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Neuer Prüfzyklus für Autos: "Das Verfahren wird den Diesel massiv treffen"
AVL

Die Verbrauchsangaben von Autos sind meist realitätsfern, ein neues Prüfverfahren soll bald für verlässlichere Werte sorgen. Experte Stefan Carstens rechnet mit weitreichenden Folgen für die Industrie und ihre Kunden.

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Baal 17.11.2016, 18:13
1. Den Flottenverbrauch

abschaffen und für privat genutzte Fahrzeuge einen Maximalverbrauch und eine CO2-Grenze einführen.
Unabhängig vom Fahrzeuggewicht.
Diese Grenzwerte all 2 Jahre um 10 Prozent reduzieren.
Das verringert Emissionen.
Alles bisher war Augenwischerei und Nepp.

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kluch 17.11.2016, 18:23
2. Fragezeichen ❓

Der neue Fahrzyklus ist also nur Makulatur? Minimalständerungen. Anscheinend ist die Definition des Zyklus auch politisch motiviert??
Warum nicht einfach einen realistischen Test der den tatsächlichen Verbrauch widergibt?
Z.B. 12 Fahrten von Hh nach München und 12 Fahrten auf einer bestimmten Strecke in der Stadt. Spritverbrauch messen, fertig. Vllt. gleich noch mit portablen Abgasmessgerät und gut ist...
Im übrigen braucht der Zyklus nicht politisch optimiert werden um z.B. E-Autos zu pushen.

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bluemetal 17.11.2016, 18:24
3. Luftverschmutzung

Die größten Dreckschleudern sind LKW und die Industrie. Hier sollte zu aller erst angesetzt werden.

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willi_ac 17.11.2016, 18:35
4. Dass die Verbrauchsangaben ...

... schönfärberische Werbeaussagen waren, die bei dem allergrößten Teil der Autofahrer nicht zur Realität passen, ist schon ärgelich genug. Dass aber auf Basis dieser Werte die Steuer bemessen wurde bzw. wird ist aber wirklich schon ein Schurkenstück, das aufzeigt, wie tief der Autolobbyismus in die Politik einwirkt.

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Racer77 17.11.2016, 18:35
5. Und da meint man die blaue Plakette war unsozial...

Zitat von Baal
abschaffen und für privat genutzte Fahrzeuge einen Maximalverbrauch und eine CO2-Grenze einführen. Unabhängig vom Fahrzeuggewicht. Diese Grenzwerte all 2 Jahre um 10 Prozent reduzieren. Das verringert Emissionen. Alles bisher war Augenwischerei und Nepp.
Was Sie da fordern ist nichts anderes als ein Verbot privater PKW für alle, die sich nicht mindestens jedes 5. Jahr ein brandneues Auto zulegen können und außerdem der Tod für jegliche neu endstehenden Oldtimer ab diesem Zeitpunkt...

Denn wer behält sein Auto lange und pflegt es? Eher doch der Privatmann.

Die von Ihnen angesprochene Grenze für Maximalverbrauch und Kohlendioxyd sollte wenn für Firmenwagen gelten aber keinesfalls für Privatpersonen. Denn die Firmen bekommen doch eh alle 3 Jahre eine neue Flotte, da entweder das Leasing ausläuft oder der Firmenwagen abgeschrieben ist.

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willi_ac 17.11.2016, 18:36
6. Entschuldigung, ...

Zitat von kluch
Der neue Fahrzyklus ist also nur Makulatur? Minimalständerungen. Anscheinend ist die Definition des Zyklus auch politisch motiviert?? Warum nicht einfach einen realistischen Test der den tatsächlichen Verbrauch widergibt? Z.B. 12 Fahrten von Hh nach München und 12 Fahrten auf einer bestimmten Strecke in der Stadt. Spritverbrauch messen, fertig. Vllt. gleich noch mit portablen Abgasmessgerät und gut ist... Im übrigen braucht der Zyklus nicht politisch optimiert werden um z.B. E-Autos zu pushen.
... aber was ist ein Minimalständer? Da muss ich doch ein wenig schmunzeln.

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willibrand 17.11.2016, 18:37
7.

Wir Normalautofahrer werden betrogen von VW; Audi, Mercedes usw. usw ud wir zahlen die Mehrkostenzeche währen die Manager dieser Firmen Millionen -Gehälter und -Boni einstecken.

Vorschlag: wie bei der Deutschen Bank die Boni der Autoindustriellen der letzten 3 Jahre zurück zahlen lassen .

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Gleichstrom 17.11.2016, 18:38
8.

Oh oh, arg vereinfacht...

Erstens kann man den Grenzwert für einen Zyklus nicht direkt für einen Anderen anwenden, sondern müßte einen im Durchschnitt äquivalenten Grenzwert festlegen. Oder den NEFZ beibehalten und den WLTC zusätzlich, jeweils mit einem eigenen Grenzwert, vorschreiben, was mir vernünftig erschiene, weil der NEFZ zwar nicht unbedingt direkt den Realverbrauch angibt - was nie das Ziel eines Fahrzyklus ist - sondern eine Vergleichbarkeit verschiedener Fahrzeuge unter gleichbleibenden Bedingungen herstellt.

Daß kleinere Motoren stärker unter der Steigerung der mittleren Leistung leiden, ist so auch nicht pauschal richtig. Das REINE Downsizing-Konzept wird seine Grenzen finden, weil es NIE in allen Betriebsbereichen sinnvoll war - aber die Entwicklung ist da schon weiter, die Serieneinführung beginnt derzeit bei den ersten Herstellern.

Ein Hybrid kann auch in einem Kleinwagen Sinn machen. Grob gesagt kann das elektrische Zusatzsystem umso kleiner ausfallen, je besser der Verbrennungsmotor ist, und da der noch einige bekannte und in breiten Bereichen wirkende Potentiale aufweist, läßt sich da eine sinnvolle Kombination durchaus realisieren.

Die Bevorzugung und Schönrechung von Strom aus dem Netz ist allerdings von vorneherein eine idiotische Idee gewesen, solange man den Kraftwerksbestand dabei nicht miteinrechnet und alles, was aus der Steckdose kommt, also CO2-neutral angesehen wird, verzerrt es die Realität, auf deren Basis optimiert wird. Ich schlage vor, zu wichtigen internationalen Konferenzen allen Teilnehmern eine hohe Dosis LSD zu verabreichen, die ganze Nummer zu filmen und das im Fernsehen auszustrahlen, damit auch der Letzte kapiert, daß nur ein ungetrübter Blick auf die Realität auch in sinnvollem Tun in dieser Realität führen kann!

Daß ein gutes, sparsames Fahrzeug nun zum Klotz am Bein wird, kann nicht für eine sinnvolle Entwicklung sorgen. Selbstverständlich kann ein Grenzwert nur zu einem bestimmten Fahrzyklus gehören.

Was die Schadstoffe angeht, ja, das kann dem Diesel im PKW das Genick brechen. Um Einige wäre es schade, aber wenn es so ist, ist es eben so, sinnvoller ist m.E. in jeder Fahrzeugklasse derzeit ein Otto-Elektro-Hybrid, je nach Fahrzeuggröße in unterschiedlicher Komplexität und Struktur, und vor Allem ohne Anschluß ans Stromnetz. Und zugleich: Algensprit. Da müßte massivst investiert werden, weil man damit weitgehende Klimaneutralität des Fahrzeugbestands erreichen kann, ohne exorbitante Kosten durch den Austausch aller Fahrzeuge, eine komplett neue Infrastruktur oder eine Kohlerenaissance - oder gar die der Kernenergie. Grausige Vorstellung...

... daß man das Ende des Verbrennungsmotors im PKW vorschreiben will, bevor Tagebau und Kohlekraftwerke abgewickelt sind, ist auch nur ein weiterer dummer und verantwortungsloser Scherz...

Es gibt noch so viel Potential im Ottomotor, das darf man nicht liegenlassen, weil Kohleautos mit Akku idiotischerweise als klimaneutral gewertet werden. Daß die Hersteller sich sowas nicht entgehen lassen - klar, aber sinnvoll ist es darum lange nicht!

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kaleupohl 17.11.2016, 18:41
9. Richtig User Baal!

Zitat von Baal
abschaffen und für privat genutzte Fahrzeuge einen Maximalverbrauch und eine CO2-Grenze einführen. Unabhängig vom Fahrzeuggewicht. Diese Grenzwerte all 2 Jahre um 10 Prozent reduzieren. Das verringert Emissionen. Alles bisher war Augenwischerei und Nepp.
Und das sofort um alle privat genutzten Autos von den Strassen fern zu halten.
Der bedingungslose, allumfassende Einsatz von Fern-Fahrrädern incl. vierspuriger Fahradautobahnen muß ersatzweise her!

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