Forum: Auto
Oberleitungs-Lkw: Aus der Luft gegriffen
Siemens AG

Strom soll den Lastwagen-Güterverkehr endlich sauberer machen. Dafür werden in den USA und Schweden erste Straßen elektrifiziert. Was auf der Schiene schon lange funktioniert, ist für die Brummi-Branche revolutionär.

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butterbrot67 15.06.2015, 11:30
40.

Zitat von sackhuepfen
Andernorts fahren Straßenbahnen auch teils mit mehreren Kilometern Abstand. Jedenfalls nicht mit 50 Metern und 90km/h. Schon mal auf einer Schiene gebremst? Und wenn dann ein LKW von tausenden auf der Schiene stehen bleibt, was dann? Stop and Go auf der Schiene, da wäre ich jetzt sehr gespannt. Baustellen mit Schienen? Usw., usw. usw. ...
Den Lärm haben Sie noch vergessen....

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plutinowski 15.06.2015, 11:32
41. Antworten

Zitat von mecker_messi
1) Was waren nochmal die Gründe, die O-Busse (auch in West-Deutschland) abzuschaffen? 2)Welchen Vorteil hätte es, wenn ein O-LKW auf einer Fahrt München/Hamburg (800 km) die zusätzlichen 900 kg Technik bestenfalls auf 200 km nutzen kann. 3) Welchen Marktanteil müssten solche Spezial-LKW haben, damit man überhaupt einen Effekt sieht?
zu 1: In den 50er und 60er Jahren waren Benzin und Diesel billig, und Umweltschutz war damals noch ein Fremdwort. Es war auch der Zeitgeist, man glaubte an die fossile Zukunft. Zudem wären der im Artikel beschriebene Wechsel zwischen Elektro- und Dieselbetrieb und das An-/ Abdocken an die Leitung damals vermutlich technisch schwieriger gewesen.
zu 2: Es steht nirgendwo, dass sämtliche Strecken elektrifiziert werden müssen. Ich vermute/ hoffe mal, man wird schon ein wenig hinschauen, wo es sinnvoll ist und wo nicht.
zu 3: Keine Ahnung, aber sowas kann man ausrechnen. Es wären auch keine "Spezial-LKW", sondern umgerüstete Serienfahrzeuge, steht so im Artikel.

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unverzerrt 15.06.2015, 11:32
42. Der Unfug kann nicht groß genug sein

"man rechne mit einer Verbrauchsreduktion auf den mit Oberleitungen ausgerüsteten Strecken um mehr als 60 Prozent."
Und man glaubt vermutlich auch an Wirkungsgrade von >100%.
Auf Langstrecke erreichen die LKW heute Wirkungsgrade von 40%; eine Reduktion von 60% ist also gar nicht möglich.
Es ist schon erstaunlich, was dem elektrischen Antrieb heute für Wunderleistungen angedichtet werden. Es darf bezeifelt werden, dass LKW mit Oberleitungen an die Effizienz von Diesel-LKW kämen. Es wird hier einfach immer übersehen, dass es nicht reicht, wenn der E-Motor 90% Wirkungsgrad hätte, weil in der Leistungsregelung und vor allem in der Stromübertragung mit der viel zu niedrigen Spannung weitere Verluste entstehen. Zuletzt muss auch der Strom erst erzeugt werden. Wie schlecht es mit dem Wirkungsgrad in der Praxis aussieht, erfährt man mit den Elektroautos. Mehr dazu bei mir auf unverzerrt.de

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dat_fretchen 15.06.2015, 11:38
43. Strom...

...aus Kohlekraftwerken, da die ganzen Atomkraftwerde ja abgeschaltet werden (müssen).
Ist natürlich sehr viel Umweltfreundlicher...

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olicrom 15.06.2015, 11:38
44. Artikel nur halb richtig. Und ganz und gar keine blöde Idee.

Zitat von arrogist
Also eine blödere Idee habe ich ja selten gehört: Soll dann die rechte Spur auf den Autobahnen mit Oberleitungen versehen werden? Dann fahren LKW also mit zwei Systemen rum, einem Diesel und dann noch mit einem Elektromotor. Und da, wo die Diesel-Abgase wirklich stören, in der Stadt, dort wird dann mit Diesel gefahren. Die Bahn fährt schon seit Jahren elektrisch, die Feinverteilung macht dann der LKW, und dafür dann derartige Investitionen??? Die Infrastruktur der BAhn wird aber eher weniger denn mehr. Wie wäre es denn, das Geld lieber in den Ausbau von Güterzugstrecken zu stecken? Oder z.B: Die Bahnstrecke Lindau-München mal durchgehend zu elektrifizieren? Das sind doch alles Nebelkerzen, die da geworfen werden - und gerade in den USA könnte das ziemlich marode Bahnwesen dringend Geld gebrauchen. Insgesamt eine Schnapsidee.
Die maximalen Ausbaumöglichkeiten der Bahn in Europa liegen deutlich unter dem erwartetem Wachstum des Güterverkehrs bis 2050. Was bedeutet: die Bahn wird das unter gar keinen Umständen alleine schaffen. Immer mehr Zeug wird auf der Straße landen. Es sei denn wir stellen den Konsum ein. Also macht man sich Gedanken, was man auf der Straße verbessern kann. Das Konzept, wenn man es sich genau betrachtet, hat mit den alten Oberleitungsbussen in irgendwelchen Nachkriegsstädten so gut wie nichts mehr gemein. AUsser der Tastache, das Strom im Spiel ist.
Die LKW (zumindest die in den USA) sind keine klassischen Hybridsystem, sondern bimodale Elektrofahrzeuge. Der Antrieb der LKW ist grundsätzlich elektrisch, sie ziehen ihren Strom aus den Oberleitungen oder aber aus einem dieselgetriebenen Generator. Wenn man das speichertechnisch geschickt organisiert, bleibt der Diesel in Schadstoff-Problemzonen ganz aus. Und wird eines Tages durch eine abgasfreien Energiebereitstellungs/Antriebseinheit ersetzt.
Und jetzt Prost. Von wegen Schnapsidee.

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detlef.drimmer 15.06.2015, 11:38
45.

Zitat von assiwichtel
Der Aldi in der Stadt hat in der Regel keinen Gleisanschluss! Hier war die Rede von Hybritfahrzeugen, die auf kurzen Strecken, meist innerorts mit Oberleitung fahren sollen. Einfach nochmal den Artikel lesen ;-)
Güter, sind mit der Bahn zu transportieren. Lokal (Radius 20 km) sind Elektro-LKWs oder O-LKWs für den Transport der Güter von/zur Bahn/Kunden einzusetzen.

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c.PAF 15.06.2015, 11:41
46.

Zitat von schaukelpirat
Der Rollwiderstand auf Schienen beträgt nur etwa ein Siebtel des Rollwiderstandes auf der Straße, daher lassen sich per Zug wesentlich höhere Lasten mit derselben Leistung bewegen.
Das mag richtig sein. Gilt aber nur für den Fall, daß Kapazitäten vorhanden sind. Daran scheitert es auch meist in Deutschland.

Ich habe übrigend bereits 2x versucht, einen 7,5t-LKW von München nach Hamburg zu "verschienen". Für einen Privatmann übrigens vollkommen aussichtslos.

Ansonsten finde ich die Oberleitungs-LKW gut. Sind schneller als die Bahn und können i.d.R. den direkteren Weg nehmen.

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hedgehog66 15.06.2015, 11:46
47. Desertec 2.0?

Aus meiner Sicht ist das Vorhaben technischer Unsinn.

(nur Beispielhaft:)

900 kg Mehrgewicht: In der Speditions-Branche zählt jedes Kilo! Zusatz-Gewicht geht zu Lasten des möglichen Transport-Gewichts!
Bei Dieselbetrieb muß dieses Mehrgewicht bewegt werden! Das führt zu Mehrverbrauch! Dies wiederum hat Einfluß auf die Gesamt-Kosten-Nutzen-Rechnung!

660 V-Netz: Bei 300 kW fliessen 450 A. Selbst, wenn die nicht dauernd entnommen werden, wieviele LKW's fahren innerhalb eines Einspeiseabschnittes? Entweder, ich habe entsprechend viele Einspeise-Abschnitte (was mir die Gesamt-Kosten in die Höhe treibt) oder ich muß die Abschnitte hinsichtlich ihrer Stromtragfähigkeit und Einspeisung entsprechend hoch genug auslegen (was auch die Kosten und die Verluste in der Fahrleitung nach oben treibt).
Andere theoretische Möglichkeit: Ich begrenze/koordiniere (zentral) die Anzahl der Abnehmer (sprich LKW's). Damit verliere ich den Logistik-Vorteil der LKW's.

Das sind nur zwei Argumente dagegen!
Ein Drittes wäe die Frage nach den Kosten der Infrastruktur. Hier gilt es nicht nur die einmalige (Errichtungs-)Kosten, sondern auch die Kosten für den laufenden Unterhalt (u.a. Reparaturen) zu hinterfragen!

Für mich ein zum Scheitern verurteiltes Vorhaben!

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Suk-ram 15.06.2015, 11:50
48. hatten...

Zitat von dliblegeips
Viele Schweizer Städte haben Trolleybusse es gibt sogar noch einige Überlandstrecken. Der elektrische Antrieb hat bei vielen Stops und starken Steigungen seine Vorteile. Zudem gelten die Trolleybusse in der Schweiz als Eisenbahnen. ...
Warum nochmal hat Basel die Dinger abgeschafft (um sie erstmal mit "Bio"gasbussen zu ersetzen, was dann auch nicht geklappt hat ;-)

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peter78 15.06.2015, 11:55
49. Woher kommen all die Sockenpuppen

Zitat von frummler
woher kommt die unmenge an strom?
die längst wiederlegte "Argumente" immer und immer wieder breittreten?
Jeder Taschenrechner genügt, um zu beweisen, dass genau KEINE UNMENGE Strom benötigt wird.

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