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Pedalritter: Erleuchtung auf zwei Rädern gesucht

Abgerissene Kabel, durchgebrannte Glühlampen, rutschende Dynamos: Die Beleuchtung von Fahrrädern ist ein ständiges Ärgernis. Schuld daran sind nicht nur marode Technik und antiquierte gesetzliche Vorschriften, sondern auch die Radfahrer selbst.

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m-pesch 03.03.2010, 09:13
20. ...

Zitat von exilostfriese
Sporträder sind aber doch auch MTBs und nicht nur Rennräder. Man kann es kaum fassen, dass diese Regelung immer noch so in Kraft ist. Die ist so veraltet und verhindert neue bessere Technik. Besonders schlimm ist es für trainierende Sportler im Winter. Eine wirklich brauchbare Beleuchtung ist verboten, weil das ganze stark begrenzt ist. Jedes doofe Xenon-Licht blendet Radfahrer extrem, weil das eigene Licht so dermaßen schwach ist (nicht stärker sein darf). Der Wechsel von Funzel ins fast taghelle Licht macht einen kurze Zeit blind. Aber erst einmal kümmert man sich um das Auto, danach kommt das Auto, danach das Auto, danach vielleicht die LKWs und die Bahn und gaaaaaaaaaaanz weit hinten kommt das Fahrrad.
Vielleicht sollte Audi da mal in die hand nehmen.
Die kriegen sogar die dämlichste LED Weihnachtsbaumbeleichtung durch den Tüv.
Wenn ich mir so was in Jungen Jahren ans Auto gepappt hätte wäre ich vermutlich in der Klapsmühle gelandet.
Besonders weit gekommen wäre ich damit jedenfalls nicht bis man mir die Karre stillgelegt hätte. :-D

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rofeli 03.03.2010, 09:14
21. Die Fahrradfahrer sind selber schuld!

Ich wohne auch in einer Studentenstadt, in der die meisten nur auf alten Mühlen fahren -Licht haben die eh nicht dran- und dann auch noch fahren wie die Sau (tschuldigung). Handzeichen? was ist das?! gibts ne Regelung für die Benutzung der Straßenseite? Ne, oder?! Vorfahrt? Klar, ich als Radfahrer habe immer Vorfahrt! Fußgängerzone? Natürlich auch für Radfahrer zu durchfahren! usw.

als ich angefangen habe, viel Rad zu fahren, habe ich mir ein neues Rad mit Nabendynamo gekauft und zusätzliche Reflektoren drangeschraubt. Im Dunkeln fahre ich auch nur mit einem Reflektorgurt um den Oberkörper (ähnlich wie ne Warnweste) und Licht. Schließlich will ich ja gesehen und nicht überfahren werden! Aber was krieg ich fast ausschließlich von meinen Kommilitonen zu hören? "*hihi* jetzt kommt die schon wieder mit ihrem Hundegeschirr an..."
Ja, da kann man dann auch nicht helfen.

Vor zwei Jahren wurde ein Student auf dem Rad tot gefahren (Dunkel, kein Licht, falsche Straßenseite). Man war da das Geschrei groß. die bösen Autofahrer! Die nehmen keine Rücksicht! Ich möchte nicht in der Haut des armen Autofahrers stecken, der den Radler übersehen hatte (wie hätte er ihn sehen sollen?!) und laut Gesetz Mitschuld trägt.

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m-pesch 03.03.2010, 09:18
22. ..

Zitat von Radtourist
Vorderräder mit Nabendynamo kosten komplett bei 65-80 Euro, mit dem Shimano-Nexus NH-30 Dynamo. Der ist solide, hat einen Schnellspannverschluß und bremst nicht zu sehr. Ein Scheinwerfer von 40 Lux wie der Lumotec Fly 174 QNDI kostet 50 Euro, ein vernünftiges batteriefreies Rücklicht nochmal knapp 20 Euro. Dieses Geld sollte schon in ein Fahrrad investiert werden. Ich fahre eine ähnliche Ausstattung auch tagsüber mit Dauerlicht - und ich sehe, daß ich wirklich im Straßenverkehr gesehen werde. Diese gut 130 Euro sollten in die Sicherheit investiert werden. Diebstahl ist ein Thema - das ist teils organisierte Kriminalität und die funktioniert nur, weil in Deutschland ermitteln im Mafia-Umfeld faktisch verboten ist. Es gibt ja auch gar kein Personal bei den Polizeidienststellen dafür - und unsere Politiker verdienen prächtig mit den Mafiaorganisationen. Trotzdem gilt: Fahrrad in der Stadt darf nicht gut aussehen und man sollte es immer fest an irgendetwas anbinden. Gegenden, in denen systematisch gestohlen wird, wie zB Hamburg-Winterhude, muß man meiden bzw das Rad dort in Nebenstraßen aufstellen, wo es für die Kleintransporter schwierig ist, anzuhalten. Aber auch ein schädderiges Stadtrad kann und muß gut beleuchtet sein - ich habe keine Knautschzone!
Für 130 € kaufen sich die Meisten ein ganzes Rad.
Und das leuchtet ja zumindest kurzzeitig. :-)

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Surly 03.03.2010, 09:25
23. immer hell

zugelassenes zuverlässiges helles LED-Licht gibt es z.B. von einer Firma in Meinerzhagen, die sind wirklich hell, dann noch einen Nabendynamo aus Tübingen und schön fährt man sorglos durch die Nacht, u.a. auch im Winter bei Eis und Salz. Nabendynamos finden auch immer mehr Freunde im 24h Rennen, der angebliche Kraftverlust ist marginal. Oder für den Nightride ein vernünftig gleißend helles LED Licht, dank PowerLED und Li-Ion-Akku. Es gibt genug Auswahl und genug schicke Teile, zugelassen wie nicht zugelassen, aber immer hell ...

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m-pesch 03.03.2010, 09:25
24. ...

Zitat von bart_ef
Akkus haben zu wenig Kapazität für eine mehrtägige Tour oder wenn man das tägliche Aufladen vergisst.
Harauf hab ich ja gewartet das hier einer mit so einem Blödsinn ankommt.
Sie fahren also Tag und Nacht durch das Ihnen die Akkus ausgehen?
Meine Cateie Scheinwerfer halten mit einem Batteriesatz 25 Stunden also im Schnitt 4 Wochen im Winter und ansonsten den ganzen Sommer durch.
Wenn sie sich auf Nachtausflüge spezialisiert haben sollten sie vielleicht mal etwas mehr Geld in eine vernübftige Anlage investieren oder ganz einfach an Ihrer Schussligkeit arbeiten und jeden Tag aufladen. Mit dem Handy klappt das ja vermutlich auch.

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shechinah 03.03.2010, 09:33
25. Weicheier

Nebendynamo, Doppelverkabelung, Hochleistungs-LED Beleuchtung usw.

OHMYGAWD! Wir werden alle sterben.

Wenn ich das gejammere schon höre. In meiner Jugend gabs lausige Seitenläufer Dynamos und tranige Glühbirnen Funzeln. Na und? Wir habens überlebt. Und die Generationen vor mir seit der Abschaffung der Karbitleuchten auch.

Warum wird heute immer so getan, als ob die wir alle sofort sterben würden wenn nicht eine seit über 80 Jahren benutzte Technik sofort gesetzlich verboten und - per Gesetz natürlich - durch das neueste Gimmick ersetzt wird?

Und kommt mir nicht mit so was wie höherem Verkehrsaufkommen. Ich hatte damals auch permanent 2 Autos vor, hinter und neben mir und wir sind gefahren wie die Henker.

Wie konnten wir alle nur ohne beleuchteten Fahrradhelm und Sicherheitsweste überleben?

Ganz einfach, weil wir keine Weicheier waren. Wir waren mindesten zehn mal härter im Nehmen. Natürlich hat es uns runter gehauen, natürlich waren wir ständig verletzt aber es hat uns nicht weiter interessiert - das gehörte dazu.

Buuuhuuu! Die böse Welt da draußen ist ja sooo unsicher und wir müssen sofort ein Gesetz dagegen m machen, das die Leute zu ihrer eigenen Sicherheit zwingt.

Bah!

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peterausfrankfurt 03.03.2010, 09:37
26. Licht am Rad - nicht in Krankfurt am Main ...

[QUOTE=sysop;5124576]Abgerissene Kabel, durchgebrannte Glühlampen, rutschende Dynamos: Die Beleuchtung von Fahrrädern ist ein ständiges Ärgernis. Schuld daran sind nicht nur marode Technik und antiquierte gesetzliche Vorschriften, sondern auch die Radfahrer selbst.

'Die Radfahrer selbst' haben überwiegend KEIN Licht am Rad, jedenfalls habe ich vor einigen Tagen seit langer Zeit mal wieder ein Rad mit Licht gesehen! ALLE neuen modernen Räder, die ich auf den Strassen sehe, haben KEINE KLINGEL, sodass man auf Fusswegen im Taunus genauso erschrickt wie mitten in der City, wo Radfahrer Slalom um Fussgänger herum fahren.

Ganz moderne haben garantiert keine Bremse, auch keinen Rücktritt und keine Schaltung oder Freilauf, die Stadt ist voll von solchen Trotteln, und seit Grüne mitregieren im Rathaus, dürfen 'Radfahrer überall fahren, tun sie sowieso, nur ist es nun durch Tafeln an Einbahnstrassen offiziell erlaubt ...

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Mulhouse 03.03.2010, 09:38
27. No Country for Old bikes

Doppeladrige Kabel mögen vielleicht Kontakt-Probleme vermeiden, mit ihnen steigen aber andere Probleme an wie z.B. die Anzahl der Kurzschlüsse aufgrund von beschädigten Kabeln. Dann gehen aber vorne und hinten die Lichter aus.
Wäre nicht eine TÜV Prüfung für Fahrräder sinnvoll? Statistisch fahren wahrscheinlich mehr lebensgefährliche Fahrräder durch die Gegend als verkehrssichere.
Auch über eine Haftpflicht-Versicherung wie in der Schweiz sollte man mal nachdenken. Sie kostet dort nur ganz kleines Geld, ich glaube um die 3 Euro pro Jahr.

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rofeli 03.03.2010, 09:38
28. Sowas wie die Mängelkarte gibts

Zitat von jobie09
Gegen die hartnäckigen Verweigerer jeglicher Erleuchtung hilft wahrscheinlich nur eine Bestrafung. Warum keine Mängelkarte mit Verpflichtung zur Vorführung ? Und natürlich das klassische Knöllchen, ggf. zur Verrechnung bei Anschaffung eines LED Lichts mir Nabendynamo.
Ein Kollege hat mir neulich erst erzählt, dass er bei einer Fahrradkontrolle der Polizei (findet bei uns 2,3 Mal im Jahr unter Vorankündigung(!) statt) angehalten wurde und irgendwas an seiner Beleuchtungsanlage wurde bemängelt. Er musste dann mit dem Zettel zur Polizei und vorweisen, dass es repariert wurde. Was war die Reaktion der Polizisten? Gelächter und "wenn Sie das nächste mal von den Polizeischülern aus Nürnberg angehalten werden und die geben Ihnen so nen Zettel, schmeißen Sie den einfach weg!"
Aha.

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marks & spencer 03.03.2010, 09:39
29. sunglasses at night

Ich muss zugeben, dass ich zurzeit auch ohne Licht unterwegs bin. Das liegt daran, dass die Fahrradhersteller einem nur noch Schrott verkaufen. Da fährt man ein Jahr, dann fällt einem auf, dass das Licht nicht mehr funktioniert, obwohl der Dynamo schnurrt wie eine Katze. Guckt man sich die Beleuchtungseinhait genauer an, steht da "Made in Taiwan". Noch Fragen?

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