Forum: Auto
Neuer Abgastest WLTP: Autofahrer müssen mit höherer Kfz-Steuer rechnen
Volkswagen

Neuwagen verbrauchen im Schnitt 42 Prozent mehr Sprit als angegeben. Mit diesen Abweichungen soll jetzt Schluss sein - zum 1. September gilt ein neues Prüfverfahren. Das kommt auf Pkw-Besitzer zu.

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JungUndFrei 31.08.2018, 14:45
1.

Das die Werte nicht der Realität entsprachen, fand ich nie besonders schlimm. Wichtig war die Vergleichbarkeit unter einander und die war mMn gegeben. Die Autoindustrie kann wenig dafür, wenn sich die EU komische Normen ausdenkt.

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treime 31.08.2018, 14:47
2. Eingebrockt...

...hat uns das am Ende die Automobilindustrie. Und die sich selber. Aber hey, so lange bei VW & Co. die Milliardengewinne sprudlen und die Boni ausbezahlt werden, ist doch alles in Ordnung!

Viel interessanter wäre noch, wenn die Konzerne saftige Milliardenstrafen kassieren würden, wenn sie einer Lüge überführt werden/wurden.

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e.pudles 31.08.2018, 14:48
3. Entweder überlege ich falsch

oder wir werden ein mal mehr von einer Regierung über den Tisch gezogen. Hat die GK doch hoch und heilig versprochen es werde keine Steuererhöhungen geben. Also muss die Autoindustrie neue Methoden und Apparate einsetzen um den "möglichst" genauen Benzinverbrauch voraussagen zu können. Gute Sache. Wieso muss nun der Autofahrer diese vermutlichen Mehrausgaben der Automobilbauer über die KfZ Steuer bezahlen? Das wäre teilweise noch verständlich für alle ab 1. September neu gekauften gültig wäre, aber doch nicht für mein altes Auto aus dem Jahre 1998. (Fahre pro Jahr max. 2.500km). Danke demjenigen der mir dies alles verständlich, logisch und vernünftig erklären kann.

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Ein_denkender_Querulant 31.08.2018, 14:54
4. Testzyklus

Eine Testzyklus ist ein Testzyklus ist ein Testzyklus. Wer das nicht versteht, versteht es nicht. Ein einheitlicher Test für alle Fahrzeuge ist absurd, weil jedes anderes bewegt wird. Für mein 4l Fahrzeug war der bisherige Test recht stimmig. Ich konnte den Normverbrauch nach belieben unterschreiten, oder auch verdoppeln. Autobahn Vollgasfahrten verbrauchen komischer Weise mehr Sprit, als mit 60km/h durch die Toskana zu zuckeln.

Es gibt vorgegebe Schwungmassenklassen, die das Fahrzeuggewicht auf dem Prüfstand abbilden. Ebenso wäre es sinnvoll, Fahrzeuge mit unterschiedlichen Zyklen zu bewegen. Langsam, Moderat, Maximal. Damit könnten Käufer etwas anfangen. Der neue Test wird rein gar nichts ändern, nur höhere Steuern bringt.

Das hat der Stammtisch, der nicht in der Lage war, bisherige Normverbräuche zu verstehen, wieder sauber hinbekommen. Jetzt steht im Katalog ein anderer willkürlicher Verbrauchswert, aber alle zahlen mehr.

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AllesKlar2014 31.08.2018, 14:55
5. die Kontrollgewalt obliegt der Regierung

Ueberwachungsvereine, Zulassungsbehoerden etc. Alles hat versagt, einschl. Des Nicht inRegressnehmens der KFZ Hersteller. Jetzt KFZ Steuer hoch als Automatismus. Da wundert sich noch jemand, dass die selbstherrlichen Beschlussfassungen einer Regierung vom Volk nicht mehr mitgetragen werden?!

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lobro 31.08.2018, 14:55
6.

Ist denn wirklich jemand so naiv, sich auf die Herstellerangaben bzgl. Verbrauch zu verlassen. Das sind doch nur Vergleichswerte, die mit der Praxis absolut nichts zu tun haben. Der entscheidende Faktor beim Verbrauch ist zum größten Teil der Fahrer. Wenn ich mir ansehe, wie manche Leute fahren wundert mich nichts mehr: Kavalierstart an der Ampel, dann an der nächsten Ampel hinter dem Vordermann voll in die Eisen und dann bei Grün wieder Kavalierstart.
Früher gab es vom Hersteller 3 Verbrauchsangaben: Stadt/Landstraße/Autobahn. Alle Verbrauchsangaben habe ich mit allen bisher gefahrenen Wagen immer unterschritten. Im Stadtverkehr komme ich nie über 2000 U/min. Wem der Verbrauch seines SUV zu hoch ist, sollte vielleicht mal über ein leichteres und aerodynamisches Auto nachdenken. Bevor man die Steuern für Klein- und Mittelklassewagen erhöht, sollte man eher SUV's wie LKW's besteuern und auf der Autobahn LKW-Maut erheben.

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Schöneberg 31.08.2018, 14:56
7. Betrug

Bei 42% ist kein Interpretationsspielraum mehr vorhanden und da kann auch keiner mit verschiedenen Messmethoden oder sonstwas kommen. Das ist Betrug am Kunden und der Staat drückt wie gewohnt beide Augen zu.

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garfield 31.08.2018, 14:57
8.

Zitat von
Die Berechnung der Kfz-Steuer nach WLTP-Werten soll erst bei Autos greifen, die nach dem 1. September 2018 zugelassen werden.
Kleine Ergänzung, da es nicht deutlich aus dem Text hervor geht. Die Berechnung der Kfz-Steuer nach WLTP-Werten ab 1. September 2018 gilt nur für NEUWAGEN, also für Autos die ab diesem Datum ERSTMALIG zugelassen werden - und diese müssen den WLTP-Test durchlaufen haben. Genau deswegen gibt es ja diese Verzögerungen, weil z.B. VW es im Gegensatz zu Volvo oder den Franzosen es bis jetzt nicht geschafft hat, ihre neuen Modelle mittels WLTP zu testen, weil sie - während andere Hersteller längst begannen, die Tests vorzubereiten - immer noch darauf setzten, über ihre Lobbyisten die neuen etwas realistischeren Testvorgaben verhindern zu können.

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marty_gi 31.08.2018, 14:58
9. Steuerbetrug

Auch wenn die Hersteller nur die vorhandenen Schlupfloecher genutzt haben, war es letztlich auch noch Steuerbetrug an der Allgemeinheit. Ich habe schon in sehr vielen Testberichten (insbesondere Vergleichstests) in Automobilzeitschriften festgestellt, dass einige Hersteller Werte fuer den Prospekt angegeben haben, die dann sehr viel naeher am realen Ergebnis waren als bei anderen. Sprich die Differenz zwischen NEFZ-Wert und realem Testverbrauch war merklich kleiner, oftmals im Testverbrauch auch kleiner als die anderen (also doppelt beser!) - gleichzeitig waren diese Fahrzeuge aber aufgrund ihrer Ehrlichkeit auch immer die, die bei der Steuer mehr zahlen mussten. Und somit am Markt benachteiligt. Hier hat der Ehrliche also zweifach verloren, waehrend die anderen doppelt betrogen haben. Den Kunden und faktisch damit auch bei der Steuer. Ob das nicht auch strafrechtlich relevant sein koennte, frage ich mich. Aber wahrscheinlich nicht, der Dumme ist ja hier der, der die Schlupfloecher nicht bis auf letzte genutzt hat.

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