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Neue Führerscheinregeln: Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorräder fahren dürfen
Carlos Costa/ NurPhoto/ Getty Images

Verkehrsminister Andreas Scheuer will nach SPIEGEL-Informationen die Führerscheinregeln ändern: Bald soll jeder Autofahrer auch Motorrad fahren dürfen - mehr als 100 km/h schnell. Experten sind entsetzt.

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widower+2 20.06.2019, 08:12
70. Da fehlt noch was

Der Witz ist doch, dass Leute jenseits der genannten Risikogruppe von 45 bis 55 Jahren die Dinger heute schon und ohne Zusatzeintrag in den Führerschein fahren dürfen. Mit meinem Führerschein Klasse III von 1979 darf ich bereits Motorräder bis 125 ccm bewegen. Täte ich das, wäre ich ein noch älterer Wiedereinsteiger.

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blubbblubber 20.06.2019, 08:13
71.

natürlich wirds mehr unfälle geben. die absoluten zahlen der nutzer steigen ja auch. mal ganz abgesehen davon, dass jeder besitzer eines alten 3er führerschein die 125er ungedrosselt fahren darf. ebenso lkw bis 7,5t. wo liegt das problem? ich würde mit fast 35 gerne mopped fahren ohne einen teuren führerschein machen zu müssen. bin kein scheuer-fanboy, aber hier enzspricht er meiner meinung. erweitert das ganze um keine punkte in flensburg und fertig.

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Mertrager 20.06.2019, 08:13
72. Ich kann das nachvollziehen

Wenn man so im Strassenverkehr unterwegs ist uns den Zweiradfahrern zusieht, kommt einem schnell der Gedanke, dasz viele von denen nie eine Fahrschule besucht oder das Gelernte schnell wieder vergessen haben. Da wäre der Vorteil der neuen Regelung, dasz zumindest eine zeitnahe Aktualisierung der Verkehrsregeln denkbar wäre.

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Bundestrainer 20.06.2019, 08:15
73. Kleinteilig

Gut, dass Scheuer die extrem kleinteiligen deutschen Führerscheinregelungen (die außer der Fahrlehrerlobby niemand gutheißt) etwas auflockern will. Und was wären die ganzen Experten ohne ihr ständiges Mimimi. Sollte man ignorieren. Machen andere Länder auch - und die Welt dreht sich weiter.

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Interzoni 20.06.2019, 08:15
74. Motorräder sind doch out

Scheuers Plan richtet sich wohl hauptsächlich an potenzielle Rollerfahrer. Mein Eindruck ist, dass immer weniger Menschen richtige Motorräder fahren möchten, man sieht fast nur noch Grauköppe. Ich bin seit meiner Jugend auf zwei Rädern unterwegs: Mofa, Moped, Motorrad. Für meinen Klasse 1 Schein reichte 1972 genau einei Fahrstunde, weil ich natürlich schon vorher fahren konnte. Die Fahrstunde bestand aus Achten fahren und Vollbremsung vorführen :-) Dagegen wären heutige Bedingungen auch nach Scheuers Lockerung noch eine echte Herausforderung. Ob das gut oder schlecht ist, sollten Unfallforscher entscheiden und man sollte die Erfahrungen anderer Länder berücksichtigen. Aber unser Andi hat es ja nicht so mit den Experten...

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gurkenfass 20.06.2019, 08:15
75. Es würde ja schon reichen

Wenn die kleinen Roller eine 60 fahren könnten damit sie nicht als Hindernis gefährlich überholt werden. Aber gleich auf die großen zu gehen wird nur der Rentenkasse Erleichterung bringen.

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danreinhardt 20.06.2019, 08:17
76. Äh schonmal was von FDGO gehört?

Das steht für freie demokratische Grundordnung. Jeder Bürger ist in diesem Lande mündig und in der Lage eigene Entscheidungen zu fällen und Risiken abzuwägen. Wenn jemandem der Kick sein Leben wert ist, bitte. Aber der stetige Ruf nach Verboten und Einschränkungen widerspricht der Handlungsfreiheit in einem demokratischen, freien Staat. Wer das anders sieht kann ja gerne nach Nordkorea gehen, da sind die Menschen nicht mündig und es werden harte Regeln gemacht und durchgesetzt.

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U. Sielaff 20.06.2019, 08:17
77. Na endlich...

dann kann man ja zukünftig mit einem Roller endlich im legal im Straßenverkehr mit 50 km/h mitschwimmen und muss sich nicht von 40-Tonnern auf engen Straßen überholen lassen. Endlich mal etwas Vernünftiges vom Verkehrsminister. Sowieso unverständlich warum jemand, der seinen Führerschein vor dem 1.4.1980 gemacht hat bisher 125er fahren durften, die anderen jedoch nicht.

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mikelinden 20.06.2019, 08:18
78. Warum nicht?

Zunächst sehe ich keinen großen Unterschied zu dem Erwerb des Führerschein der Klasse 1 von vor 40 Jahren. Als ich 1980 den Motorradführerschein machte, waren nur wenige Fahrstunden Pflicht, 5 oder 6, soweit ich mich erinnern kann. Die Theorie unterschied sich nicht großartig von der Klasse 3, den ich bereits hatte. Danach, so der Lieblingsspruch meines Fahrlehrers, hatte ich das Recht, Motorradfahren zu lernen. Denn egal wieviel Fahrstunden man nimmt, erst in der Praxis lernt man die speziellen Feinheiten der Fahrphysik eines Zweirades und deren Gefahren kennen. Wer glaubt, gleich richtig loslegen zu können, ist auf dem direkten Weg ins Grab. Von daher sollten 6 Übungsstunden + Theorie durchaus reichen, um den Fahranfänger auf die Gefahren vorzubereiten, allerdings würde ich fünf Jahre Fahrpraxis mit dem Auto, nicht nur Führerscheinbesitz, besser finden, dann kann man davon ausgehen, dass der Fahrer sich im Straßenverkehr i.d.R. sicher bewegt.

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ex-optimist 20.06.2019, 08:19
79. Einheitlich in Europa?

Oder kocht hier wieder jedes Mitglied sein eigenes Süppchen? Wozu wurden dann die Führerscheine harmonisiert?
Mal wieder eine bescheuerte Idee! Aber man ist ja daran gewöhnt, dass aus der Ecke nur Unsinn kommt.

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