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Navigationsunterricht an Schulen: "Das Gefühl für den Raum ist weg"
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Autofahrern fehlt die Orientierung, sagt ein bayerischer Landtagsabgeordneter: Der Umgang mit Karten und Navigationsgeräten müsse in der Schule gepaukt werden. Hat er Recht? Ein Kompass-Hersteller gibt Antworten.

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Flying Rain 12.03.2016, 13:02
90. Ich weis noch

Ich weis noch das wir in der Grundschule (3. oder 4. Klasse ~2002) in Erdkunde suf jeden Fall gelernt haben topographische Karten zu lesen und auch zu zeichnen. Hatt sich das in den letzten 10 Jahren etwa geändert?

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storchentante 12.03.2016, 14:57
91. nein, das hat sich nicht geändert.

Das ist Stoff der 5. Klasse in Bw und wird in der 6. Klasse wiederholt. Ich finde aber auch, daß es Elternjob ist, dass Heranwachsende Karten lesen können, und Fahrpläne und Kochrezepte und...
Das kann ich doch nicht alles der Schule überlassen.

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dieter_sedlaczek 12.03.2016, 16:22
92. Was man nicht lernt...

das Navi ist ok, denn es spart viele Stadtpläne, die mindestens jedes 2. Jahr erneuert werden müssen. Außerdem, wo findet man in Innenstädten ein Platz, woi man in Ruhe die Karte studieren kann... oder hat jeder zu jeder Zeit einen kompetenten Mitfahrer bei sich?
Staumeldungen in Karten? Aktuelle Warnungen usw. das wiegt bei weitem das auf, daß man von Friedrichshafen nach Stuttgart fahren will und in Bayern auf einem Bauernhof landet... und nach "bitte wenden", 5 km weiter wieder dort ist... Ich fahre viel mit Mietwagen und generell nur mit Navi, weil mir das Navigieren in Innenstädten mit Karten wirklich zum Hals raushängt. Baustellen, Einbahnstrassen, Umleitungen... sagt Ihnen das was?
Mit allen Navis gab es Probleme, mal s.o., mal andere
aber es gab auch eines das mich vom Süden bis hoch in den Norden von Deutschland fehlerfrer begleitet hat. Es geht also! Mein Freund schwört auf sein Navi, soweit würde ich jetzt nicht gehen, aber sein ToTo ist wirklich ohne wirklichen Makel.....

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jasper366 12.03.2016, 16:57
93.

Zitat von dieter_sedlaczek
das Navi ist ok, denn es spart viele Stadtpläne, die mindestens jedes 2. Jahr erneuert werden müssen. Außerdem, wo findet man in Innenstädten ein Platz, woi man in Ruhe die Karte studieren kann... oder hat jeder zu jeder Zeit einen kompetenten Mitfahrer bei sich?
Mitte der 90er war ich im Außendient tätig, Kunden waren Handwerker. Da kam es öfters vor das Bestellungen direkt auf die Baustellen geliefert sollten, oder ein defektes Gerät vor ort ausgetauscht bzw. natürlich Neugeräte vorgeführt werden sollten.

Da hielt man dann vor der Stadt an, suchte die Zielstraße, prägte sich grob den Weg ein (über zwei Kreuzungen drüber, dann links...), was so lange einigermaßen funktionierte bis man an eine Tagesbaustelle mit gesperrter Straße etc stieß.

Man brauchte eine seprate Tasche für die ganzen Karten (Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Hanau, Köngistein, Kronberg...) Ne, also dahin wollte ich nicht mehr zurück.

Da navigiert man mit jeder alten Navisoftware besser als mit neuen Karten ;-)

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genauhinschauender 12.03.2016, 22:41
94. @lupy Antwort #86

Bin mit dem Motorrad immer mal wieder über 400km ohne Navigation gefahren. Ohne Autobahn.
Habe mir die nächsten 400km grob eingeprägt und dann nach Himmelsrichtung gefahren.
Von Stuttgart nach München ist auch ein bisschen doof. Aber so ab Vormittag bis Nachmittag sollte die Sonne auf der rechten Seite sein. Grob gesagt.

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sierrabravofour 13.03.2016, 00:26
95.

Zitat von karl2701
Das Wissen stammt ganz einfach aus meiner praktischen beruflich Tätigkeit in der christlichen Seefahrt , bei der es sehr wohl auf Genauigkeit auch in den etwas entfernteren Regionen ankommt. Da gibt es z.B. ökonomische Grenzen auf den Meeren, wenn sie die verletzen sind sie ganz schnell ihr Schiff los , nur mal so als Beispiel. Da hilft auch kein Wikipedia, indem wurde z.B. auch nicht erwähnt, das auch das kommerzielle Signal durch die Militärs im Ernstfall beeinflusst werden kann und mit Sicherheit auch wird.
Und trotzdem ist ihre Behauptung "immer da wo genau Zielgebiet" absoluter Nonsense.
Das militaerische GPS arbeitet im M-Code der sich deutlich vom zivil nutzbaren unterscheidet.

Das man das Band von 1-2 MHz Breite welches zivil genutzt wird im Kriegsfall abschaltet oder verschlechtert ist wohl klar.
Also Vorsicht, da wo ihr GPS ungenau ist geht es vermutlich bald los.

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JeeperXK 13.03.2016, 04:40
96.

Zitat von karl2701
Die Sat-Nav. ist das Ergebnis sogenannter militärischer Notwendigkeiten aus den Zeiten des kalten Krieges und wurde auf die Verbesserung der Zielgenauigkeit von Langstreckenwaffen (Raketen usw.) ausgerichtet. Daraus resultierend, immer dort wo das Navigationsgerät genau ist, befindet man sich im Zielgebiet von Waffen, nur dort , wo die Genauigkeit unter aller Würde ist, befindet man sich außerhalb von Zielgebieten, was aber bei der Streuung einiger Waffen auch keine Bedeutung hat.
Hihi. Die ersten und bis heute einzigen, die SatNav-gesteuerte MIRVs haben, sind die Russen. Deren System heißt allerdings nicht GPS, sondern GLONASS. Spätestens mit Jars und Bulawa kamen SatNav-gesteuerte MIRVs … Die ganz nebenbei einen Bruch von SALT II darstellen, aber so genau nimmt mans im Kreml halt nicht.

Is eh ein Treppenwitz der Geschichte: Während die USA ihr Nuke-Arsenal sowohl qualitativ als auch quantitativ verringern (Peacekeeper, ACM), steckt Putin seine ganze Kohle in den Big Stick (Topol-M, Jars, Bulawa). Aber ich schreibs man net so laut, sonst kommen die Putinfans wieder mit ihren Russophobie-Vorwürfen …

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tetaro 15.03.2016, 14:08
97.

Zitat von ColynCF
Ähh, wie bitte? Die Nordrichtung ist ein künstliches Bezugssystem? Vielleicht nicht "gottgegeben", aber von der Natur.
Natürlich gibt es ein natürliches Magnetfeld, aber dieses wurde von der Natur nicht zur Navigation intendiert, diese Verwendung haben sich die Nutzer selbst zueigen gemacht. Und auch die Auswertung des Magnetfeldes benötigt, außer bei Zugvögeln, menschengemachte Geräte!
Im Übrigen verwendet jedes Lebewesen natürlicherweise für die Erfüllung einer Aufgabe das Naheliegenste, und zur Zeit sind das für die meisten Menschen die Satelliten.
Sollten diese irgendwann mal nicht mehr zur Verfügung stehen, werden sich die Meisten problemlos schnell wieder umstellen.

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