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Neue CO2-Grenzwerte: Es geht um alles
BMW

Die Vorgaben zu CO2-Grenzwerten sind richtungsweisend für Umwelt, Verbraucher und Industrie. Sie bestimmen über die Mobilität der Zukunft - und sind mit entscheidend für die Zukunft der Erde.

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wombie 08.11.2017, 10:54
10.

"In den vergangenen Jahren ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Neuwagen in Deutschland stark gesunken, laut einer Analyse des Center of Automotive Management (CAM) von rund 154 g/km im Jahr 2009 auf etwa 127 g/km im Jahr 2016."
Ahja, und gleichzeitig geht die Schere zwischen NEFZ und Realverbrauch immer weiter auseinander, somit ist es nicht überraschend, dass die Ziele der CO2 Reduktion nicht erreicht werden. Ähnlich war ja schon bei den NOx Emissionen zu beobachten. Auf den Datenblättern war alles prima, bis die optimierten Werte von der Realität an den Messtationen eingeholt wurden und jetzt Sperrungen drohen und wohl auch zwangsläufig eingeführt werden.

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j.ogniewski 08.11.2017, 10:57
11. Naja

Es stimmt schon, dass es wichtig ist, den Ausstoss von Autos zu begrenzen. Das gilt aber ebenso für alle anderen Bereiche. Autos sind in den entwickelten Ländern nur für ca. 20% des CO2-Ausstosses verantwortlich, wir müssten aber 90% einsparen. Und nur ein Beispiel: der Flugverkehr stösst (in den entwickelten Ländern) inzwischen mindestens genauso viel aus und wird seinen Ausstoss vorraussichtlich um 40-50% steigen bis 2035.
Wenn wir es wirklich schaffen wollen müssen wir endlich aufhören so zu tun, als ob Autos die einzigen Verusacher wären. Das Problem ist zudem auch das alles zusammenhängt. Wenn man nur eine Sache teurer macht / zu Kompromissen zwingt, warden viele einfach etwas anderes tun was nicht zwangsweise besser für die Umwelt ist. Ein Beispiel: die beliebsten Urlaube sind mit dem Auto zu fahren und zu fliegen. Je schwerer wir es machen, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, desto mehr werden fliegen. Dumm nur das der Flug-Urlaub 10-30 mal so viel CO2 erzeugt.

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kenterziege 08.11.2017, 10:57
12. Die beiden Autoren sprechen ja selbst davon...

...hier mit Pathos und Übertreibung zu kommentieren. Diese Welt, dessen Klima von unterschiedlichen Sonnenaktivitäten und Vukanaktivität gerprägt ist, wird nicht "besser" durch ein paar g CO2-Reduzierung. Wahrscheinlich sind die Autoren von dem aktuellen Mammut-Spektaklel in Bonn infiziert.
Es gibt Umweltprobleme genug und heftige dazu. Ich denke da nur an die Abholzung der Wälder in den Tropen, die ideale CO2-Senken darstellen - von der sträflichen Reduzierung der Arten ganz abgesehen. Ich sehe den überbordenden, teilweise mörderischen Schwerlastverkehr auf deutschen Autobahnen, ich sehe den Unsinn von sog. Biosprit der ersten Generation, der mehr zerstört als er an CO2-Kompensation gewinnt.
Und ich sehe in SPON die ewig gleichen Vorstellungen eines mit wechselnden Pseudonymen auftretenden "Testers", der mit Genuss auch über schöne große Fahrzeuge berichtet.
Nein - wir Deutschen und Europäer werden die Welt nicht retten - die Natur ist stärker!
Man sollte sich auf die Grenzwerte konzentrieren, die Schadstoffe sind und dabei auch gerade die Produktion von E-Fahrzeugen unter die Lupe nehmen!

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halbstark 08.11.2017, 10:57
13.

Zitat von gerd
Der Artikel spricht nur vom Verkehr. Und dort nimmt er sich wieder ein Segment vor, den PKW-Verkehr. Wenn man in diesem Segment 20% des CO2-Ausstoßes einspart, dann sind es also weniger als 3,6% des CO2-Ausstoßes. Woher .......
,,, und weltweit wiederum beträgt der deutsche Anteil am CO2 Ausstoß um die 2,5% - der Autoverkehr also unter 1%. Für dieses eine Prozent ruinieren wir gerne den Wirtschaftsstandort BRD. Man könnte auch von religiösem Eifer sprechen, mit Fakten und Notwendigkeiten hat das Alles nichts zu tun. Und wer die klimaneutralen Kernkraftwerke abschaltet, kann es mit CO2-Einsparung nicht so ernst meinen.

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Leblanc 08.11.2017, 11:10
14. Erweiterung

1.Hier sind die CO²-Werte im Focus; die verschiedenen Erweiterungsstufen können NOx, Feinstaub, Lärm einschließen; oder auch: alle anderen CO²-Erzeuger; z.B. auch den Vergleich: Herstellung zu Nutzung: wieviel CO² wird erzeugt, bis der PKW zur Nutzung kommt? Verlängerte Lebensdauer könnte erheblich CO² einsparen!
2. Das gilt auch für viele andere Geräte: Den funktionierenden Kühlschrank verschrotten, weil der neue 5% weniger Strom braucht (und entsprechend CO² reduziert), ist - bei Berücksichtigung der Herstellung des neuen - wahrscheinlich Blödsinn.

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Beat Adler 08.11.2017, 11:11
15. Die Loesung gibt es nicht. Es gibt einen bunten Strauss an Alternative

Zitat von k.michael62
Eine flammende Rede ! Ja, gerne. Wollen wir nun Wind-Diesel erzeugen? Bitte mal rechnen. Bitte, bitte. Mengengerüste, Preise, Investitionen.
Die Loesung gibt es nicht. Es gibt einen bunten Strauss an Alternativen, um das ZUSAETZLICHE CO2 in der Athmosphaere zu vermeiden, das CO2, das wir Menschen ZUSAETZLICH immer weiter und weiter, noch mindestens 50 Jahre lang, in der Luft ablagern.

In jedem alternativen Segment wird erforscht und erprobt, Pilotanlagen gebaut, Syngas und Synfuel mit Hilfe von Sonnenenergie hergestellt, immer neuere, billigere und bessere Materialen fuer kostenguenstige Haus-Speicherbatterien entdeckt und ausprobiert, etc., etc. etc..

Es wird nicht DIE Loesung fuer die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft in den Bereichen Energie, Industrie und Transport, Landwirtschaft und Haustechnik geben, sondern viele Verschiedene, die sich am Markt durchsetzen oder eben nicht!

Wer bei diesem Rennen um die Zukunft NICHT mitmacht, darf mit dem Gorbi-Spruch weiterleben. Uebrigens weit vorne mit dabei Alternativen in der Praxis auszuprobieren ist Saudi Arabien.
mfG Beat

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Leblanc 08.11.2017, 11:13
16.

Zitat von navitrolla
Auch dieser Artikel fokussiert sich ausschließlich auf die 18% durch Kraftfahrzeuge zu verantwortene Emmisionen. Gut, wenn da was getan wird - aber sollte man nicht erst einmal auf Bereiche schauen, wo ein größerer Effekt mit weniger Aufwand und weniger gesellschaftlichen ....
Gibt es für das "Flugreise"statement Belege? Bezieht es sich auf "Reise ganz weglassen" oder auf "alternative Transportmittel"?
Hamburg-Singapur per Schiff?
Wie gesagt, mich interessieren Belege.

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stevens-82 08.11.2017, 11:18
17. Warum

Warum werden bei diesen Öko-Predigten eigentlich nie die Zahlen für Deutschland ins Verhältnis zum Rest der Welt gesetzt? Deutschland ist für gerade mal 2%, in Worten "zwei", des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Von diesen 2% sind etwa 95% natürlicher CO2-Ausstoß. Was dann noch übrigbleibt ist vom Menschen gemacht und kann von ihm beeinflusst werden, nur ist das eben so minimal das es im Hintergrundrauschen verschwindet. Selbst wenn wir hier, ganz im Sinne der Hohepriester der Ökoreligion, von heute auf morgen sämtliche Verbrennungstätigkeit und wenn's geht noch das Atmen einstellen, ist der weltweite Effekt auf das Klima ziemlich nahe bei Null.
Nein, Deutschland wird die Welt nicht retten und am deutschen Wesen wird auch nicht die Welt genesen. Ich bin durchaus dafür den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen aber eben mit Augenmaß und Sinn für das mach- und finanzierbare und ohne religiöse Innbrunst. Man muss hier nicht immer strengere Bauvorschriften erlassen die die Baukosten in die Höhe treiben und sich dann wundern wenn die Mieten steigen, weil man jetzt meint noch das letzte CO2 Molekühl bekämpfen zu müssen. Nur so als Beispiel.

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Beat Adler 08.11.2017, 11:19
18. Es geht nicht um CO2 an sich, sondern um Vermeidung von ZUSAETZLICHEM

Zitat von langenscheidt
Wegen 18% Anteil wird die Zukunft schlecht geredet. Wer produziert die restlichen 82% CO2? Die Natur? Vermutlich. Denn ohne CO2 hätte es seit Millionen Jahren Erdgeschichte keine Klimawandel ohne Anwesenheit von Menschen gegeben.
Es geht nicht um CO2 an sich, sondern um Vermeidung von ZUSAETZLICHEM, durch uns Menschen produziertem CO2, vorallem durch das Verbrennen der fossilen Energietraeger.

Selbst wenn alle freiwilligen Verpflichtungen aller Staaten, die das Pariser Abkommen COP21 unterzeichneten, eingehalten werden, steigt der CO2 Gehalt der Athmosphaere von heute 410 ppm, 150 bis 160 ppm davon sind bereits menschenverursacht, auf ueber 550 ppm, sogar 600 ppm sind moeglich. Eine solche Welt ist ganz anders wie die Heutige. Die Kosten der Anpassung an die Veraenderungen stellen alles Bisherige in den Schatten.

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Leblanc 08.11.2017, 11:20
19. Nötige Energiemenge

Zitat von purple
Um ein Fahrzeug zu bewegen braucht es eine gewisse Energiemenge und die liegt definitiv über dem was in 95g CO2 steckt. Daher sind solche Vorgaben unsinnig. Wenn man hier Fortschritte erzielen will, anstatt die Autoindurstrie zu manipulativen Tests zu zwingen - dann muss man die fossile Kohlenstoffmenge in den Treibstoffen beschränken. Das geht mit Hilfe von synthetischen Treibstoffen - erzeugt aus CO2 aus der Luft und Wasserstoff aus überschüssigem Solar und Windstrom. Wirkungsgrad Solarstrom -> Treibstoff über 50%. Das ist ok. Damit kommt man auf 1,20 € pro liter. Das ist verkraftbar.
Die nötige Energiemenge zum Bewegen hängt -neben vielen anderen Effizienzeinflüssen- auch wesentlich von Beschleunigung (=Veränderung der Bewegung) und Geschwindigkeiten (Roll- und Windwiderstände) ab: Beispiel: jemand schiebt sein Auto.
Der Energieeinsatz steigt überproportional mit der Geschwindigkeit, also wäre allgemeine Begrenzung auf 120 oder 100 km/h schon ein erheblicher Gewinn (Reduzierung CO²); JA, erstmal nur bezogen auf PKW-Ausstoß.

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