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Nach Tempolimit-Debatte: Scheuer legt eigenen Klimaschutzplan vor
DPA

Tempolimit? Nein, danke. Höhere Spritsteuern? Nicht doch. Verkehrsminister Scheuer hat viele Klimaschutzideen abgebügelt. Nun hat er ein eigenes Konzept entwickelt. Es soll nicht weh tun, wird aber wohl teuer.

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karl-felix 29.03.2019, 15:30
70. Darum

Zitat von interessierter Laie
1)die Autoindustrie ist nunmal eine der deutschen Schlüsselindustrien und trägt ganz erheblich zu unserem Wohnstand bei. 2) Im Moment haben große Teile der Bevölkerung in Ermangelung´konkreterer Ängste und Nöte ihr grünes Bewusstsein entdeckt. 3)Wir können uns die Sorge um unsere Umwelt leisten. .
1) sollten wir die nicht mutwillig aufs Spiel setzen . Jeder weiß, dass in absehbarer Zeit erdölbasierte Kraftstoffe nicht mehr verfügbar/bezahlbar sind. Und dann ?
Der Klügere plant und organisiert rechtzeitig Alternativen und das ist nicht der Verbrennungsmotor.

2) Sie nicht ? Es hat schon immer und wird immer Umweltferkel geben , hoffen wir dass Sie recht haben und die weniger werden .

3) Wohl wahr , nur eine intakte Umwelt erhält uns unseren Wohlstand . Wir haben viel zu verlieren . Nur eine intakte Umwelt ermöglicht unser langes Leben und ein relativ gesundes und aktives Altern .
Es ist schlicht keine gute Idee, alles sinnlos zu verbrennen was uns in die Finger fällt und unsere Atmosphäre - Ihre Atemluft ist Ihr wichtigstes Lebensmittel - als billige/kostenlose Abgasmülldeponie zu missbrauchen . Das sollten wir sein lassen , völlig unabhängig davon , dass bei 10 Milliarden Menschen die fossilen Energieträger nicht reichen und wir keine Armee haben , die gleichzeitig gegen die chin.Volksarmee, die US-Armee und die russischen Streitkräfte antreten kann um Rohstoffe zu erbeuten .
Was wir haben sind EE und niemand fängt einen Krieg an des Sonnenlichtes wegen .

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Pickle__Rick 29.03.2019, 15:32
71.

Zitat von www-professor
Wir machen es ganz gut. Es klingt wie Monopoly: wenn die Erde nicht mehr zum Leben taugt, geht es zurück auf LOS. Und dann nehmen wir einen neuen Anlauf.(...)
Könnten wir eventeuell sachlich bleiben? Es geht um den Klimwandel im Sinne einer Erwärmung um ein paar Grad. Ja, dies wird zu einer Verschiebung bei der Häufung verschiedener Wetterphänomene führen. Wohl auch zu einem Anstieg der Meeresspiegel und das hat leider gerade in den eh teils vom Pech verfolgen Regionen dieser Welt Konsequenzen. Sie tun aber gerade so als würden wir 20 Jahren alle in einer Landschaft wie bei Mad Max hocken.

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karl-felix 29.03.2019, 15:38
72. Erspart

Zitat von bwk
Vielen Dank Herr Scheuer. Die Energiewende a'la Trittin, die jeder deutschen Familie nur 2 Kugeln Eis (pro Minute, oder Stunde oder Tag, oder Woche,etc?) kosten sollte und die Frau Merkel fortgesetzt hat kostet dem deutschen Steuerzahler vorsichtig geschätzt ca. 25 Milliarden Euro pro Jahr und hat nichts, aber auch gar nichts bewirkt. Scheuer ist Prakmatiker für grüne Träumereien hat er Gottseidank nichts über.
aber auch über 30 Milliarden im Jahr allein an Stromkosten . Der volkswirtschaftliche Nutzen der EE überwiegt die Kosten bereits seit 2009 um Milliarden - jedes Jahr.
Unser Problem : In absehbarer Zeit sind erdölbasierte Kraftstoffe für uns nicht mehr verfügbar/bezahlbar. Der Klügere organisiert jetzt die Alternativen anstatt demnächst seinen Verbrenner zu schieben .
Öl und Gas haben wir keines, Wind und Sonne reichlich - einfach mal drüber nachdenken : die EU zahlt allein an Energieimporten über eine Milliarde Euro
täglich . Für Blutkohle aus Kolumbien , Öl und Gas aus Russland, Uran aus Afrika, aus der ganzen Welt zusammengekarrt.
Wind, Sonne, Wasser sind kostenlos vorhanden, oft frei Haus. .

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readme74 29.03.2019, 15:45
73.

Zitat von Indiana.Jones
Diese Maßnahme ist Symbolpolitik. Nicht mehr und nicht weniger. Selbst die kolportierten 3 Mio. Tonnen Einsparung sind reine Schätzungen. Bei einem weltweiten Ausstoß von 35 Gigatonnen ist das weniger als der häufig gebrauchte Tropfen auf den heißen Stein.
Erstens das, zweitens ist die Aussage, dass ein Tempolimit nix kostet, Schwachsinn. Man wird es in dem Fall nicht belassen können bei einer einfachen Umwidmung des Verkehrszeichens Nr. 282 der StVO "Ende sämtlicher streckenbezogener Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote" indem man das Wort "Geschwindigkeitsbeschränkungen" streicht. Allein schon aus Verständnis-Gründen gegenüber ausländischen Verkehrsteilnehmern die durch Deutschland als Transit-Land hindurchfahren und das Schild von zuhause nicht kennen. Landauf, landab mehrere tausend solcher Schilder gegen Tempo 130-Schilder zu tauschen, dürfte ein paar Millionen Euro kosten. Und noch dazu nützt ein Gesetz nichts wenn die Einhaltung nicht kontrolliert wird, was bedeutet, dass man mehr Personal einstellen und zusätzliche Geräte und Fahrzeuge anschaffen muss, um die nun auf 130 km/h limitierten Streckenabschnitte patroullieren zu können. Pro Person und Jahr kostet so eine zusätzliche Stelle den Steuerzahler locker 50.000 Euro, wo Aufwendungen wie Instandhaltung der Hardware und Spritkosten usw. noch garnicht mit eingerechnet sind. Und wenn man stationäre Blitzer anschafft, dann kostet die Installation so einer Anlage auch pro Stück an die 100.000 Euro, und noch dazu müssen Stellen in der Verwaltung zusätzlich geschaffen werden, um das Zusatzaufkommen an "Knöllchen" bearbeiten zu können. Von den technischen Betriebskosten noch ganz zu schweigen.

Jetzt werden die Tempolimit-Befürworter entgegnen, dass diese Kosten ausgeglichen werden können durch die Bußgelder die damit eingenommen werden. Fakt ist aber, der Bund als Betreiber der Bundesautobahnen müsste erst einmal einige Millionen Euro als Vorleistung aufwenden um die benötigte technische und personelle Kontrollinfrastruktur zu errichten. Und ob dann wirklich am Ende Kostenneutralität erreichbar ist, das ist noch die große Frage. Werden die Bußgelder wirklich ausreichen um alle Investitionskosten und den laufenden Aufwand wieder reinzuholen?

"Tempolimit kostet nix" ist im Ergebnis erst einmal genauso ein Schwachsinn wie das Argument, man würde damit etwas - nennenswertes - für das Klima tun.

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jasper366 29.03.2019, 15:48
74.

Zitat von don.rumata
Wer ihm und den Bleifußloyisten einen kleinen (harmlosen) Denkzettel verpassen will: noch läuft die Petition für's Tempolimit , 6 Tage sind übrig, knapp 10000 Stimmen fehlen. Können wir das schaffen? (URL bitte selber googeln, wg. Schleichwerbung)
Komisch, bei der Petition gegen das Tempolimit waren die benötigten Stimmen deutlich schneller erreicht... ;-)

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Peter_der_Grosse 29.03.2019, 15:57
75. Zahlenspiel...

Für 166 Mio t CO2 ist der Verkehr verantwortlich (Zahlen von 2016). Davon gehen 35% (58 Mio t CO2) aufs Konto der Lkws. Scheuer will nun 19 Mio t CO2 bei den Lkw einsparen, also ein Drittel. Da der Verbrauch bei Lkw weitgehend ausgequetscht ist, muss das wohl über alternative Kraftstoffe kommen.
Bedeutet einen Anteil von einem Drittel synthetischem Kraftstoff aus Ökostrom. Oder andere alternative Antriebe (Elektro-Lkw / Brennstoffzellen-Lkw ?). Der Vorteil dieser Lösung: sie ist wirklich technologieoffen.
Oder die Lkw bezahlen einfach über die Maut die Strafgebühren an die EU. Im Endeffekt also der Verbraucher über höhere Kosten der transportierten Waren.

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schorri 29.03.2019, 15:57
76. Bravo, weiter so.

Wo die CSU-Minister in der Gunst der Wählerstehen, das kann man Monat für Monat im Polibarometer sehen.
Erst gestern wieder.
Unter "Ferner waren da noch ..."
Und ihren jeweiligen Platz verteidigen der Horst und der ScheuerAndi mit Zähnen und Klauen.
Obwohl - kann gut sein, dass der Andi bald ganz rausfliegt - wegen Rekordabstand zum Vorletzten.
(Bei Seehofer ist ohnehin Hopfen und Malz verloren. Er wird als der schlechtest-bewertete Innenminister in die Politbarometer-Galerie eingehen. Ein vertrockneter Brennnesselkranz dafür wird sein Portrait zieren.)

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radnabe 29.03.2019, 16:40
77. alles gut

Scheuer hat ja seine Ziele, nämlich Lkw-CO2 um ein Drittel verringern durch höhere Lkw Maut.
Das geht. Man muss die Maut eben verzehnfachen oder noch mehr, und für das Geld die Schiene so ausbauen, dass eine Verlagerung möglich ist. Und für die übrigen Lkw alternative Antriebe.

Dann dürfte das klappen. Sorgt vorübergehend für Engpässe in der Versorgung, aber lieber hungern und Stillstand der Wirtschaft, als Tempolimit und im Monat zwanzig Euro mehr für Sprit.

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litholas 29.03.2019, 16:48
78.

Zitat von bwk
Vielen Dank Herr Scheuer. Die Energiewende a'la Trittin, die jeder deutschen Familie nur 2 Kugeln Eis (pro Minute, oder Stunde oder Tag, oder Woche,etc?) kosten sollte und die Frau Merkel fortgesetzt hat kostet dem deutschen Steuerzahler vorsichtig geschätzt ca. 25 Milliarden Euro pro Jahr und hat nichts, aber auch gar nichts bewirkt. Scheuer ist Prakmatiker für grüne Träumereien hat er Gottseidank nichts über.
Die Energiewende kostet den Steuerzahler gar nichts, den Umlagezahler etwa 5 Cent pro kWh Strom, und hat den CO2-Ausstoss der Stromwirtschaft trotz 8% gestiegenem Stromverbrauchs und noch stärker gestiegenem Stromexportüberschuss signifikant gesenkt.

Der CO2-Ausstoss des Verkehrssektors stieg, während die Verkehrsminister dafür sorgten, dass die deutsche Autoindustrie die Entwicklungen verschlafen konnte, und jetzt ohne deftige Staatssubventionen kaum noch zu retten ist, weil der Vorsprung der chinesischen und US-amerikanischen Hersteller anders nicht mehr einzuholen ist.

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litholas 29.03.2019, 16:56
79.

Zitat von NorddeutschePflanze
Wenn man ein BEV mit einem großen Akku für rd. 500 km Reichweite (zumindest im Sommer) baut, braucht man schon um die 100 KWh. Um diese Energie in 20 Minuten in den Akku zu transportieren, benötigt man mindestens 300 KW Leistung, wahrscheinlich sogar noch mehr, weil der Ladestrom mit . Das sind dann z.B. 1.000 Volt Spannung mit einer Stromstärke von 300 Ampere. Da möchte ich nicht in der Nähe sein, wenn das Ladekabel oder der Akku eine Macke haben, das rummst richtig. Im Labor mag so was möglich sein, praxistauglich ist das aber sicherlich nicht. Nicht alles glauben, was Automobilhersteller (besonders deutsche) so alles erzählen.
Vor allem erstmal drüber nachdenken was gemeint ist.

Man sollte davon ausgehen, dass E-PKW normalerweise nicht ganz leer gefahren werden. Ausserdem sinkt ab etwa 80% die Ladegeschwindigkeit.

Der 100kWh-Akku müsste also in der Regel von 30% auf 80% geladen werden. Das wären dann in 20 Minuten noch 150kW. Allerdings benötigt ein E-PKW, der 15.000km im Jahr fährt, nur eine mittlere Ladeleistung von unter 500 Watt.

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