Forum: Auto
Neues Elektroauto Opel Ampera E: Das Überraschungsei
Christian Frahm

Ein Elektroauto mit fünf Sitzen, hoher Reichweite und einem moderaten Preis. Davon träumte die Branche bislang. Jetzt ist es da - ausgerechnet von Opel.

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günter1934 16.11.2016, 09:36
80.

Zitat von di wa
...ich als Laternenparker die Möglichkeit hätte, das Teil zu jedem gewünschten Zeitpunkt aufladen zu können, würde ich es mir glatt kaufen. Für 90% meiner Fahrten reicht er von Platz und Reichweite her aus - wenn er in den Pausen (also hauptsächlich über Nacht) wieder geladen werden kann. D.h. ich muss beim nach Hause kommen nicht nur einen Parkplatz finden (was auch im Moment schon eine Herausforderung sein kann) sondern auch noch einen Parkplatz mit Ladestation. Selbst, wenn man jede Straßenlaterne mit 2 Lademöglichkeiten versehen würde, wären das nur gut ein Sechstel der Parkplätze hier in der Straße. Und nur die Hälfte der Laternen lässt problemloses verlegen von Kabel zu - bei den anderen läge das Kabel quer über den Gehweg. Und je nach Gegend ist das offen liegenden Kabel dann auch noch ein Risiko in Punkto Vandalismus / Diebstahl. Aber wahrscheinlich ist der Großstadtbewohner, der sich keine eigene Garage leisten kann, auch nicht die Zielgruppe für Elektroautos. Der hat ja schließlich kurze Entfernungen und den ÖPNV.
In 10 Jahren wird das dann ablaufen wie beim Damenfrisör, Telefongerspräch:
"Hier VoRWEg e-Ladestation"
"Otto N. hier, guten Tag. Ich hätte gerne für morgen einen Ladetermin."
"Heute und morgen sind wir leider voll. Übermorgen haben wir noch einen 2-Stundentermin frei, morgens um 6 - 8 Uhr..."

Ausserdem könnte ich mir den Beruf des Ladehelfers vorstellen, der das Auto abholt, lädt und wieder bringt! ;)

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jasper366 16.11.2016, 09:38
81.

Zitat von helmut.alt
immer noch so teuer wenn die Technologie viel einfacher ist als beim Verbrennungsmotor (kein Getriebe, Einspritzanlage, etc. nötig)? Wie teuer ist denn der Batteriewechsel nach acht Jahren? Vermutlich kann ich die Karre dann gleich verschrotten.
'Einfacher' (also weniger Bauteile), heißt ja nicht automatisch 'billiger' wenn die vielen Kleinteile durch wenige, dafür aber teurere Elemente ausgetauscht werden.

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wolle0601 16.11.2016, 09:39
82. Wissen wir denn schon

dass Akkus das Rennen bei den Energiespeichern machen und nicht doch so etwas wie "Power to Gas", also Umwandeln des Zufallsstroms aus Wind in, sagen wir mal, Benzin?

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rennflosse 16.11.2016, 09:40
83. Hin- und Rückfahrt

Zitat von neutraldenker
Das nennen Sie ein gelösten Problem???
Im alltäglichen Weg-zur Arbeit-Betrieb reicht das sicher aus. Schwierig wird es nur bei längeren Fahrten, die vielleicht am Wochenende anfallen, im Urlaub oder auch dienstlich.
360 km Reichweite halbieren sich nämlich, weil man ja die Rückfahrt einkalkulieren muss. Das wären dann 180 km hin und 180 km zurück und die letzten 50 km in Angst und Schrecken, ob man das schafft.
Die Wahrnehmung von Terminen, wie es jetzt bei mir alltäglich ist, wäre dann immer mit einer Übernachtung verbunden.
Elektrobetrieb ist eben doch mit großen Einschränkungen verbunden. Immer noch besser als zurück zum Pferd.

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Knacker54 16.11.2016, 09:41
84. Krasses Video

Abgesehen von dem seltsamen Duktus im Artikel, den auch viele Vorforisten bemerkt haben, ist das dazugehörige Video wirklich krass: In der Vorlaufwerbung wird der Q2 von Audi beworben - ein völlig überholter und überflüssiger Dinosaurier-SUV-Vertreter. SPON, das ist schon beinahe komisch! Ironie! Nur was wird da ironisiert? Der Q2 oder das E-Auto von Opel? Werdet Euch doch bitte mal klar darüber, wohin die Reise jetzt und in Zukunft gehen soll!

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nordlys 16.11.2016, 09:41
85. Schön gerechnet

Zitat von Al M
Schön zu sehen, dass die Meinungsmache der Öllobby weiter gut funktioniert. Nehmen wir doch mal das Argument Preis. Angenommen, der Ampera kostet 35000, dann sind das abzgl. der E-Prämie 31000. Wenn ich das Auto 5 Jahre fahre, spare ich etwa 5000 an Energiekosten, macht 26000. Und dann vergleiche ich ihn nicht - um mal, wie ein Forist sagt "bei der Marke zu bleiben" - mit einem etwa gleich teuren Auto, sondern einem ähnlichen Modell, das wäre der Meriva. Und wenn ich den nur ein bisschen ausstatte, dann kostet der eher 25000. Für die von einem anderen Forist genannten 15000 eines angeblich vergleichbaren Verbrenners bekomme ich nicht mal den kleinsten Meriva mit null Ausstattung.
Da haben Sie sich die Bilanz des Ampera zielstrebig schön gerechnet. Sie möchten also 1.000 Euro pro Jahr an Energiekosten sparen. Bei den Strompreisen in Deutschland klappt das nur, wenn Sie den Strom regenerativ selbst erzeugen. Mein Diesel-SUV verursacht 5,6 Cent Treibstoffkosten pro km bei einer Jahresfahrleistung von 27.000 km, also ca. 1.500 Euro pro Jahr. Wenn Sie 1.000 Euro sparen wollen, bleiben Ihnen noch 500 Euro für 4.050 kWh Energie. Pro kWh darf die Energie dann nicht mehr als 12 Cent kosten.

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tempus fugit 16.11.2016, 09:47
86. Andre...

Zitat von toll_er
Fünf Sitze .. hoher Reichweite ...das ist ja schon alltagstauglich.... so wird uns das hier in diesem Artikel suggeriert. Die Lügerei der Autoindustrie in Hinblick auf Schadstoffe und verbrauch bleiben geflissen außen vor. Wenn Opel und 380 km verspricht, dann heißt das, sollten Sie es es wagen, z.B. mit 5 Personen zum Beispiel von Köln nach Freiburg fahren zu wollen unter Garantie nicht mehr als 280 km Reichweite. So, und dann stehen Sie, z.B. mit 3 Kindern an einer Raststätte und dürfen sich die zeit vertrieben, weil das Laden für die restlichen 140 km nicht in 5 Minuten erledigt ist. Falls Sie überhaupt eine freie Stromzapfsäule finden sollten! Die Stromzapfkapazitäten an Raststätten sind schon jetzt derart begrenzt, sollten sich tatsächlich noch ein paar Menschen mehr für E-Mobile entscheiden... werden die Rast/Tankstätten dazu beitragen, dass das System zusammenbricht. 500 km Reichweite, was realistisch ca 400 km bedeuten, ja, dann kann man von Alltagstauglichkeit sprechen... bei dem Opel hier ist das Augenwischerei.
...Augenwischerei, mit den sooo sauberen Verbrennern...

Sie fahren los mit Ihrem Verbrenner, nach Freiburg - Stau und Geschwindigkeitsbeschränkugen (Baustellen etc.) - müssen nicht tanken aber:
Stadtrand Freiburg: weiträumig um's Zentrum für Verbenner Zufahrt verboten.

Die Kleinen hinten quengeln sowieso schon, weil keine Beine-Vertreten-Pinkel-Pause eingelegt war.
Also? Auto in der Peripherie parken, Gepäck raus, wo gibt's denn einen Buss zum Zentrum oder zur Besuchsadressse'

"Papa, warum fährt dort ein Auto mit K-Kennzeichen in die Stadt und wir nicht?
"Halt die Klappel, guck' mal, ob du eine Taxe siehst! - oh da, da ist eine, richtig Glück gehabt.
winke winke kommt,. lädt ein und fährt ab Richtung Zentrum.
Papa, warum macht das Auto keinen Krach? Ach, verstehste nicht,
bist du noch zu klein für. Wieso Papi, Krach ist Krach - oder auch nicht?
Endlich da!
Danke - macht 30 Euro! Tschüss!
Mensch, richtig Glück gehabt, dass da grade eine Taxe vorbeifuhr, am Stadtrandparkplatz.

Oh meine Güte, vergessen, einen Parkschein zu buchen...

Soll ich weitermachen?... Langt doch... Oder nicht?!


Demnächst, in diesem Theater! (;>)))

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halbstark 16.11.2016, 09:47
87. Umgekehrt

Man stelle sich einmal vor, nicht E-Autos, sondern solche mit Verbrennungsmotor wären derzeit eine neue Entwicklung. Welch ein Aufschrei ginge um unter Autofahrern:
Dieser Lärm bereits beim Starten! Ständiger Schadstoffausstoß, hohe Verbräuche gerade in der Stadt und im Stau! Krebserregende Stoffe, die die fetten Karren auf Höhe von Kinderlungen rund um die Uhr ausstoßen! Hundert Dieselfahrzeuge jeden Morgen vor der KITA! Viel zu komplexe Technik mit unzähligen technischen Systemen wie Getriebe, Kupplung, Anlasser, Kühler, Startbatterie, Katalysator...(braucht ein E-Auto nicht). Große Tanks mit 60-80 Kg Gewicht, in denen leicht entzündliches Benzin mitgeführt wird! Und wo soll all das Öl herkommen, das man benötigt? Woher die Infrastruktur nehmen mit all den Öltankern, Raffinerien, Tankstellen usw.? Man sieht: unmöglich!

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werner-xyz 16.11.2016, 09:47
88. Ein Schritt nicht mehr

Ein Schritt in die richtige Richtung, aber auch nicht mehr. In Großstädten gibt es ÖPNV, in kleineren Städten mit schlechtem ÖPNV fehlt es an Ladestationen und auf dem Land fehlt die Anhängerkupplung. Die ganzen Statistikheinis hier, sollen einfach mal realisieren, dass es mir eben nichts bringt, wenn ich zwar unter der Woche problemlos mit der Reichweite hin komme, ich aber regelmäßig längere Strecken fahren will / muss und da keine Lust habe mir jedes mal einen Mietwagen zu holen. Gerade auf dem Land hat jeder zweite einen Anhänger, sei es für Boot, Wohnwagen, Motorräder oder Grünabfall. Elektroautos sind klassische Zweitwagen, da ändert auch der Ampera E nichts dran. Die miserable Ladeleistung ist übrigens Amerika geschuldet, da es dort üblicherweise 1 Phasige Anschlüsse mit hohen Stromstärken gibt, wo hingegen in Deutschland bei 16A Schluss ist. Daher haben da Hersteller mit dreiphasigem Ladekonzept einfach die Nase vorn. Aber das würde den Ami halt wieder teurer machen. Wobei ich persönlich mir den Wagen sicher anschaue. Wenn mein Benziner irgendwann mal die Grätsche macht, will ich mir wenn es sich einigermaßen finanziell rechnet einen Stromer holen. Aber ist dann halt nur Drittfahrzeug, da kann es sich echt rechnen. Nicht dass einer hier denkt ich hätte was gegen Stromer, im Gegenteil, aber ich bin halt Realist und kein Träumer.

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guitarandi 16.11.2016, 09:48
89. 35000€ beazhlbar

Was verdienen sie denn so im Jahr , wenn sie 35000€ bezahlbar nennen?
Ich denke das sollte man nochmal überdenken und es wieder relativieren. Aber das ist in Europa speziell in Deutschland ja eh ein Problem . Man schreibt "nur" 499€ für ein Handy oder "nur" 400€ für eine Playstation oder halt 35000€ für ein E-Auto.
Bei einem Gehalt von 60000€ im Jahr ist das irgendwie über die Hälfte die so ein Auto kosten würde, also ich würde sagen für eine breitere Kundenschicht eher nicht relevant.

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