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Öffentlicher Nahverkehr: Hofreiter schlägt bundesweite Ein-Euro-Tickets für Busse und
DPA

Bus- und Bahnfahren soll im ganzen Land pro Tag nur noch einen Euro kosten. Dafür setzt sich Grünen-Chef Anton Hofreiter ein, um den Autoverkehr zu reduzieren. Dieser gehöre zu den "größten Klimakillern".

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rieberger_2 14.10.2018, 19:19
180. ...und die Kapazität?

Das nenne ich populistisch ! Damit kann man Punkten bei denjenigen, die nicht rechnen. Im übrigen gibt die Kapazität des ÖPNV das nicht her. Wenn nur jeder Zweite umsteigt, dann brechen die Systeme zusammen. In meiner Stadt, die über ein sehr großes Straßenbahnnetz verfügt, sind jetzt schon die Züge überfüllt zu den Stoßzeiten bei sehr kurzer Taktung.

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quentinson 14.10.2018, 19:29
181. Grüner Träumer!

Wie soll das gehen? Woher kommen Material und Kapazitäten? Das kostet 100 Milliarden _unserer_ hart verdienten Steuergelder. Irgendjemand muss das bezahlen, und das sind wieder genau die, für die die Linken einmal eingetreten sind, der kleine Mann/Frau. Wann kapiert der Tony das endlich? Die große grüne, die wahre Angstmacherpartei in Deutschland wird uns schon von ewiger Schuld befreien.

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quentinson 14.10.2018, 19:32
182. Das ist doch

Zitat von Askan
Grundsätzlich ein guter Ansatz. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann der ÖPNV in den Städten überhaupt noch zusätzliche Passagiere aufnehmen (z.B. Rush-hour in München oder Stuttgart) ? Wie wird der ÖPNV künftig finanziert, wenn die Einnahmen zurückgehen? Gibt es genug Park&Ride-Plätze für Pendler, die ab dem Stadtrand umsteigen wollen (was ich bewzeifle) Etcetc.
dem Tony völlig egal! Er kommt auch nicht aus seinem bayerischen Dorf ins nächste, weil: es gibt keine Schiene, keine Bahn, keinen Schaffner. Einfache, grüne Heilsversprechen. Ich kann nicht sehen, wie der sich vom Wahnsinn der Rechten unterscheidet.

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Aberlour A ' Bunadh 14.10.2018, 19:48
183. sieht aus wie eine typische grüne Milchmädchen-Rechnung?

Zitat von benevoglio
Wenn ein Forumsteilnehmer schreibt, daß er mit „ÖPNV“ 80-90 min länger unterwegs ist und Sie mit dem Argument „Faulheit und Bequemlichkeit“ kommen, ist das schon ein starkes Stück. Bundesweit dürfte es Millionen Pendler und Pendlerinnen geben, von denen sich viele auch noch um Haushalt und Kinder kümmern müssen. Diesen Leuten einfach zu sagen, „stellt Euch nicht so an, opfert gefälligst eine Stunde oder mehr pro Tag und tut was fürs Klima“ – das ist schon ein gerütteltes Maß an Dreistigkeit, Rücksichtslosigkeit und Gängelung, eben typisch für grüne Traumtänzer. PS. In vielen Städten ist der ÖPNV in den Stoßzeiten chronisch überlastet, in ländlichen Gebieten sind die Taktzeiten zu lang und die Anbindung oft genug schlecht. Das heißt, die öffentlichen Verkehrsmittel müßten stark ausgebaut werden, zumeist mit Fahrzeugen, die mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden. Dadurch dürfte der Klimavorteil dramatisch schrumpfen – und der ganze Plan sieht aus wie eine typische grüne Milchmädchen-Rechnung.
Wenn jemand schriebt, dass er mit dem Auto gerade mal 20 Minuten pendelt, sind das maximal 20 Kilometer. Wenn er dann schreibt, dass er für die nicht gerade lange Strecke anderthalb Stunden ÖPNV braucht, dann sollte er sich mal den Fahrplan genauer anschauen. Ich fahre auch jeden Tag zur Arbeit eine ähnliche Zeitspanne und brauche mit dem ÖPNV für diese Strecke maximal 45 Minuten (mit einmal Umsteigen von Regiotram - die in meinem Ort hält und durch die Stadt fährt - auf Bus, weil das Industriegebiet auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt liegt). Nochmal: es fahren tagsüber STÄNDIG Busse, Straßenbahnen und Regiotrams. Ich könnte sogar nach 5 Minuten Autofahrt an der Endstation einer Straßenbahnhaltestelle auf dem üppig ausgebauten - aber in der Regel verwaisten - Pendlerparkplatz parken und mit der Straßenbahn 4/5 der Strecke zur Arbeit direkt
zurücklegen. Warum mache ich das nicht öfter? Wegen der Bequemlichkeit natürlich und weil man mit dem Auto - wenn nicht gerade mal wieder Baustelle ist - ein paar Minuten schneller ist. Im neumodernen - selbst auferlegten - Zeitwettbewerb immer ein Argument. So ehrlich zu sich selbst sollte man schon sein und keine Märchenstunde veranstalten. Dieser Bequemlichkeitsfaktor ist einfach so stark, dass man schon mit einem (fast) kostenlosen ÖPNV kontern muss, um einem signifikanten Anteil des motorisierten Individualverkehrs den Umstieg auf den ÖPNV schmackhaft zu machen. Alles andere ist nämlich die eigentliche Traumtänzerei.

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rennflosse 14.10.2018, 19:58
184. Intelligenz im Nahverkehr

Dumm, dümmer, Hofreiter. Wer den Personennahverkehr in den Städten kennt, der weiß dass sie keinen Zustrom zusätzlicher Fahrgäste in nennenswertem Umfang vertragen.
Wenn man auf dem Lande lebt, wo der Bus nur jede Stunde kommt, dann ist da sicher noch Luft für ein paar Umsteiger.
Abgesehen davon, dass den Grünen der Rassismus der Rechten abgeht und sie statt dessen als Umarmer ausgesprochen extremistischer Kulturen gelten dürfen, sehe ich da keinen nennenswerten Intelligenz-Unterschied zur AfD.

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großwolke 14.10.2018, 22:02
185. Aber auch nur in den Städten

Zitat von manuel_werner
ist die Metropolregion Rhein-Neckar mit dem Kerngebiet bestehend aus den Städten Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen.
Ich wohne auch in diesem Paradies, aber leider in einem Schlafdorf, das, obwohl direkt an einer Regionalbahnstrecke gelegen, keinen Bahn-Halt hat. Zwischen den großen Städten ist dort tatsächlich alles gut getaktet oder organisiert, aber wer auch nur ein kleines bisschen abseits wohnt ist bereits gekniffen. Würde ich Schicht und/oder Wochenenden arbeiten, ich könnte mit dem ÖPNV gar nicht zur Arbeit kommen, und für die Luftlinie 9 km von der Haustür zum Job brauche ich mit dem Rad, inclusive anschließendem Duschen, weniger Zeit (ca. 45 min) als mit dem Bus (mindestens 1 h incl. Laufwege, wenn nix ausfällt und die Anschlüsse passen). An den wenigen Tagen, an denen ich mit einem Kollegen, der in derselben Straße wohnt, mit dem Auto mitfahr, dauert die Strecke unter 15 min. Man kann es drehen und wenden wie man will, der ÖPNV ist einfach unattraktiv, selbst da, wo er gut ist.

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EhemalsWestBerlinerFossil 14.10.2018, 22:05
186. Dann wäre kostenlos auf jedem Fall eine bessere...

...Alternative.

Man darf nicht übersehen, dass die Planung, Organisation und operative Durchführung eines Bezahlsystems sehr viel kostet, vom notwendigen Planungsstab, bis hin zu Kontrollorganen.

Sobald die Einnahmen durch Fahrgebühren diese Kosten nicht übersteigen, und dass dürften sie unter den genannten Voraussetzungen eher nicht, würde es sich lohnen das ganze Bezahlsystem einzusparen.

Das könnte dann auf eine Art GEZ für den ÖPNV hinauslaufen. Politisch dürfte es wohl sogar durchsetzbar sein, weil zunehmend immer mehr Wähler aus mindestens mittleren Städten kommen, die das eher befürworten würden, als die kaum betroffenen Landbewohner.

Mal sehen, worauf das alles hinausläuft.

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fblars 14.10.2018, 22:09
187. Was für ein Unsinn

Wo sollen denn die ganzen Züge, Schienen und Personal herkommen, damit das läuft? Einfach mal etwas raushauen, ohne an die Folgen zu denken. Es würden viel mehr Menschen den ÖPNV nutzen, wenn er denn attraktiver wäre, aber jahrzehntelang wurde das Schienennetz vernachlässigt, Personalabbau betrieben und die Bahn kaputtgespart. Ausgerechnet dieses Unternehmen soll jetzt mehrere Millionen Fahrgäste täglich mehr vertragen? Illusorisch und unverantwortlich.

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Aberlour A ' Bunadh 14.10.2018, 22:19
188. Zustrom zusätzlicher Fahrgäste in nennenswertem Umfang vertragen?

Zitat von rennflosse
Dumm, dümmer, Hofreiter. Wer den Personennahverkehr in den Städten kennt, der weiß dass sie keinen Zustrom zusätzlicher Fahrgäste in nennenswertem Umfang vertragen. Wenn man auf dem Lande lebt, wo der Bus nur jede Stunde kommt, dann ist da sicher noch Luft für ein paar Umsteiger. Abgesehen davon, dass den Grünen der Rassismus der Rechten abgeht und sie statt dessen als Umarmer ausgesprochen extremistischer Kulturen gelten dürfen, sehe ich da keinen nennenswerten Intelligenz-Unterschied zur AfD.
Es geht hier insbesondere um den ÖPNV, der bis ins stadtnahe Outback reicht. Und da herrscht in dem Teil Deutschlands, in dem ich lebe, gähnende Leere in Bus und Tram .
Hier spielen Kapazitätsprobleme überhaupt keine Rolle. Nach meiner Erfahrung im städtischen ÖPNV sind insbesondere die städtischen Straßenbahnen nur zu ganz bestimmten Zeiten am Tag wirklich gut ausgelastet. Und zwar mit Beginn und Ende der täglichen Schulzeiten. Das könnte man aber auch mit einem intelligenten Schulbusverkehr regeln.
Wer wirklich volle öffentliche Verkehrsmittel "erspüren" will, sollte mal nach New York ziehen und jeden Morgen von Queens nach Manhattan mit der U-Bahn an die Arbeit fahren. Da darf man wirklich keine Berührungsängste haben. Dagegen ist die Situation in Deutschland diesbezüglich völlig harmlos.

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EhemalsWestBerlinerFossil 14.10.2018, 22:27
189. Ich schätze, dass in 10 oder 15 Jahren...

Zitat von fblars
Wo sollen denn die ganzen Züge, Schienen und Personal herkommen, damit das läuft?
...sehr viele autonome Shuttlefahrzeuge in den Städten und im Umland unterwegs sein werden.

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