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Neue Führerscheinregeln: Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorräder fahren dürfen
Carlos Costa/ NurPhoto/ Getty Images

Verkehrsminister Andreas Scheuer will nach SPIEGEL-Informationen die Führerscheinregeln ändern: Bald soll jeder Autofahrer auch Motorrad fahren dürfen - mehr als 100 km/h schnell. Experten sind entsetzt.

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baronejo 20.06.2019, 08:54
130.

Im Auslands-Urlaub fährt jeder Hans und Franz ein Leichtkraftrad mit 80-125 ccm. Da gilt das als mediterraner Flair oder typisch fernöstliches Fortbewegungsmittel . Da gibt es auch keinen Aufschrei. Jeder der den Führerschein Klasse 3 vor 1980 gemacht hat, darf sowieso Leichtkrafträder fahren. Stört auch niemanden.
Also - viel Lärm um nichts....

Wir reden hier in erster Linie von Rollern, Mopeds etc - aber eben nicht von echten Motorrädern. Dabei stellen gerade E-Varianten der Leichtkrafträder echte Alternativen zum PKW dar, da sie Landstraßentauglich sind und dass Unfallrisiko dort vermindern. Mit 45 km/h stellt man dort ein durch Überholmanöver gefährdetes Verkehrshindernis dar.

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j.chlupaty 20.06.2019, 08:54
131.

Sicherlich wäre es wünschenswert, wenn mehr Menschen anstatt mit tonnenschweren PKW, den Weg zur Arbeit, oder zum Freizeitvergnügen, mit leichten Motorrädern zurück legen würden. Dass ein komplettes Durchlaufen der Führerscheinprüfung für versierte Autofahrer nicht unbedingt erforderlich ist, leuchtet auch ein. Aber der komplette Verzicht auf eine Schulung für Neueinsteiger auf dem Motorrad ist im höchsten Maße fahrlässig. Ein Motorrad unterliegt zwar den gleichen Verkehrsregeln, hat aber eine komplett andere Fahrphysik. Zumindest diese muss unbedingt vermittelt werden. Eine Schulung mit Prüfung ist dafür unerlässlich.

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s.l.bln 20.06.2019, 08:55
132. Wer hier aufheult, ist vor allem die Fahrschullobby

Wer mindestens fünf Jahre lang im PKW am Verkehr teilgenommen hat, besitzt Überblick, Koordinationsfähigkeit und normalerweise ein ausreichendes Maß an Sicherheit, was die Eischätzung von Verkehrssituationen angeht.
Das zu schulen macht sowohl beim Motorrad als auch beim Auto den Großteil der Übungsstunden aus. Richtig gelernt wird aber erst durch Fahrpraxis.
Der Unterschied zwischen Auto und Motorrad liegt lediglich im Training der Fahrzeugbeherrschung auf dem Übungsplatz.
Macht man dieses Training verpflichtend, wie von Scheuer gefordert, sehe ich keinen Grund, weshalb ein routinierter Autofahrer nicht ein Leichtkraftrad fahren dürfen sollte.
Im Ausland gibts das längst und die deutlich stärkeren A2 Motorräder dürfen in Deutschland nach ähnlicher "Nachschulung" bereits heute von Autofahrern bewegt werden, die ihren PKW Führerschein vor einem bestimmten Datum gemacht haben. Außerdem dürfen PKW Fahrer, welche ihren Führerschein vor dem April 83 gemacht haben, schon immer Leichtkrafträder fahren, und zwar ohne jede Schulung.
Das hat nie jemanden interessiert oder zu besonderen Problemen geführt. Im Ausland ist das ebenfalls teilweise der Fall.
Natürlich gibt es mehr Verkehrstote, wenn mehr Leute Motorrad fahren, weil das nunmal gefährlicher ist als Autofahren. Da das aber primär die Fahrer selbst betrifft, sollte man die Entscheidung, wieviel Risiko das Leben mit sich bringen darf, doch bitte den Erwachsenen selbst überlassen.

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rainer-rau 20.06.2019, 08:57
133. Welche Instanzen sollen das sein?

Zitat von steve_burnside
Scheurer will sich wohl unbedingt jetzt profilieren, da geht er über Leichen. Nämlich genau die wären die Folge, wenn diese unsinnige Regelung durchkäme. Aber es gibt ja zum Glück noch Instanzen, die so etwas zu verhindern wissen. Das wird nur wieder ein weiterer Rohrkrepierer der CSU.
Ich würde mir gern von Ihnen Mut machen lassen, aber die Realität spricht dagegen.

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mescal1 20.06.2019, 08:59
134. Ich find's gut

Wir haben hier in D für jeden Schmarrn Regelungen und da ist es willkommen ein paar abzuschaffen.
15PS, mein Gott, davon wird die Welt nicht untergehen.
Und da sowieso Einweisungsstunden vorgeschrieben sind - da lernen die das schon.
So schwer ist es auch wieder nicht.
Bevor jemand rumnölt - ich habe den A, bin lange Motorräder mit weit über 100 PS gefahren.
Hey - ich lebe noch, auch wenn es jetzt manche bedauern mögen. Schon wegen meiner Meinung.

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snakey41 20.06.2019, 08:59
135. Das ist Deutschland

Wir haben ja keine anderen Probleme. Wenn sich die Politik endlich mal um die dringenden Probleme kümmern würde, müsste sie sich auch keine Sorgen um Politikverdrossenheit ihrer Bürger machen. Viel Spaß an alle, wenn ich (66,guter Autofahrer) mich Fernfahrer auf das Motorrad setze ,,, (was ich tunlichst bestimmt nicht tun werde)

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michlauslöneberga 20.06.2019, 08:59
136. Der übliche Aufschrei der Interessenverbände...

Einen Roller mit 45 Kmh kann fast jeder fahren, einen etwas stärkeren Roller, mit dem ich im Verkehr mitschwimmen kann, aber nicht. Es sei denn, Führerschein vor 1980.... Ich hatte seinerzeit kein Geld für den Motorradführerschein und würde mir jetzt einen E-Roller mit ca. 10 PS her tun. Und wenn ich dadurch zu einer Risikogruppe gehöre, dann ist das eben so.

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muekno 20.06.2019, 09:00
137. Immerhin wäre das eine

Anpassung an die alte Klasse 3, mit der man Zweiräder bis 125ccm fahren durfte und auch noch darf. Und aus 125ccm kommen mehr als 15 PS. Jedenfalls sinnvoller als die Spasstretroller.
Und was die Verkehrstoten betrifft, wir leiden eh unter Überbevölkerung. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um, war schon immer so.Schade um die Unschuldigen die es mit trifft, aber was ist schon gerecht. Wir müssen endlich von die der Staat schützt alles Mentalität wegkommen. Mehr Freiheit, weniger Bürokratie dann renkt sich das alles schon richtig ein. Der Bürger muss wieder mehr Verantwortung übernehmen!

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Atheist_Crusader 20.06.2019, 09:01
138.

Zitat von frank_w_abagnale
Warum nicht? Entbürokratisierung ist immer gut. Und es sollte auch nie der Grundsatz "Freie Fahrt für freie Bürger!" vergessen werden.
Hier geht's nicht umj Freiheiten, sondern darum sicherzustellen, dass die Leute das Verkehrsmittel auch beherrschen.

Ist der selbe Grund aus dem nicht einfach jeder zu seinem 18. Geburtstag das Recht auf Waffenbesitz bekommt.

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rick1979 20.06.2019, 09:01
139. Welcher Grundsatz?

Zitat von frank_w_abagnale
Warum nicht? Entbürokratisierung ist immer gut. Und es sollte auch nie der Grundsatz "Freie Fahrt für freie Bürger!" vergessen werden.
Das ist kein Grundsatz, sondern war ein umstrittener Werbeslogan des ADAC im Zuge der Ölkrise in den 70ern.

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