Forum: Auto
Norwegen: Wasserstofftankstelle explodiert - Toyota stoppt Auslieferung von Brennstof
NTB Scanpix/ Heiko Junge via REUTERS

In der Nähe von Oslo ist eine Wasserstofftankstelle explodiert. Daraufhin wurde die Versorgung mit dem Treibstoff in ganz Norwegen eingestellt, auch Autohersteller reagierten.

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det42 12.06.2019, 16:28
50.

Zitat von Liudin69
Wer hat sich denn hier so fahrlässig über die ach so ökologische Lithium-Gewinnung informiert?? Oder kommt dieser Kommentar etwa direkt aus der fragwürdigen Industrie?? Auf der ganzen Erde wird intakte Natur zerstört und wertvoller Lebensraum vernichtet, damit wir ein dämliches E-Auto fahren können. Erst recherchieren, dann schreiben. Das sollten übrigens auch die Grünen mal tun, die auch an der Realität vorbei ihre Öko.Prophezeihungen machen und eine Industrie pushen, die nur auf den ersten Blick eine gute zu sein scheint. Alte Autos so lange wie möglich zu fahren ist derzeit die beste Lösung für Natur und Umwelt. Der die Herstellung neuer Fahrzeuge und Akkus ist schlimmer als die alten Vehikel jemals sein könnten. Sorry, dass manche hier echt hinterherhinken und fadenscheinigen Argumenten zum Opfer fallen.
wenn Sie aufmerksam gelesen hätten, dann hätten Sie bemerkt, dass ich von einer zukünftigen Entsalzung aus Meeren gesprochen.... konkret über das energiearme CDI Verfahren, wobie Lithium gewonnen werden kann. Mit Windkraft und Solar ist das "relativ" ökologisch.
Natürlich ist Rohstoff-Abbau immer ressourcenfressend und natürlich brauchen wir andere Mobilitätskonzepte, die allgemein den Verkehr verringern. Aber es geht doch um eine größtmögliche Verbesserungen und das geht im Verkehr nur elektrisch... wir werden Autos nicht komplett abschaffen können, aber dann machen wir es doch bitte so schonend wie möglich. Mit E-Mobilen kann man erstmals in Kreisläufen denken, da geht nicht wie beim Öl alles unwiderbringlich verloren. Sämtliche Rohstoffe im E-Mobil lassen sich immer wieder neu nutzen. Ja, auch der Abbau läßt sich schonender gestalten... wenn man das politisch will.... noch besser ist es, durch Innovationen andere Materialen zu verwenden, die "relativ" unkritisch sind. Solch ein Potenzial bieten aus heutiger Sicht nur die Elektroautos... Öl ist dagegen der letzte Mist und Wasserstoff geht auch viel zu verschwenderisch mit den Ressourcen um.

was denken Sie eigentlich über Ihren Computer, Ihren Fernseher oder Ihrem Handy und den seltenen Erden darin ? ... nicht bedenklich ?... sollte man da nicht auch so umfangreiche Überlegungen anstellen wie beim E-Mobil ? ... passiert seltsamerweise nicht...

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fc-insider 12.06.2019, 16:30
51. Unseriöser Untertitel

Was soll dieses stilistische Mittel mit dem Untertitel "Toyota und Hyundai liefern keine Brennstoffzellenautos mehr aus"? Damit suggeriert der Spiegel doch indirekt, dass die beden Autohersteller sich von dem Thema verabschieden. Das ist mitnichten der Fall. Beiden wollen ihre Produktionskapazitäten im nächsten Jahr massiv erhöhen.

Was die Tankstelle angeht, muss man erst mal abwarten, was da überhaupt explodiert ist. Auf den Videos sieht man einen Brand auf der Tankstelle. Der schwarze Rauch lässt darauf schließen, dass es sich dabei um die carbon-ummantelten Tanks handelt. Diese haben eine Schmelzsicherung, die dafür sorgt, dass die Tanks im Falle eines Feuers drucklos gemacht werden. Es kann druchaus sein, dass diese "Explosion" einfach nur die schlagartige Entspannung der H2 über ein Sicherheitsventil waren. Der Grund für das Feuer kann nicht die Explosion des H2 sein, dann die ginge so schnell, dass die Tanks sich nicht entzünden würden. Also erst mal abwarten, bevor hier vorschnell die Technologie verdonnert wird. Denn wie andere Leser schon schrieben, haben auch die anderen Antriebsarten Gefahrenpotentiale in sich: 15.000 Benzinautos brennen jedes JAhr auf Deutschland Straßen, Erdgas- udn Benzintankstellen sind schon explodiert: deshalb fährt niemand weniger mit dem Auto.

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MatthiasPetersbach 12.06.2019, 16:31
52.

Wenn man endlich an der Tanke in 3 Minuten einen Wechselakku eingeschoben kriegt bzw. einen in der Garage hat, braucht man eher keinen Wasserstoff mehr.

Solange fahr ich eben meinen Diesel: Sparsam, umweltfreundlich, unkompliziert. Und dank uraltem Motor praktisch FEINstaubfrei. Die Hochverdichtung war ein fataler Irrweg. Und unnötig.

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fc-insider 12.06.2019, 16:35
53. @schulz.dennis

Otto Normalbürger, die keine Ahnung von Physik, oder Technik, oder Chemie haben, betanken auch ihre Autos mit hochbrennbarem Benzin (früher oft auch mit der Kippe in der Hand) oder tanken Erdgas. Die Ingenieure tragen dafür Sorge, dass solche "gefährliche" Operationen von jedem Deppen durchgeführt werden können. Früher gab es mal einen Lehrberuf des TAnkwarts, weil man das für so gefährlich hielt. Heute traut man das jedem zu, weil man das beherrscht. Und wer schon mal H2 betnakt hat, weiß, wie einfach das geht, und dabei viel sicherer als mit BEnzin, weil man den Kraftstoff nur mit verriegelter Zapfkupplung einströmen lassen kann, wohingegen man mit einer Benzinzapfpistole das Zeug auch in der Gegend rumspritzen lassen und dann anzünden kann

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tatsache2011 12.06.2019, 16:36
54. Seltene Erden nicht im E-Auto-Akku sondern in der Brennstoffzelle

Zitat von w.k.heisenberg
... 3. Bei Elektro ist auch nicht alles toll: Akku-Produktion (seltene Erden), Entsorgung von Alt-Akkus, Reichweite vs. Gewicht, ... Fazit: Es fehlt ein kreativer Gesamtantritt mit einem intelligenten Mix der verfügbaren Konzepte.
"Seltene Erden finden sich nahezu überall wieder –
außer in E-Auto-Akkus."
Allerdings die Seltene Erde "Lanthan wird beispielsweise zur Herstellung von ... Brennstoffzellen ...verwendet."

Zitate aus https://aiomag.de/seltene-erden-lithium-und-kobalt-was-machen-sie-im-auto-21884

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missourians 12.06.2019, 16:36
55.

Na und?
Einfach mal "brennende Tankstellen" bei YouTube suchen, dann findet man hunderte solcher Fälle mit Benzin. Alzu bekannt sind auch die Bilder, wo rauchende oder Telefonierende Personen beim Tanken plötzlich in Flammen stehen. Wurde deshalb das ganze Konzept in Frage gestellt?
Man muss nun schauen was passiert ist, und dann danach handeln. Solange nicht reihenweise sowas passiert, wegen Sicherheitsmängel,... sollte es weiter gehen, so wie bei brennenden Benzinern auch, die allgemein denoch sicher sind.

Auch Erdgasautos sind schon ZWEI exxplodiert. Parallel dazu duzende Benziner, aber die Erdgasfahrzeuge waren im fokus. Übrigens zwei in den letzten JAHREN!

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie gleich, bei solchen Vorfällen, zu sehen ist, wie die ganze Tehcnik sofort in frage gestellt wird.
Ginge es danach, würden wir heute noch in der Steinzeit leben.

Solange es nicht klar ist dass es ein systematischer, unbehebbarer Fehler ist oder war, sollte die Entwicklung einfach weiter gehen.

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bambata 12.06.2019, 16:46
56.

Zitat von felisconcolor
blöde Sache. ich persönlich halte die Brennstoffzelle immer noch für die bessere Alternative. Der Satz "für die es in Europa bereits Zehntausende Ladestationen gibt" (gemeint sind Ladestationen für Akkus) ist natürlich ziemlich beschönigend. Wäre doch mal nett die Anzahl der öffentlichen Ladestationen im europäischen Ländervergleich zu veröffentlichen. Ich will jetzt nicht unken aber Deutschland dürfte hier nicht führend sein.
Ihre Vermutung ist zutreffend. Zumindest was die Anzahl Lademöglichkeiten je Einwohner anbelangt (Stand 07/2017). Und in der EU-28 stehen inzwischen mehr Ladesäulen, als in den USA.

https://emobilitaet.online/news/ladeinfrastruktur/4209-ladeinfrastruktur-in-europa-norwegen-und-niederlande-haben-die-nase-vorn

https://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=elektromobilitaet-usa-zahl-der-ladestationen-steigt,did=1883246.html

Allerdings sehe ich die Early Adopter bei E-Mobilen ohnehin überwiegend bei Eigenheim-Besitzern mit Carport oder Garage. Niemand tut es sich freiwillig an, im Alltag ständig über die nächste Lademöglichkeit nachdenken zu müssen. Und die oftmals beschworene Lademöglichkeit am Arbeitsplatz scheitert in der Realität daran, dass die Arbeitgeber die Investitionen in Ladetechnik scheuen, sofern sie nicht selbst einen Elektrofuhrpark betreiben.

Selbst in den USA wird zunehmend Unmut über Wartezeiten an besetzten Ladesäulen laut, die auf eine hohe Konzentration der Teslas entlang der Küsten zurückzuführen ist.

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Stresspille 12.06.2019, 17:06
57.

Zitat von GaliX622
Dieser Glaube an die Brennstoffzelle kommt in Deutschland stark von der Mangelnden und sehr einseitigen Berichterstattung in den Medien über Brennstoffzellen. 1.) Wasserstoff ist technisch sehr aufwendig zu Speichern/Lagern. 1.)Wasserstoffversprödung der Anlagen. 2.) Speicherung bei Drücken von bis 700 Bar oder gar Flüssigwasserstoff sind eine Katastrophe für den Wirkungsgrad. 2.5.) Der Preis. Um 1 kwh Elektrische Energie in der Brenstoffzelle nutzbar zu haben muss man vorher ~3-4 Kwh Strom (Herstellung, Speicherung, Brenstoffzellen Wirkungsgrad) rein Stecken.
Die einseitige Berichterstattung findet sich doch gerade in diesem Artikel, denn all die Vorteile der Technologie bleiben unerwähnt.

Da explodiert eine Tankstelle in - Norwegen - , kein Mensch weiß, was da eigentlich passiert ist und trotzdem wird das zum Anlaß genommen, eine ganze Technologie zu diskreditieren. Das ganze könnte einer Satiresendung entsprungen sein.

Also hier ein paar Gründe pro Brennstoffzelle:

Die Technologie ist da und funktioniert weitgehend wartungsfrei.
Man muß keine großen Akkus herstellen.
Man muß keine schweren Akkus herumfahren.
Man spart Rohstoffe und die ganze Sauerei bei deren Förderung.
Man macht sich weniger Abhängig von diesen Rohstoffen.
Man hat schon jetzt eine viel bessere Reichweite (wie Benziner).
Man kann innerhalb von wenigen Minuten tanken.
Es ist ansonsten ein emissionsfreies Elektroauto mit kleinem Pufferakku.
Neue Technologien sind da und zukunftsweisend (flüssigspeicherung)
Bei den gegenwärtigen Stückzahlen kann man den aktuellen Preis nur bedingt als Argument anführen.
Bei Einsatz von Sonnenenergie sollte der Wirkungsgrad zweitrangig sein.

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Stresspille 12.06.2019, 17:18
58. Scheint doch noch einiges Unklar zu sein

Zitat von dr.eldontyrell
https://de.chargemap.com/about/stats Nein, nicht führend, aber auf einem sehr guten zweiten Platz. Und hier zum Thema Brennstoffzelle: https://www.sueddeutsche.de/auto/alternative-antriebe-die-brennstoffzelle-ist-ein-milliardengrab-fuer-autohersteller-1.3922234 Sie ist gut für Schiffe, LKW und Züge, aber selbst da werden Akkus kommen: https://www.businessinsider.de/1000-kilometer-reichweite-die-zukunft-des-e-autos-koennte-aus-dem-badischen-bruchsal-kommen-2019-4
Und was ist damit?

Auto:
https://www.youtube.com/watch?v=41LKbkQV_k4 (altes Video)
https://www.toyota.de/automobile/brennstoffzellenautos.json

Flugzeug:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/brennstoffzellen-flugzeug-hy4-absolviert-ersten-flug-a-1114551.html

Motorrad:
https://de.motor1.com/news/344160/honda-motorrad-wasserstoff-brennstoffzelle/
https://www.motor-talk.de/news/suzuki-praesentiert-den-burgman-fuel-cell-mit-brennstoffzelle-t2457299.html

Fahrrad:
https://www.focus.de/auto/news/wasserstoff-pedelec-alpha-100-kilometer-in-zwei-minuten_id_7866300.html

....

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det42 12.06.2019, 17:37
59. ... und Sie glauben ernsthaft, dass das für alle Zeiten so bleibt ?

Zitat von bambata
Und die oftmals beschworene Lademöglichkeit am Arbeitsplatz scheitert in der Realität daran, dass die Arbeitgeber die Investitionen in Ladetechnik scheuen, sofern sie nicht selbst einen Elektrofuhrpark betreiben.
jetzt, wo selbst die CDU kapiert hat, dass doch ein bißchen für Klimaschutz getan werden muss und Ladestationen ohne Ende zu fördern und zuzubauen sind. Jetzt, wo es langsam auch dem Handwerker und Unternehmer dämmert, dass elektrisches Fahren sehr viel betriebswirtschaftlicher ist, wenn die Reichweiten stimmen. Jetzt, wo die 0,5% Firmenregelung einen Push in die elektrische Leasing-Mobilität bringt.
Ich denke, immer mehr Unternehmen werden kapieren, dass auch sie ihren Anteil an der Energiewende leisten müssen... gar nicht mal aus ideologischen Gründen, dieser Energiebezug ist einfach viel billiger. Photovoltaik auf den Betriebsdächern und überdachten Firmenparkplätzen mit ein paar Wallboxen, bei größeren Unternehmen mit firmeneigenen Ladestationen und Zwischenspeichern, bidirektional Lastspitzen abfangend und den Ofen im Werk mit versorgend... das ist alles bares Geld, welches gespart werden kann.... und ggf. bei der CO2 Bepreisung hilft bzw. im Zertifikatehandel Vorteile bringt.

Tja... ich denke, da muss man schon reichlich naiv sein, wenn man da nicht an einer recht schnellen Änderung der Lade-Infrastrukur glaubt, insbesondere wenn die deutschen Hersteller nächstes Jahr endlich mit relativ günstigen E-Mobilen auf den Markt drängen. Wasserstoff ist dagegen ein Jahrzehnte Mammut-Projekt, wobei erst einmal ganz lange fossiles Erdgas zur H2 Gewinnung verwendet werden müsste.

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