irgendwo, je nach Bedarf. Der Nachteil, sie stören teilweise den nachkomnenden Verkehr. Für Senioren kostet jede Fahrt, egal wie lang, nur 0,25€.
Von diesen Bussen gibt es hunderte

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