Forum: Auto
Morbide Oldtimersammlung : Friedhof der Fünfziger
Andreas Fechner

Michael Fröhlich schenkte sich zu seinem 50. Geburtstag 50 Oldtimer, alle mit Baujahr 1950. Das war im Jahr 2000. Heute verrotten die Autos in einem Waldstück - so wie ihr Besitzer es sich gewünscht hat.

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adal_ 12.10.2014, 10:54
130. Üble Nachrede

Zitat von flo_bargfeld
... erzählt aber den Reportern trotzdem die interessantesten Fakten nicht. Zum Beispiel, dass sein Autohaus u.a. auf den Verkauf von Nazi-Memorabilia wie dem Dienstfahrzeug von "Reichsführer SS" Heinrich Himmler spezialisiert ist....
Spezialisiert auf den Verkauf automobiler Nazi-Memorabilia? Das hört sich ja nach einer total profitablen Geschäftsidee an. :-)

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frank.drassler 12.10.2014, 12:16
131.

Der Mann hat anscheinend keine Ahnung von seinen Autos. Der vermeintliche 1950er Buick ist ein 1954 Plymouth...

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tweet4fun 12.10.2014, 12:28
132. Sie sind ja schon ziemlich frech

Zitat von flo_bargfeld
... erzählt aber den Reportern trotzdem die interessantesten Fakten nicht. Zum Beispiel, dass sein Autohaus u.a. auf den Verkauf von Nazi-Memorabilia wie dem Dienstfahrzeug von "Reichsführer SS" Heinrich Himmler spezialisiert ist. Für Interessenten: dieses Fahrzeug hat keinerlei Wald-Patina, sondern ist tipptopp gepflegt. http://home.mobile.de/MICHAEL-FROEHLICH#des_186843174
Wenn man schon falsche Tatsachen in einem Forum abläßt, sollte man eine Verlinkung vermeiden. Denn in der von Ihnen verlinkten Webseite des Michael Fröhlich steht eindeutig, daß es sich um eine Vermittlungsagentur für Oltimer handelt. Das bedeutet nichts anderes, als daß die Firma Verkaufskontakte Dritter herstellt für eine Gebühr. Mit dem Oldtimer von H. Himmler hat die Firma des Herrn Fröhlich also gar nichts zu tun. Ebensowenig mit der Restaurierung und dem Zustand des Fahrzeugs.

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karlsiegfried 12.10.2014, 23:57
133. Bravo, bravo, bravo

Würde ich auch machen, wenn ich es mir leisten könnte. Den Protzköppen wird ein Spiegel vor die Nase gehalten und das können die überhaupt nicht vertragen. Ausserdem bezeugt diese Massnahme die Vergänglichkeit, auch des Menschen. Dies scheinen die meisten jedoch vergessen zu haben oder haben sie einfach nur Angst davor?

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rennflosse 13.10.2014, 09:37
134. Was Kunst ist

Was Kunst ist, bestimmt der Künstler. Sofern es ihm gelingt, eine Kumpanei mit Medien und Kunstkritikern einzugehen. Der Betrachter aber darf sich eine eigene Meinung bilden.
Das Volk musste sich schon damit abfinden, dass es Kunst zu sein hat, wenn ein Jeff Koons auf Stofftiere scheisst.
Autos in den Wald zu stellen, das taten früher all jene, die ihren Untersatz auf diese Weise entsorgen wollten. Als die Sache überhand nahm, wurde dieses Vorgehen verboten. Das sind die profanen Fakten.
Wenn jemand ganz gezielt Fahrzeuge in einem eigenen Waldstück platziert und vorher alle giftigen Flüssigkeiten entfernt, dann hat er zunächst mal eine Menge Geld weggeschmissen. Das darf er natürlich. Und wenn er eine Kumpanei mit Medien und Kunstkritikern einzugehen imstande ist, dann muss das gemeine Volk dieses als Kunst anerkennen.

Ein anderer "Künstler" hat fabrikneue Porsche in der Schrottpresse zu viereckigen Klumpen formen lassen. Das eine ist so künstlerisch wertvoll wie das andere.

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rennflosse 13.10.2014, 10:03
135. Vergleich

Zitat von martinm70
(...) Gleichzeitig setzt er auch ein Zeichen gegen das Auto als Statussymbol. Ich finde er sollte seinen Fahrpark an verrottenden Autos um einige modernere erweitern. Ich würde dort gerne einen Ferrari, Lamborghini, Audi Q8 und BMW X5 verrotten sehen. (...)
Was die Sache schon bedauernswert macht, ist der Umstand, dass es sich um Fahrzeuge einer ganz bestimmten Epoche handelt.

Diese Autos waren selbst als Statussymbole (wie der Rolls) noch von einer Bescheidenheit, die es heute nicht mehr gibt. Die allermeisten aber waren schlichte Fortbewegungsmittel. Schön im Sinne des damaligen Geschmacks (oder auch nicht), einige wie der 2CV schlichte Fahrmaschinen mit Reduktion auf das Notwendigste.

Zwischen 1950 und 2014 ist etwas schief gelaufen mit der automobilen Evolution. Fortschritt im Sinne besserer Insassensicherheit geht in Ordnung, aber solche Geräte wie den BMW X6 kann man nur als eines der überflüssigsten Autos der Welt bezeichnen.

Hier werden also die Falschen von der Verrottung heimgesucht. Statt dessen gehören einige der schlimmsten Entgleisungen der Neuzeit in den Wald.

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zamparonio 14.10.2014, 10:56
136. Schande

@4:
Der T1 kann durchaus 1950 sein, wurden sie ab da schließlich in Serie hergestellt.
Dieser Bekloppte wird schon dafür Sorge getragen haben, dass er kein "entartetes" Auto eingekauft hat auf seinem dämlichen Oldiefriedhof.
So ist das halt wenn das Geld den Verstand auffrisst.
Alles kann man nun mal nicht mit künstlerischer Freiheit erklären.
Und dann verpasst man diesem Spinner noch ein Forum.
Abheften in Rubrik nutzloses Wissen.

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petromax 16.10.2014, 11:12
137. Nix Neues - weltweit - der Mann will nur

- er ist nicht der Einzige, auch wenn er sich dafür hält:

http://www.motor-klassik.de/markt/auktion-782-oldies-ohne-mindestpreis-autofriedhof-kaufdorf-1359498.html

Textauszug:

"Damit endet im Herbst ein Kapitel der morbiden Autoliebhaberei. Walter Messerli, ein gelernter Zimmermann, schlachtete ab 1933 auf dem elterlichen Hof in Kaufdorf Autos und handelte mit Ersatzteilen. Nur: Wohin mit den Überresten? Messerli sah das ganz pragmatisch und parkte die ausgebeinten Fahrzeuge einfach wild durcheinander auf seinem weitläufigen Areal. Als 1975 sein Sohn Franz den Betrieb übernahm, hielt der es fortan ebenso. Mittlerweile hatten sich schon hunderte Fahrzeuge, die ältesten aus den 1930ern, angesammelt und der Plan reifte, ein Freilichtmuseum einzurichten. Das Interesse war groß, der Besitzer gibt rund 30.000 Besucher an, die bis zur Zwangsschließung 2008 das Gesamtkunstwerk bestaunten. Auch das wissenschaftliche Interesse war da. Experten für Konservierung und Restaurierung konnten hier in einem schier unerschöpflichen Sammelsurium ihre Studien betreiben und Proben nehmen."

Wer allerdings völlig intakte Fahrzeuge vor sich hinrotten läßt, der hat - IMHO - nicht mehr alle Tassen im Schrank.

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