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Neuer Klimaschutzplan: Irland will Autos mit Verbrennungsmotor die Zulassung entziehe
Artur Widak/ NurPhoto/ Getty Images

In elf Jahren soll der Verkauf von neuen Diesel- oder Benzinautos in Irland verboten werden. So sieht es der neue Klimaschutzplan des Landes vor. Später sollen die Verbrenner sogar ihre Zulassung verlieren.

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Weitblicker 19.06.2019, 20:39
110. Irgendwie...

hat keiner so recht verstanden, dass der Privat-Verkehr am Boden durch Verbrennerfahrzeuge nur ca. 3% des gesamten CO2-Ausstoßes zu verantworten hat. Bei diesem dummen Spiel zahlt nur wieder einmal der kleine Bürger die teure Rechnung. Die großen Gewinner und auch CO2-Verursacher sind woanders zu suchen. Und selbst wenn morgen alle Fahrzeuge im Privatverkehr via Strom oder auch mit Wasserstoff unterwegs wären, wäre der CO2-Ausstoß kaum messbar verringert worden.
Vielleicht sollte ,man mal lieber die Schwerindustrie angehen. Ups... Vermutlich hat sich hier schon die Lobby bei den entsprechenden Organisationen durch entsprechende - nennen wir es mal Spenden - eingekauft.

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Flari 19.06.2019, 21:03
111.

Zitat von Weitblicker
Vielleicht sollte ,man mal lieber die Schwerindustrie angehen. Ups... Vermutlich hat sich hier schon die Lobby bei den entsprechenden Organisationen durch entsprechende - nennen wir es mal Spenden - eingekauft.
Wollen Sie Kfz, Flugzeuge, Schiffe, Brücken, Häuser, WKA, Strommasten, etc. zukünftig z.B. aus Fichtenholz herstellen, wenn Sie die böse Schwerindustrie abschaffen wollen?

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Andraax 19.06.2019, 21:24
112.

Zitat von Flari
Wollen Sie Kfz, Flugzeuge, Schiffe, Brücken, Häuser, WKA, Strommasten, etc. zukünftig z.B. aus Fichtenholz herstellen, wenn Sie die böse Schwerindustrie abschaffen wollen?
Wenn man glaubt, dass Schwerindustrie nicht klimaneutral zu betreiben ist, muss man natürlich zu so einem abstrusen Schluss kommen.
Ich bin überzeugt Alles ist machbar, wenn man nur will.

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Barças Superstar 19.06.2019, 21:30
113. @79

Kapitalismus ist auf seine Art auch ein totalitäres System. Ohne Regulativ wird die „freie“ Gesellschaft immer gespaltet werden. Genau das beschreiben Sie. Kapitalismuskritik ist aber müßig und wenig erfolgversprechend. Was es braucht ist mehr Engagement für Chancengleichheit.

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wombie 19.06.2019, 21:36
114.

Zitat von nach-mir-die-springflut
"Erneuerbare haben zur Zeit bei Strom einen Anteil von 38 %" = 6 % vom Gesamtprimärenergiuebedarf
"Erneuerbare haben zur Zeit bei Strom einen Anteil von 38 %"

= 6 % vom Gesamtprimärenergiuebedarf

15,6 % am Bruttoendenergieverbrauch.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/erneuerbare-energien-in-zahlen-2017.pdf?__blob=publicationFile&v=27

"Die zweite Stellschraube ist die Energieeinsparung, auch hier wurde erst in den letzten zehn Jahren etwas angestoßen."
Wenn die Sonne nutzbar 5.000 bis 6.000 Mal mehr Energie zur Erde schickt, als der Mensch sie brauchen könnte, warum wollen Sie Energie sparen? Reich es nicht, einfach die Anlagen aufzubauen?
Nein, reicht es nicht. Weniger Bruttoendenergieverbrauch=höherer Anteil Erneuerbarer -siehe obiger Punkt. Zudem läuft die Zeit, da zählt jeder Prozentpunkt.

"Natürlich über eine C02 Steuer, die jedoch nicht im Bundeshaushalt versickert, sondern in die Förderung von C02 reduzierenden Maßnahmen in allen denkbaren Bereichen verwendet wird."
Funktioniert nicht. Weil Sie CO2 unaufhaltsam mehr verbrauchen werden.
Nein, jeder Einzelne macht wirtschafltliche Abwägungen. Teure C02 Energie wird so von günstigen Erneuerbaren Energieformen verdrängt

"Z.B. Ausbau des ÖPNV, Wärmeerzeugung und -dämmung, Netzausbau, Stromerzeugung usw.."
Glauben, Ideologie. Alle Häuser können Sie nicht dämmen wegen der historischen Substand. Styropor brennt, ist hässlich und ein Erdölprodukt.
Die Punkte umfassen nicht nur die Dämmung, die nicht zwingend aus Styropor sein muss.
Die Masse der Bausubstanz ist nicht historisch (Mittelalter?) und auch hier lässt sich dämmen und mit seit langem bewährten Techniken (Photovoltaik/Solarthermie/Wärmepumpen) die Bilanz verbessern.

"Natürlich wird dieser Steuerhebel nicht sofort komplett umgelegt, sondern auch für Oma Piepenbrink planbar über mehrere Jahre.
Auch wieder nur eine Behauptung. Ich verstehe Ihren Glauben, aber er gehört eben in die Kirche, nicht in die Physik.
Stimmt, es widerspricht der Lebenserfahrung, dass konservative Politiker Änderungen nicht so lange vermeiden bis sie unvermeidbar sind um dann den Hebel brutal teuer und sozial unverträglich umzulegen.
Steuern haben mit Physik nix zu tun, es ist die persönliche BWL des Individuums.

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wombie 19.06.2019, 21:37
115.

Zitat von nach-mir-die-springflut
"Erneuerbare haben zur Zeit bei Strom einen Anteil von 38 %" = 6 % vom Gesamtprimärenergiuebedarf "Die zweite Stellschraube ist die Energieeinsparung, auch hier wurde erst in den letzten zehn Jahren etwas angestoßen." Wenn die Sonne nutzbar 5.000 bis 6.000 Mal mehr Energie zur Erde schickt, als der Mensch sie brauchen könnte, warum wollen Sie Energie sparen? Reich es nicht, einfach die Anlagen aufzubauen? "Natürlich über eine C02 Steuer, die jedoch nicht im Bundeshaushalt versickert, sondern in die Förderung von C02 reduzierenden Maßnahmen in allen denkbaren Bereichen verwendet wird." Funktioniert nicht. Weil Sie CO2 unaufhaltsam mehr verbrauchen werden. "Z.B. Ausbau des ÖPNV, Wärmeerzeugung und -dämmung, Netzausbau, Stromerzeugung usw.." Glauben, Ideologie. Alle Häuser können Sie nicht dämmen wegen der historischen Substand. Styropor brennt, ist hässlich und ein Erdölprodukt. "Natürlich wird dieser Steuerhebel nicht sofort komplett umgelegt, sondern auch für Oma Piepenbrink planbar über mehrere Jahre. Auch wieder nur eine Behauptung. Ich verstehe Ihren Glauben, aber er gehört eben in die Kirche, nicht in die Physik. "Allerdings wenn wir weiter nichts tun, ist es in absehbarer Zeit mit der Planbarkeit vorbei und es wird brutal und teuer." Nein. Energiewende müssen Sie anders abwickeln, buchhalterisch separat, dann kostet sie nichts. Aber sie braucht dennoch ihre Zeit. Unter 100 Jahre für die Umstellung wird eher sehr schwierig. "Wie es in der Vergangenheit dank bewahrender Politik schön häufiger geschehen ist. Siehe Fukushima, Dieselskandal usw.." "Wobei beim Thema Strompreis noch angemerkt sei, dass dieser sich seit der Privatisierung 2001 auch mit Kernkraft jährlich um 3 % - 5 % erhöht hat und die letzten vier Jahre ein Plateau erreicht hat." Strompreiserhöhung fand just erneut statt. Ein Ende der Erhöhungen kann nicht in Sicht sein.
"Allerdings wenn wir weiter nichts tun, ist es in absehbarer Zeit mit der Planbarkeit vorbei und es wird brutal und teuer."
Nein. Energiewende müssen Sie anders abwickeln, buchhalterisch separat, dann kostet sie nichts. Aber sie braucht dennoch ihre Zeit. Unter 100 Jahre für die Umstellung wird eher sehr schwierig.
Die CO2 Steuer Förderung der Erneuerbaren ist genau das. Das EEG z.B hat trotz Hemmnis des verschlafenen Netzausbaus seinen Anteil in vier Jahren von 27 % auf 38 % erhöht -entspricht 40 % Zuwachs.

"Wie es in der Vergangenheit dank bewahrender Politik schön häufiger geschehen ist. Siehe Fukushima, Dieselskandal usw.."

"Wobei beim Thema Strompreis noch angemerkt sei, dass dieser sich seit der Privatisierung 2001 auch mit Kernkraft jährlich um 3 % - 5 % erhöht hat und die letzten vier Jahre ein Plateau erreicht hat."
Strompreiserhöhung fand just erneut statt. Ein Ende der Erhöhungen kann nicht in Sicht sein.
Konstanter Anstieg seit 2001 bis 2013, 2013 bis 2016 auf einem Plateau, von 2016 bis 2019 wieder ein Anstieg um um insgesamt 6 %. Immerhin etwas schwächer als bis 2013, nahe der Inflationsrate. An der Grundaussage ob mit oder ohne Kernkraft ändert sich nichts.
https://www.stromauskunft.de/strompreise/strompreisentwicklung/

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hansglück 19.06.2019, 22:00
116.

Zitat von fellmonster_betty
als Arzt in Notdienst muss ich zwischen 10 und 350 km in 24h fahren, und das bei Wind und Wetter. ohne Auto geht das gar nicht und E Antrieb wäre nur denkbar, wenn in der Provinz alle 500 m eine Schnellladestation steht wo immer einplatz für mich frei sein muss! wenn das nicht gewährleistet ist wünsche ich allen zu kurz denkenden eine heftigste Grippesaison!
und warum können Sie Ihre 350 km nicht mit einem Elektro Auto mit mehr als 500 Kilometer Reichweite fahren? Brauchen Sie auch alle 500 Meter eine Tankstelle? Können Sie Ihren Verbrenner Nachts daheim mit Benzin auftanken ?

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hansglück 19.06.2019, 22:02
117.

Zitat von pharloff
Erkennt man langsam das, was ich seit jeher sage: Elektromobilität ist gut und richtig, Batterieautos aber sind absoluter Murks. In Ökologischer, ökonomischer und praktischer Hinsicht. https://rp-online.de/wirtschaft/antriebe-wasserstoff-der-stoff-der-zukunft_aid-39487829?output=amp&xing_share=news
Deshalb ist China zum größten Elektro Auto Land der Welt aufgestiegen und nimmt ständig mehr an Fahrt auf ? Weil Sie es dort schlecht finden ?

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hansglück 19.06.2019, 22:06
118.

Zitat von josef2018
kommt ein 40-Tonnen LKW auf den Markt, der mindestens 700 KM ohne Aufladung schafft, damit der Fahrer nicht die Hälfte seiner Arbeitszeit zuschaut, wie seine Akkus aufgeladen werden? Und woher kommt das verstärkte Stromnetz, das solch hohen Stromverbrauch, auch innerstädtisch, gewachsen ist? Oder ein Fernbus der von München nach Berlin ohne Aufladen durchhält? Da wäre nur die Möglichkeit von Akku-Tausch-Stationen, wo innerhalb von Minuten der Austausch leer gegen voll erfolgen kann. Ein riesiges Logistik Problem. Da sind noch sehr viele Fragezeichen dahinter, wenn es um die Abschaffung der Verbrennungsmotoren geht. Das sind wieder schlecht durchdachte Schnellschüsse, ähnlich dem Atomausstieg. Natürlich bin ich auch dafür, dass es einen Schadstofffreien Individualverkehr gibt, aber der Weg dahin ist noch viel weiter als manche denken. Und nicht vergessen, die Schweröl verbrennende Schiffe auf den Weltmeeren, denen man bisher kaum Beachtung schenkt, sollten dann aber zeitnah auch auf Gas umgestellt werden..
Der Tesla Semi als 40 Tonner kommt kommendes Jahr auf den Markt mit 800 Kilometer Reichweite:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Semi

geladen wird übrigens beim Be und Entladen der Waren direkt im Lager, somit fallen Tanktops komplett weg.

Haben Sie weitere Fragen ?

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hansglück 19.06.2019, 22:09
119.

Zitat von zea
Das Elektro Auto ist (noch) nicht CO2 ärmer als moderne Dieselfahrzeuge, sofern man die Herstellung und Entsorgung in die Bilanz miteinbezieht. Allerdings dürften Schritte wie sie Irland geht und gehen will den benötigten Impuls geben um die Entwicklung entsprechend voranzutreiben. Der Markt wird sich nicht selbst regulieren, da jeder nur sich selbst und nicht das große Ganze sieht. Wir brauchen Verbote wie diese und wir müssen bereit sein auf die ein oder andere Facette unseres heutigen Lebensstandards zu verzichten. Ab da wird es in Deutschland schwer Wählen zu gewinnen. Leider.
"Das Elektro Auto ist (noch) nicht CO2 ärmer als moderne Dieselfahrzeuge, sofern man die Herstellung und Entsorgung in die Bilanz miteinbezieht."

Diese Aussage ist schlich falsch und basiert zu großen Teilen auf der sogenannten "Schweden Studie". Deren Macher geben heute selbst zu, dass Ihre Annahmen und Basisdaten falsch waren und sie nicht richtig gelegen haben:

https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/elektroauto-akkus-so-entstand-der-mythos-von-17-tonnen-co2/23828936.html

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