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Neue Führerscheinregeln: Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorräder fahren dürfen
Carlos Costa/ NurPhoto/ Getty Images

Verkehrsminister Andreas Scheuer will nach SPIEGEL-Informationen die Führerscheinregeln ändern: Bald soll jeder Autofahrer auch Motorrad fahren dürfen - mehr als 100 km/h schnell. Experten sind entsetzt.

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Fuxx2000 20.06.2019, 07:50
40. Wer wundert sich?

Über eine solche Idee? Wer jahrelang an einer Maut bastelt und dafür Millionen ausgibt, obwohl man weiß, dass sie gegen geltendes Recht verstößt, dem fällt auch ein, Menschen ohne Führerschein Motorrad fahren zu lassen. Wieso eigentlich nicht mit 100 km/h auf dem Bürgersteig Herr Scheuer?

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chrismuc2011 20.06.2019, 07:51
41.

Die Fahrphysik eines Motorrades ist erheblich diffiziler als die eines Autos bei gleichem Tempo. Da würde es umgekehrt mehr Sinn machen Motorradfahrern den Umstieg aufs Auto zu erleichtern.
Nach meiner Meinung sollte eine praktische Fahrprüfung weiterhin im gleichen Umfang stattfinden, jedoch könnte man die theoretische Fahrprüfung entfallen lassen, wenn der bisherige Führerschein nicht älter als, sagen wir mal, 10 Jahre ist. Das würde auch Autofahrern den Zusatz für Anhänger erleichtern, wenn sie ihn nachträglich machen wollen.

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cmichi 20.06.2019, 07:51
42. Mal halblang...

6 Fahrstunden zum Erlernen der Handhabung eines kleinen Motorrads sind für jemanden, der bereits seit 7 Jahren am Straßenverkehr teilnimmt, nicht wenig. Hier wird nichts verschenkt, sondern nur der Theorieteil angemessen vereinfacht.
Die pauschalierende Kritik wird nicht durch die Fakten gedeckt.
Kritik an Eurem „Lieblings-Ministerium“ in Ehren, aber etwas mehr Wertfreiheit wäre schön. Warum soll ein 40-jähriger Stadtbewohner keinen 125er-Roller so vereinfacht fahren dürfen? Raser winken bei dem Hubraum müde ab.

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2radralf 20.06.2019, 07:54
43. Eigentlich eine gute Idee...

.... es scheitert aber am mündigen Bürger, den gibt es nämlich kaum noch. Und bevor man so etwas macht, sollte man die Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass ein Motorrad keine Knautschzone hat. An 70% der Unfälle mit Motorrädern ist immer noch der Autofahrer schuld, so wie bei mir beinahe gestern. Bin mal gespannt, wann hier die ersten Motorrad Hasser hier den ersten Senf dazugeben.

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sven_schreiber 20.06.2019, 07:54
44. Co2

Ich finde den Vorschlag garnicht mal so blöd. So fährt der ein oder andere vielleicht eher mit dem Roller zur Arbeit und spart CO2 Emission. Auch das Zweitauto könnte gespart werden. Zuzüglich erhöht sich auch die Organspendezahl. Das will man ja auch.

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danielglock 20.06.2019, 07:56
45. Könnte sich positiv auf die E-Mobilität auswirken

So z.B. in meinem Fall: ich habe einen Arbeitsweg von 20 km (einfach) über Stadt und Landstraßen. Ein Elektroroller, der mehr als 45 km/h schnell fährt, wäre für mich als Pendelfahrzeug optimal, aktuell bräuchte ich dafür aber einen Extra-Führerschein (A1), der teuer und zeitintensiv ist. Ich begrüße diesen Vorstoß. In der Schweiz und auch weiteren Ländern Europas ist das ja bereits Usus.

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Leonia Bavariensis 20.06.2019, 07:56
46. Wirtschaftslobbyismus

Seit langem habe ich den Eindruck, dass sich für den CSU-Erbhof Bundesverkehrsministerium derjenige am besten empfielt, der der einschlägigen Wirtschaft nur ja mit keinerlei beschränkenden Vorschriften im Wege steht, sondern ihr vielmehr weitere Gewinnmöglichkeiten schafft.

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Meckerer 20.06.2019, 07:57
47. Völlig kompetenzbefreit!

Jeder Autofahrer sollte verpflichtet sein ein paar Motorradstunden zu nehmen um zu verstehen was Motorrad fahren bedeutet!
Umgekehrt wird eher ein Schuh draus, wer einen Motorradführerschein machte sollte sich den Autoführerschein sparen dürfen. Es gibt bereits zu viele Autofahrer/innenn! bei denen man sich fragt -wie haben die das bloß geschafft....

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Valzuun 20.06.2019, 07:57
48. Vertrauen und Freiheit

Weniger Regeln und mehr Freiheit sind ein positives Zeichen, in Zeiten in welchen sich die Politiker immer häufiger mit neuen Verboten und Einschränkungen zu überbieten zu versuchen.
Endlich also ein Lichtblick, der zeigt das zumindest Herr Scheuer ben Bürgern zutraut selbst und verantwortlich zu entscheiden.
Und wenn Freiheit auch die Freiheit bedeutet eine Dummheit zu begehen dann ist es das Risiko wert. Über die Details mag man nun reden, der Ansatz ist richtig.
Einzig wundert, dass nicht die Fahrlehrer die ersten und lautesten Kritiker dieser Regelung sind. Diese profitieren nämlich am
ehesten von der geltenden Rechtslage die dafür sorgt, dass selbst für (erfahrene) Autofahrer die zusätzliche A1-Ausbildung über 2.000,- Euro kostet, was in krasser Weise unverhältnismäßig ist.

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efohy 20.06.2019, 07:57
49. Verspäteter Aprilscherz?

Selbst in den USA, die eigentlich sehr liberal sind bezüglich Fahrerlaubnis, ist ein Motorradführerschein Pflicht. Kommt man in eine Kontrolle und hat den Lappen, der gleichzeitig auch als Ausweis dient, nicht dabei, darf man nicht weiterfahren und muss das Mopped abtransportieren lassen. Der Vorschlag hier ist beScheuert ('Tschuldigung, den konnte ich mir nicht verkneifen). Ist die Versorgungslage mit Spender-Organen in Deutschland wirklich so prekär?

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