Forum: Auto
Oberleitungs-Lkw: Aus der Luft gegriffen
Siemens AG

Strom soll den Lastwagen-Güterverkehr endlich sauberer machen. Dafür werden in den USA und Schweden erste Straßen elektrifiziert. Was auf der Schiene schon lange funktioniert, ist für die Brummi-Branche revolutionär.

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varesino 16.06.2015, 11:22
130. Der selbstfahrende Güterwagen als Alternative

Auch wenn unsere Eisenbahninfrastruktur nicht so toll ist, sie ist besser als die Idee Straßen mit Oberleitungen zu versehen.

Seit Jahren wird mit selbstfahrenden Güterwagen experimentiert.
http://www.irt.rwth-aachen.de/uploads/media/Gueterbahnen_3-07_01.pdf

Die neueren Konzepte sind wohl sinnvoller als Oberleitungs-LKW.

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bill_dauterive 16.06.2015, 12:29
131.

Zitat von RobMcKenna
Ad 1.: Ja, der Unterschied von einem zu zwei Fahrdrähten ist schon immens
Ja. Der Unterschied zwischen einem Bahnfahrdraht der mit einem Bürstenbalken abgenommen wird und einem O-Bus-System das höhen- und seitengeführt werden muss ist immens. Immenser geht nicht.
Da können Sie auch sagen dass ein Ferrari und ein Tretroller das gleiche sind. Hat ja beides Räder.

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RobMcKenna 16.06.2015, 13:03
132.

Zitat von bill_dauterive
Ja. Der Unterschied zwischen einem Bahnfahrdraht der mit einem Bürstenbalken abgenommen wird und einem O-Bus-System das höhen- und seitengeführt werden muss ist immens. Immenser geht nicht.
Sie beschreiben gerade den Unterschied zwischen Stromabnahmersystem, aber nicht denjenigen von Ein- oder Zweidraht-Oberleitungen. Davon abgesehen scheint Siemens zwar tatsächlich mit Bügelstromabnehmern zu experimentieren, allerdings halte ich das - aktuell auf Basis "Bauchgefühl" - beim vorgesehenen Einsatzzweck für eine ungeschickte Lösung im Vergleich zu Stangenstromabnehmern mit Seitenführung.

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jasper366 16.06.2015, 17:14
133.

Zitat von Robert_Rostock
Das mit den zu engen Kurven auf der ICE-Strecke Köln-Frankfurt müssen Sie mir mal erklären. Ein ICE mit 300 Sachen kann Ihrer Meinung nach engere Kurven fahren als ein Güterzug? Wieso das?
Ganz einfach, weil er kürzer ist und evtl spielt da auch das Antriebskonzept mit eine Rolle, das weiß ich aber nicht.

Zitat von
Als erste deutsche Neubaustrecke wurde sie ausschließlich für den (Personen-)Hochgeschwindigkeitsverkehr vorgesehen, was großzügigere Trassierungsparameter (Längsneigungen bis zu 40 Promille und engere Kurven mit entsprechend stärkerer Überhöhung) erlaubt. In diesem Zusammenhang wurde erstmals die neuartige Feste Fahrbahn auf nahezu der gesamten Länge verbaut sowie die Strecke für den uneingeschränkten Einsatz von Wirbelstrombremsen ertüchtigt. Als weitere Besonderheit gilt die enge Verkehrswegebündelung mit der A 3. Einmalig ist weiterhin, dass die Strecke im regulären Betrieb ausschließlich von einem einzigen Fahrzeugtyp, dem ICE 3, befahren wird; Güterverkehr findet nicht statt.

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Hamberliner 18.06.2015, 09:24
134. Re: was ist daran revolutionaer ?

Zitat von klausbaerbel
In WEIMAR (exDDR) sind die Busse Jahrzehnte mit Oberleitung gefahren. Das erste, was nach der WENDE (zum Besseren) 1990 abgebaut wurde, waren diese Oberleitungen. Seitdem stinkts wieder.
Wieso wieder? Hat es vor der Wende in Weimar denn nicht während der Heizperiode nach Braunkohle-Brikett-Qualm gestunken wie flächendeckend im Rest der DDR?

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NauMax 20.06.2015, 18:00
135.

Zitat von schaukelpirat
Der Rollwiderstand auf Schienen beträgt nur etwa ein Siebtel des Rollwiderstandes auf der Straße, daher lassen sich per Zug wesentlich höhere Lasten mit derselben Leistung bewegen.
Trotzdem lohnen sich Güterzüge auch nur voll beladen. Und man muss die Ware immernoch zum Bahnhof bringen und am Zielort wieder abholen

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Gartenweg 11.08.2015, 13:19
136. Forschung ist gut

Es ist immer gut, wenn neue Systeme entwickelt und erforscht werden. Allerdings sehe ich es hier auch als sinnvoller an, endlich den Schienengüterverkehr zurück in die Fläche zu bringen. Die Politik ist hier gefordert, nicht nur in Sonntagsreden die notwendigen Rahmenbedingungen zu setzen. Die letzten 25 Jahre hat sie das Gegenteil getan. So hat die DB im Rahmen des Programmes "MORA C" Tausende von Güteranschlussstellen stillgelegt. Sicher keine Maßnahme, Güterverkehr aufs Gleis zu bringen. Aber der LKW ist halt zu flexibel und auch dank früher nicht vorhandener und offensichtlich immer noch niedriger Maut billiger. Der LKW kann immer noch die "Feinverteilung" in den letzten 50 km übernehmen. Zu verhindern wäre in Zukunft, dass von Estland bis Lissabon die Autobahnen voll sind mit Fern- LKW, dass kann nun wirklich ein Containerzug machen. Wenn man die A2 fährt, kann man das Werktags gut sehen, die rechte Spur besteht von Berlin bis Ruhrgebiet nur aus LKW.

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