Forum: Auto
Öffentlicher Nahverkehr: Hofreiter schlägt bundesweite Ein-Euro-Tickets für Busse und
DPA

Bus- und Bahnfahren soll im ganzen Land pro Tag nur noch einen Euro kosten. Dafür setzt sich Grünen-Chef Anton Hofreiter ein, um den Autoverkehr zu reduzieren. Dieser gehöre zu den "größten Klimakillern".

Seite 2 von 28
AHF 14.10.2018, 10:08
10.

Damit hat Hofreiter Recht. Es muss langfristig das Ziel sein, dass nicht diejenigen zahlen, die den ÖPNV und überregionale Verbindungen nutzen, sondern die Autofahrer, die Busse und Bahnen nicht nutzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bauklotzstauner 14.10.2018, 10:11
11.

Nichts gegen billigen/kostenlosen ÖPNV. Tatsächlich sehe ich hier ein großes Potenzial zur Verkehrsvermeidung. Aber diese Überideologisierung ist einfach Unsinn und kontraproduktiv. Der Verkehr ist also "einer der größten Klimakiller im Lande"? Selbst das Umweltbundeamt gibt den Anteil am CO2-Ausstoß nur mit rund 20 Prozent an. Davor liegen noch Industrie und GEwerbe mit 22% und vor alem der Energiesektor mit 40%.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bdroege 14.10.2018, 10:13
12.

Wäre sinnvoll um den Verkehr in der Stadt zu reduzieren. Aktuell kostet die Fahrt (5km) in die Aachener Innenstadt & zurück mit den Bus 5,40€/Person. Parken kostet 1,30€/Stunde.

Immerhin hat die Stadt dank drohender Dieselfahrverbote erkannt das viele Geld & Mühe sparen wollen und daher mit den Auto fahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Makrönchen 14.10.2018, 10:15
13. Fair

Fair wäre ein Preismodell, wo man kilometergenau bezahlt und die Tarifzonen abgeschafft werden. Auch das kann man günstig anbieten, aber wer längere Strecken fährt, soll auch mehr bezahlen.

Bedeutet der Hofreiter-Vorschlag eigentlich, dass man dann für 1 Euro ein Ticket kauft und dann den ganzen Tag fahren kann? Wie weit? Das wäre für mich auch okay, zwecks Vereinfachung. Aber die Aussage, dass das im Jahr 365 Euro kostet lässt mich vermuten dass man dann quasi jeden Tag eins kaufen muss (bzw gleich ein Jahresticket).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haresu 14.10.2018, 10:16
14. Wie wäre es denn mit einer App ...

... , die die Abrechnung für alle Anbieter von Mobilität übernimmt? Ob Bahn, Taxi, kommunale Verkehrsbetriebe, Leihwagen oder sogar Fahrgemeinschaften und in Zukunft dann eben auch alle Mischformen. Auf diesem Weg könnte dann auch die umweltentlastende Mobilität direkt und sogar individuell bezuschusst werden. Die Anbieter könnten sich der Sogwirkung einer solchen zentralen Abrechnung nicht entziehen. Und wenn in ein paar Jahren dann automatisierte Car- to- go- Elektromobile nur genau die Strecke berechnen auf der man sie genutzt hat und sich sogar selbstständig wieder weg fahren, dann werden wohl die allermeisten auf eigene PKW verzichten. In dieser Art muss die Zukunft aussehen, offen ist eigentlich nur noch die Höhe der Subventionierung für bedtimmte Gruppen von Menschen und Verkehrsmitteln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cindy2009 14.10.2018, 10:18
15. Nicht generell gut

Warum soll ich mehr zahlen, wie ich jetzt für ein Ticket an der Kasse lassen muss? Bindet lieber den Regionalverkehr besser an und senkt da die Kosten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pirx64 14.10.2018, 10:21
16.

Zitat von ruku
selbst wenn der Bus nichts kostet nutzt es nichts, wenn außerhalb von Ballungsgebieten der Nahverkehr eine aussterbende Spezies ist.
Typisch deutsch. Erst mal alles in Abrede stellen und schlecht machen weil nicht auch die Fälle, an denen Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen bei 40 Grad und Schneefall ...
Lasst es doch erst mal machen, mit der (steigenden) Nachfrage wird auch der Nahverkehr nachfolgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gsma 14.10.2018, 10:21
17.

Zitat von phillyst
Mir fehlt nur die Fantasie, wie das im aktuellen Modell finanziert werden soll. Die Bahnen sind jetzt auf den relevanten Strecken schon überlastet, würden wesentlich mehr Fahrgäste antreten würde das noch schlimmer werden - d.h. wir bräuchten mehr Zugverbindungen. Und das alles von 1 Euro/Tag/Fahrgast? Halte ich für unmöglich, insofern bliebe nur eine verstaatlichung der Bahn, die dann als nicht wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen weitergeführt wird, womit das Geld dafür aus dem Steuersäckl kommen müsste, womit wir das Bahnfahren wieder auf anderem Wege bezahlen, weil das wahrscheinlich mit dem aktuellen Steueraufkommen nicht finanzierbar ist. 30 Euro/Monat mehr Steuern und dafür kostenlos mit der Staatsbahn fahren? Trifft natürlich diejenigen, die über geringes Einkommen verfügen schon, aber am Ende wäre es wohl eine Option - eine sehr umweltfreundliche. Aber ist die Politik und die Bevölkerung zu so einem radikalen Umdenken bereit?
die ein-Euro-Regelung ist nur für den Nahverkehr. Im Fernverkehr ist das nicht machbar. Nichtsdestotrotz: Wenn 10% Reisende mehr Bahn fahren (ich spreche von den Hauptlinien, nicht von Kleinkleckersdorf ach Großkatzenbach), kollabiert doch das ganze System. Das Auto wird in der Fläche bis zur Peripherie der Ballungszentren immer seine Daseinsberechtigung haben (ob das dann ein SUV mit 3,5to und 300PS sein muß, ist eine andere Frage.)
Wichtig wären dann auch noch kostengünstige Pendlerparkplätze. Wenn ich über 100€ zahlen muß, nur mit der Bahn weiterzufahren, die ja auch alles andere als preiswert ist (ich spreche von Zeitkarten auf einer Mainline), wird die Bahn immer verlieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
docker 14.10.2018, 10:22
18. Wohl höre ich die Worte...

...doch leider gibt es bei uns im Cuxland keinerlei flächendeckende öffentliche Verkehrsmittel. Die Realität ist :
Ein Schulbus morgens hin, ein weiterer Schulbus nachmittags zurück.
So sind die meisten Dörfer an größere Orte angeschlossen .
Sicher gibt es in den anderen Teilen der Republik ganz oft dieselben Probleme.
Da kann der Fahrschein auch gerne garnix kosten Herr Hofreiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hwdtrier 14.10.2018, 10:22
19. Die meisten Nahverkehre der

Städte werden über Strom und Gas derselben Stadtwerke quersubventioniert. Weniger Einnahmen aus den Tickets bedeutet höhere Strom- und Gaspreise.
Und die vielen gehbehinderten Senioren fahren ungern Bus. Lange Wege von und zu den Haltestellen und u. U. Einkäufe schleppen.
Dazu schlechte Busfahrer und rüpelhafte Fahrgäste. Nein Danke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 28