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Öffentlicher Nahverkehr: Hofreiter schlägt bundesweite Ein-Euro-Tickets für Busse und
DPA

Bus- und Bahnfahren soll im ganzen Land pro Tag nur noch einen Euro kosten. Dafür setzt sich Grünen-Chef Anton Hofreiter ein, um den Autoverkehr zu reduzieren. Dieser gehöre zu den "größten Klimakillern".

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gsma 14.10.2018, 13:05
130.

Zitat von nurEinGast
und wenn man die Kosten über die KFZ-Steuer und/oder Mineralölsteuer quersubventionieren würde, dann würden diese wenigstens mal sinnvoll und dem Zweck entsprechend verwendet. Denke aber nicht, dass dieser Vorschlag jemals umgesetzt wird. Da werden schon genug Lobbyisten dagegen blöken- und letztlich ist die Regierung ja nur eine Marionette dieser.
blöd nur, wenn 20% tatsächlich das Auto stehen lassen, wer subventioniert denn dann quer?

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ExigeCup260 14.10.2018, 13:05
131.

Zitat von lkrenzien
Erstens sind die Verkehrsverbünde unabhängig von der Bundesregierung und zweitens ist der Nahverkehr in vielen Städten jetzt schon überlastet. Und der weitere Ausbau scheitert jedesmal an zu wenig Geld und zuviel Protesten bzw klagen. Sogar von den Umweltschützern. Die Idee an sich ist zwar gut, aber dann bitte auch dazu sagen wie sich das umsetzen lässt. "Verhandlungen" können z.B. auch platzen.
"Erstens sind die Verkehrsverbünde unabhängig von der Bundesregierung und zweitens ist der Nahverkehr in vielen Städten jetzt schon überlastet. ...".............................................. .................................................. .................................................. .................................................. ................................ Wenn der öffentliche Nahverkehr privatwirtschaftlich nicht die Bedürfnisse der Bürger erfüllen kann, kann man den auch einfach verstaatlichen, geht aber nicht, wegen irgendwelcher Handelsabkommen, EU-Binnemarkt etc.. Es gab in einer deutschen Mittelstadt (ca. 250000 EInwohner) mal ein Ein-Euro Ticket für Fahrten innerhalb eines gewissen Radius zur Innenstadt. Da die Fahrgastzahlen dann stark angestiegen sind, wurde es wieder abgeschafft, da man sonst mehr Busse hätte anschaffen müssen... Wenn man das betriebswirtschaftlich betrachtet, sollte man den ÖPNV und den Eisenbahnverkehr am besten einstellen.

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olli0816 14.10.2018, 13:07
132. Das passiert schon heute

Zitat von vox veritas
Und das Beste: Das Ganze wird von Steuergeldern finanziert, die von Wirtschaftsbranchen und Arbeitnehmern erarbeitet werden, die auf ihre KFZ dringend angewiesen sind. (Achtung: Sarkasmus)
Irgendwo habe ich gelesen, dass der MVV in München pro Jahr mit 100 Millionen bezuschusst ist. Das ist auch OK so. Mit dem günstigeren Ticket profitieren vor allem einkommensschwache Gruppen und das Ziel ist ja, dass möglichst viele Arbeitnehmer und Wirtschaftsbranchen darauf umsteigen. Ganz so viele sind auf das Auto gar nicht angewiesen (sie reden es sich nur gerne ein, weil es bequemer ist) und wenn sie wohin ziehen, wo das der Fall ist, können sie ja weiterhin Auto fahren. Wird ja niemand gezwungen, mit den Öffentlichen zu fahren. Ganz ohne Sarkasmus.

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camshaftinhead 14.10.2018, 13:11
133. Tarifirrsinn beenden

wenn ich meine Eltern in Peine per Bahn besuchen will bezahle ich für die 40km 8,50 (einfache Fahrt) plus das Rad-Ticket 5,50. Wenn ich 2 Stationen vorher aussteige kann ich den GVH Hannover nutzen und bezahle (natürlich zu den legalen Zeiten) inkl. Fahrrad 4.40 für eine Fahrt. Die letzten 15km muss ich dann allerdings radeln. Natürlich will das Bahnunternehmen an den Radlern verdienen aber für diese Strecke 8,50 pro Person zu verlangen, das bezahle ich nichtmal an Spritkosten wenn ich das Auto nutze. Der Bahnverkehr muss billig und flexibel sein damit auch weniger gut betuchte Menschen den Nahverkehr nutzen können. Nichtmal als Rentner bekommt man die "Rentner-Karte" damit man den Nahverkehr billiger benutzen kann, man bekommt halt einfach zu viel Rente.

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det42 14.10.2018, 13:12
134. Typisch Grünen-Bashing

Zitat von helmut.alt
Tolle Vorschläge machen, die unkritische Verbraucher begeistern, aber nicht bezahlbar sind. Und wenn bezahlbar, dann vom Steuerzahler. Der fehlende Bezug zur Wirklichkeit ist das Hauptproblem der Grünen. Schade, dass bei den Wahlen so Viele auf diese Luftschlösser hereinfallen.
wieso ist das nicht bezahlbar ? ... das ist locker bezahlbar, wenn man nur die Prioritäten ändert. Nicht mehr hin zur Bevorzugung von Autos und Straßen mit allen negativen Begleiterscheinungen wie versiegeltem Flächenraubbau, Umweltbelastung und Instandhaltungskosten. Die kosten bei weitem mehr, als ein vernünftiges schnell getaktes ÖPNV, welches zum Wohle der Allgemeinheit beiträgt.
Alleine, wenn man die absurden Subventionen für fossile Treibstoffe (Diesel) auf den ÖPNV verlagern würde, wäre schon der Großteil an Finanzierung erledigt...
ich sehe da nicht das Problem in der Finanzierung, das Kernproblem ist wohl eher, dass da so einige ihre alten Gewohnheiten ablegen und sich umstellen müssten, wenn sie nicht mehr auf Kosten anderer mobil unterwegs sein wollen und sich an Umweltschäden- und erforderlicher Infrastruktur nach dem Verursacherprinzip beteiligen. Die Wahl für den PKW sollte selbstverständlich jedem selber überlassen werden, die realen Kosten soll dann aber auch bitte ein jeder selber übernehmen... und die Aufgabe des Staates ist es, nur den Weg zu begünstigen/subventionieren, der auch für die Allgemeinheit sinnvoll ist... und da gehört die Dieselsubvention ganz sicher nicht dazu.

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dirkcoe 14.10.2018, 13:15
135. Finde ich Super den Vorschlag

Ich kann nur für mich und meine Familie streichen - aber als Autofahrer blicke ich in vielen Dingen der Tarife des ÖPNV wirklich nicht durch. Würde es ein einfaches und günstiges Ticket geben - die Bereitschaft das zu Nutzen ist vorhanden.

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spon-facebook-10000012354 14.10.2018, 13:18
136. Kostendeckungsgrad der Betriebskosten des ÖPNV

Der Kostendeckungsgrad der Betriebskosten des ÖPNV lag in Deutschland 2007 bei durchschnittlich rund 60 %. Dazu tragen in erster Linie die Stammkunden mit Zeitkarten bei. Es gibt zahlreiche Politiker-Aussagen, die eine vollständige Kostendeckung im ÖPNV fordern. Hofreiter stellt also in der Tat ein neues Konzept vor.
Allerdings sind die Betriebskosten nur ein Teil des Problems: die Systemkosten des ÖPNV sind extrem hoch:
Globale Systemkosten für eine Straßenbahn auf Eigentrassen:
12–18 Millionen Euro pro Streckenkilometer
Globale Systemkosten für einen Großraumbus auf Eigentrassen:
5–10 Millionen Euro pro Streckenkilometer
https://de.wikipedia.org/wiki/Öffentlicher_Personennahverkehr#Globale_Systemkost en

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fx35 14.10.2018, 13:24
137. Seltsam...

Zitat von newdealsozialstaat
Tatsächlich mal ein guter Vorschlag! Aber man muß auch von der anderen Seite ran. Es gibt keine denkbare Legitimation dafür Sportwagen oder Luxuswagen zu fahren. Diese dienen nicht dem Zwecke des Transportes sondern dienen der Statusrepräsentation, und richten erhebliche Schäden an. Diese muß man verbieten, und wenn nicht verbieten dann massiv besteuern. Diese Steuern träfen dann auch garantiert die Richtigen, nämlich die, die zu viel Geld haben, und mit diesem nur noch umweltschädlichen Konsumunfug anstellen.
Irgendwie mutet die Diskussion doch etwas schräg an:
1. Herr H. sagt, "Autoverkehr gehört zu den größten Klimakillern" - Bitte Quelle/Studie/wissenschaftlichen Nachweis für diese Behauptung; bisher ist mir nicht bekannt, dass der Autoverkehr (vermutlich hauptsächlich der Individualverkehr gemeint), also nicht mal der ganze Verkehrssektor, einen solch großen Einfluss am "Klimakillen" haben soll. Gibt es dann auch kleine/nicht so große Klimakiller? Wie wird der Maßstab festgelegt: Statistisch oder gefühlte Wahrnehmung? Was heißt überhaupt Klimakiller? Kann man das Klima umbringen, ist es dann weg??
Naja, Hauptsache, man kann zwar ohne wirkliche wissenschaftliche Unterlegung, aber dafür medienwirksam was fordern, was andere bezahlen müssen...(wobei, populistisch kann das natürlich nicht sein, kommt ja von den Grünen...)
2. Steckt halt doch wieder nur a bisserl Sozialneid dahinter? Sportwagenfahren ist also total bäh! Sollen wir nun einen Gesinnungstest einführen, weshalb jemand diese oder jene Fahrt macht: Ist es noch Transport oder macht es schon Spaß...? Hauptsache, man kann wieder einmal über ein Verbot von irgendwas nachdenken...

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chewbakka 14.10.2018, 13:26
138.

Zitat von gluonball
Leider ist der Preis für viele nicht das Problem. Man sieht schön in Japan wie praktisch alle damit fahren. Warum also? Sauber, durchsichtiges Tarifsystem (man bezahlt pro km), keine Gewalt, Pünktlichkeit und Verlass. Und schon klappt es auch mit dem Nahverkehr. Obwohl er in Japan sicher nicht billig ist.
Jau - in Japan ist alles besser! Shinkansen fahren im 7 - 15 Minuten Takt, superpünktlich und zuverlässig. Stimmt. Für alle anderen Züge gilt das auch. Die meisten Japaner leben in großen Städten und erfreuen sich an einem perfekten Nahverkehr. Stimmt auch.
Und jetzt sehe ich unsere Grünen Ideologen Schnappatmung kriegen, wenn wir - wie in Japan - 3 parallele Eisenbahnnetze (mit dem entsprechenden Flächenbedarf) aufbauen - für ICE, andere Personenzüge und Güterzüge, die ICE's mit knapp 300 km/h durch die Wohngebiete fahren, und wir alle Menschen in eben diese Städte umsiedeln.
Ach und Japan ist auch zu 2/3 bewaldet - toll. Ist aber aus der Not heraus geboren - Japan ist überwiegend bergig und in den Bergen lässt sich nicht erdbebensicher bauen. Also wurde schon immer im flachen Küstenstreifen gesiedelt - es gibt nur wenig Besiedelung in einigen wenigen breiten Bergtälern.
Und bevor hier eigne besonders Schlaue widersprechen: nein, das habe ich mir nicht angelesen, sondern kenne es aus eigener Erfahrung von etlichen Japan Besuchen.

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Zapallar 14.10.2018, 13:26
139.

1€ ÖPNV, Zuwanderung, etc ... alles schöne Gedanken, aber absolute Plattitüden, wenn nicht gleichzeitig klar dargelegt wird, wie das alles finanziert werden soll! Bitte, liebe Politiker, erklärt mir, wie Ihr eure Ideen finanzieren möchtet und an welcher Stelle dann Geld fehlt.

Danke!

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