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Nahverkehr im Senegal: Das Aus für die bunten Busse
AP

Wild verzierte, hochbetagte Klapperkisten, die mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch Dakar düsen - das sind die "Car Rapides". Die, nun ja, Schnellbusse waren bislang wichtige Stütze des Nahverkehrs im Senegal - nun sollen sie ausgemustert werden.

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jj2005 27.12.2015, 19:43
1. Diese Busse funktionieren und sind billig

Im Gegensatz zum deutschen Nahverkehr funktionieren diese Busse und sind unschlagbar billig. Sie gegen "moderne" Busse einzutauschen, die das drei- bis vierfache kosten, ist nicht im Interesse der armen Bevölkerung. Man sollte also schon mal fragen, wer an der "Modernisierung" verdient. Unfälle lassen sich mit weniger radikalen Methoden - Stichwort Versicherungszwang - vermindern.

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go-west 27.12.2015, 20:20
2. Was leider unerwähnt bleibt,

Ist die Tatsache, daß diese sehr schönen Busse oft derartig dichte schwarze Rauchfahnen hinter sich herziehen, daß ein Autofahren dahinter hochgefährlich wird und man den Bus erst einmal davonziehen lassen sollte. Von der gesundheitlichen Gefährdung einmal ganz zu schweigen.

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JeeperXK 27.12.2015, 21:58
3.

Zitat von go-west
Ist die Tatsache, daß diese sehr schönen Busse oft derartig dichte schwarze Rauchfahnen hinter sich herziehen, daß ein Autofahren dahinter hochgefährlich wird und man den Bus erst einmal davonziehen lassen sollte. Von der gesundheitlichen Gefährdung einmal ganz zu schweigen.
Ich glaube nicht, dass das in Afrika irgendjemanden interessiert …

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BensO 28.12.2015, 00:37
4. Zu Kommentar 02

Denen mangelt es an das nötigste wie Nahrung und Wasser, da gibt es noch nicht das Wort "Umweltfreundlichkeit" geschweige eine Abgasbehandlung wie ein Partikelfilter welches noch SEHR teuer ist. Für mein Fahrzeug habe ich 1000€ für den Partikelfilter gezahlt, was für mich schon zu teuer war mitten in DE.

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7eggert 28.12.2015, 05:41
5.

Zitat von go-west
Ist die Tatsache, daß diese sehr schönen Busse oft derartig dichte schwarze Rauchfahnen hinter sich herziehen, daß ein Autofahren dahinter hochgefährlich wird und man den Bus erst einmal davonziehen lassen sollte. Von der gesundheitlichen Gefährdung einmal ganz zu schweigen.
Besonders hochgefährlich ist es, wenn man nicht die mentale Stärke hat, seine Fahrweise diesem Umstand anzupassen und sich trotz der erkannten Gefahr dicht hinter den Vordermann klemmen "muß". Egal, in welchem Land.

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kinzigriver 28.12.2015, 07:26
6. Und wieder geht ein Stück Identität verloren...

.... anstatt sich mal Gedanken über eine Verbesserung der Sicherheit zu machen, schaffen wir wieder alles sofort ganz ab. Und manchmal sind es gerade die Dinge, die für die Identität einer Stadt stehen. z. b. die alten Doppelstöcker in London - die gehörten einfach dazu, hinten eventuell mit einem Schaffner und dann sind sie durch London gefahren. Eng, unbequem, ratternd - aber eben London. Was da heute fährt, fährt überall. Es gibt eine Menge gleicher verschwundener Sachen - so wird die Welt an meist schönen Dingen immer ärmer.....

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fatherted98 28.12.2015, 08:31
7. Au weia...

...da wird jetzt alten Schrottkarren nachgeheult nur weil sie bund verziert und angemalt waren. Wenn man in Afrika so von Nostalgie schwärmt sollte man wohl ganz auf Fahrzeuge verzichten und den Leuten vorschlagen in die Traditionellen Stammesgesellschaften zurückzukehren...naja...da leben ja eh noch viel zu viele drin.

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puby 28.12.2015, 10:29
8. @3

Natürlich interessiert das die Einwohnner von Dakar, schließlich liegt Dakar auf Platz 6 der Städte mit der dreckigsten Luft der Welt, noch vor Peking. Sie können sich nur nichts anderes leisten. Als ein bisschen rassistisch empfinde ich ihren Post also schon.

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xvxxx 28.12.2015, 10:41
9.

Zitat von jj2005
Im Gegensatz zum deutschen Nahverkehr funktionieren diese Busse und sind unschlagbar billig. Sie gegen "moderne" Busse einzutauschen, die das drei- bis vierfache kosten, ist nicht im Interesse der armen Bevölkerung. Man sollte also schon mal fragen, wer an der "Modernisierung" verdient. Unfälle lassen sich mit weniger radikalen Methoden - Stichwort Versicherungszwang - vermindern.
"Im Gegensatz zum deutschen Nahverkehr"?
Wo leben Sie ? Sicher nicht in Deutschland.
Sonst würden Sie nicht so einen Schmarrn schreiben.
Dass in Afrika andere Vorgehensweisen richtig sind als in Europa steht ausser Zweifel,
aber Ihre romantisch-verklärte Sicht ist ja wohl unerträglich.
Versicherungspflicht? In Afrika? Ich schmeiss mich weg...
Klar, da funktioniert ja alles viel besser als in Europa, die Verwaltung, die Behörden, der Nahverkehr, einfach alles ist viel besser da.
Kleiner Tip: Eine Versicherung verhindert i.d.R. keine Unfälle sondern wischt nachher auf...

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