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Pilotprojekt gescheitert: Hamburg schafft Wasserstoffbusse wieder ab
HOCHBAHN

Die Hamburger Hochbahn hat den Testbetrieb mit Wasserstoffbussen beendet. Die Technik sei noch nicht so weit, und Hersteller Daimler konnte zuletzt nicht liefern. Doch es gibt schon Alternativen.

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Aberlour A ' Bunadh 13.02.2019, 19:03
150. Ausgesprochen bedauerlich?

Zitat von passagier
Ausgesprochen bedauerlich, wo doch die Wasserstofftechnik viel größere Reichweiten ermöglicht und das Tanken viel schneller von statten geht als das Aufladen von Batterien an Ladestationen. Sollten womöglich die Stromversorger die Brennstoffzellen-Technik behindern, um selbst das Geschäft mit den Ladestationen zu machen?
Die Wasserstofftechnik ist schlichtweg zu teuer. Der Transrapid unter den mobilen Antrieben. Warum? Der Einsatz des Wasserstoffs im Endmobil ist noch nicht mal das Problem. ES IST DIE HERSTELLUNG DES WASSERSTOFFS selbst, die unter thermodynamischen Gesichtspunkten der helle Wahnsinn ist. Meist wird Wasserstoff aus Erdgas gewonnen, wobei in speziellen Verfahren bei sehr hohen Temperaturen und unter hohen Druck Wasserstoff erzeugt wird. Dabei muss so viel Energie eingesetzt werden, dass bei der Herstellung des Wasserstoffs schon mehr CO2 entstehst, als bei der Verbrennung im Endmobil jemals eingespart werden könnte.

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Skakesbier 13.02.2019, 19:09
151. Wow!

a) 'Demnach habe Mercedes die Brennstoffzellen-Busse nicht serienmäßig bauen können'. Was sagt Mercedes?
b) 'außerdem sei die Lagerung des explosiven Wasserstoffs in Wohngebieten ein Problem'. Wer/Was zwingt die Hamburger Verkehrsbetriebe zu dieser riskanten Lagerung? Wie wär's statt dessen mit Blankenese?

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saddi 13.02.2019, 19:14
152. Padersprinter

Zitat von karl-felix
ich bescheuert , ein E-Bus ob mit Oberleitung oder Akku braucht gar keine Abgasanlage. Aber Paderborn? Hinter Bielefeld? Das gibts doch gar nicht. Das ist ne Verschwörung, E-BUsse mit in Paderborn erfundener Abgasanlage.
Immerhin kennen sie sich einigermaßen mit Erdkunde aus. Hinter Bielefeld ist ja Ansichtssache. Kommen sie aus Harvard oder woher kommt ihre Überheblichkeit?
Erkundigen sich aber erstmal über den Padersprinter, z.B. in dem wiwo-Artikel vom 1.3.2018 "Warum Paderborn Vorbild für Deutschland ist" Danach können sie sich ja wieder melden.

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wolfgang bruchhagen 13.02.2019, 19:24
153. Trolleybusse

Ich halte Fahrzeuge mit Batterieantrieb grundsätzlich für die falsche Lösung und stark umweltbelastend. Der Wasserstofftechnologie gehört grundsätzlich die Zukunft und so ist die Entscheidung der Hamburger Hochbahn nur zu bedauern.
In meiner ehemaligen Heimatstadt Wuppertal fuhren bis spät in die 1960er Jahre Oberleitungsbusse. Ich glaube zwischen Solingen und Wuppertal fahren immer noch moderne O-Busse der Solinger Verkehrsbetriebe, die tagtäglich ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen.
Das wäre eine wirklich gute Alternative zur giftigen Produktion von Akkus mit seltenen Erden. Aber alle wollen auf diesen unsinnigen Hype mit Akkufahrzeugen aufspringen

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burlei 13.02.2019, 19:26
154. @helmut.alt, 119

Zitat von helmut.alt
Auch im Jahr 2019 gelten noch die alten Gesetze der Physik und Chemie und die begrenzen die Anwendbarkeit der Elektromobilität nach wie vor: Der Hauptnachteil besteht in der Abhängigkeit der Elektrofahrzeuge von einer Stromquelle, die nicht überall verfügbar ist und im Katastrophenfall ganz ausfallen kann. Die geringe Leistungskapazität der Akkus bei tiefen Temperaturen, die langen Ladezeiten, die enormen Akku-Kosten und die begrenzte Lebensdauer eines Akkus. Bleibt ein solches Fahrzeug wegen einem leerem Akku liegen, dann kann es nur abgeschleppt, aber nicht mehr in Gang gesetzt werden. An Überlandverkehr ist mit solchen Fahrzeugen nicht zu denken.
Da haben Sie natürlich Recht. Grade hier auf dem Land (östliches Ruhrgebiet) bedauern wir ja das völlige Fehlen elektrischer Energie. Abends immer die Gaslaternen und Öllampen anzünden ist schon sehr lästig.

Aber mal Scherz beiseite. Das Problem der alternativen Antriebe ist ja tatsächlich nicht der Antrieb als solcher, sondern die Infrastruktur. Zu den Anfängen der Motorisierung bezog man das Benzin in den Apotheken, die Tankstellen kamen erst später. Warum soll das mit den Ladesäulen anders sein? Aldi, Ikea, div. andere Läden bauen bereits Ladesäulen auf und in einigen Jahren ist die Abdeckung vollzogen. Nur wird es die "klassische" Tankstelle dann nicht mehr geben. Alles andere, Kosten des Akkus, Lebensdauer usw können wir getrost den innovativen Autoherstellern in Fernost überlassen. Nicht weil die es besser können, sondern weil unsere Hersteller nicht wollen. Die Reichweite eines Plazebo-E-Autos deutscher Fertigung (BMW i3 = 160 Km, 33.000 Euro) und ein Fahrzeug koreanischer Fertigung (Hyundai IONIQ = 280 Km, 33.000 Euro) sind allerdings so, dass man sogar längere Strecken fahren kann, auch über Land und auch im östlichen Ruhrgebiet.

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Ökofred 13.02.2019, 19:28
155. neee... das wird wohl nix

Zitat von saddi
Das ist aber gemein, dass sie mich suchen lassen wollen. Was bedeutet prozentual? Auf was ist das bezogen? (Quelle?) Außerdem habe ich öfter mal gelesen Deutschland sei Exportweltmeister. (Fake-news?) Vielleicht sollten sie mal den WELT-Artikel "So geht Deutschland dem Klima-China auf den Leim" aus 2017 lesen. Daraus nur eine Zahl. China will die vorhandenen 900.000 Megawatt Leistung aus schmutziger Kohle um weitere 200.000 Megawatt ausbauen!
Diese schwachsinnigen Zahlen zum chinesischen Kohleausbau immer, alles Quatsch! China baut zwar Kohle zu legt aber fast genauso viele Kohlekraftwerke still. Einzelheiten finden Sie hier. https://www.carbonbrief.org/guest-post-peak-coal-is-getting-closer-latest-figures-show?utm_content=buffer7e10c&utm_medium=social&utm _source=twitter.com&utm_campaign=buffer
Und ein WELT Artikel zum Klima.... also bitte....

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smrk 13.02.2019, 19:30
156. Frage

Das ist alles großer Quatsch und ein einziger Betrug: die Energie für solche Busse kommt 100%ig aus fossilen Energieträgern, vor allem Braunkohle. Solche Fahrzeuge sind in Bezug auf CO2-Ausstoß wesentlich problematischer als Dieselbusse. Wesentlich !!

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wahrsager26 13.02.2019, 19:37
157. Lese ich Wasserstoff ....

so muss ich an die 'Hindenburg' denken! Tanks in PKW haben sich in der Vergangenheit ebenfalls mit einer Stichflamme 'verabschiedet'.Alles Dinge,die genau wie die Lagerung des Wasserstoffes beachtet werden wollen .Das alte Problem der Reichweite dürfte bei den Bussen zum Tragen kommen.Theoretisch müssten die Stadtwerke sogar ein paar Busse in Reserve haben,um dieses Manko ausgleichen zu können während geladen wird .Nun gut,soll probiert werden ...und hoffentlich erfährt der interessierte Zeitgenosse etwas! Danke

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adal_ 13.02.2019, 19:37
158.

Zitat von till_wollheim
Warum kennen die Leute nicht den Zukunftspreis 2018 des Bundespräsidenten? Dann wüssten sie, daß in Erlangen eine Firma (Spinn Off der Uni Erlangen) ein nun funktionierendes Verfahren hergestellt hat um Wasserstoff unbrennbar zu machen bis es im Motor verbraucht wird. Damit wäre das Problem der Lagerung gelöst. Und dieser Treibstoff kann die Diesel-Infrastruktur benützen.
Mit der Technik können Sie nur die Fahrzeuge sicher machen, nicht aber die Tanklager.

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nach-mir-die-springflut 13.02.2019, 19:42
159.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Die Wasserstofftechnik ist schlichtweg zu teuer. Der Transrapid unter den mobilen Antrieben. Warum? Der Einsatz des Wasserstoffs im Endmobil ist noch nicht mal das Problem. ES IST DIE HERSTELLUNG DES WASSERSTOFFS selbst, die unter thermodynamischen Gesichtspunkten der helle Wahnsinn ist. Meist wird Wasserstoff aus Erdgas gewonnen, wobei in speziellen Verfahren bei sehr hohen Temperaturen und unter hohen Druck Wasserstoff erzeugt wird. Dabei muss so viel Energie eingesetzt werden, dass bei der Herstellung des Wasserstoffs schon mehr CO2 entstehst, als bei der Verbrennung im Endmobil jemals eingespart werden könnte.
Beim Wasserstoff wie beim Antrieb insgesamt geht es doch um EE-Strom und die Elektrolyse. Redet alles von Übersschusstrom, aber genau für die Elektrolyse fände er Verwendung.

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