Forum: Auto
ÖPNV: Bus- und Bahnfahren wird wieder teurer
DPA

Der ÖPNV boomt - aber er wird auch teurer. Um bis zu zwei Prozent steigen die Preise für Fahrkarten in manchen Regionen an - andernorts wird es zum Teil aber auch günstiger.

Seite 1 von 5
poisonnuke 15.10.2017, 12:36
1. der ewige Kreislauf der Inflation und der Zinsen

jeder will immer mehr haben. Mehr Wachstum mehr Geld usw. Da die reale Gütermenge nie steigen _kann_ muss zwangsweise das Geld weniger wert werden und damit wird dann alles teurer. Nennt sich Inflation, getrieben von Zinsen.
Zwischendurch bleiben halt die ein oder anderen auf der Strecke. Dann nennen andere dann Kapitalismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
davi_ac 15.10.2017, 12:37
2. Auftraggeber

Hallo SPON. Der Artikel ist zwar ganz nett, verschweigt aber die Tatsache, dass die Ticketpreise nur ca. 25-35% der Gesamtkosten decken. Der Rest wird von den Auftraggebern (Städte, Kommunen, etc.) und über Landeszuweisungen gedeckt. Wer sich also darüber beschwert, dass die Preise steigen und auf der anderen Seite aber Linien gestrichen werden, sollte sich an die politisch Verantwortlichen wenden. Gleichbleibende bzw. steigende Kosten (auch Bus- und Bahnfahrer wollen ihre Familie ernähren können) und geringere Einnahmen weil die Kommunen sparen wollen, passen nicht so ganz zusammen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merrailno 15.10.2017, 12:37
3. Vrr

ein Selbstbedienungsladen für Funktionäre, einer aufgeblähten und viel zu hoch bezahlten inkompetenten Verwaltung und gieriger Stadtwerke. Andere Verbünde sind wohl ähnlich strukturiert.

Allen Verbünden zu eigen, Qualität wird massiv gesenkt, der Fahrplan ausgedünnt und trotz steigender Fahrgastzahlen werden die Preise erhöht. Nein, die Arbeitsentgelte der am unteren Ende der Leiter Beschäftigten bekommen davon relativ wenig ab. Das Geld versickert in konservativ Neoliberaler = feudaler Tradition beim Management und deren Zuträgern.
http://www.vrr.de/de/vrr/gremien/index.html
http://zvis.vrr.de/bi/kp0040.asp?__kgrnr=1

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sk2212 15.10.2017, 12:43
4. Nunja

Eventuell sollte man bedenken, dass die Ticketeinnahmen wirklich nur Personalkosten und Wartung decken.
Denken die Leute wirklich, dass eine neue Straßenbahn gekauft werden kann, nur weil die Ticketpreise steigen?
Für den Steuerzahler ist es wohl von Vorteil, wenn er wenigstens 4 mal im Monat ÖPNV nutzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
baghira1 15.10.2017, 12:54
5. Höhere Subvention des ÖPNV notwendig

Wie kommt es, das in Wien der Öpnv 365? für ein Jahr kostet? Es wird deutlich höher subventioniert,anstatt den Automobilismus durch zu geringe Steuern darauf zu subventionieren.Obwohl die Nutzung des Öpnv allen hilft. Die Stadt hat mehr Platz,,weniger Lärm durch weniger Autos,die ÖPNV Nutzer sind gesünder,da die wenigsten Haltestellen vor der Haustür sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vanth 15.10.2017, 12:59
6. Luftreinhaltebeitrag

Ähnlich dem Rundfunkbeitrag sollten die Städte/Länder von Autofahrern und Grundsteuerpflichtigen einen Luftreinhaltebeitrag verlangen. Dann sollte man Bus und Bahnen ticketfrei benutzen dürfen.
Hier wäre im Gegensatz zum Rundfunkbeitrag die Argumentation mal richtig: Auch Leute, die nicht Bus/Bahn benutzen haben einen ausgleichswürdigen Vorteil: Leerere Straßen und sauberere Luft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 15.10.2017, 13:01
7.

Man könnte natürlich auch versuchen, das Ergebnis zu verbessern, indem man das Angebot attraktiver gestaltet.
In Wien zahlt man einen Euro pro Tag für die Netzkarte, also 365 Euro im Jahr. München: 588 bis 702 Euro. Dafür bekommt man:
5 U-Bahn-, 29 Tram- und 109 Buslinien in Wien; 8 bzw. 13 bzw. 69 in München (plus die jeweiligen Regional- und S-Bahnen);
738 U-Bahn-Wagen, 500 Trams und 500 Busse im täglichen Einsatz versus 508, 100 bzw. 275 Fahrzeuge in München;
tagsüber 3-Minuten-Takt bei der U-Bahn (München: 10 Minuten); Tram 4-6 (10)
Nachtbusse im 30 Minuten-Takt (Stundentakt) und am Wochenende 15-Minuten-Takt (30-Minuten bis 2 Uhr).
Ergebnis: 39 % ÖPNV-Anteil in Wien, 23% in München; in absoluten Zahlen: 931 Mio. Fahrgäste bei 1,8 Mio. Einwohnern versus 564 Mio. Fahrgäste bei 1,4 Mio. Einwohnern.
Wien: 35% mehr Fahrgäste in den letzten 20 Jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Braveheart Jr. 15.10.2017, 13:02
8. Unvergessen der Werbespruch ...

... der Rheinbahn Düsseldorf "700.000 fahren mit uns - jeden Tag!" Aber nicht, weil die Rheinbahn sooo supergut ist, sondern weil sie keine andere Wahl haben und gezwungen sind, die Rheinbahn zu nutzen. Und dann doch wieder im Regen stehen, weil die gewerkschaftlich bestens organisierte Rheinbahn mal wieder streikt. Was, natürlich, aus Sicht des Rheinbahn, "höhere Gewalt" ist und deswegen die Rheinbahn berechtigt, trotz Nichtbeförderung das Rheinbahn-Abo in voller Höhe einzuziehen! Was dann wieder dazu führt, daß der Streik ohne Folgen für das bestreikte Unternehmen (Rheinbahn) bleibt, weil die Kohle ja schon im Säckel ist. Nur der doofe Fahrgast ist doppelt und dreifach gearscht ...!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 15.10.2017, 13:12
9.

Zitat von poisonnuke
jeder will immer mehr haben. Mehr Wachstum mehr Geld usw. Da die reale Gütermenge nie steigen _kann_ muss zwangsweise das Geld weniger wert werden und damit wird dann alles teurer. Nennt sich Inflation, getrieben von Zinsen. Zwischendurch bleiben halt die ein oder anderen auf der Strecke. Dann nennen andere dann Kapitalismus.
Wie kommen Sie darauf, dass die reale Gütermenge nie steigen kann? Wir haben doch heute auch eine größere als im Mittelalter. Durch den technologischen Fortschritt wird es immer einfach real mehr zu produzieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5