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Neuer Klimaschutzplan: Irland will Autos mit Verbrennungsmotor die Zulassung entziehe
Artur Widak/ NurPhoto/ Getty Images

In elf Jahren soll der Verkauf von neuen Diesel- oder Benzinautos in Irland verboten werden. So sieht es der neue Klimaschutzplan des Landes vor. Später sollen die Verbrenner sogar ihre Zulassung verlieren.

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reiner160367 19.06.2019, 15:55
40. Aus diesem Grund

scheiterte schon der Kommunismus. Wie können Politiker nur glauben sie könnten Erfindungen und Erfolge vorschreiben?
Nichts lernen aus den Fehlern von früher als Politiker auch unbedingt die Kernkraft wollten!
Ausbaden müssen es ja eh nur die Nachfolger!

Wenn E-Autos so unglaublich klasse sind weiß ich nicht warum der Staat so Druck machen muss, das müsste sich doch dann von ganz alleine durchsetzen!

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DerBlicker 19.06.2019, 15:55
41. man muss nicht jeden Quatsch nachmachen

Zitat von dodgerone
... tja, von wegen nur in Deutschland wären wir gegen Verbrennungsmotoren. Im Gegenteil: andere Länder sind uns mal wieder vorraus. Das grosse Geheule bleibt dort aus... man weiss halt warum.
Zuerst müssen die großen Klimasünder USA und China ihren CO2 Ausstoß mindern, sonst sollte Deutschland nichts tun, da es für das Klima nichts bringt, denn der Anteil von Deutschland ist irrelevant. Zum Glück gibt es für so eine autofeindliche Politik bei 50 Mio Autofahrern auch keine Mehrheit. Wenn die Grünen bei der nächsten Wahl wieder mit Verboten antreten, dann werden sie sich wieder eine blutige Nase holen, so wie 2013.

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DerBlicker 19.06.2019, 15:57
42. wir müssen nicht jeden Quatsch nachmachen

Zitat von dodgerone
... tja, von wegen nur in Deutschland wären wir gegen Verbrennungsmotoren. Im Gegenteil: andere Länder sind uns mal wieder vorraus. Das grosse Geheule bleibt dort aus... man weiss halt warum.
Zuerst müssen die großen Klimasünder USA und China ihren CO2 Ausstoß mindern, sonst sollte Deutschland nichts tun, da es für das Klima nichts bringt, denn der Anteil von Deutschland ist irrelevant. Zum Glück gibt es für so eine autofeindliche Politik bei 50 Mio Autofahrern auch keine Mehrheit. Wenn die Grünen bei der nächsten Wahl wieder mit Verboten antreten, dann werden sie sich wieder eine blutige Nase holen, so wie 2013.

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mwroer 19.06.2019, 15:58
43.

Zitat von dodgerone
... tja, von wegen nur in Deutschland wären wir gegen Verbrennungsmotoren. Im Gegenteil: andere Länder sind uns mal wieder vorraus. Das grosse Geheule bleibt dort aus... man weiss halt warum.
Bei Fristen wie 2045, für ein Betriebsverbot, kann man das auch sehr gelassen sehen - einfach weil es so auch Sinn macht. Bis dahin existiert dann ein ausreichender Pool an gebrauchten E-Fahrzeugen die sich jeder der pendeln muss auch leisten kann.

Das Problem ist: Solche Fristen rufen in Deutschland sofort das große Geheule der Klimaschützer hervor.

Ich glaube Sie verstehen nicht so wirklich warum in Deutschland 'geheult' wird. Das passiert weil die sog. Aktivisten alles auf einmal wollen und zwar ohne jede Rücksicht auf die Machbarkeit für die Menschen. Es soll aufgezwungen werden und nicht überzeugt. Das ist das Problem bei Euch - Ihr erhebt alles mögliche zur Ersatzreligion statt pragmatisch und entspannt zu informieren.

In Irland läuft das anders. In vielen anderen Staaten auch - nur Ihr kriegt das irgendwie bei nichts gebacken.

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josef2018 19.06.2019, 16:00
44. Und wann

kommt ein 40-Tonnen LKW auf den Markt, der mindestens 700 KM ohne Aufladung schafft, damit der Fahrer nicht die Hälfte seiner Arbeitszeit zuschaut, wie seine Akkus aufgeladen werden? Und woher kommt das verstärkte Stromnetz, das solch hohen Stromverbrauch, auch innerstädtisch, gewachsen ist?
Oder ein Fernbus der von München nach Berlin ohne Aufladen durchhält?
Da wäre nur die Möglichkeit von Akku-Tausch-Stationen, wo innerhalb von Minuten der Austausch leer gegen voll erfolgen kann. Ein riesiges Logistik Problem.
Da sind noch sehr viele Fragezeichen dahinter, wenn es um die Abschaffung der Verbrennungsmotoren geht. Das sind wieder schlecht durchdachte Schnellschüsse, ähnlich dem Atomausstieg.

Natürlich bin ich auch dafür, dass es einen Schadstofffreien Individualverkehr gibt, aber der Weg dahin ist noch viel weiter als manche denken.
Und nicht vergessen, die Schweröl verbrennende Schiffe auf den Weltmeeren, denen man bisher kaum Beachtung schenkt, sollten dann aber zeitnah auch auf Gas umgestellt werden..

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postmaterialist2011 19.06.2019, 16:02
45. Bisschen naiv !

Zitat von Karla Winterstein
Knapp 70% der in Deutschland produzierten Autos werden exportiert. Die heimische Automobilindustrie muss sich also bezüglich ihrer Produkte darum kümmern, wie sich der Exportmarkt entwickelt. Diesbezüglich sind die deutschen Hersteller auf dem Weg ihre Produktion umzustellen, und zwar auf Elektroantriebe. Da es sich nicht lohnt für den deutschen Markt eigene Produktionslinien zu eröffnen, ausser die Kunden sind bereit ein mehrfaches der heutigen Preise zu zahlen, werden auch in Deutschland bald immer weniger Verbrenner angeboten werden. Die meisten Hersteller aus anderen Ländern werden sich auch den Veränderungen anpassen. Die Verbrenner werden in kürzerer Zeit von der Strasse verschwinden, als sich viele das vorstellen.
Im deutschen Automobilbau werden in den nächste Jahren Hundertausende Arbeitsplätze wegfallen, da ein Elektroauto grob gesagt von jedem gebaut werden kann. Da werden ganz neue Konkurrenten aus Asien auf den Markt treten ( In China sind sie zum Grossteil schon da), die eine tolle Karosse und einen E-Motor zu einem Bruchteil des Preises eines deutschen Automobils anbieten werden. Deutschlands Stärke war das Antriebssystem für Benzinmotoren und die perfekte Abstimmung der Komponenten. Dieser Vorteil geht verloren und daher sollte man sich schleunigst nach Alternativen umsehen, sonst geht es den Autobauern wie der deutschen Kameraindustrie, die sich lange als "alternativlos" sah, bis sie Ende der 60iger und 70iger von den Japanern hinweggefegt wurde, oder welchen deutschen Kamerahersteller mit Weltruf und "Made in Germany", der mehr als ein paar Liebhaberkameras heute noch verkauft kennen Sie ?

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lobro 19.06.2019, 16:05
46.

Zitat von postmaterialist2011
Ich habe vor 14 Monaten mein privates Auto in Berlin abgeschafft. Da ich zentral wohne und an der Peripherie arbeite habe ich für die einfache Fahrt von 22 km mit dem eigenen Auto zwischen 42 Minuten und 120 Minuten ( je nach Verkehrslage) gebraucht. Mit dem ÖPNV brauche ich im besten Fall 52 Minuten, im schlechtesten 60 min. ( Ich bin nicht ein Tag später als in einer Stunde bei der Arbeit gewesen). Wo hier die Unzuverlässigkeit des Berliner ÖPNV liegen soll erschliesst sich mir nicht. Es klingt schwer nach "Hörensagen". Temporäre Überfüllung in Berlin oder München ? Dann dürfen Sie nie nach Tokyo ziehen, da gibt es "Überfüllungen" die aber gut gemeistert werden ( habe ich mir selber für längere Zeit angetan) aber definitiv nicht in München oder Berlin. Inflexibilität und Bequemlichkeit ist das Problem, nicht der ÖPNV in deutschen Grossstädten.
Dann verstehe ich nicht, warum Sie nicht auch ihren Wohnort in die Peripherie verlegen. Da sind Mieten oder Wohnungseigentum doch erheblich billiger und sie bräuchten nicht nur kein Auto mehr, sondern auch keinen ÖPNV. Hab ich ohnehin nie verstanden, was Leute mitten in die Großstädte zieht.

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_McCell 19.06.2019, 16:06
47.

und prompt setzt die Schnappatmung ein :)

Auf die Schnelle habe ich nur gefunden , daß Irland pro Jahr ca. 130.000 KFZ-Neuzulassungen hat. D.h. in 11 Jahren werden pro Monat nu noch ca. 11.000 eFahrzuge zugelassen. Das sollte nun wirklich niemanden Schweißperlen auf die Stirn zaubern.
Ob es dann 2045 wirklich zum Entzug der Zulassungen kommt, kann man sich erstmal als Ziel setzen, genauso gut kann das Ziel in ein paar Jahren wieder korrigiert werden.
Alles in allem ist also momentan keine Hektik angesagt und die Herztabletten können im Schrank bleiben. Mann kann jetzt noch über Realisierungsprobleme und Unwägbarkeiten der Modellpalette schwadronieren. Evtl. sich noch auslassen über Reichweite und Ladezeiten, aber so einen richtigen Aufreger sehe ich da noch nicht.

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Bibs1980 19.06.2019, 16:07
48.

Zitat von cem.yapici
Die Herstellung von sauberem, synthetischen Diesel in industriellem Maßstab ist heute technisch möglich. Dabei wird CO2 aus der Luft entnommen, und ein Kraftstoff synthetisiert, der beim Verbrennen kein neues CO2 freisetzt. Wenn die Anlage mit regenerativem Strom betrieben wird, ist das nahezu CO2-neutraler Diesel! (der ausserdem beim Verbrennen keine giftigen Abgase wie Stickoxide u.A. freisetzt, so wie bei Erdölprodukten der Fall)
Das ist falsch, es gibt diese Anlagen heute lediglich als Versuchsanlagen (https://www.pro-physik.de/nachrichten/kohlendioxid-aus-der-luft-als-rohstoff oder https://www.scinexx.de/news/technik/treibstoff-aus-luft-und-sonnenlicht/) und der Ertrag liegt zumindest bei der „Sun-to-Liquid“-Technologie bei 100 ml Kerosin am Tag. Da kann von "indutriellem Maßstab" keine Rede sein.

Oder meinen Sie die e-Fuels, in die man extra noch Strom stecken muss, bis der Wolfram leuchtet? Warum dann nicht gleich mit Strom fahren?

Alle diese synthetischen Treibstoffe - sei es e-Benzin, e-Diesel und e-Kerosin - sind derzeit nicht verkäuflich, sondern werden nur in Forschungslaboren produziert. Das ist keine Alternative für PKW - und frühestens in 10 Jahren irgendwie marktreif.

Das ist absolute Zukunftsmusik und derzeit als praktische Alternative de facto nicht existent.

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Bibs1980 19.06.2019, 16:17
49.

Zitat von zeichenkette
Als Beispiel dafür aus meinem Bekanntenkreis, wie sinnlos es ist, hier auf Freiwilligkeit zu setzen: Ein Paar mit Kind, beide arbeiten. Einfamilienhaus mit Grundstück und Garage, also ideale Voraussetzungen zum Laden. Beide fahren mit dem Auto zur Arbeit, einer etwa 15 km, der andere 35 km. Einer hat einen großen Kombi ("damit wir auch mal Platz haben für andere Kinder und Einkäufe und so"), der andere könnte sich ein E-Auto kaufen zum Pendeln... kauft sich aber einen nagelneuen fetten Diesel. Wenn es schon unter so perfekten Voraussetzungen freiwillig nicht geht (die beiden hätten ja immer noch ein größeres Auto mit Verbrenner für Transporte und Urlaubsfahrten und dann ein umweltschonendes E-Auto zum Pendeln und für Kurzstrecken, und Laden ginge nachts komfortabel direkt am Haus), wie soll es da ohne Zwang gehen?
Das gleiche konnte ich auch im Bekanntenkreis kürzlich beobachten. Da ist der knapp 20 Jahre alte und dennoch gut gepflegte Benziner-Golf mit 90 TKM in Rente geschickt worden und neben den großen Passat noch ein SUV gestellt worden. Müssen ja auch zwei Kinder rein passen. Die haben ebenfalls ein Haus mit großer Doppelgarage - also ideale Voraussetzungen.

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