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Norwegen: Wasserstofftankstelle explodiert - Toyota stoppt Auslieferung von Brennstof
NTB Scanpix/ Heiko Junge via REUTERS

In der Nähe von Oslo ist eine Wasserstofftankstelle explodiert. Daraufhin wurde die Versorgung mit dem Treibstoff in ganz Norwegen eingestellt, auch Autohersteller reagierten.

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kpfeilst 12.06.2019, 12:11
1. Ein Argument warum...

...H2 Brennstoffzellenautos auch in vielen Jahren nicht die Straßen bevölkern. Denkbarer sind stationäre Brennstoffzellen (mit Abwärmenutzung) und gleichzeitiger Stromproduktion um z.B. e-Auto zu laden, sowie H2 Brennstoffzellenantriebe für größere Leistungen, also Züge, Busse, LKWs allerdings nur mit guter Wartung..... H2 in der Breite aller möglichen Anwendungen birgt erhebliche Risiken, u.a. auch bei Terrorismus.

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felisconcolor 12.06.2019, 12:14
2. Verdammt

blöde Sache. ich persönlich halte die Brennstoffzelle immer noch für die bessere Alternative. Der Satz "für die es in Europa bereits Zehntausende Ladestationen gibt" (gemeint sind Ladestationen für Akkus) ist natürlich ziemlich beschönigend. Wäre doch mal nett die Anzahl der öffentlichen Ladestationen im europäischen Ländervergleich zu veröffentlichen. Ich will jetzt nicht unken aber Deutschland dürfte hier nicht führend sein.

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hausfeen 12.06.2019, 12:24
3. Da wird man darüber nachdenken müssen, zukünftig ...

... keine Tanks, Tankwagen und fließende Befüllung zu verwenden, sondern Gasflaschen, die an der Tankstelle ausgetauscht werden.

Wäre schade, wenn so eine vernünftige Transportenergie aus Sicherheitsgründen scheitern würde.

Da bleibt eigentlich nur noch die dynamische Batterieaufladung per Induktion als Zukunftsoption.

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Kaiserstuhlwinzer 12.06.2019, 12:27
4. Wasserstoff ist nun mal hochexplosiv,

das weiß jeder, der sich damit ernsthaft beschäftigt. Für Brennstoffzellenautos bleibt damit nur der Umweg über Erdgas (CH4) mit relativ aufwendiger Zerlegung in CO, H2 und (als Nebenprodukt) H2O, wobei man unter Emissionsgesichtspunkten dann auch gleich einen Verbrenner mit Erdgas fahren kann (etablierte Technologie, vorhandene Infrastuktur) oder die Methanol-Brennstoffzelle mit technisch unproblematischem flüssigem Treibstoff, der aber ebenfalls ("ein wenig") C-enthält. H2 könnte allenfalls über metallorganische, drucklose Speicher ("Schwämme") den Weg in den Transportsektor finden, was bislang aber aus Kostengründen nicht läuft. Unter dem Strich kommt man am Ende bei Oberleitungssystemen für die Langstrecke und Akkus für die Kurzstrecke raus, wobei die Elektroenergie natürlich nur Sinn macht, wenn sie aus Sonne und Wind erzeugt wird. Das Schöne ist: man könnte, wenn man nur wollte!

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HerrMichaelJ. 12.06.2019, 12:31
5. Eventuell ein Anschlag

Wenn man sich vorstellt, was für China auf dem Spiel steht, wenn sich die nutzer- und umweltfreundlichere Technik durchsetzt, dann könnte man sich auch vorstellen, dass die Durchsetzung von Wasserstoff als Antriebsquelle heftig sabotiert wird. China ist ja auch bekannt dafür, sich im Ausland heftig, teils illegal, einzumischen.

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raimer45 12.06.2019, 12:31
6. Problem steht schon vor der Lösung

Vor kurzem gab es erst einen Artikel über die Wasserstoff-Speicherung in LOHC.
Einer Flüssigkeit, die eigentlich als Kühlmittel entwickelt wurde.
Hiermit könnten alle logistischen und technischen Probleme des Wasserstoffes minimiert werden.
Wasserstoff wäre dann verwendbar wie z.B. Diesel heute.
Eine Entwicklung in diese Richtung wäre wesentlich sinnvoller und vorrausschauender als
die aktuelle Fokusierung auf reinen Batteriebetrieb.

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johnwayne87 12.06.2019, 12:57
7. Rückschlag

Der Erfinder der Dampflok wurde auch von seiner Erfindung umgebracht. Trotzdem hat sich die Technik etabliert.
Rückschläge sind kein Grund etwas direkt totzuschreiben, sondern nur ein Grund zu lernen

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GaliX622 12.06.2019, 13:11
8. Mangelndes Technik Verständnis

Zitat von felisconcolor
ich persönlich halte die Brennstoffzelle immer noch für die bessere Alternative.
Dieser Glaube an die Brennstoffzelle kommt in Deutschland stark von der Mangelnden und sehr einseitigen Berichterstattung in den Medien über Brennstoffzellen. 1.) Wasserstoff ist technisch sehr aufwendig zu Speichern/Lagern. 1.)Wasserstoffversprödung der Anlagen. 2.) Speicherung bei Drücken von bis 700 Bar oder gar Flüssigwasserstoff sind eine Katastrophe für den Wirkungsgrad. 2.5.) Der Preis. Um 1 kwh Elektrische Energie in der Brenstoffzelle nutzbar zu haben muss man vorher ~3-4 Kwh Strom (Herstellung, Speicherung, Brenstoffzellen Wirkungsgrad) rein Stecken.
Also die Frage warum dieser Aufwand, wenn man den Strom auch direkt in einen Akku laden kann ohne die ganzen Probleme des Wasserstoffes?

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flyingsquirrel 12.06.2019, 13:21
9.

"Wenn man sich vorstellt, was für China auf dem Spiel steht, wenn sich die nutzer- und umweltfreundlichere Technik durchsetzt, dann könnte man sich auch vorstellen, dass die Durchsetzung von Wasserstoff als Antriebsquelle heftig sabotiert wird. China ist ja auch bekannt dafür, sich im Ausland heftig, teils illegal, einzumischen."

So ein Unsinn. Das Wasserstoffauto ist in nahezu allen Punkten ineffizienter und teurer als das batterieelektrische Auto. Allein schon aus ökonomischen Gründen wird sich das batterieelektrische Fahrzeug durchsetzen, von technischen Details ganz zu schweigen. China braucht sich da überhaupt keine Sorgen zu machen. Die Zeit wird das regeln.

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