Forum: Auto
Neuer Klimaschutzplan: Irland will Autos mit Verbrennungsmotor die Zulassung entziehe
Artur Widak/ NurPhoto/ Getty Images

In elf Jahren soll der Verkauf von neuen Diesel- oder Benzinautos in Irland verboten werden. So sieht es der neue Klimaschutzplan des Landes vor. Später sollen die Verbrenner sogar ihre Zulassung verlieren.

Seite 8 von 19
syracusa 19.06.2019, 17:08
70.

Zitat von Donald Knapp
...Da ich mein Auto nicht nur zum pendeln brauche und ich kein Geld habe mir ein Pendelauto zu kaufen und eins was ich normal einsetzen kann. Am Wochenende zu Beispiel in zum Teil abgelegene Gegenden zum Klettern und Wandern. Im Urlaub um mir das schöne Europa anzuschauen.
Wie kommen Sie auf die Idee, Sie könnten mit einem Elektroauto keine Wochenendtouren oder Urlaubsfahrten unternehmen?

Beitrag melden
Andraax 19.06.2019, 17:09
71.

Zitat von EinMitstreiter
Wie kurzsichtig das doch alles ist!!! Schaut doch mal auf unsere Autobahnen was da an Fahrzeuge fahren. Zum einen eine ganze Menge LKWs. Ich habe noch keinen einzigen Elekro-LKW gesehen und ich sehe auch in 10 oder 20 Jahren hier keinen. Also müssen diese schon mal von diesen Maßnahmen der „Nicht mehr Zulassung“ ausgenommen werden. Und was machen wir eigentlich mit diesen unzähligen Kleintransporter aus Polen, Ungarn, Rumänien, Tschechin usw. ??? Die lassen wir dann gar nicht mehr über die Grenze? Denn die verpesten ja dann auch unsere „Deutsche Luft“. Luft kennt keine Grenzen!!!! Was machen dann die ganzen grünen Staaten mit den ganzen Reisenden aus den Länder in denen noch Verbrennungsmotoren zugelassen sind??? Klar, die lassen wir dann einfach nicht mehr rein. Beifall - Klasse Konzept! Ach so ja, und alle die Wohnmobilbesitzer graben sich dann ihr Wohnmobil am besten Daheim im Garten ein. Denn kein anderes Fahrzeug ist so langlebig wie ein Wohnmobil. Also auch die am besten gleich alle verbieten. Und die Motorräder schmeißen wir auch gleich noch alle weg. Und die Flugzeuge und die Tanker auf den Weltmeeren gleich hinterher. Egal, dass dann eben gleich ganze Wirtschaftszweige zusammenbrechen. Juhuu – die Arbeitslosenrate steigt und Vater Staat muss richtig dafür blechen. Was hier so alles verlangt und vorgeschlagen wird löst nur eine riesengroße Weltwirtschaftskrise aus. Außer in der USA – ein Schelm der hier jetzt böses denkt. Hauptsache alle schön auf Elektromotor umsteigen. Wenn dann in 10 Jahre ein Smartphone so teuer ist wie ein Auto, da wir keine seltenen Erden mehr haben, dann möchte ich die heutige Generation mal hören was sie dann dazu sagen. Irgendwann wird diese jetzt so grüne, kurzsichtige Generation mal mit Erstaunen feststellen, dass wir „Alte“ doch nicht ganz so dumm waren wie ihr uns heute hinstellt.
Kurzsichtig sind selbstverständlich die Interessen älterer bzw. alter Menschen, denn ihre Lebensspanne ist absehbar und es wäre blödsinnig darüber hinaus zu denken. Da junge Leute länger leben ist es zwangsläufig, dass deren Interessen eben alles andere als Kurzsichtig sind.

Beitrag melden
zeichenkette 19.06.2019, 17:09
72.

Zitat von EinMitstreiter
Wie kurzsichtig das doch alles ist!!! Schaut doch mal auf unsere Autobahnen was da an Fahrzeuge fahren. Zum einen eine ganze Menge LKWs. Ich habe noch keinen einzigen Elekro-LKW gesehen und ich sehe auch in 10 oder 20 Jahren hier keinen. Also müssen diese schon mal von diesen Maßnahmen der „Nicht mehr Zulassung“ ausgenommen werden. Und was machen wir eigentlich mit diesen unzähligen Kleintransporter aus Polen, Ungarn, Rumänien, Tschechin usw. ??? Die lassen wir dann gar nicht mehr über die Grenze? Denn die verpesten ja dann auch unsere „Deutsche Luft“. Luft kennt keine Grenzen!!!! Was machen dann die ganzen grünen Staaten mit den ganzen Reisenden aus den Länder in denen noch Verbrennungsmotoren zugelassen sind??? Klar, die lassen wir dann einfach nicht mehr rein. Beifall - Klasse Konzept! Ach so ja, und alle die Wohnmobilbesitzer graben sich dann ihr Wohnmobil am besten Daheim im Garten ein. Denn kein anderes Fahrzeug ist so langlebig wie ein Wohnmobil. Also auch die am besten gleich alle verbieten. Und die Motorräder schmeißen wir auch gleich noch alle weg. Und die Flugzeuge und die Tanker auf den Weltmeeren gleich hinterher. Egal, dass dann eben gleich ganze Wirtschaftszweige zusammenbrechen. Juhuu – die Arbeitslosenrate steigt und Vater Staat muss richtig dafür blechen. Was hier so alles verlangt und vorgeschlagen wird löst nur eine riesengroße Weltwirtschaftskrise aus. Außer in der USA – ein Schelm der hier jetzt böses denkt. Hauptsache alle schön auf Elektromotor umsteigen. Wenn dann in 10 Jahre ein Smartphone so teuer ist wie ein Auto, da wir keine seltenen Erden mehr haben, dann möchte ich die heutige Generation mal hören was sie dann dazu sagen. Irgendwann wird diese jetzt so grüne, kurzsichtige Generation mal mit Erstaunen feststellen, dass wir „Alte“ doch nicht ganz so dumm waren wie ihr uns heute hinstellt.
Tja, Sie merken ja offenbar schon, was da so auf uns zukommt. Anstatt aber zu überlegen, wie man das sinnvoll hinbekommt, wollen Sie lieber die Augen verschließen und einfach so tun, als würde alles so bleiben wie es ist. Bleibt es aber nicht, so oder so. Wenn erstmal ein paar Hundert Millionen Menschen mehr auf Flucht sind, werden Sie garantiert der erste sein, der an den Grenzen eine Mauer bauen will und zwar nicht nur für "Kleintransporter aus Polen, Ungarn, Rumänien, Tschechin", oder? Wir haben nur die Wahl zwischen drastischen Änderungen, die wir selber herbeiführen und dabei noch ein wenig Gestaltungsmöglichkeit haben oder drastischen Änderungen, die einfach über uns hereinbrechen werden und bei denen wir dann gar keine Gestaltungsmöglichkeiten mehr haben werden. Die Wahl, dass es gar keine Änderungen gibt, die haben wir nicht.

Beitrag melden
Hagar001 19.06.2019, 17:11
73. Dazu

Zitat von postmaterialist2011
Ich habe vor 14 Monaten mein privates Auto in Berlin abgeschafft. Da ich zentral wohne und an der Peripherie arbeite habe ich für die einfache Fahrt von 22 km mit dem eigenen Auto zwischen 42 Minuten und 120 Minuten ( je nach Verkehrslage) gebraucht. Mit dem ÖPNV brauche ich im besten Fall 52 Minuten, im schlechtesten 60 min. ( Ich bin nicht ein Tag später als in einer Stunde bei der Arbeit gewesen). Wo hier die Unzuverlässigkeit des Berliner ÖPNV liegen soll erschliesst sich mir nicht. Es klingt schwer nach "Hörensagen". Temporäre Überfüllung in Berlin oder München ? Dann dürfen Sie nie nach Tokyo ziehen, da gibt es "Überfüllungen" die aber gut gemeistert werden ( habe ich mir selber für längere Zeit angetan) aber definitiv nicht in München oder Berlin. Inflexibilität und Bequemlichkeit ist das Problem, nicht der ÖPNV in deutschen Grossstädten.
Bin leider gezwungen in besagten Städten (Ber und Muc) öfter mal zu arbeiten. Deshalb kann ich aus Erfahrung sprechen und nicht vom "Hörensagen", gibt es im übrigen nicht sogar so einen Berliner Verkehrsbetriebe Rapsong, wo auf das Thema (quasi ironisch) eingegangen wird? Ich kann nur sagen, dass die Ausfallzeiten der S-Bahnen, sowohl in Muc als auch in Ber, ihren Beitrag zur Verdrossenheit beitragen. Kenne Tokyo nicht persönlich, dafür aber Paris und London ganz gut. Auch hier ist es absolut nicht angenehm die Tube oder die Metro zu nutzen, allerdings ist der Autoverkehr dort noch schlimmer.
Im übrigen wäre es doch logisch wenn Sie aus dem Zentrum in die Randbezirke ziehen würden, das wäre doch noch besser.
Schönen Tag noch.

Beitrag melden
zeichenkette 19.06.2019, 17:11
74.

Zitat von mwroer
Hier das Gegenbeispiel aus meinem Bekanntenkreis - beide Autos verkauft. Dafür einen Tesla S geholt und die Frau fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit (neuer Job im Krankenhaus, keine 3 Kilometer weg). Warum also Zwang anwenden wenn es auch freiwillig geht? Wir können uns ja gerne mit Einzelbeispielen zuschmeißen bis alle andere einschlafen - ob das nun so sinnig ist bezweifele ich mal.
Es geht ja in der Masse ganz offenbar eben nicht freiwillig. Mehr muss man dazu wohl nicht sagen, oder?

Beitrag melden
Andraax 19.06.2019, 17:11
75.

Zitat von jbtc8564
Vor 50 Jahren sagten alle relevanten Medien eine neue Eiszeit wegen der Umweltverschmutzung voraus. Dann wurde der Weltklimarat gegründet und mit der Aufgabe betraut, die menschengemachte Erderwärmung nachzuweisen. Alle bisherigen Prognosen des IPCC hinsichtlich der Erderwärmung waren jedoch falsch. Die ideale Erdmitteltemperatur von 15 Grad Celsius ist seit vielen Jahren nahezu konstant und noch nicht einmal erreicht. Die Anhänger der neuen Klimareligion sind aber für Fakten nicht erreichbar. So ist es es eben bei Religionen. Entweder man glaubt daran oder nicht. Und an „dodgerone“: Die größten Spießer sind die Anhänger dieser Religion!
Können Sie Ihre Aussagen belegen? Ich sehe in Ihrem Posting eigentlich nur falsche Behauptungen.

Beitrag melden
zea 19.06.2019, 17:14
76. Ein Zweischneidiges Schwert.

Das Elektro Auto ist (noch) nicht CO2 ärmer als moderne Dieselfahrzeuge, sofern man die Herstellung und Entsorgung in die Bilanz miteinbezieht.
Allerdings dürften Schritte wie sie Irland geht und gehen will den benötigten Impuls geben um die Entwicklung entsprechend voranzutreiben.

Der Markt wird sich nicht selbst regulieren, da jeder nur sich selbst und nicht das große Ganze sieht. Wir brauchen Verbote wie diese und wir müssen bereit sein auf die ein oder andere Facette unseres heutigen Lebensstandards zu verzichten. Ab da wird es in Deutschland schwer Wählen zu gewinnen. Leider.

Beitrag melden
Andraax 19.06.2019, 17:18
77.

Zitat von KMI
Daumen hoch von den oberen 10% und Großstädtern klar... Aber was ist mit dem Rest? Ich wohne auf dem Land - nicht aus dem idyllischen Traum eines Großstädters heraus weil es hier so ruhig ist, sondern weil ich mit meiner geregelten 40 Stunden/Woche Arbeit mir ein Leben in der Stadt, in der ich arbeite nicht leisten kann. Ich fahre mit dem Auto zur Arbeit (44km einfache Strecke) und komme so mit meinem Geld über die Runden, mal mehr mal weniger gut. Da ich in Schicht arbeite MUSS ich um 6 Uhr in der Firma sein, später ist keine Option. Der erste Bus aus meinem Ort, der mich zum Bahnhof des nächst größeren fahren könnte fährt um 6 Uhr - also kann ich den ÖPNV schon mal vergessen. Von der Zeit mal ganz zu schweigen, ich habe das schon durchexerziert: 10 Minuten Fußweg zum anderen Ende des Dorfes, 15 Minuten mit dem Bus zum Bahnhof, 65 Minuten mit dem Bummelzug in die Stadt, noch mal 10 Minuten S-Bahn zur Firma, noch mal 10 Minuten Fußweg. Macht knapp 2 STUNDEN Fahrtweg, den ich mit dem Auto dank des frühen Arbeitsbeginns in nicht mal 40 Minuten zurücklege. Nun kommt sicher wieder jemand um die Ecke und fragt "aber wieso kein Elektroauto"? Antwort: Ich habe keine Lademöglichkeit! Kabeltrommel quer über die Dorfstraße spannen ist nicht. Ich habe weder Garage noch eigenen Stellplatz, parke an der öffentlichen Straße. Nix mit laden. So oder so ähnlich geht es vielen Pendlern. Das können nur die besagten oberen 10% ("kauf dir halt ein e-Auto!") oder die Städter (ÖPNV ist sooooo toll!!!!!) nicht nachvollziehen.
Versuchen Sie sich vorzustellen, dass alle Probleme, die Sie beschreiben lösbar sind, und zwar zu Ihrer Zufriedenheit. Man muss nur anpacken, doch davor haben eben Viele Angst.

Beitrag melden
Andraax 19.06.2019, 17:25
78.

Zitat von Hagar001
Bin leider gezwungen in besagten Städten (Ber und Muc) öfter mal zu arbeiten. Deshalb kann ich aus Erfahrung sprechen und nicht vom "Hörensagen", gibt es im übrigen nicht sogar so einen Berliner Verkehrsbetriebe Rapsong, wo auf das Thema (quasi ironisch) eingegangen wird? Ich kann nur sagen, dass die Ausfallzeiten der S-Bahnen, sowohl in Muc als auch in Ber, ihren Beitrag zur Verdrossenheit beitragen. Kenne Tokyo nicht persönlich, dafür aber Paris und London ganz gut. Auch hier ist es absolut nicht angenehm die Tube oder die Metro zu nutzen, allerdings ist der Autoverkehr dort noch schlimmer. Im übrigen wäre es doch logisch wenn Sie aus dem Zentrum in die Randbezirke ziehen würden, das wäre doch noch besser. Schönen Tag noch.
Tatsächlich sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Japan hervorragend in jeder Beziehung. Man wundert sich, wie die Japaner das hinbekommen, dass z.B. alle 10min auf demselben Bahnhofsgleis ein Shinkansen pünktlich auf die Sekunde Halt macht. Mit dem ÖVNP in Japan läßt sich eine Reise minutengenau buchen und durchführen. Anderes wäre in Japan auch gar nicht möglich, da der Verkehrsinfarkt bei derselben Rate an Privatmobilität wie bei uns unvermeidbar wäre. In Tokyo muss man einen Stellplatz nachweisen können um ein Auto zu kaufen zu dürfen!

Beitrag melden
s.l.bln 19.06.2019, 17:25
79. In totalitären Systemen...

...mag es die "Aufgabe" der Politik sein, gegen den Willen der Mehrheit der Bürger Entscheidungen zu treffen. In der Demokratie ist das weder angedacht noch funktioniert es dauerhaft.
Wer ein Beispiel dafür braucht, wo das hinführt, darf sich gerne ansehen, wie es der SPD heute geht, wo man auch mal der Meinung war, Politik gegen die eigene Wählerschaft zu machen (Agenda 2010).

Wer glaubt, die Bevölkerung umerziehen zu können, fördert damit nur radikale Parteien, die genau die Themen bedienen, welche einer wütenden Menge unter den Nägeln brennen. Ein Verbot von Verbrennern würde der AFD ein zweites Standbein verpassen und sie womöglich zu stärksten Partei in Deutschland machen.
Was wär damit gewonnen?
Der Ökofundamentalismus muß lernen, die Leute mit guten Alternativen einzufangen, statt mit der Peitsche. Das ist aber gar nicht gewünscht, weil es hier vielfach nicht primär um die Umwelt geht, sondern um einen Kulturkampf. Man will Leute leiden sehen, die ein anderes Weltbild haben als man selbst.
Derzeit versucht man den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Es ist gar nicht geklärt, ob die E- Mobilität überhaupt der Weg in die Zukunft ist. Die Rohstoffsituation, Umweltbilanz und Recyclingfähigkeit werfen noch Fragen auf, die man ignoriert, weil sie für die hippen Nischenprodukte noch keine Rolle spielen und die damit verbunden Schweinereien mal wieder in der dritten Welt stattfinden.
Was ebenfalls ignoriert wird, ist der soziale Sprengstoff, den die Elektromobilität birgt.
Im Moment ist es noch Familien möglich, für unter 200 Euro ein gebrauchtes Aut zu fahren, das sie mit minimalen Kosten am Leben halten können. Nach dem Verbrenner wird das nicht mehr möglich sein, weil ein biiliger Gebrauchter mit E Antrieb einer wäre, bei dem die Batterie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. Einen kaputten Verbrennungsmotor kann man gebraucht für einige hindert Euro ersetzen. Einen neuen Akku für mehrere Tausend.
Ich mag mir die die sozialen Verwerfungen nicht vorstellen, die es gibt, wenn die Unterschicht begreift, daß man ihr das Privileg des Individualverkehrs nimmt, während der Rest der Bevölkerung es weiter genießt.
Die Rattenfänger von der populistischen Front werden die wütenden Leute dankbar in die Arme schließen.

Beitrag melden
Seite 8 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!