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Nach E-Scooter-Unfällen: Nach E-Scooter-Unfällen - Autoclubs fordern breitere Radwege
Sven Hoppe/dpa

Seit zwei Wochen sind sie auf den Straßen unterwegs - und es gibt bereits erste Unfälle mit Elektro-Stehrollern. Für die Automobilklubs ist klar: Es gibt nicht genug Platz für die neuen Verkehrsteilnehmer.

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intercooler61 29.06.2019, 23:02
110. @ganzeinfach erweislich die Unwahrheit

Zitat von ganzeinfach
Völlig richtig: wenn man nach ökonomischem Gesichtpunkt jede Art der Mobilität mit ALLEN Folgen/Schäden bepreisen müsste, dann erscheinen die wahren Kosten wie: Benzin/Diesel von der Herstellung bis zur "Aufräumarbeit" der Folgen, Konstruktion von Vehikeln jeder Art von der Entstehung bis nach dem Abwracken, Erstellen von Fahr- und Parkflächen inkl. deren Unterhalt etc., Finanz-Unterstützung aller Art vom Erwerb, Leasing, etc., von den Versicherungen für Schäden aller Art, vom Aufwand, dass "Verkehr" überhaupt stattfindet und gewährleistet wird (v.a. staatliche Hilfe), Unterstützung bei Unfällen, Kostenfolgen für Verletzte / Tote / Betroffene, das Schlimmste die Kostenfolgen für die Umwelt inkl. belasteter Gerichte. Die Liste ist längst nicht vollständig, zeigt jedoch auf, dass ein Verkehrsteilnehmer bereit ist, den Gasfuss locker zu betätigen, die durch ihn selbst entstandenen Kosten nicht bereit ist, solche selbst zu tragen. Wenn man alle effektiv anfallenden Mobilitäts-Kosten jedem Verursacher überwälzen würde, dann wäre der Verkehr sehr flüssig. Sofort. ganzeinfach
... so oft & gern diese Fabel auch wiederholt wird:

Den Kosten für die Infrastruktur stehen überreichlich Einnahmen aus der Energiesteuer auf Benzin gegenüber, übrigens rund das Siebenfache des aktuell diskutierten CO2-Preises von 40 Euro/t, plus 19% MwSt obendrauf (außer bei Batterieautos: die bekommen Straße und Parkraum praktisch vom Steuerzahler geschenkt). Dazu kommt noch die Kfz-Steuer.
Auf die fehlende Zweckbindung kommt es dabei nicht an (die Autohalter hätten sie ja gerne!); maßgeblich ist hier nur der Finanzierungssaldo.

Kosten und Verdienstausfall für Tote & Verletzte, Sach- & sonstige Unfallschäden, Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten trägt idR die Haftpflichtversicherung des Verursachers, die von den Autofahrern selbst risikoadäquat bezahlt wird - zuzüglich Gewinnanteil der Versicherung und nochmals 19% für die Staatskasse.

Die Kosten der Herstellung einschließlich Rücknahme und Entsorgung durch den Hersteller/Importeur trägt der Käufer, wiederum zuzüglich Gewinn und 19% zu Gunsten der Allgemeinheit.

In allen vorgenannten Punkten ist die Unwahrheit Ihrer Behauptungen somit erwiesen - und so offensichtlich, dass von Vorsatz auszugehen ist. Bei den sogenannten "weichen" Kosten kann man dann natürlich um so freihändiger fabulieren - allerdings mit der gleichen Glaubwürdigkeit.

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ganzeinfach 30.06.2019, 07:30
111. Vollkostenrechnung

Zitat von intercooler61
... so oft & gern diese Fabel auch wiederholt wird: Den Kosten für die Infrastruktur stehen überreichlich Einnahmen aus der Energiesteuer auf Benzin gegenüber, übrigens rund das Siebenfache des aktuell diskutierten CO2-Preises von 40 Euro/t, plus 19% MwSt obendrauf (außer bei Batterieautos: die bekommen Straße und Parkraum praktisch vom Steuerzahler geschenkt). Dazu kommt noch die Kfz-Steuer. Auf die fehlende Zweckbindung kommt es dabei nicht an (die Autohalter hätten sie ja gerne!); maßgeblich ist hier nur der Finanzierungssaldo. Kosten und Verdienstausfall für Tote & Verletzte, Sach- & sonstige Unfallschäden, Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten trägt idR die Haftpflichtversicherung des Verursachers, die von den Autofahrern selbst risikoadäquat bezahlt wird - zuzüglich Gewinnanteil der Versicherung und nochmals 19% für die Staatskasse. Die Kosten der Herstellung einschließlich Rücknahme und Entsorgung durch den Hersteller/Importeur trägt der Käufer, wiederum zuzüglich Gewinn und 19% zu Gunsten der Allgemeinheit. In allen vorgenannten Punkten ist die Unwahrheit Ihrer Behauptungen somit erwiesen - und so offensichtlich, dass von Vorsatz auszugehen ist. Bei den sogenannten "weichen" Kosten kann man dann natürlich um so freihändiger fabulieren - allerdings mit der gleichen Glaubwürdigkeit.
mit allen Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung sieht eben anders aus, auch wenn Sie es nicht glauben wollen. Sehen wir uns das Experiment aus ökonomischer Sicht an und erhöhen für den motorisierten Individualverkehr für alle Belange den MWSt-Satz auf zB. 40%. Das Resultat wäre klar: Die Verkäufe von Fz sowie die Fahrten wegen erhöhter Kosten nähmen drastisch ab und unnötige Spassfahrten wären per sofort fast eliminiert. Wie man leicht sieht, kann mit der MWSt. als Lenkungsmittel auf bestimmte Warengruppen stark Einfluss genommen werden. So man denn will. ganzeinfach

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Voll-Horst 30.06.2019, 08:24
112. Und diese wird ...

Zitat von intercooler61
… Kosten und Verdienstausfall für Tote & Verletzte, Sach- & sonstige Unfallschäden, Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten trägt idR die Haftpflichtversicherung des Verursachers, die von den Autofahrern selbst risikoadäquat bezahlt wird - zuzüglich Gewinnanteil der Versicherung und nochmals 19% für die Staatskasse. ...
… wie beschrieben "risikoadäquat" explodieren.

Die Versicherer haben nichts zu verschenken und holen sich Ihre Kosten sehr schnell und mit einem gewissen "Aufschlag" für die Aktionäre wieder zurück.

Das wirkt sich binnen kürzester Zeit auf die angeblich so günstigen Mietpreise aus.

Und damit ist das Thema Elektroroller vom Tisch. Nachhaltig!

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intercooler61 30.06.2019, 09:05
113. Meine erste Begegnung mit Leihroller(fahrer)n

Vorab: ich finde die Zulassung an sich erstmal OK, zweifle nur etwas am Nutzen der Dinger.

Gestern also die ersten zwei. Ganz flott (ca. 15 km/h) durch die Mottenburger Twiete - das ist ein kleines Plätzchen nur für Fußgänger, mit Außengastro und spielenden Kleinkindern dazwischen. Genau die Stelle, an der vor 2-3 Jahren ein Radler meinen Kleinen nur knapp verfehlt, sein Schaufelchen zu Brei gefahren und sich ohne umzudrehen aus dem Staub gemacht hat.

Ein tadelloser, geschützter Radweg verläuft entlang der Straße hinterm Haus (30-40 m Umweg), aber 3 von 4 Radlern & Rollern nehmen die "Abkürzung"; nur die Wenigsten steigen ab und schieben das kurze Stück.

E-Roller machen das nicht besser, aber auch nicht schlimmer. Der Aufkleber mit dem Kennzeichen ist sehr klein und schon aus kurzer Distanz nicht mehr lesbar.

Und von wegen "besser als Autos": Man stelle sich vor, ein SUV-Fahrer hat keine Lust im Stau zu warten und nimmt eine Abkürzung über Fuß- und Radweg, straight zwischen den dort Wartenden hindurch. Nach der gerade modischen Rechtsprechung: bedingter Vorsatz, versuchter Mord, Lebenslänglich. (Dass man damit sowohl Vorsatzbegriff als auch Mordmerkmale überdehnt, will heutezutage niemand hören.)
Und ja: auch der Anprall eines Fahrrads oder E-Rollers mit 15-20 km/h kann ein Kind tödlich verletzen.

Aber für Bessermenschen gelten ja andere Maßstäbe - und Altona ist mehrheitlich grün. Da echauffiert man sich lieber über den Transporter des Postboten, siehe entsprechende Plakate. Soll der die Pakete doch mit der Rikscha bringen, natürlich frei Haus und in-time ...

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Hamberliner 30.06.2019, 11:54
114. Umwelt

Zitat von cph4
wieder abschaffen, so dolle sind die auch nicht für die umwelt(batterie)
Nicht nur wegen der Batterie. Nachdem die Flut hier in Hamburg angefangen hat kann man beobachten, dass dieser Hype nämlich gar nicht abgasfrei abläuft, denn: es fährt Personal mit konventionell getriebenen Mecedes-Sprintern viele km in der Stadt herum, um die Teile einzusammeln und abzutransportieren. Wie viele km eines Elektro-Stehrollers einen km eines dieselgetriebenen goßen Transporters verursachen könnte man schätzen, allzuviele sind es wohl nicht. Vielleicht 3, vielleicht 5, aber bestimmt keine 20.

Das fiel mir gestern abend auf, als ich vor meiner Stammkneipe mein Bier trank. Ein Transporter von Sixt, zwei junge Männer drin, und nach dem Halten irrte einer von denen immer aufs Smartphone starrend in der Gegend herum und kam mit jeweils einem rattengiftgrünen eScooter von TIER wieder wie beim Ostereiersuchen. Nach 3 Stück war Schluss. Ich hab erstmal einen Lachkrampf bekommen.

Naja, wenigstens sorgt dieses CO2, NOx und Feinstaub für zusätzliche gering qualifizierte Arbeitsplätze.

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mwroer 30.06.2019, 15:30
115.

Zitat von antelatis
Ich haben nicht gesagt, dass jede Fahrt mit dem Roller eine Autofahrt ersetzt, ich habe gesagt, dass jede Rollerfahrt, die eine Autofahrt ersetzt, ein riesen Gewinn ist, und das wird oft genug passieren. Und erst recht wird das passieren, wenn man das Fahren mit dem Auto in der Stadt nicht mehr weiterhin so extrem fördern wird.
Gut, ich gebe zu dass mir diese sprachliche Feinheit entgangen ist (ich finde Ihre Formulierung immer noch zweifelhaft) aber da ich Niederländer bin: Durchaus möglich. Von daher: Entschuldigung, habe ich dann falsch verstanden.

In Bezug auf Mietroller werden aber kaum Autofahrten ersetzt sondern in der Tat Fußwege, das wissen wir aus Rom, aus Paris, aus Rom etc etc, und das macht Mietroller keinesfalls zu einem Gewinn in Sachen Umweltschutz.

Jetzt müsste ich allerdings überlegen wo genau das Auto fahren in der Stadt gefördert wird bzw. wie. Helfen Sie mir auf die Sprünge. Ich kann nur bei Hamburg und Berlin richtig mitreden. Und bei Heinsberg und Umgebung aber das kennt kein Aas hier.

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hosenmatz15 01.07.2019, 07:14
116. So kommen wir nicht weiter...

Es gibt gute Konzepte um den Verkehr in Städten zu reduzieren und somit auch Verkehrswege nachfolgend anzupassen. Man könnte wie die Luxemburger den ÖV kostenfrei gestalten (und ja am Ende kommt es für den Steuerzahler billiger) und analog London eine Städtemaut einführen - und das nur 2 Beispiele von vielen. Wenn man hier die Kommentare liesst sind wir in D noch sehr in der Egozentrischen Wahrnehmung unterwegs und noch weit weg von konstruktiven Vorschlägen. Da wird immer dem jeweils anderen Verkehrsteilnehmer die Schuld für diese Miesere gegeben...

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Fischerman_BX 02.07.2019, 17:39
117. Radwege ausschließlich für E-Scooter...

Die Radfahrer fahren doch eh am liebsten woanders. Ernsthaft, es gibt keine andere Verkehrsteilnehmergruppe wie die Radfahrer, die mich 2-3 mal pro Woche auf dem Bürgersteig umbügeln wollen. Wenn ich dagegen die wenigen Autofahrer-"Attacken" dagegen rechne, weiß ich, wo Verkehrserziehung ansetzen sollte... Das mit den E-Scootern wird auch noch spannend. Denke nicht, dass die rücksichtsvoller sind. Ach ja, ich habe auch schon seit einigen Jahren so einen altmodischen Hightech-Tretroller. Läuft auf freier Bahn etwa 10 - 12 km/h, in der Fussizone höchstens sechs oder wird geschoben oder zusammengeklappt auf den Rücken geschnallt... Habe ich mir übrigens nach einem längeren Krankenhausaufenthalt zugelegt, um schonend wieder in Schwung zu kommen. Und ist um Längen umweltfreundlicher als nahezu jedes andere Gefährt. Aber halt auch gefährlich, weil Unebenheiten die Teile schon mal schnell aus der Bahn werfen. Das muss geübt sein. Gibt es eigentlich börsennotierte Hersteller von Gips-Bandagen? Ich hätte da Interesse, mein Depot zu erweitern.

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willib1955 02.07.2019, 17:56
118.

Zitat von mwroer
Jetzt müsste ich allerdings überlegen wo genau das Auto fahren in der Stadt gefördert wird bzw. wie. Helfen Sie mir auf die Sprünge. Ich kann nur bei Hamburg und Berlin richtig mitreden. Und bei Heinsberg und Umgebung aber das kennt kein Aas hier.
Heinsberg grenzt direkt an die Niederlande.
Werden schon ein paar "Aas" kennen.

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