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Neuer Klimaschutzplan: Irland will Autos mit Verbrennungsmotor die Zulassung entziehe
Artur Widak/ NurPhoto/ Getty Images

In elf Jahren soll der Verkauf von neuen Diesel- oder Benzinautos in Irland verboten werden. So sieht es der neue Klimaschutzplan des Landes vor. Später sollen die Verbrenner sogar ihre Zulassung verlieren.

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spon-facebook-10000403839 19.06.2019, 15:07
20. Fanatiker

Da würde eine gewaltige Enteignungswelle auf die Leute zu kommen - und die Leute evtl. sogar mal auf die Barrikaden gehen. Ich habe einen Diesel 6, könnte es zwar verkraften ich bin jedoch kein Geringverdiener. Mir tun all die Menschen leid, die sich mit ach und krach einen (gebrauchten) Wagen leisten können.Aber auch ich würde es im Geldbeutel merken.

Sollte das passieren, können sich die Leute nicht alle auf einmal - ohne sich enorm zu verschulden - ein neues ach so tolles E-Auto leisten. Viele Geringerverdiener würden dann komplett ohne Auto da stehen, da es keine gebrauchten E-Autos in dieser Menge gibt.

Ein Auslaufen der Verbrenner würde vollkommen ausreichen - genauso für Gebrauchte. Lediglich Neuzulassungen müssen dann E-Autos sein.

Für mich ist das ein übertriebener Zwang zum Neukauf. Jetzt werden noch die letzten Benziner verkauft und geplant und sobald so eine Verordnung in Kraft tritt rollt der letzte Verbrenner vom Band. Alles Lobbyismus unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. Ein fließender Übergang reicht vollkommen aus, ganz abgesehen davon, dass die Menscheit vor größeren Problemen steht und hier nur noch die letzte Kuh gemolken werden soll.

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Blitzeis 19.06.2019, 15:08
21. So nicht

Na und? Da draußen fahren 100erte Millionen Autos mit Verbrennungsmotoren umher. Eine schlichte Mehrheit, die sich nichts verbieten lassen wird. Das ist Hybris, zu denken das ginge so. Bringt brauchbare Alternativen und wir reden drüber. So indes nicht! Und was daneben Irland, Norwegen und Island machen, interessiert sowieso niemanden. Als Teil der Weltbevölkerung kaum messbar, als Wirtschaftsfaktoren weitgehend irrelevant. Und gerade die Norweger lernen im Moment , was geht und was nicht, ibs. im Winter und ein bisschen nördlicher. Ergo, Verbrennungsmotoren wird es noch sehr, sehr lange geben. Aber vielleicht Firmen, wie VW und Volvo, die sich anbiedernd politischen Plänen entwerfen, bald nicht mehr.

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gm-nk 19.06.2019, 15:09
22. Wissen Sie eigentlich wie Irland besiedelt ist?

Zitat von syracusa
Könnten Sie bitte kurz erklären, warum Ihr Pendler kein Elektroauto benutzen kann, wenn der ÖPNV keine Alternative ist (warum eigentlich)? Dem würde ja selbst das kleinste heute verfügbare E-Auto dicke reichen.
In einem derart dünn besiedelten Land ist es schwierig, einen funktionierenden ÖPNV darzustellen, der nicht nur 2-3 mal die kleinen Ortschaften anfährt. Es ist auch keinem Pendler zuzumuten 1-2 Stunden auf den ÖPNV zu warten, der dann auch noch als Bummelbus für 30 km Strecke 1 Stunde braucht. Stadtbewohner sind groß darin, auf Pendler herabzusehen, heulen aber gerne über hohe Mieten. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

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burgundy 19.06.2019, 15:11
23.

Zitat von Donald Knapp
...Da ich mein Auto nicht nur zum pendeln brauche und ich kein Geld habe mir ein Pendelauto zu kaufen und eins was ich normal einsetzen kann. Am Wochenende zu Beispiel in zum Teil abgelegene Gegenden zum Klettern und Wandern. Im Urlaub um mir das schöne Europa anzuschauen. Fliegen is ja bald nicht mehr.
Da täuschen Sie sich aber. Natürlich geht Fliegen noch. Wenn die Brieftasche dick genug ist. Oder sie aber Umweltpolitiker sind und auf die diversen Umweltkonferenzen auf dem Globus jetten müssen. Dicke Autos fahren dürfen Sie dann immer noch, selbst wenn es Verbrenner wären (die würden dann eben als teure, prestigeträchtige Oldtimer durch die Lande fahren). Die Umwelt zerstören, Pelze tragen, bedrohte Tierarten essen - geht auch. Wenn Sie zu den 10% gehören, die sich das mittels Geld heute wie dann auch noch leisten können. Das ist ja auch die Philosophie der E-Autos, die Philosophie der CO2 - Steuer, der Zertifikate, der Grünen. Man muss sie sich eben nur leisten können. Dann ist das Leben einfach. Auch in der grünen Zukunft. Wer es sich nicht leisten kann: Hauptsache, man war zu etwas nutze, und nach dem Tod gibt es ein schöneres Leben :-).

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chjuma 19.06.2019, 15:14
24. Wenn die Alternativen stimmen

Allerdings sehe ich das noch nicht. Unsere Gesellschaft ist auf höchstmögliche individuelle Mobilität getrimmt. Schon mal drüber nachgedacht wie die Pendler zur Arbeit kommen sollen ohne ÖPNV? Ich weiß wovon ich rede. Ich würde gerne den ÖPNV nutzen. Mein Arbeitsweg beträgt 50km. Mit dem Auto brauche ich 35min. Nach der Nachtschicht bräuchte ich mit dem ÖPNV für diese Strecke 6Stunden und 9 Minuten. So toll ist der ÖPNV ausgebaut. Alternativ gibt's Werkswohnungen rund um die Betriebe. Aber mindestens die Hälfte sind unmittelbar oder mittelbar Bestandteil der mobilen Wertschöpfungskette, die dann weg fällt. Also auch nicht richtig durchdacht. Wie also die Leute in Lohn und Brot halten? Handarbeit in der Landwirtschaft wäre eine Möglichkeit...denn Traktoren und LKW dürfte es dann ja auch nicht mehr geben...

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rennflosse 19.06.2019, 15:14
25. Tinker wird es richten

Da bin ich mal gespannt auf die irischen Elektrobusse, die elektrischen Feuerwehren und Krankenfahrzeuge.

Aber die Iren haben ja den Tinker https://de.wikipedia.org/wiki/Tinker_(Pferd)

Der wird es richten. Etwas mehr als 100 Jahre hatte das Automobil die Nase vorn, jetzt wird das Pferd wohl das Rennen verspätet gewinnen.

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Bellagio 19.06.2019, 15:15
26. Ein Glück das Irland einspringt

Jetzt muss Deutschland das Weltklima nicht mehr ganz alleine retten.

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nomade-sv 19.06.2019, 15:16
27. Gegen jede Kenntniss

wird hier ein Verbot vorangetrieben was keinen Sinn macht. Das E-Autos nur 20 % besser, nach neuester Tendenz eher 10% schlechter sind (schwerer, größer etc) wird getrost ignoriert. Das noch keine langfristige Lösung für erneuebare Energien und einen aktzeptablen Speicher dieser bestehen... egal!
Blinder Aktionismus. Und alle so 'yeah'. Schlimmer noch, man hetzt gegen die bösen Verbrennerfahrer. Alles um das eigene Ego erheben zu können. (Locker 70% der Kommentare hier)
Die langfristigen Fragen bleiben ungelöst, hauptsache man kann sich auf die Schulter klopfen. Man geht die an die sich nur schwer wehren können, anstatt die großen Baustellen, wo man wirklich etwas bewegen kann, zu bearbeiten (Logistiksektor, Industrie...)

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zeichenkette 19.06.2019, 15:18
28. Mal ein Beispiel

Als Beispiel dafür aus meinem Bekanntenkreis, wie sinnlos es ist, hier auf Freiwilligkeit zu setzen: Ein Paar mit Kind, beide arbeiten. Einfamilienhaus mit Grundstück und Garage, also ideale Voraussetzungen zum Laden. Beide fahren mit dem Auto zur Arbeit, einer etwa 15 km, der andere 35 km. Einer hat einen großen Kombi ("damit wir auch mal Platz haben für andere Kinder und Einkäufe und so"), der andere könnte sich ein E-Auto kaufen zum Pendeln... kauft sich aber einen nagelneuen fetten Diesel. Wenn es schon unter so perfekten Voraussetzungen freiwillig nicht geht (die beiden hätten ja immer noch ein größeres Auto mit Verbrenner für Transporte und Urlaubsfahrten und dann ein umweltschonendes E-Auto zum Pendeln und für Kurzstrecken, und Laden ginge nachts komfortabel direkt am Haus), wie soll es da ohne Zwang gehen?

Einsicht setzt voraus, dass man sich als Einzelner die Verantwortung und das Risiko aufhalst und das tut (verständlicherweise) nunmal kaum jemand. Es ist Aufgabe von Politik, Regierung und Gesetzgeber, Dinge in die Hand zu nehmen und vorzuschreiben, die freiwillig kaum jemand tut, wenn er befürchten muss, dass er dann der Dumme ist und die anderen einfach weitermachen wie bisher. Deswegen muss es dann Gesetze und Vorschriften geben, damit für alle die gleichen Voraussetzungen gelten und keiner sich mehr darauf berufen kann, dass doch die anderen anfangen sollen, aber er tut es nicht. Und ich glaube auch, dass mehr und mehr Leute genau das verstehen: Sie wollen nicht die Dummen sein, aber wenn sowas gesetzlich verankert wird und das für alle gilt und andere Länder das auch durchziehen, dann sind sie diese Sorge schonmal los. Und genau dafür haben wir Regierungen. Das ist ihr verdammter Job. Und ich glaube auch, dass die Bereitschaft der Bevölkerung zu solchen Umstellungen durchaus vorhanden ist, wenn man das durchzieht, auch im Schulterschluss mit anderen Ländern und das letztlich einem gemeinsamen sinnvollen Zweck dient und es endlich wieder vorangeht und man zusammen etwas schafft und eine Zukunft vor sich sieht anstatt sich ständig nur zu streiten und zu wehren wie ein bockiges Kind.

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pharloff 19.06.2019, 15:19
29. In China

Erkennt man langsam das, was ich seit jeher sage: Elektromobilität ist gut und richtig, Batterieautos aber sind absoluter Murks. In Ökologischer, ökonomischer und praktischer Hinsicht. https://rp-online.de/wirtschaft/antriebe-wasserstoff-der-stoff-der-zukunft_aid-39487829?output=amp&xing_share=news

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