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Neue CO2-Grenzwerte: Es geht um alles
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Die Vorgaben zu CO2-Grenzwerten sind richtungsweisend für Umwelt, Verbraucher und Industrie. Sie bestimmen über die Mobilität der Zukunft - und sind mit entscheidend für die Zukunft der Erde.

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paula_f 08.11.2017, 11:59
30. noch viel kleinere Mengen haben immense Auswirkungen

Zitat von hagr
...denn sogar 100% des CO2 hat gerade einmal einen Massenanteil von 0,058% an der Luft. Das heißt, wenn Sie 2% CO2 einsparen, dann hat sich der Massenanteil um 0,00116% verändert. Für diese 0,00116% soll unsere komplette Wirtschaft umgestellt werden? Der Artikel hier im Spiegel ist gespickt mit absoluten Aussagen. Das geht schon im lead-in los: "Die Vorgaben zu CO2-Grenzwerten sind richtungsweisend für Umwelt, Verbraucher und Industrie. Sie bestimmen über die Mobilität der Zukunft - und sind mitentscheidend für die Zukunft der Erde." Das stimmt auch so weit. Es bestimmt nämlich, ob in Zukunft 0,00116% mehr oder weniger CO2-Massenvolumen in der Luft ist, wenn das Ziel denn überhaupt erreicht wird. Aber einmal ehrlich, wo ist der Beweis, dass das etwas ausmacht? Die Insinuation, dass 0,00116% CO2 über das Wohl und Wehe der Menschheit und des Klimas entscheiden ist schon aus Gründen der Wahrscheinlichkeit absolut irrsinnig. Was hier gespielt wird, hat jedenfalls mehr von einer Kampagne als von redlicher Wissenschaft. Qui bono?
Das Ozonloch ist die Reaktion von Ozon in der Atmosphäre mit Chlor auf Fluorchlorkohlenwasserstoffen wie dem Kältemittel R12. Früher als Kältemittel und als Treibgas in Spraydosen verwendet hat die Ozonschicht großflächig zerstört. Im Gegensatz zu tausenden von Tonnen CO2 welche wir durch verbrennen produzieren sind es verschwindend kleine Mengen mit großen Auswirkungen. Katalysatoren sind auch ein Beispiel - Kenntnisse in der Chemie helfen beim Verständnis. Schlimm ist nicht nur die Unkenntnis in Chemie sondern auch das völlige Unverständnis der Thermodynamik. Noch schlimmer ist - dass wir bereits vielfältige Lösungen zur Erzeugung von Photovoltaikstrom, Windstrom, Solarthermie und auch zur Speicherung von Strom in Batterien oder chemischen Speichern haben - beispielsweise das 100 Jahre alte Prinzip der Natronlock.

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k.michael62 08.11.2017, 12:08
31. Es war ernst gemeint

Zitat von Beat Adler
Die Loesung gibt es nicht. Es gibt einen bunten Strauss an Alternativen, um das ZUSAETZLICHE CO2 in der Athmosphaere zu vermeiden, das CO2, das wir Menschen ZUSAETZLICH immer weiter und weiter, noch mindestens 50 Jahre lang, in der Luft ablagern. In jedem alternativen Segment wird erforscht und erprobt, Pilotanlagen gebaut, Syngas und Synfuel mit Hilfe von Sonnenenergie hergestellt, immer neuere, billigere und bessere Materialen fuer kostenguenstige Haus-Speicherbatterien entdeckt und ausprobiert, etc., etc. etc.. Es wird nicht DIE Loesung fuer die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft in den Bereichen Energie, Industrie und Transport, Landwirtschaft und Haustechnik geben, sondern viele Verschiedene, die sich am Markt durchsetzen oder eben nicht! Wer bei diesem Rennen um die Zukunft NICHT mitmacht, darf mit dem Gorbi-Spruch weiterleben. Uebrigens weit vorne mit dabei Alternativen in der Praxis auszuprobieren ist Saudi Arabien. mfG Beat
Ich bin nicjt technikfeindlich, noch gestrig.
Es war ernst gemeint.
Mengengerüst.
Wieviel Sprit wird verbraucht, wieviel Heizöl, wieviel Gas?
Wieviel kann -unter Berücksichtigung der Produktionsemmisiom- betriebswirtschaftlich sinnvoll substiuiert werden?

Ich bin Gegner von Elektromobilität, nicht aus ideologischen Gründen sondern, weil es Unfug ist, niedrigenergetische, schwere Akkus zu bewegen.
Windtreibstoffherstellung macht technisch mehr Sinn.

Schauen Sie sich an, wieviel der Primärenergie "erneuerbar" ankommt, dann rechnen Sie nochmal

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/Energie/Energiedaten/Energiegewinnung-und-Energieverbrauch/energiedaten-energiegewinnung-verbrauch-03.html

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Beat Adler 08.11.2017, 12:09
32. Was kostet die Anpassung an einen Anstieg des Meeresspiegels?

Zitat von stevens-82
Woher wissen Sie das??? Da wird immer behauptet riesige Kosten würden irgendwo entstehen ohne die je zu beziffern und schon gar nicht ins Verhältnis zu den Kosten zu setzen die uns durch zweifelhafte Maßnahmen zur CO2 Reduzierung entstehen.
Was kostet die Anpassung an einen Anstieg des Meeresspiegels? Pro mm? Pro cm? Pro dm? Pro Meter?

Was kostet das Auftauen des Permafrostes z.B. im Alpenraum? Stichwort Bondo.

Die Extremwetterereignisse kosteten dieses Jahr nur in den USA 350 Milliarden US$. Etwa die Haelfte davon kann der erhoehten Globaltemperatur, ausgeloest durch die Verstaerkung des Treibhauseffektes, bedingt durch die menschenverursachte Steigerung des CO2 Gehaltes in der Athmosphaere in die Schuhe geschoben werden. Weltweit ist die Summe der Schaeden ungleich groesser. Das muesste alles nicht sein.
mfG Beat

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Beat Adler 08.11.2017, 12:10
33. Falsche Rechnung

Zitat von hagr
...die Welt ist dann ganz anders. CO2 hat dann einen Massenanteil in unserer Luft von 0,05916% statt aktuell 0,058%, falls nicht noch unbekannte oder unveröffentlichte natürliche Prozesse die Sache sowieso wieder ausgleichen. Die Welt wäre, dass muss man sagen, ganz anders. Aber ob man das merken würde? 0,0016% CO2 verändern das Klima? Dafür hätte ich gerne einmal einen Beweis. Das wäre, wie wenn man behaupten würde, dass ein Streichholz, dass in einem 20 Quadratmeterraum entzündet wird, einen nachhaltigen Einfluss auf die Raumtemperatur hätte, wie Ivar Giaever (Nobelpreisträger) dankenswerterweise einmal ausgerechnet hat.
Ganz ohne CO2 in der Athmosphaere haetten wir eine globale Durchschnittstemperatur von MINUS 18 Grad Celsius, das waere gerade in Aequatornaehe noch angenehm, statt heute mit 410 ppm PLUS 15.x Grad Celsius.

Mit den 220 bis 280 ppm CO2 in der Athmosphaere ueber die ganze Zeit des modernen Menschen hinweg, also der vergangenen 300'000 Jahre, siehe Eisbohrkernanalysen, erfolgte eine Anpassung der gesamten Biosphaere.

Wir Menschen, nur und ausschliesslich wir Menschen haben den Gehalt von 220 bis 280 ppm in wenigen Jahrzehnten auf heute 410 ppm gesteigert. In der Luftsaeule pro Quadratmeter Erdoberflaeche schweben etwa 250 Kinderballone voll mit ZUSAETZLICHEM menschenverursachtem CO2. Das ist sehr viel. Das muss zu einem Ende kommen, wenn wir die Anpassungskosten noch bezahlen koennen wollen.

Jede Massnahme zur Vermeidung von ZUSAETZLICHEM CO2 (und Methan!) in der Athmosphaere ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn er auch noch so klein ist! Viele kleine Schrittchen machen auch viel Mist!
mfG Beat

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Beat Adler 08.11.2017, 12:11
34. Jede CO2 Reduktion ist hoch profitabel!

Zitat von stevens-82
Woher wissen Sie das??? Da wird immer behauptet riesige Kosten würden irgendwo entstehen ohne die je zu beziffern und schon gar nicht ins Verhältnis zu den Kosten zu setzen die uns durch zweifelhafte Maßnahmen zur CO2 Reduzierung entstehen.
Jede CO2 Reduktion ist hoch profitabel! Schafft Arbeitsplaetze, zahlt Loehne und Steuern.
mfG Beat

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Leblanc 08.11.2017, 12:11
35. Insinuation

Zitat von hagr
...denn sogar 100% des CO2 hat gerade einmal einen Massenanteil von 0,058% an der Luft. Das heißt, wenn Sie 2% CO2 einsparen, dann hat sich der Massenanteil um 0,00116% verändert. Für diese 0,00116% soll unsere komplette Wirtschaft umgestellt werden? ...Aber einmal ehrlich, wo ist der Beweis, dass das etwas ausmacht? Die Insinuation, dass 0,00116% CO2 über das Wohl und Wehe der Menschheit und des Klimas entscheiden ist schon aus Gründen der Wahrscheinlichkeit absolut irrsinnig. Was hier gespielt wird, hat jedenfalls mehr von einer Kampagne als von redlicher Wissenschaft. Qui bono?
Sie unterstellen, (einmal ehrlich... Insinuation=irrsinnig, Kampagne, Cui (!) bono...) dass hier absichtlich tendenziös unrichtig berichtet wird. Dazu wäre mehr nötig, als die Masse%-Rechnung (die ich nicht geprüft habe). Sie fragen: wo ist der Beweis? Halten Sie die große Zahl von Wissenschaftlern WELTWEIT, die sich ganztags professionell mit den Forschungen befassen, für so wenig kompetent, dass Sie Ihre persönlichen Zweifel so einfach dagegen stellen? Könnte es sein, dass Sie selbst sich dann auch von "Cui bono" leiten lassen?

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k.michael62 08.11.2017, 12:11
36. Tempo 120, Energiesparreifen u.ä.

Zitat von Leblanc
Die nötige Energiemenge zum Bewegen hängt -neben vielen anderen Effizienzeinflüssen- auch wesentlich von Beschleunigung (=Veränderung der Bewegung) und Geschwindigkeiten (Roll- und Windwiderstände) ab: Beispiel: jemand schiebt sein Auto. Der Energieeinsatz steigt überproportional mit der Geschwindigkeit, also wäre allgemeine Begrenzung auf 120 oder 100 km/h schon ein erheblicher Gewinn (Reduzierung CO²); JA, erstmal nur bezogen auf PKW-Ausstoß.
Alles doch schon hundertmal durchgekaut.
Mit Studien untersucht.
Ich bin inzwischen für 120 oder 130, das findet trotzdem keine Mehrheit.
Es sind viel zu geringe Effekte um überhaupt messbar zu sein.

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martin_rockyradler 08.11.2017, 12:19
37. Europa und was macht der Rest?

Ich finde es ja lobenswert wenn Europa hier eine Vorbildfunktion einnimmt doch was macht nun der rest von unserer schönen Welt? Hier sei Amerika, China, Australien und Co. mit gemeint, die enorm zum CO2 Ausstoß beitragen. Auch der Fokus auf den 18% Anteil von Fahrzeugen an der Emmission stört mich ein wenig. Natürlich ist es sehr wünschenswert den Verbrennungsmotor adequat zu ersetzen, doch sollte man einen gewissen Realismus mitbringen. Es ist weniger das Elektroauto als die komplette Infrastruktur die hier in Kindesbeinen steckt. Ladestationen Netzwerke etc... ggf. elektrisch geladene Autobahnen um das Reichweitenproblem in den Griff zu kriegen bis hin zu simplen Sachen wie Standards (welcher Stecker in welchem Land etc.) Da kommen enorme Kosten auf uns zu, da reicht es nicht einfach mal ein Elektroauto hinzustellen. Es müssten ganze Tiefgaragen (öffentlich/privat) lückenlos mit Ladestationen umgerüstet werden etc. Dann gibt es immer noch das Problem der Herstellung von den Batterien, die wir aktuell gemütlich ins Ausland verschieben > auch aktuell CO2 Fresser.

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k.michael62 08.11.2017, 12:24
38. Moderner "Kleinschnellaster"

Zitat von Leblanc
zitat: Zwischen den offiziellen Angaben der Hersteller und den realen Verbräuchen herrscht eine große Diskrepanz - natürlich haben sich die Emissionen auch auf der Straße verbessert, aber bestimmt nicht ganz so gut wie auf dem Papier. Kommt man evtl. auf realistischere Werte, wenn man den Kraftstoffverbrauch national auswertet? Dessen CO²-Gehalt pro Liter ist doch bestimmt bekannt. Klar, man hätte evtl. das Abgrenzungs- Problem zu Landwirtschaft, Straßenbaumaschinen etc., aber für CO² - Ausstoß wäre das doch zweitrangig als Unschärfe.
Gerade einen modernen "Kleinschnelllaster" gekauft, 199g CO2 Euro6, 224PS 2,2 Tonnen Leergewicht, 3500 Anhängelast, über eine Tonne Zuladung, Aerodynamik wie Schrankwand, trotzdem 200kmh schnell.
Werksangabe Drittelmix 7,8l
Realverbrauch nach Bordcomputer und Tankbelegen im Drittelmix mit teilweisem Hängerbetrieb 8,8l gemessen über 8200 km Strecke,

Irgendjemand sollte mal die viel gescholtene deutsche Autoindustrie in Schutz nehmen.

Im Übrigen einer, der im Realwert schon aus Wolfsburg vorne dran steht (halt nen Schluck Harnstoff mehr verbraucht und den Zuheizer für die Kaltphase schon hat - gibt halt "kostenlose" Standheizung als Nebenprodukt).

Ball flach halten.

Der -nicht "betrügerische" vergleichbare Ford hat 299g im Messzyklus und das mit 150PS.

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jan-c137 08.11.2017, 12:25
39.

Zitat von halbstark
...Und wer die klimaneutralen Kernkraftwerke abschaltet, kann es mit CO2-Einsparung nicht so ernst meinen.
Der meint es wahrscheinlich mit dem Entsorgungsproblem der AKW ernst. Man kann ja über die Risiken von Zwischenfällen reden und meinetwegen auch auf geringe Wahrscheinlichkeiten bauen. Nur wo kommt der Abfall hin? Ihn in salzige Löcher im Boden zu kippen, scheint nicht zu funktionieren. Nein, es ist auch keine vertretbare Alternative diesen einfach in Länder zu transportieren, in denen sich die Politik nicht um Konsequenzen kümmert. Das Problem kann man nicht ignorieren. Dem Rest Ihres Beitrages stimme ich zu.

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