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Neue Führerscheinregeln: Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorräder fahren dürfen
Carlos Costa/ NurPhoto/ Getty Images

Verkehrsminister Andreas Scheuer will nach SPIEGEL-Informationen die Führerscheinregeln ändern: Bald soll jeder Autofahrer auch Motorrad fahren dürfen - mehr als 100 km/h schnell. Experten sind entsetzt.

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scxy² 20.06.2019, 07:42
30. ja, endlich!

Ein Schritt hin zu ökologisch besser vertretbarer Mobilität. Ich habe das schon ein paar Mal durchgerechnet, aber die Klasse B zu machen und ein passendes Motorrädchen zu kaufen, ist mir einfach zu teuer. So kann ich nur mit einem 50 cm-Roller fahren. Das ist schon ok, kommt aber für Überlandfahrten nicht in Betracht. Da nehme ich immer eines meiner Autos.

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mrgambo 20.06.2019, 07:42
31. Die Deutschen...

...mögen halt ihre Regeln und Zwänge. Ihre Paragraphen und Vorgaben. Wird an irgendeiner Stelle ein bisschen liberalisiert, schreit das ganze Volk auf, wie man sowas nur machen kann. Jeder beschwert sich über Bürokratie und Bevormundung in diesem Land und dennoch wird sich auf solche Vorschläge gestürzt, wie als wenn es der Teufel ist, den man austreiben müsste.

Ich persönlich würde mich über diese Änderung freuen. Ich habe seit über 20 Jahren den Auto-Führerschein und Motorrad hat mich jedoch schon immer interessiert. Doch sind die finanziellen und zeitlichen Hürden nach wie vor einfach zu hoch.

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orca20095 20.06.2019, 07:45
32. Kann man irgendwann die Blindgänger aus der Spitze

des Ministeriums entfernen, oder traut sich Herr Scheuer den separaten Führerschein aus Altersgründen nicht mehr zu? Ich fahre selbst Motorrad und alle meine Kinder auch, wir haben natürlich beide Führerscheine absolviert und jeder, der nur einen Funken Ahnung hat, weiß, dass Zweiräder schon mehr Fähigkeiten erfordern, als über 25 zu sein. Sie sehen in jeder Kurve, wer wie oft Zweirad gefahren ist.
Nach Dieselskandal, E-Tretroller, Maut nun die nächste Spielwiese einer unfähigen Ministeriumsspitze. Herr, lass Hirn regnen!!

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favorit601 20.06.2019, 07:46
33. Über die Bande spielen a la CSU?

Ich halte unser CSU-Verkehrsministerium für enorm pfiffig, was Hilfestellungen für die Wirtschaft angeht. Das Wort korrupt spare ich mir mal, den Nachweis, welcher Politiker in welches privatwirtschaftliche Gremium wechseln wird oder gewechselt ist, kann ich hier nicht führen.
Meine erste Vermutung ist, dass v.a. BMW etwas entwickeln möchte/ entwickelt hat, dass auf den CO2-Flottenverbrauch anrechenbar ist. Und dazu gilt es einen größeren Absatzmarkt mit Hilfe einer neuen Führerscheinregelung zu schaffen.

Auch die gescheiterte PKW-Maut sehe ich als Beispiel: Hier war das Ziel die Ausweitung von PPP-Modellen, von denen z.B. die Allianz profitiert.
Wir denken zurück an die Einführunge des KAT durch Friedrich Zimmermann 1983, die Einführung war ein PR-Coup, scheinbar war die CSU ergrünt, Hauptrichtung war jedoch eine angeordnete Subventionierung der Autoindustrie und der Schutz der Arbeitsplätze. Meine Eltern haben damals 1000DM Kredit aufgenommen für den nachträglichen Einbau eines 1-Wege-Katsin ein 2 Jahre altes Auto...
Die CSU versteht es vorzüglich, über die Bande zu spielen und Gesetze für die Wirtschaft zu schreiben, die aber ganz andere Namen tragen und gut verkäuflich sein sollen für Otto Normalverbraucher.

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zaphot 20.06.2019, 07:46
34. Die Motivation

von Herrn Scheuer sollte jedem klar sein: Vergrößerung des potentiellen Absatzmarktes dieser Klasse von Motorrädern. Er hat sich ja schon oft als Sprachrohr der KFZ-Lobby geoutet, da liegt der Rückschluss doch Nahe. Andere Gründe wie ein ggf. besserer ökologischer Fußabdruck von Pendlern, die statt allein mit ihrem KFZ mit so einem Motorrad zur Arbeit pendeln, halte ich dagegen für an den Haaren herbeigezogen.

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Besserwissser 20.06.2019, 07:46
35. Binsenexperten

Da braucht es keine Experten um festzustellen daß, wenn es mehr neue Fahrer von Motorrädern gibt, dieses Risiko öfters zuschlägt. Interessant wäre es gewesen ob die Bedingungen (6 Fahrstunden) modifiziert werden müssen um zumindest nur gleich hohes Risiko darzustellen wie wenn man auf normalen Wege den Motorradführerschein erworben hätte (ohne vorherige B -Fahrpraxis)

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thenovice 20.06.2019, 07:47
36. Endlich

Der erste sinnvolle Beitrag aus dem Hause Scheuer... 45km/h Roller sind doch ein Verkehrshindernis und werden daher kaum akzeptiert... mit dem klassischen Leichtkraftrad schwimmt es sich sehr viel flüssiger im Verkehr mit, ohne der 2-rädrigen Heizerei zu viel Möglichkeiten zu bieten. Das entlastet die Rush-Hour um mehrere qm Fahrzeugfläche, nimmt Druck von den innerstädtischen Parkflächen und senkt im Vergleich zum PKW den CO2 Ausstoß... Zumal E-Zweiräder sehr viel günstiger sind als die 4-rädrigen Pendants .. Das Risiko mit einigen wenigen Unbelehrbaren sollten wir eingehen und wenn ich das richtig sehe ist ja auch einiges an Fahrschulstunden vorgesehen um das Handling zu vermitteln/erlernen... Gut, dass es da keine Prüfung mehr braucht

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Romiman 20.06.2019, 07:48
37. 125er Regelung

Als 1996 die damalige 80ccm-Klasse im Zuge einer EU-Harmonisierung auf 125ccm/15PS aufgestockt wurde, konnten auch eine ganze Generation von FS 3 (B)-Inhabern (eben vor 1.4.1980 erworben) ohne jegliche zusätzliche 2rad-spezifische Schulung und Prüfung auf 125ccm/15PS Maschinen aufsteigen, ohne gleich massenweise zu verunglücken.
Nebenbei bescherte das dieser Fahrzeugklasse einen nie dagewesenen Boom. (Zeitweilig waren Maschinen wie die Honda VT 125 Deutschlands Meistverkaufte!).
Mit dem Älterwerden und dadurch dem Schrumpfen dieser potentiellen Kunden gingen auch die Verkaufszahlen der 125er bis heute wieder dramatisch zurück. (Das 2013 beendete Zwischenspiel mit den 3-Rädern wie Piaggio mp3 tat ein Übriges.)
Angesichts der Zusatzstunden und -Prüfung sehe ich die Sache daher nicht so dramatisch. Sinnvoller erachte ich allerdings auch eine Anhebung der unglücklichen 45km/h für 50er. Echte 59km/h hätten bei geringerem Gefährdungspotential (als die Freigabe für 125er) einen Anreiz für sehr viele, das Auto stehen zu lassen...

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yomow 20.06.2019, 07:48
38. Wäre doch klasse,

wenn mehr Menschen Zugang zu dieser Form der Mobilität haben. Geht aber natürlich gar nicht zusammen mit der deutschen Regelungswut und Sicherheitsfanatikertum. Diese ganzen "Experten", von denen im Artikel die Rede ist, langweilen mich. Motorradfahren war noch nie sicher. Wäre doch klasse, wenn wie in vielen asiatischen Ländern, die Menschen mehr Roller und Motorräder nutzen. Entlastet die Straßen zumindest mehr, als Autos. Und Spaß bringt es noch dazu. Am Ende des Tages ist das Leben nunmal kein risikofreier Ort.

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JonHH 20.06.2019, 07:50
39. Gute Idee

Wer bis 1980 seinen PKW-Führerschein machte, durfte automatisch auch leichte Motorräder fahren (und darf das bis heute). Nur dank der Fahrschullobby scherte Deutschland damals aus und verlangt seither einen sehr teuren Motorradführerschein - in den meisten anderen EU-Staaten darf man selbstverständlich auch so z.B. große Motorroller nutzen, wie jeder aus dem Südeuropa-Urlaub weiß. Perfekt für Pendler, die mit einem 45 km/h-Roller keine Chance im Verkehr haben. Insofern: Gute Idee.

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