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Nach Scheuers Schlappe: Sieben Ideen für eine Maut, die wirklich etwas bringt
DPA

Eine Ausländermaut nach dem Geschmack der CSU wird es nicht geben - das bedauert außerhalb der Partei fast niemand. Eine sinnvolle Straßengebühr müsste ohnehin ganz anders funktionieren.

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cabeza_cuadrada 20.06.2019, 10:04
110. Habe ich

Zitat von fahrgast07
Viel einfacher: Wer Autobahnen nutzt, muss eine Bahncard hinter der Windschutzscheibr haben. Das würde motivieren, nächstes Mal den Zug zu nehmen. Genauso mit der Citymaut, da nimmt man die örtliche ÖV-Monatskarte. Wäre sozial gerecht, weil der einfache Arbeitnehmer die eh hat.
BC100 als auch Kfz (Kombi). Weder auf das Eine noch das Andere kann ich verzichten, weil der Weg zur Arbeit nur mit ÖPNV/Bahn Sinn macht, privat am WE jedoch das Kfz genutzt wird.

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gsma 20.06.2019, 10:09
111.

dem kann ich nur voll und ganz zustimmen

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Ausdauersportler 20.06.2019, 10:11
112. Warum eine Maut? Darum!

Weil es auch Millionen Stadtbewohner nicht zuzumuten ist, im Dreck der Pendler aus dem Grünen zu leben. Die Umwelthilfe setzt ja gerade recht erfolgreich geltendes aber von der Exekutive ignoriertes Recht durch! Pendler werden auch noch mit der unsäglichen Pendlerpauschale gepämpert, auch die muss weg! Weil wir uns es nicht leisten können, drei und vierspurige Autobahnen durch das and zu betonieren. Niemand will die initialen Kosten tragen wenn wir schon nicht in der Lage sind, die laufenden Kosten (Erhalt, Pflege, Ersatz) der vorhandenen Infrastruktur zu tragen, man schaue sich nur an, in welchem Tempo gerade marode Autobahnbrücken saniert werden. Und dann gilt tatsächlich das Bonmot der Grünen: "Mehr Straßen erzeugen nur mehr Verkehr und mehr Dreck und mehr Lärm." In einer endlichen Welt kann man nicht endlos wachsen, das passiert aber mit dem Verkehr seit Anbeginn dieser Republik, gefördert durch eine extrem unfähige Politik, die sich das gefäßige Monster Automobilindustrie selbst herangezüchtet hat. Kein anderer Industriezweig hat indirekt und direkt soviele Subventionen auch über der Straßenbau erhalten.
Wenn wir Umweltverschmutzung , den Dreck in der Luft ein den Städten und auch die Auswirkungen der Klimaveränderungen begrenzen wollen, müssen wir auch den automobilen Straßenverkehr limitieren. Auch wenn das dem Wohlstandsbürger mit Hang zur geistigen und körperlichen Adipositas nicht in den Kopf will. Das mehr, mehr, mehr, und noch mehr wird ein Ende haben müssen und echte Probleme durch reine Gedankenkraft verschwinden lassen, das funktioniert nur im Märchen vom König Kalle Wirsch.

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gsma 20.06.2019, 10:11
113.

auf solche Ideen kann nur einer kommen, der weder feste Arbeitszeiten noch feste Vor-Ort-Termine kennt ...
oder lassen sie einem Handwerker die freie (Zeit-)wahl, wann er kommt?
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gsma 20.06.2019, 10:14
114.

Zitat von überlegdochmal.
Vignette einführen und das "Jahr darauf" die Kfz Steuer gegenrechnen. Bin dann mal gespannt ob der EUGH sich dann in Ländersteuern einmischt.
richtig gute Idee,
aber leider viel zu einfach ...

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Paddel2 20.06.2019, 10:15
115. Zu schnell gedacht - mal wieder

Eine Fahrt mit dem Nahverkehr kostet immer gleich viel, egal wann man fährt. Wie soll die Regelung aussehen für Angestellte im öffentlichen Dienst, die ihre Dienststelle zugewiesen bekommen und für die keine adäquate Anbindung besteht? Zu nennen sind hier Lehrer, Ärzte und Krankenschwestern, die häufig zu Zeiten unterwegs sind, in denen der Nahverkehr nicht gut getaktet ist. Egal wie man ein Maut-System leben möchte, es muss Ausnahmen geben!

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gsma 20.06.2019, 10:17
116.

wozu sollte ich mir ein E_Auto kaufen und dann Maut zu zahlen?
da bleibe ich bei meinem zuverlässigen, alten längst abgeschriebenen Benziner

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gsma 20.06.2019, 10:19
117.

Zitat von Redskin
Ich bezahle KFZ Steuer das ich die Straßen benutzen kann. Nun soll eine Maut eingeführt werden, viele hier schreiben von einer Vignette. Warum soll ich doppelt bezahlen? Ich zahle für meine Kaffeemaschine auch keine Steuer. Es ist nichts anderes wie eine Erhöhung der Lebenshaltungskosten. Der Reporter der den Text geschrieben hat musste sicherlich noch nie zur Schicht oder hat im Kindergarten oder als Lehrer gearbeitet, denn diese können sich nicht raus suchen wann sie arbeiten gehen. Und dann immer das hohle Argument mit den Städten. Wer in die Stadt zieht muss auch mit dem Lärm und dem Schmutz auskommen, passt das einem nicht zieht er aufs Land. Kommt die City Mount wird nur noch online oder auf der grünen Wiese eingekauft. Mache ich eh schon wie mir den Stress mit Parkplatz etc. zu geben. Jede Aktion hat eine Reaktion. Blöd, wenn man in der Stadt wohnt und keiner kommt mehr weil es einfach uncool teuer oder dreckig ist.
... online einkaufen...
ich brauche kein Auto, ich lasse mir alles liefern ...
(finde den Fehler)

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neurobi 20.06.2019, 10:26
118. Punkte 1. und 3.

Die Punkte 1. und 3. sind gemeingefährlich.

Ich kenne keine deutsche Stadt, wo der ÖPNV nach Tageszeit, Wochentag oder Saison unterschiedliche Preise hat. Solchen Modelle sind in meinen Augen Abzocke, auch bei Bahn und Flugverkehr.
Eine solchens Modell würde vor allem Anreize zu umfahren machen und so zu einer Mehrbelastung auf Ausweichstrecken führen. Letzteres gilt für beide Punkte.

Das wäre weder für die betroffen Anwohner der mautfreien Ausweichstrecken als auch für die Umwelt nicht hilfrei.

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AFabian 20.06.2019, 10:26
119. Einfach ist für Einfache

In den neuziger Jahren kam die Parole auf, D solle Durchfahrtland 365 Tage 24 Std. werden. Seit den siebziger Jahren wurde ohne Unterbrechung dem Straßenverkehr Vorrang gegeben. Daran hat sich bis heute nichts geändert, die Bahn hat Güterbahnhöfe und Infrastrukturen insgesamt ohne Ende abgebaut. Auch Ziel der Wirtschaft war es, immer mehr Menschen immer flexibler und mobiler zu bekommen und damit unter diversen Dauerstress zu setzen. So wird Nachdenken und Überleben deutlich schwieriger. Dass allerlei Waren quer durch Europa geschippert werden (per LKW), obwohl es dieselben Waren zu denselben Prod-preisen nahe bei gibt, gehört zu dem systematischen Irrsinn dazu.
All das ist gewollt - gewesen und weiterhin. Niemand und keine Partei hat ernsten Willen, daran strukturell und zukunftsweisend etwas zu ändern. Aber dann gibt es viele Verwunderungen wie z.B. verstaute Straßen, höhere Kosten für Sprit u.v.m. bis hin zu einer Unmenge psychischer Belastungssyndrome. Der Autofahrer an sich ist die absolut beste Melkkuh, die es je gab. Dazu gesellt sich der Gedanke, dass D gerne Gelder geben, aber nicht ganz so gerne Gelder nehmen sollte.
Es gibt selbstverständlich einfache = machbare Lösungen, die ggf. sogar lukrativ sein können, wenn sie gut gemacht sind - wie im Artikel und in Kommentaren zu lesen.
Zeitgleich wird all überall - ganz plötzlich und ganz unerwartet, so als wäre das möglich - das Klima thematisiert. Nichts von alledem ist neu. Als ich 17 war, stand all das, was heute ist, im allerersten Greenpeacekatalog.
Anders leben zu wollen braucht einen Plan. Einen, der Zusammenhänge und Komplexität berücksichtigt. Und zwar nicht nur einen für die Straße und das Auto. Wer mir erläutert, wie wir in Zukunft leben wollen, denn das tut bisher niemand aus keiner Partei, den wähle ich, denn das habe ich seit wenigen Jahren leider aufgeben müssen. Ob ich Klugheit und Weitsicht noch erleben darf?

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