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Motorisierter Mord: Die Jedermann-Waffe
DPA

Die Amokfahrt von Münster zeigt, wie leicht sich Autos zu Mord-Werkzeugen machen lassen. Neu ist das leider nicht - ein Rückblick.

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tororosoba 11.04.2018, 15:48
10. Zu 3 SPONU

Im August 2016 verübten Islamisten ein Attentat in London. Mit Lieferwagen und Messern. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätten sie Schusswaffen, gar automatische Waffen gehabt. Es ist also durchaus sinnvoll, Waffen zu verbieten und ihre Beschaffung zu erschweren. Außerdem fällt es auf, wenn jemand versucht, an illegale Waffen heranzukommen, was dann Prävention möglich macht.

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fehleinschätzung 11.04.2018, 15:52
11. Toter Winkel

den gibt es beim LKW noch immer: angeblich passt ne ganze Schulklasse da rein. Dabei gäbe es sicherlich Möglichkeiten, zumindest die Abbiegeunfälle deutlich zu reduzieren....

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mw12 11.04.2018, 16:00
12.

Zitat von tororosoba
Im August 2016 verübten Islamisten ein Attentat in London. Mit Lieferwagen und Messern. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätten sie Schusswaffen, gar automatische Waffen gehabt. Es ist also durchaus sinnvoll, Waffen zu verbieten und ihre Beschaffung zu erschweren. Außerdem fällt es auf, wenn jemand versucht, an illegale Waffen heranzukommen, was dann Prävention möglich macht.
Drogenverbot verhindert keinen Drogenerwerb und Waffenverbot verhindert keinen Waffenerwerb. Höchstens erhöht es den Preis.

Die paar wenigen legalen Waffen von Sportschützen sind nichts im Vergleich zu den illegalen Waffen, die auf anderen Wegen an den Eigentümer kamen.
Fazit: unsere Waffengesetze sind ausreichend restriktiv. Schärfere Waffengesetze erreichen gar nichts. Wenn man Missbrauch von Waffen verhindern will, muss man einen anderen Ansatz wählen.

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sikasuu 11.04.2018, 16:01
13. Vreschärft die Santionen für die die mit AUTO nicht ungehen können!

Zitat von doitwithsed
Wieso denn nicht? Zeigt doch gerade das Waffengesetz jedesmal mit jeder Verschärfung auf das Neue, dass gesetzgeberischer Aktionismus grundsätzlich über Sinn und Verstand gestellt wird.
Wäre eine sinnvolle Reaktion.
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Jder darf ein Auto kaufen & jeder einen Führerschein machen um dann, als "ist keine große Gefahr für Andere" nicht als "Kann Auto Fahren" am verkehr teilzunehmen.
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Wenn aber einzelne laufend beweisen. das sie dazu NICHT geeignet sind, das fängt beim Falschparken, Tempo an, ... geht über Drängeln usw... bis zum Rennen in der Stadt, ist es doch verständlich, wenn Fahrgenehmigung & Tat-Waffe eingezogen & widerufen werden.
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Was HEUTE an Sanktionen bei uns bei Verkehrsverstößen folgt ist international gesehen ein WITZ.
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Nicht auf den "gemeinen Autofahrer" > 90% fahrt mEn. rücksichtvoll & defensiv, auch nicht gegen den der einmal einen Fehler macht, aber...
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.. eine kleine signifikante Minderheit 3-5% gehört nicht mehr oder nur mit AUFLAGEN wieder auf die Straße.
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UND, die Trennlinie zw. Ordnungswidrigkeit &Straftat liegt HIER viel zu hoch!

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ExigeCup260 11.04.2018, 16:43
14.

Zitat von sikasuu
... wäre wohl die bessere Formulierung. . Wenn ich mir wie mein o.a. Vorredner die Entwicklung der motorisierten Verkehrs der letzten 50Jahre so anschaue, kann man das mMn nur so sehen. . Erfreulich, das nur ca. 3.000 Verkehrstote zu verzeichnen sind, Waren mal viel mehr, aber das is mMn. nicht auf defensivere Fahrweise zurück zu führen, sondern aus sicherere Autos, bessere Notfallmedizien usw. . Was an Aggressionen heute bei Benutzung dieses Verkehrsmittel zu Tage tritt zeigt die Gefahr die deutlich. . Wobei ich einmal das oft absurde NRA Argument nutzen möchte. Nicht das Auto ist eine Gefahr, sondern fast der Mensch, der es fahrt!
"... Erfreulich, das nur ca. 3.000 Verkehrstote zu verzeichnen sind, Waren mal viel mehr, aber das is mMn. nicht auf defensivere Fahrweise zurück zu führen, sondern aus sicherere Autos, bessere Notfallmedizien usw. ..."

Und auf eine deutlich gestiegen Verkehrsdichte und demzufolge geringere Durschnittsgeschwindigkeiten. Die richtig schweren Unfälle mit bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Fahrzeugen geschehen bei freier Straßenlage aufgrund deutlich überhöhter Geschwindigkeit oder aufgrund großer Masseunterschiede (s. LKW-Stauende).

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Nadelbaum 11.04.2018, 16:58
15.

Zitat von andraschek
mich stört daran nur das immer von Selbstmord die Rede ist, dabei sollte es doch Freitod heißen. Schließlich ermordet die betreffende Person sich nicht (Mord=Straftat) sondern scheidet freiwillig aus dem Leben ich und das ist nicht strafbar und selbst wenn, was soll's?
Das was hier gemeint ist, heißt in der deutschen Sprache eben "Selbstmord", und das schon ziemlich lange. Und es wird im allgemeinen auch nicht mit "Mord" verwechselt oder assoziiert, obwohl in beiden Wörtern der Stamm "...mord" enthalten ist.
Was mich ehr stört, ist der etwas neuere Begriff des "erweiterten Selbstmords". Denn das ist ja nicht der Fall, denn hier handelt es sich tatsächlich um Mord.

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jasper366 11.04.2018, 18:23
16.

Zitat von fehleinschätzung
den gibt es beim LKW noch immer: angeblich passt ne ganze Schulklasse da rein. Dabei gäbe es sicherlich Möglichkeiten, zumindest die Abbiegeunfälle deutlich zu reduzieren....
Gibt es inzwischen tatsächlich.
Die wirkungsvollste Möglichkeit wäre aber, dass die Radfahrer (an der Ampel z.B.) sich erst gar nicht in ebendiesen stellen, sondern hinter (!) dem LKW bleiben.

Es gibt inzwischen auch viele LKW die durch Aufkleber wie diesem die Situation noch einmal verdeutlichen.
http://www.radfahren-in-koeln.de/wp-content/uploads/2012/06/toter-winkel01.jpg

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saschad 11.04.2018, 23:44
17.

Zitat von jasper366
Gibt es inzwischen tatsächlich. Die wirkungsvollste Möglichkeit wäre aber, dass die Radfahrer (an der Ampel z.B.) sich erst gar nicht in ebendiesen stellen, sondern hinter (!) dem LKW bleiben.
Also plädieren Sie dafür, dass Radwege grundsätzlich verboten werden, eben gerade weil Sie das Aufstellen/Fahren von Geradeausverkehr (Radfahrer) rechts neben Rechtsabbiegern fördern? Finde ich gut.

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upalatus 12.04.2018, 00:46
18.

Zitat von rumpelstilzchen1980
Bedrohen, nötigen, abdrängen und rammen ist Altlag auf der Straße. Am Ende sind es fast 400.000 Verletzte pro Jahr auf den Straßen. Konsquente Amokfahrten sind dda nur die skurile Spitze, in Münster waren es 2 der täglich rund 10 Toten an einem spektakulären Ort. Mehr nicht. Und wir haben uns alle an den Wahnsinn gewöhnt. Das Auto als Waffe: In jeder Minute auf der Autobahn herrscht kalter Krieg der schnell heiß werden kann.
Sicher ist der Strassenverkehr kein liebevolles Zuckergeschlecke, aber die panikhafte Wahrnehmung eines Totalen Krieges auf unseren Strassen mit dem Fahrzeug als Waffe entbehrt jeder Grundlage.

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tulius-rex 12.04.2018, 18:23
19. Tote und Verletzte

Ein Verkehrssystem, das nur in D jährlich ca. 4.000 Tote und 400.000 Verletzte produziert, müsste sofort von der Bildfläche verschwinden. Man stelle sich ein Bahn-, Flug- oder Schiffssytem mit ähnlichem Transportrisiko vor. Das Kfz jedoch hat in D Heiligenstatus. Wenn durch selbstfahrende Fahrzeuge nur 2.000 Tote p.a. nicht hätten sterben müssen wäre das schon ein riesiger Erfolg. Aber die PS-Giganten veranstalten tagtäglich ihre Privatrennen auf öffentlichen Straßen und lassen sich von ihren Telefonen ablenken. Jeder Tote, jeder Verletzte zerstört nicht nur Leben sondern auch Familien, Hoffnungen und Karrieren.

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