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Neues Verkehrsschild: Regierung will mehr Radwege für E-Bikes freigeben
DPA

Für Fahrräder mit leistungsstarken Elektromotoren gelten zum Teil strenge Vorschriften - zum Beispiel sind viele Radwege für die sogenannten E-Bikes gesperrt. Doch jetzt sollen auch die schnellen Räder freie Fahrt erhalten.

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redfalo 27.07.2015, 22:58
80. Rasches Ende?

"Touren mit einem E-Bike können derzeit ein rasches Ende finden" - so ein Quatsch! Wenn die Radwege nicht frei gegeben sind, kann und darf man mit dem S-Pedelec auf der Straße fahren. Und die Radweg-Benutzungspflicht für Radler mit reinem Muskelantrieb wurde auch gelockert.

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112211 27.07.2015, 23:01
81. Wahnsinn!

Ich bin mit meinem 25er Pedelec schon schneller als die meisten Fahrradfahrer, abgesehen von tagtäglich radelnden U40ern, und muss dabei sehr vorsichtig fahren, da viele Fahrradfahrer zu recht sehr überrascht sind, so flott überholt zu werden. Da ist doch ein 45er E Bike schlicht die Katastrophe! Wie wäre es hingegen, den Straßenverkehr innerorts bis auf genau zu definierende Hauptstraßen auf 30 km/h zu begrenzen und dies dann gleichzeitig genau zu überwachen? Dann wären die 45er E Bikes auf der deutlich sichereren Straße unterwegs und Überlegungen wie im Artikel genannt würden gar nicht erst entstehen.

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J.Corey 27.07.2015, 23:03
82. Was für ein Unsinn!

Regelmäßig fahre ich ganz ohne Elektrogedöns mit guten 30 km/h und vermeide dann häufig die Nutzung sogenannter Radwege. Dabei handle ich ordnungswidrig, Dich die Radwege sind in aller Regel baulich gar nicht für diese Geschwindigkeiten ausgelegt und durch fehlende Trennung von anderen Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Spielende Kinder, Tiere, Sportler, Kreuzende Kraftfahrer aus Ausfahrten, und falsch abgestellten Fahrzeugen) ist das Gefahrenpotential dort zu hoch. Ich fahre lieber auf der Straße, was weniger riskant ist obwohl es mit dort quasi täglich passiert, dass ich in problematische Situationen komme weil Autofahrer all zu oft nicht Blinken, mich übersehen, meine Geschwindigkeit falsch einschätzen, oder mich sogar gezielt schneiden oder mit nur wenigen cm Abstand überholen. Aber Elektroräder, die oft von Personen gesteuert werden, denen es offensichtlich ab Fahjrpraxis, Fahrsicherheit und Umsicht bzw. Voraussicht mangelt und die sich dann auf eine 45 km/h Schleuder setzen auf die hierzulande üblicherweise unebenen, maroden und verdreckten Radwege zwingen zu wollen ist eine absolute Schnapsidee! Diese Dinger gehören auf für Straße und haben auf Radwegen, wo auch Kinder und alle Menschen radeln einfach nichts verloren!

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wgschmidt 27.07.2015, 23:04
83. Grau ist alle Theorie

Zitat von dedel68
Nach 2 1/2 Jahren mit viel Spaß und gesundheitlichen positiven Effekten mit einem 25er Pedelec ... Habe ich mir mit Hilfe meines für die Sache schnell zu begeisternden Arbeitgeber ein 45er S-Pedelec als Dienstrad angeschafft. Mich hatte am meisten gestört, wenn mich Autos in der 30er Zone vor Kurven, Einmündungen oder parkenden Autos überholt haben. Erst im Überholvorgang wurde registriert wie schnell ich mit ca. 27km/h war und dann gnadenlos an Kantstein gedrückt, wenn es eng wurde. ...
Bei den aktuellen Regularien (Helmpflicht, Radwegebenutzungsverbot) haben S-Pedelecs keine Zukunft in Deutschland.

Ein (normales) Fahrrad ist ein guter Anzeiger dafür, wie schnell Autofahrer in 30er-Zonen fahren. Ich fahre mit meinem (normalen) Fahrrad auf Strecke zwischen 27 und 30 km/h, könnte also prinzipiell in einer 30er-Zone nicht überholt werde. Ich werde dort aber dauernd von Autos überholt. Das dazu.

Ein S-Pedelec sieht aus wie ein Fahrrad, also wird der Durchschnittsautofahrer es behandeln wie ein Fahrrad, beispielsweise so, daß es bauartbedingt keine Vorfahrt haben kann und unbedingt auf einen Fahrradweg gehört (was er durch gefährlich geringen Seitabstand mit Hupen zu passender Zeit auch erzwingen will). Auf dem Fahrradweg darf man nach den aktuellen Regularien mit einem S-Pedelec aber nicht fahren.

Für meinen Bedarf fehlt ein Pedelec mit Unterstützung bis 30 km/h, solche könnten in den verbreiteten 30er-Zonen wirklich richtig mitschwimmen. Wenn ich ein Pedelec ausprobiere, erstaunt mich immer die rasante Beschleunigung an der Ampel, gefolgt vom Aussetzen des Motors wenige Kurbelumdrehungen später (weil ich dann schon 25 km/h schnell bin). Fürderhin ist das Pedelec nur noch ein zu schweres Fahrrad.

S-Pedelec bin ich auch schon gefahren. Mir sind diese Dinger zu gefährlich für hiesige Radwege (auf denen man angesichts der deutschen Autofahrer lieber fährt, wenn einem das Leben lieb ist, siehe oben).

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wgschmidt 27.07.2015, 23:17
84. Die Botschaft hör ich wohl ...

Zitat von hemithea
Also, aus persönlicher und für mich etwas kostspieliger Erfahrung werden zu schnelle Radfahrer bei Sofortkasse aus dem Verkehr gezogen. Ich mußte bei knapp 9 km/h zuviel auch die gleiche Strafe zahlen wie die Autofahrer, die diese Geschwindigkeitsüberschreitung begangen haben. Da die Polizei da auch bei Autofahrern fleißig am kassieren war, würde ich mal glatt behaupten, daß ich nicht die einzige war, die sich an die 30 nicht gehalten hat. ...
... allein mir fehlt der Glaube.

Du behauptest, die Polizei hätte Dir als Radfahrerin wegen zu schnellem Fahren ("knapp 9 km/h zuviel" offenbar in einer 30er-Zone) einen Strafzettel verpaßt. Das glaube ich nicht. Ein normales Fahrrad hat keinen Tacho und muß ihn amtlich auch nicht haben. Wie solltest Du wissen, daß Du zu schnell bist?

"Sofortkasse" gibts zumindest bei der deutschen Polizei meines Wissens nicht, das ist auch gut so.

Rechtlich braucht sich beispielsweise ein Fahrradfahrer an die 50 in der Stadt nicht zu halten (was eine theoretische Überlegung ist, da der Durchschnittsfahrradfahrer zumindest in der Ebene keine 50 km/h schafft). Auch die von Dir behaupteten 39 muß man als Fahrradfahrer erstmal schaffen; das erreicht ohne Gefälle allenfalls ein sehr sportlicher Fahrer.

Nette Story, leider nicht wahr.

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cm1 27.07.2015, 23:18
85. Radwege werden überflüssig

Da lt. Straßenverkehrsgesetz Fahrräder grundsätzlich auf die Straße gehören und die Zahl der benutzungspflichtigen Radwege hoffentlich weiter reduziert werden wird, sind neue Regeln eher überflüssig. Wer bitteschön möchte in Deutschland separate Radwege!?

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Lamer_Exterminator 27.07.2015, 23:18
86. Keine Radwege innerorts!

Alle Fahrzeugen (Fahrräder, E-Bikes, Mofas, Autos, ...) sollten auf die Straße. Den Platz für die Radwege den Straßen zuschlagen, da wo es geht. Das ist sicherer für alle Teilnehmer.
Radwege sind nur ausserorts sinnvoll, wo Autos sehr schnell fahren.

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wellerinski 27.07.2015, 23:24
87. einfache Lösung des

immer mehr Autos erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h,trotzdem muß man damit 70, 50 oder sogar höchstens 30 km/h fahren.Je nach Vorschrift eben.
Auf E.-Bikes übertragen, sie dürfen Radwege benutzen,dürfen aber die durchschnittliche Radfahrerhöchstgeschwindigkeit von 25 km/h(besser wäre 15 km/h)nicht überschreiten.Andernfalls müssen sie eben die Strasse benutzen

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kratzdistel 27.07.2015, 23:25
88.

die radfahrer klagen doch vermehrt gegen den Radweg Benutzungs-Zwang. sie wollen auf der straße fahren, das sei sicherer.in Mainz werden viele fahradwege deswegen wieder beseitigt. siehe auch kommentar 8. der verkehrsminister müsste auch das urteil den BVerwG kennen, wonach radwege durch Verkehrszeichen nur unter strengen voraussetzungen zulässig sind.dennoch werden viele radwege gefordert.deshalb sollte der bundesverkdehrsminister als verordnungsgeber erst einmal sichere separierte Radwege umsetzen, ehe er die Anarchie einiger Radfahrer noch fördert.die fahren meist ohne not wo sie wollen. selbst in tempo 30 Zonen fahren sie auf dem gehsteig.

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ANDIEFUZZICH 27.07.2015, 23:31
89. Sommerloch

Au fein, schönes Thema für's Sommerloch. Und demnächst aus dieser Reihe.:
CDU kontert eiskalt, linke Spur auf Autobahnen nur noch ab 123 kw frei.
FDP bringt sich auch ins Gespräch, freie Fahrt für freie Bürger.
SPD ist erstmal für eine Sachverständigenkommision unter Leitung von Rudolf Scharping.
Die AFD will Asylanten generell das radeln verbieten, bevor sie sich nicht generell einer Eignungsprüfung gestellt haben.
Die GdP ihrerseits fordert ihre eigenen Beamten mit E-bikes 1000W auszurüsten, da man damit oft schneller am Tatort seien könne als mit einem Streifenwagen im Stau.
Und auf dem Höhepunkt des Sommerlochs sichtet Bild noch ein Krokodil auf einem Fahradweg.

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