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Neue Führerscheinregeln: Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorräder fahren dürfen
Carlos Costa/ NurPhoto/ Getty Images

Verkehrsminister Andreas Scheuer will nach SPIEGEL-Informationen die Führerscheinregeln ändern: Bald soll jeder Autofahrer auch Motorrad fahren dürfen - mehr als 100 km/h schnell. Experten sind entsetzt.

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oschn 20.06.2019, 14:59
350. Endlich EU-Angleichung

Andere Länder machen das längst so, mir bekannt: Spanien, Frankreich, Österreich, UK, Italien, Schweiz (nicht EU). Ist ja nicht so, dass man keine Fahrstunden machen muss. Der "Aufbaukurs" wird ja Pflicht. Ohne Kenntnisse setzt man sich also nicht drauf. Da ist die Schweiz schon liberaler: da kann man komplett ohne vorherige Übung gleich auf ne offene 1200er steigen und Übungsfahrten machen, bis man sich fit für die Prüfung fühlt.

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zausi 20.06.2019, 14:59
351. Wäre nicht mehr als gerecht..

Das man mit 2 Räder einem erhöhtem Verletzungsrisiko ausgeliefert ist ist wohl klar.
Dazu braucht man keine Experten. Ich habe mich eher geärgert dass 50ccm mit 45km/h nun in der Ortschaft über holt werden, dass interessiert die Experten auch nicht. Hoffentlich macht Hr Scheuer Nägel mit Köpfen...

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kalim.karemi 20.06.2019, 15:01
352. Motorräder?

Das sind Mopeds.

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oschn 20.06.2019, 15:02
353.

Zitat von thenovice
Der erste sinnvolle Beitrag aus dem Hause Scheuer... 45km/h Roller sind doch ein Verkehrshindernis und werden daher kaum akzeptiert... mit dem klassischen Leichtkraftrad schwimmt es sich sehr viel flüssiger im Verkehr mit, ohne der 2-rädrigen Heizerei zu viel Möglichkeiten zu bieten. Das entlastet die Rush-Hour um mehrere qm Fahrzeugfläche, nimmt Druck von den innerstädtischen Parkflächen und senkt im Vergleich zum PKW den CO2 Ausstoß... Zumal E-Zweiräder sehr viel günstiger sind als die 4-rädrigen Pendants .. Das Risiko mit einigen wenigen Unbelehrbaren sollten wir eingehen und wenn ich das richtig sehe ist ja auch einiges an Fahrschulstunden vorgesehen um das Handling zu vermitteln/erlernen... Gut, dass es da keine Prüfung mehr braucht
Dito. Nur das mit den Parkflächen kann ich nicht unterstreichen: Leichtkrafträder gehören genauso auf der Fahrbahn oder auf Parkplätzen abgestellt, wie Autos. Leider erlaubt das deutsche Gesetz kein platzsparendes Abstellen an Häuserecken oder zwischen Bauminseln auf dem Gehweg. Man schaue in die strenge Schweiz, wo dieses Modell seit Jahrzehnten funktioniert und den Verkehr extrem entlastet!

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odenkirchener 20.06.2019, 15:03
354. Nebelkerzen

Im Kurs "Was mache ich, wenn ich mich gerade blamiert hab?" hat der gute Mann aufgepasst. Aber ob die Nebelkerze ausreicht?!?

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taglöhner 20.06.2019, 15:06
355. Opa darf mehr!

Zitat von der_kaeptn
War es nicht vor 1981 so, dass man mit der Klasse 3 auch ein Kleinkraftrad bewegen durfte? Insofern wäre es nur eine Deregulation. Als verantwortungsvoller Fahrer "richtiger" Motorräder halte ich die 125er zwar für gefährliches Spielzeug, denn es mangelt ihnen an Power, auf der Landstarße zum Beispiel einen LKW zügig überholen zu können, aber es sollte doch jeder (in bestimmten Grenzen) selbst entscheiden, was er fahren möchte. Und da kann es durchaus sinnvoll sein, das Verkehrschaos dadurch zu mildern, dass man den genervten Städtern ermöglicht, auf eine 125er umzusteigen, wenn es mal ohne große Einkaufstüten irgendwohin gehen soll.
Der 3er gilt immer noch. Ursprünglich bis 50ccm und wurde posthum aus EU-Harmonisierungsgründen sogar auf 125er erweitert :).

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andrelei 20.06.2019, 15:09
356. Lass mich raten...

... ein großer deutscher KFZ-Hersteller aus Bayern hat ein neues 125er Zweirad in der Pipeline und die CSU möchte ein wenig die Werbetrommel rühren. Das geht natürlich besser, wenn jeder das Ding fahren dürfte.

Und bei den einfach denkenden Menschen, die sich ja immer von der Regierung bevormundet fühlen sorgt ein solches "Geschenk" doch sicher für Begeisterung und damit für Stimmen für die CSU.

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oschn 20.06.2019, 15:11
357. Umgekehrt

Zitat von kradist
Motorräder haben eine andere Fahrphysik als Autos. Gibt man einen Lenkimpuls nach links, fällt das Mottorad nach rechts und man kann eine Rechtskurve fahren. Das kann man aber den Fahreren beibringen. 90 Minuten Theorie und die 6 Fahrstunden reichen. Ich finde die Idee gut, da der frühere 50er Führerschein ja so beschnitten ist, dass man statt 60 km/h um im Stadtverkehr mitzuschwimmen, heute mit 45 km/h den Verkehr aufhält und fühere Jahrgänge ohnehin 125er offen fahren dürfen. Möchte man einen Elektroroller fahren, der nicht total albern ist, muss man nun als junger Mensch in Deutschland den Motorradführerschein machen, der erheblich viel mehr kostet als er müsste.
Lenkimpuls nach Links führt dazu, dass man eine Linkskurve fährt. Aber ich begrüße die Neuregelung auch. Nur mit der Schlüsselzahl ist doof. Warum nicht wie in der Schweiz die echte A1 zuteilen?

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metastabil 20.06.2019, 15:11
358.

Zitat von derreformer
Erstmal ist die Frage warum gerade jetzt dieser Vorschlag kommt? Warum hat man damals 1980 es überhaupt geändert? Aber ja insgesamt ist es eine gute Idee aber der Vorschlag muss überdacht werden. Wer macht mit 25 Jahren und nach 5 Jahren davon noch Gebrauch? Habe vor kurzem meinen A2 gemacht! Momentan muss man für einen Direkteinstieg Klasse A 24 Jahre alt sein! Warum sollte ich dann solange warten? Natürlich ist es billiger nur eine Zahl zur Klasse B hinzufügen als einen A Führerschein zumachen. Aber mit einem A dürfte ich schon früher Maschinen mit mehr als 200 PS fahren!! Motorradfahren ist nicht ungefährlich. Lieber sollte man erlauben, dass man Auto leichter bekommen weil da hat man sein Schutzkasten. Bin auf jeden Fall der Meinung das die Führerscheine in Deutschland zu teuer sind!! Ein Fehler beim Motorrad wirkt sich halt mehr aus wie beim Auto. Wenn man Angst vor der Schräglage hat oder Probleme mit den Kurven kommt es nun mal zum Unfall. Habe ein A2 und B. sinnvolle Veränderungen beim Führerschein wären die Folgenden: 1. Aufsteigprüfungen zwischen A1, A2 und A müssen abgeschafft, weil es nun mal Geldmache ist! 2. Limit für die "50er" von 45km/h auf 60km/h erhöhen 3. Weniger Sonderfahrten für alle Klassen! 12 sind zuviel und nur wegen dem Geld verpflichtend! 4. Anhänger für Klasse B sollten alle Menschen weiterhinbekommen. Anhängerreform wurde auch nur wegen dem Geld beschlossen. 5.Gewichtslimit für die momentane Klasse B von 3,5 t auf 4,5t erhöhen. Dann dürfte man mehr Wohnmobile fahren.
Zu 1.: die Aufstiegsprüfung A1->A2 und A2->A ist durch die 3. Führerscheinrichtlinie der EU festgeschrieben. Das Bundesverkehrsministerium kann diese also nicht abschaffen.
Zu 2.: die Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge der Klasse AM ist durch EU-Recht festgesetzt. Das BMVI hat hier keinen Spielraum zur Erhöhung. Die Zulässigkeit von höheren Geschwindigkeiten bei älteren Fahrzeugen ist die Folge des Bestandsschutzes, der durch das EU-Recht eingeräumt wird.
Zu 4.: die Regeln für die für verschiedene Anhängerkombinationen notwendigen Fahrerlaubnisklassen werden ebenfalls durch die 3. Führerscheinrichtlinie festgelegt, und auch hier kann das BMVI nicht signifikant etwas vereinfachen
Zu 5.: Wollen sie raten? Das zGM für Fahrzeuge der Klasse B ist ebenfalls durch die 3. Führerscheinrichtlinie festgelegt. Auch hier kann das BMVI nichts machen.

Das BMVI hat übrigens sich übrigens schon in der Vergangenheit daran versucht, eine nicht mit der 3. Führerscheinrichtlinie vereinbare Gesetzgebung zu erlassen - und ist damit krachend gescheitert.

Bevor jetzt ein Einwand kommt: die Möglichkeit zur Freigabe von Klasse A1-Fahrzeugen mit Klasse B wird durch die 3. Führerscheinrichtlinie eingeräumt.

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nach-mir-die-springflut 20.06.2019, 15:12
359.

Zitat von claus7447
Hat sich Scheuer mit Spahn verbündet um die Zahl der Organspender zu erhöhen! Was tut dieser Minister, offensichtlich völlig ungeeignet!
Die Schwalbe fährt 60 km/h, bergrunter 70. Haben die Ossis auch überlebt. 15 PS sind nun nicht das Organempfängerparadis.

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