Forum: Auto
Oberleitungs-Lkw: Aus der Luft gegriffen
Siemens AG

Strom soll den Lastwagen-Güterverkehr endlich sauberer machen. Dafür werden in den USA und Schweden erste Straßen elektrifiziert. Was auf der Schiene schon lange funktioniert, ist für die Brummi-Branche revolutionär.

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timtrue 15.06.2015, 20:35
120. Noch weniger Nutzlast...

...Was nützt dem Unternehmen eine Einsparung der Energiekosten, wenn im Gegenzug weitere 900kg Nutzlast verloren gehen...Insbesondere für den Großteil der Nahverkehrsdistributoren absolut unrentabel, da dann ein Großteil der Routen neu geladen werden muss, da die Menge nicht mehr ausgefahren werden kann...Aber nette Werbung für Siemens...!

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Robert_Rostock 15.06.2015, 20:58
121.

Zitat von jasper366
Und ob das absolute Gewicht eine Rolle spielt. Selbst wenn die Lok mehr schaffen würde, setzt die maximale Zughakenlast dem Gewicht Grenzen. Beträgt die Last im Flachland noch 4000 t, so sinkt sie bei 12 Promille Steigung bereits auf 2500 t, auf Gebirgsstrecken so wie in der Schweiz etc. sind es bei 26 Promille nur noch 1400 t. Die ICE Strecke Köln Frankfurt hat übrigens bis zu 40 Promille Steigung, daher gibt es da auch keinen Güterverkehr, von den zu engen Kurven ganz abgesehen... Aus diesem Grund (Steigung) sind in Montabaur auch zwei Gravita stationiert, da eine alleine nicht in der Lage wäre, einen liegen gebliebenen ICE in Doppeltraktion mit Passagieren zu bergen (Leergewicht je nach Modellreihe zwischen 402 und 435 t je Einheit). Zudem übernehmen die beiden einmal täglich den Gütertransport von Montabaur nach Limburg (volle Wagen Tonerde für Italien nach Limburg, leere zurück zum beladen). http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~dieselloks--92-80-~br-1-261-voith-gravita-10-bb/707963/zwei-voith-gravita-10-bb-die.html
Das mit den zu engen Kurven auf der ICE-Strecke Köln-Frankfurt müssen Sie mir mal erklären.

Ein ICE mit 300 Sachen kann Ihrer Meinung nach engere Kurven fahren als ein Güterzug? Wieso das?

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dliblegeips 15.06.2015, 20:59
122.

Zitat von jasper366
Und ob das absolute Gewicht eine Rolle spielt. Selbst wenn die Lok mehr schaffen würde, setzt die maximale Zughakenlast dem Gewicht Grenzen. Beträgt die Last im Flachland noch 4000 t, so sinkt sie bei 12 Promille Steigung bereits auf 2500 t, auf Gebirgsstrecken so wie in der Schweiz etc. sind es bei 26 Promille nur noch 1400 t. Die ICE Strecke Köln Frankfurt hat übrigens bis zu 40 Promille Steigung, daher gibt es da auch keinen Güterverkehr, von den zu engen Kurven ganz abgesehen... Aus diesem Grund (Steigung) sind in Montabaur auch zwei Gravita stationiert, da eine alleine nicht in der Lage wäre, einen liegen gebliebenen ICE in Doppeltraktion mit Passagieren zu bergen (Leergewicht je nach Modellreihe zwischen 402 und 435 t je Einheit). Zudem übernehmen die beiden einmal täglich den Gütertransport von Montabaur nach Limburg (volle Wagen Tonerde für Italien nach Limburg, leere zurück zum beladen). http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~dieselloks--92-80-~br-1-261-voith-gravita-10-bb/707963/zwei-voith-gravita-10-bb-die.html
Ich habe vom Verhältnis gesprochen. Bei einem von einer Lok gezogenen Zug ist der geringste Teil der Achsen angetrieben. Also 200t Lok "Re10/10" ziehen einen 1400t Zug Verhältnis 1/8. Selbst damit kommt man eine 2,6% Steigung hoch. LLängere Züge auf der Gotthardstrecke gehen nicht weil sonst die Kupplungen reissen würden mit SA3 Kupplungen könnte man schon heute schwerer Züge fahren lassen. Zwischenloks und Schiebeloks erfordern rangieren, wird aber manchmal bei schweren Zügen gemacht.Wenn man nun einen Triebzug baut mit angetriebenen Achsen so sind hat man dann ein Reibungsgewicht von 1000t bei einem Zug von 4000t. Dazu viel weniger Kräfte auf den Kupplungen.
Man sollte ganz schnell die alte Technik mit Loks vergessen und den Antrieb in die Wagen einbauen.
Beispiel wären die JR Freight Klasse M250 oder der CargoSprinter in Deutschland. Im Prinzip muss die selbe Entwicklung durchgemacht werden wie bei den Personenzüge ICE1 und 2 waren noch Lok gezogene Züge erst der ICE3 ist ein echter Triebzug mit verteiltem Antrieb. Der schafft dann auch weit steilerer Steigungen und kann besser beschleunigen. In Japan war der erste Shinkansen in den 60er Jahren schon ein Triebzug.

Zu den Oberleitungs LKW. Die LKWs in den Minen stammen auch von Siemens. Leistung 2200kW j agenau 2,2MW Spannungen der Oberleitung 750VDC oder 1500VDC. Das sind die ganz grossen Kipplader die in Minen und Steinbrüchen unterwegs sind. Spritersparniss 400 l Diesel die Stunde. Ist ein extremes Beispiel weil die Laster auch eine Höhendifferenz überwinden. Anderseits ist dort alles privat finanziert und rechnet sich anscheinend. Wobei diese Laster sowieso einen dieselelektrischen Antrieb haben.

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hedgehog66 15.06.2015, 21:01
123. Was sagt SIEMENS?

Interessant wäre es, wenn sich bspw. SIEMENS mal fachlich zum Thema und zu den hier geäußerten konzeptionellen Bedenken äußern würde! Denn offensichtlich wird ja hier (siehe Fotos) schon fleißig getestet!?

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tubolix 15.06.2015, 21:16
124. ja, auch !

Zitat von Real Nobody
Das Prinzip heißt "Güterzug" und funktioniert mit E-Loks. Der Vorschlag des Artikels ist insofern gut, als dass er deutlich macht, das man LKWs nicht wirklich braucht, auf keinen Fall auf langen Strecken.
Ihr kommentar macht deutlich, das Sie auf dem land leben und sich komplett aus eigener ernte versorgen - auch was das zeug zum rauchen betrifft.

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Bueckstueck 15.06.2015, 23:03
125. Blitzbirnen-Alarm!

Wieder ein Thema bei dem dutzende Foristen erstmal nur darauf hinweisen (was im Artikel eh schon steht..), dass es ja schon lange Busse mit Stromabnehmern gab.

Ja und? Hier geht es um Güterfernverkehr.

Und dann dutzende Foristen die diversen Variationen darüber lamentieren, woher der Strom den kommen soll.

Tipp: Aus den gleichen Kraftwerken wie der Strom an euren Steckdosen. Was soll die Debatte? Uns geht der Strom lange nicht so schnell aus wie das Öl für Diesel und Benzin.

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RobMcKenna 16.06.2015, 07:50
126.

Zitat von hedgehog66
(Theoretische!) Abhilfe brächte das Anheben der Oberleitungs-Spannung. Aber: Wer kann sich vorstellen, bspw. unter einer 15 kV-Leitung langzufahren?
Zur Erinnerung: Das macht die Bahn in Deutschland seit über 60 Jahren.

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bill_dauterive 16.06.2015, 09:33
127.

Zitat von RobMcKenna
Zur Erinnerung: Das macht die Bahn in Deutschland seit über 60 Jahren.
Ähm, nein; macht sie nicht. Der Fahrdraht einer schienengeführten Bahn ist etwas vollkommen anderes als der Doppelfahrdraht eines nicht schienengeführten Oberleitungsbusses.
Das ganze System ist absolut nicht miteinander zu vergleichen.
Mittelspannung ist absolut utopisch für diese Anwendung.
Alleine Trafo, Regler und Sicherheitseinrichtungen wären schwerer als eine komplette Diesel-Zugmaschine.
Ausserdem würde ich ganz bestimmt nicht in einem LKW fahren wollen, der eine "heiße" Mittelspannungsanlage an Bord hat.

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hedgehog66 16.06.2015, 09:35
128. Von Äpfeln und Birnen

Zitat von RobMcKenna
Zur Erinnerung: Das macht die Bahn in Deutschland seit über 60 Jahren.
Stimmt! DIE BAHN macht es! Aber eben NICHT(!!!) SIEMENS mit den LKW's! Fragen Sie (sich) doch bitte mal nach den Gründen!
Sie können doch nicht Äpfel (= die Bahn) mit Birnen (= LKW's) vergleichen!!!
Lesen Sie sich doch bitte mal #118 und #119 durch!

Wollen Sie allen Ernstes mit 15 kV auf einem LKW hantieren??? Das kann doch nicht Ihr ernst sein!?

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RobMcKenna 16.06.2015, 10:17
129.

Zitat von bill_dauterive
Ähm, nein; macht sie nicht. Der Fahrdraht einer schienengeführten Bahn ist etwas vollkommen anderes als der Doppelfahrdraht eines nicht schienengeführten Oberleitungsbusses. Das ganze System ist absolut nicht miteinander zu vergleichen. Mittelspannung ist absolut utopisch für diese Anwendung. Alleine Trafo, Regler und Sicherheitseinrichtungen wären schwerer als eine komplette Diesel-Zugmaschine. Ausserdem würde ich ganz bestimmt nicht in einem LKW fahren wollen, der eine "heiße" Mittelspannungsanlage an Bord hat.
Ad 1.: Ja, der Unterschied von einem zu zwei Fahrdrähten ist schon immens.

Ad 2.: Von welchem Trafo reden Sie? Leistungselektronik wurde bereits erfunden und lässt sich kompakt bauen. Den Leistungsteil des Umrichters steckt man am besten in Öl, damit ist die Isolierung sichergestellt und die Kühlung gleich mit. (SF6 ginge auch, aber das ist erstens Boese[tm] und kühlt zweitens längst nicht so gut.)

Ad 3.: Und warum wollen Sie nicht mit dem LKW mit "'heißer' Mittelspannungsanlage" fahren? Falls Sie irgendwie Angst vor Mittelspannung haben sollten: Tot sind Sie auch, wenn Sie die hier in die Runde geworfenen 600V direkt anpacken.

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